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Fruchtfolgegestaltung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon moneymaker » Sa Nov 23, 2013 23:55

Also, ich will hier nur mal rein interessehalber einen Thread starten, der mit meiner evtl. späteren Situation betrieb-ubernehmen-oder-nicht-t74348.html zu tun hat.

Also, ich gehe jetzt mal von den 37ha aus. Ich würde am liebsten 5ha Kartoffeln, 5ha zuckerrüben, 3ha Futterrüben, 8ha Mais und 16ha Getreide anbauen.
Ich würde aufgrund unterschiedlicher Böden 2 Fruchtfolgen favorisieren.
Zum einen auf 20ha die Hackfrucht-Fruchtfolge:
Also entweder den einfachen Fruchtwechsel mit Kartoffeln, Getreide ( besser Gerste Triticale oder Weizen, evtl Roggen und so 0.5ha Hafer?), Rüben (nur die ZR), und nochmals Getreide (wieder die Frage welche Getreideart).

Vor Kartoffeln würde ich ein ZF-Gemisch, z.b. SolaRigol von der DSV anbauen und Pflügen, dann mit einer einfachen Pflanzmaschine pflanzen, auf unseren Böden ist weder ein KG bzw KE denn Saatbettbereitung notwendig, das pflügen reicht i.d.R. aus, evtl. doch mit einer Federzinkenkombi rüber.

Nach Kartoffeln würde ich dann mit dem Tl (der Boden kann durch die Anhänger, Spritzspuren und den Roder (bei mir kämen ja nur alte Roder mit schmalen Reifen in Frage) doch stark verdichtet sein), Fräse(gute Lockerung und die Kartoffeln werden sicher zerschnitten und somit Durchwuchs vermieden) und aufgebauter Drille (z.B. Howard Sämovator) das Getreide in einem Arbeitsgang drillen.

Nach Getreide dann 1-2x Stoppelbearbeitung mit einer Spatenrollegge oder Scheibenegge, 20cm tiefer Grubberstrich und eindrillen der ZF mit einem Kompaktor und Drillmaschine (ist so schon Vorhanden, KG oder KE viel zu teuer, auch wegen Sprit). Dies würde sowohl vor K. und ZR gelten.

Vor den Rüben bin ich noch unschlüssig ob Pfluglos oder Mulchsaat. Für den Pflug sprechen hier die vorhandene Rübendrille, die mit Mulchsaat nicht so gut zurechtkommen würde, sowie die saubere Einmischung der ZF und das wieder keine oder nur eine einfache Saatbettbereitung, evtl einfaches Drillen mit Kompaktor, notwendig wäre. Mulchsaat soll höhere Erträge bringen, dem stünden aber Verunkrautung, evlt. Krankheiten??, und die neu anzuschaffende Drille gegenüber. Beim Pflug würde ich einen 90er Ringpacker und evtl. eine Krümelwalze verwenden, je nach dem ob noch eine separate Saatbettbereitung folgt.
Nach den Rüben würde ich dann wieder mit der Tl-Fräs-Drillkombi das Getreide eindrillen.


Welche Vorteile hat die Überfruchtfolge, also Halmfrucht-Blattfrucht-BF-HF? Gibt es hier keine Probleme mit Getreide nach Getreide? Ich meine wir haben seit 10 Jahren nur Getreide, aber reine Pflugsaat und mit vielen Bodenbearbeitungsdurchgängen. Dafür kein Funghizidaufwand, im Herbst einmal Herbizid und nach Bedarf Insektizid gegen Läuse ( Frühsaat um den 20. September, FF Gerste Triticale Weizen), Erträge stark schwankend zw. 65-90dz, letztes Jahr auf einem Schlag 85dz Triticale mit 70kg Rein-N und keiner Beregnung, einer Insektizidbehandlung und 3xHerbizid (AFS- und Windhalmproblem :cry: ) Der Überfruchtwechsel würde dann dementsprechend öfter den Pflug vorraussetzen mit dessen Vor-und Nachteilen.



Die andere Fruchtfolge insbesondere auf unseren Moorstandorten würde auf 17ha vor allem der Feldfutterbau sein, da ich ja evtl. wieder mit der Bullenmast anfangen will, das ist aber sehr Wage.
Hier würde ich also alle 2 Jahre Mais auf 8ha angebaut werden.
Ich würde am liebsten wie folgt vorgehen:
Nach Mais pflügen und das Wintergetreide direkt mit dem Kompaktor ausdrillen, und um mehr Futter zu haben eine Untersaat (Klee?? was geht sonst noch?) einbringen ( besser noch im Herbst oder im Frühjahr --> Befahrbarkeit des Moores im Frühjahr teilweise erst Ende April gegeben).
Nach dem Getreide dann die Untersaat wachsen lassen und im Herbst? erste Futternutzung, evtl. im Frühjahr eine Zweite (würde der Futterwert der Untersaat den Ertragsverlust des Maises durch die späte Aussaat rechtfertigen? ) Dann Mit TL und Fräse umbrechen (auf noch nicht gaanz trockenem Boden wohl besser als der Pflug wegen seines hohen Zugkraftbedarf?, zudem Befahren mit Zwillingsreiden oder Terrareifen möglich, natürlich auch mit der Fräse nicht unter zu nassen Bedingungen, aber Aussaat wohl doch um einige Tage früher als mit dem Pflug.) Ausdrillen des Maises entweder selber oder vom Lohner, evtl. eine Rübendrille mit 2 Sährädern für Mais und Rüben anschaffen ( Taugen diese Drillen was? Wohl eher Grung für einen neuen Tread im Landtechnik-Bereich :D )
Nach dem 2. Mais wieder Pflügen und Getreide drillen, dieses Mal ohne Untersaat. Nach der Ernte 1x Stoppelbearbeitung mit der Spatenrollegge, Scheibenegge oder Schälpflug! und dann 1 Grubberstrich und dann Stoppelrüben eindrillen ( nur auf 3ha zu Versuchszwecken und weil ich die Dinger einfach Geil finde :D und ich der Meinung bin, dass die die Futteraufnahme erhöhen, das ist aber nur Spielerei, aber die 15€ für Saatgut ( ist echt so billig!) geb ich dann gerne mal aus :D ). Stoppelrüben würde ich dann im Oktober mit einem Breithäcksler (z.B. BVL RSB) mit ins Maissilo silieren. Danach entweder so Brach liegen lassen oder Grubbern, im zeitigen Frühjahr nochmals tief Grubbern und Mais eindrillen.

Wie gesagt, dies würde alles im Nebenerwerb nach Feierabend geschehen, die meisten Maschinen, bis auf der Sämovator, der Rübenhäcksler und die Maisdrille sind Vorhanden. Kartoffelabsatz ist durch Stärke-Kontingente und viele Schälfabriken nahezu gesichert, würde aber selbstverständlich wenn's denn zur sache geht nochmal abgesichert. Für ZR ist der Absatz garantiert, nur wollen wir da mal die Entwicklung am Zuckermarkt insb. wenn die Kontingente wegfallen und die Schutzzölle fallen, abwarten.
Der Getreideanbau ist hier so eine Sache, für Qualitätsweizen mit ordentlichem Ertrag ist der Boden eigentlich nicht geeignet, höchstens mit extrem viel Aufwand. Wenn ich in die Bullenmast einsteigen würde, kämen ja vor Allem Triticale und zweizeilige Gerste in Frage, Weizen is wie gesagt problematisch. Für meine 20 Schweine bräuchte ich dann ja auch noch Futtergetreide, denke da an Gerste oder Triticale. Den Hafer habe ich mit ins Spiel gebracht, weil hier viele Pferde sind ( mehr als Rindviecher!!) und auch die HG Pferdefutter herstellt. Das müsste man mal durchrechnen. Für den Boden und die Fruchtfolge wäre der ja ganz Gut, gerade in der Maisfruchtfolge.

Ob sich die Bullenmast noch rechnet muss man auch sehen, wenn wäre ein Neubau notwendig, würde dann mit einem Nachbarn zusammen bauen, der ist auch daran interessiert, vor allem weil er 60 Milchkühe hat und er dann die Bullenkälber selber mästen könnte. Dann würden wir aber auf Neuland umstellen. Meich Chef hatte vor 12 Jahren auch vor mit 2 Nachbarn einen 350er Neuland-Bullenstall zu bauen, die beiden haben sich dann aber für eine BGA entschieden, weil is ja weniger Arbeit :roll: . Meine Schweine würde ich auch auf NL-Basis halten, ebenso das Federvieh ( um die 30-50 Enten, Gänse Puten und nochmal 30 Hennen und n paar Masthähnchen, ich komm so schon nich Hinterher und hab schon 40 Viecher :D )

Ich würde mich freuen wenn ihr euch ein Paar Minuten Zeit nehmen würdet und mir eine Rückmeldung geben könntet. Ich weis, das ist jetzt nicht so Konkret wie andere Themen, da ja alles Zukunftsmusik ist. Leider ist das etwas Komplex geworden, aber kürzer konnte ich mich leider nicht fassen, sorry.
Mit diesen Worten
MfG moneymaker
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon Forchhammer » So Nov 24, 2013 14:53

Nach Getreide dann 1-2x Stoppelbearbeitung mit einer Spatenrollegge oder Scheibenegge, 20cm tiefer Grubberstrich und eindrillen der ZF mit einem Kompaktor und Drillmaschine (ist so schon Vorhanden, KG oder KE viel zu teuer, auch wegen Sprit). Dies würde sowohl vor K. und ZR gelten.


Bei deinem trockenen Sand würde ich sagen, dass im Hochsommer bei schöner Sonneneinstrahlung die 20cm suboptimal wären, da du dann die Wasserführenden Kapillaren des Bodenwassers bei den 20cm abschneidest. Da fehlt dir dann das Wasser für die Zwischenfrucht, die ja auf 2-4 cm keimen soll und genau da bei obiger Trockenheit das Wasser von unten braucht bzw. darauf liegen sollte. Sinnvoll ist meines Erachtens nach eine Zweite Stoppelbearbeitung, die das aufgelaufene Ausfallgetreide nach 2 Wochen wegarbeitet.
Bei viel Stroh etwas tiefer um mehr Erde fürs Stroh zur Verfügung zu haben. Va. bei Gerste keine Pilzfelder anbauen. Und anwalzen wenns trocken ist. Deine Bullenscheisse kann da dann bei den warmen Temperaturen auch schön verrotten und der ZF zur Verfügung stehen.

Vor Kartoffeln würde ich ein ZF-Gemisch, z.b. SolaRigol von der DSV anbauen und Pflügen, dann mit einer einfachen Pflanzmaschine pflanzen, auf unseren Böden ist weder ein KG bzw KE denn Saatbettbereitung notwendig, das pflügen reicht i.d.R. aus, evtl. doch mit einer Federzinkenkombi rüber


Wann willst du pflügen? Immer schön schauen dass dein Boden genügend Rückverfestigt ist, gell.

Nach Mais pflügen


Maisstroh mulchen nicht vergessen.

Welche Vorteile hat die Überfruchtfolge, also Halmfrucht-Blattfrucht-BF-HF?

Du musst nach späten Rüben nicht mehr auf nassem Boden rumeiern. Nach dem 1. Getreide kannste deinen Roggen als abtragende Halmfrucht abbauen.

würde der Futterwert der Untersaat den Ertragsverlust des Maises durch die späte Aussaat rechtfertigen


Wenn du genug Wasser hast, wurde mir gesagt dass du dann auch bei späterer Saat noch nen guten Ertrag liefert, da der dann eher die Wärme nutzen kann und vollgas loswächst.


Weisst du wv ein neuer Bullenstall für 50 Viecher kostet??
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon Forchhammer » So Nov 24, 2013 14:53

Nach Getreide dann 1-2x Stoppelbearbeitung mit einer Spatenrollegge oder Scheibenegge, 20cm tiefer Grubberstrich und eindrillen der ZF mit einem Kompaktor und Drillmaschine (ist so schon Vorhanden, KG oder KE viel zu teuer, auch wegen Sprit). Dies würde sowohl vor K. und ZR gelten.


Bei deinem trockenen Sand würde ich sagen, dass im Hochsommer bei schöner Sonneneinstrahlung die 20cm suboptimal wären, da du dann die Wasserführenden Kapillaren des Bodenwassers bei den 20cm abschneidest. Da fehlt dir dann das Wasser für die Zwischenfrucht, die ja auf 2-4 cm keimen soll und genau da bei obiger Trockenheit das Wasser von unten braucht bzw. darauf liegen sollte. Sinnvoll ist meines Erachtens nach eine Zweite Stoppelbearbeitung, die das aufgelaufene Ausfallgetreide nach 2 Wochen wegarbeitet.
Bei viel Stroh etwas tiefer um mehr Erde fürs Stroh zur Verfügung zu haben. Va. bei Gerste keine Pilzfelder anbauen. Und anwalzen wenns trocken ist. Deine Bullenscheisse kann da dann bei den warmen Temperaturen auch schön verrotten und der ZF zur Verfügung stehen.

Vor Kartoffeln würde ich ein ZF-Gemisch, z.b. SolaRigol von der DSV anbauen und Pflügen, dann mit einer einfachen Pflanzmaschine pflanzen, auf unseren Böden ist weder ein KG bzw KE denn Saatbettbereitung notwendig, das pflügen reicht i.d.R. aus, evtl. doch mit einer Federzinkenkombi rüber


Wann willst du pflügen? Immer schön schauen dass dein Boden genügend Rückverfestigt ist, gell.

Nach Mais pflügen


Maisstroh mulchen nicht vergessen.

Welche Vorteile hat die Überfruchtfolge, also Halmfrucht-Blattfrucht-BF-HF?

Du musst nach späten Rüben nicht mehr auf nassem Boden rumeiern. Nach dem 1. Getreide kannste deinen Roggen als abtragende Halmfrucht abbauen.

würde der Futterwert der Untersaat den Ertragsverlust des Maises durch die späte Aussaat rechtfertigen


Wenn du genug Wasser hast, wurde mir gesagt, dass du dann auch bei späterer Saat noch einen guten Ertrag hast, da der Mais vor allem die wärmeren Temperaturen zum Sommerhin zum Schossen nimmt (wo er vorher bei kaltem Mai eher vor sich hin wächselt.)


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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon PhantomLord » So Nov 24, 2013 15:49

moneymaker hat geschrieben:
Also, ich gehe jetzt mal von den 37ha aus. Ich würde am liebsten 5ha Kartoffeln, 5ha zuckerrüben, 3ha Futterrüben, 8ha Mais und 16ha Getreide anbauen.
Ich würde aufgrund unterschiedlicher Böden 2 Fruchtfolgen favorisieren.
Zum einen auf 20ha die Hackfrucht-Fruchtfolge:
Also entweder den einfachen Fruchtwechsel mit Kartoffeln, Getreide ( besser Gerste Triticale oder Weizen, evtl Roggen und so 0.5ha Hafer?), Rüben (nur die ZR), und nochmals Getreide (wieder die Frage welche Getreideart).

Welche Vorteile hat die Überfruchtfolge, also Halmfrucht-Blattfrucht-BF-HF? Gibt es hier keine Probleme mit Getreide nach Getreide? Ich meine wir haben seit 10 Jahren nur Getreide, aber reine Pflugsaat und mit vielen Bodenbearbeitungsdurchgängen. Dafür kein Funghizidaufwand, im Herbst einmal Herbizid und nach Bedarf Insektizid gegen Läuse ( Frühsaat um den 20. September, FF Gerste Triticale Weizen), Erträge stark schwankend zw. 65-90dz, letztes Jahr auf einem Schlag 85dz Triticale mit 70kg Rein-N und keiner Beregnung, einer Insektizidbehandlung und 3xHerbizid (AFS- und Windhalmproblem :cry: ) Der Überfruchtwechsel würde dann dementsprechend öfter den Pflug vorraussetzen mit dessen Vor-und Nachteilen.


Was mein Vorredner ganz treffend schon geschrieben hat, ist, dass die Weizenaussaat nach ZR eng werden könnte (oft aber schon reicht) und daher der Überfruchtwechsel hier Vorteile bietet. Das Würde allerdings bedeuten, dass die Zwischenfrucht zu den Kartoffeln hinfällig ist. Dein hoher Anteil an Hackfrüchten kann sich aber negativ auf den Humusgehalt des Bodens auswirken, sodass hier der Fruchtwechsel Vorteile hätte, da du dann nicht auf die Zwischenfrucht verzichten müsstest. Der Überfruchtwechsel hat aber den Vorteil, dass er Fußkrankheiten des Weizens reduziert - der hier ja bekanntlich am Anfälligsten ist.
Gehn wir mal von einem einfachen Fruchtwechsel aus. ZF - ZR | WW / Hafer | ZF - Kartoffel | WW / (WG) /WR
Zweimal Weizen anbauen würde schon gehen allerdings wirst du dann die Intensität bei den Fungiziden steigern müssen. Wintergerste hätte den Vorteil dass sie früh das Feld räumt und die Zwischenfrucht ordentlich Masse machen kann. Aber nach späten Kartoffeln kommt die kaum noch rechtzeitig in den Boden. Roggen wär bei spätem Saatzeitpunkt nicht so beleidigt. über Hafer als Vorfrucht würden sich die Kartoffeln oder die Zuckerrüben freuen - aber der Geldbeutel weniger als über den Weizen. Du könntest aber schon noch ein Glied Getreide einbauen. Die Humusbilanz wäre dann besser (das Stroh bleibt doch hoffentlich liegen oder kommt in den Stall ?). Krankheiten solltest du dann auch bei starker Reduktion des Fungizids im Griff haben.
Überfruchtfolge würde dir mehr Zeit verschaffen nach Weizen als erste Frucht ein anderes Getreide anzusäen - ich würde die Wintergerste wegen der Zwischenfrucht bevorzugen. Wenn die Böden sehr leicht sind, kann aber auch der Roggen mit dem Weizen mithalten.

Ich hab noch ne Buchempfehlung:
Freyer, Bernhard, 2003: Fruchtfolgen. Konventionell - Integriert - Biologisch. Stuttgart: Eugen Ulmer
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon moneymaker » So Nov 24, 2013 16:18

danke für eure Antworten, das Buch is was für Weihnachten, Muddi gleich mal sagen :D Also späte Kartoffeln würde es bei mir nicht geben, Chefe war immer am 3 Oktober fertig mit Roden, vor allem weil wir auch Frühkartoffeln, so 3, teilweise 6 Morgen gemacht haben. Das würde ich eventuell auch aufgreifen. Also ich sag mal zum 10.10 wären die auf jeden Fall raus. Bei den ZR is das echt so ein Problem, wobei die Standorte die ich mit ZR und K bestellen würde ehrlich gesagt eher zu trocken sind als zu nass. Also mit der Fräse würde gehen, denke ich mal. Funghizide will ich eigentlich gar nicht einsetzten, dann also lieber Überfruchtwechsel, richtig? und auch nicht 2x Weizen in der FF. Wie gesagt, Weizen ist sowieso das Problem, Backweizen wird man hier nicht so locker runterbekommen, eigentlich eher FuWei. Da ja Triticale die letzten Jahre bei uns zumindest gleich dem Weizenpreis war und sogar schon höher würde Triticale mir am besten gefallen. Passt die in die FF? Einen neuen Bullenstall zu bauen ist schon kapitalintensiv, aber der bedarf nach Qualitäts-Rindfleisch steigt. Sonst würde ich unseren Alten Stall wieder in Beschlag nehmen, aber das ist alles so eng :x
Das Grubbern nach Getreide war eigentlich dazu gedacht, der ZF besseren Tiefenwuchs zu ermöglichen. schafft die das denn auch so? Sonst müsste ich nochmal Fräsen, das is mir zu teuer, pflügen sowieso nicht, oder halt echt nur mit der Spatenegge, aber die macht ja mehr löcher als das sie ganzflächig den Boden mischt. Und eine Scheibenegge wird wohl am Anfanfg nicht drin sein, muss erstmal genug andere Maschinen kaufen und Kredite mach ich nur für Gebäude, nich für Maschinen.
Wie siehts eigentlich mit ganz was anderem aus? Hat einer erfahrung mit futtererbsen oder Ackerbohnen? Wäre ja gutes Eiweißfutter, zumindest für die Schweine. Kommt da was bei rum oder is das die "Utopie" vom inländischen Eiweißfuttermittel ohne Gentechnik?
MfG moneymaker
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon paddi85 » So Nov 24, 2013 17:05

Die Betrachtung erfolgt bislang viel zu theoretisch, oder meint ihr nicht?!
Die Flächenausstattung reicht nicht zum Leben, aber Nebenerwerb muss schlank organisiert werden. 5 ha überall von anzubauen macht da doch keinen Sinn, zumal vermutlich eh nur Uralttechnik vorhanden sein wird. Kartoffel sollte man grundsätzlich klären, entweder richtig intensiv, oder sein lassen, zumal wenn man Kartoffelland verpachen kann.
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon moneymaker » So Nov 24, 2013 19:01

Uralttechnik? Ne Hassia Pflanzmaschine von 1980 ist auch nichts anderes als eine Grimme GL von heute, die haben auch Flüssigbeize und Reihendüngerstreuer! Und wieso soll das nu ausschlaggebend sein? Welche Technik ich habe kannst du doch leicht in dem angegebenen Link zu dem anderen Thread nachgucken, da steht das alles. Und na klar müssen Kartoffeln intensiv geführt werden, da muss man halt einmal die Woche spritzen wenns not tut. Aber Getreide nciht, da lohnt der Aufwand doch meistens nicht, das is bei vielen ein Null-Gechäft. Gut, wir haben immer nen echt hohen Gewinn, einfach wegen so geringen Kosten. unsere Technik ist alt, aber bewährt.
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon moneymaker » So Nov 24, 2013 19:06

P.S. Verpachten? Bei 450€ durschnittlichem Pachtniveau, wo ich nen garantierten Absatz für die Dinger hab und eig immer für Stärkeware nen guten Preis und die Speise geht auch super. Bei 25€ pro dz Speise würde sich jeder, der Kartoffeln anbauen wollte und könnte in den Ar*** beißen :D
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon mondaufgang » So Nov 24, 2013 20:05

paddi85 hat geschrieben:Die Betrachtung erfolgt bislang viel zu theoretisch, oder meint ihr nicht?!
Die Flächenausstattung reicht nicht zum Leben, aber Nebenerwerb muss schlank organisiert werden. 5 ha überall von anzubauen macht da doch keinen Sinn, zumal vermutlich eh nur Uralttechnik vorhanden sein wird. Kartoffel sollte man grundsätzlich klären, entweder richtig intensiv, oder sein lassen, zumal wenn man Kartoffelland verpachen kann.


Stimmt, klingt wirklich sehr theoretisch. Soviel sich Gedanken machen, um die wenigen Hektar, Sachen gibt's.
Moneymaker, du machst das ganze im Nebenerwerb, halt die Sache schlank. Oder du hast viel Freizeit bzw. kannst sie gut planen, (Freiberufler im Hauptberuf?).

Ich glaube das man bei dieser Betriebsgröße, und das auch noch bei weitgehender Eigenmechanisierung, keine akzeptable Rendite erzielen kann.
Da du es aber als Hobby betreibst und dir wohl auch sehr viel Spaß bereitet, dann mach es.

Das mit dem Bullenstall dient wohl mehr der Arbeitsbeschaffung und der Geldvernichtung. Aber aus meiner Sicht darf ein Hobby auch Geld kosten, das ist bei anderen Hobbys nicht anders.

Gruß
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon moneymaker » So Nov 24, 2013 21:09

Naja, Bullen würden wirklich da sein um Spaß zu haben, aber bei unserer Lage hier ist Bullenmast was tolles, hier liegen über 200ha Wiesen brach, im Umkreis von 10KM!!! Aufgehört haben das nur die meisten weil die 150ha+ haben und das Geld nicht brauchen, wir mussten aus gesundheitsgründen aufhören. Und Futter ist das einzig Ware. Für Rüben hab ich nicht mehr Kontingente. Für Kartoffeln fehlt der Lagerraum, also müsste ich ne Lagerhalle bauen. Und Getreide mit, das glaubt mir aber keiner, 500€ GEWINN pro ha is auch nicht das wahre, bei Kartoffeln und Rüben bist weit da drüber. Denn gibts hier noch Pressschnitzel und Pülpe en Masse zu Spottpreisen, also gute Vorraussetzungen. Und die Humusfrage ist auf unseren Sandböden auch nicht unwichtig, ich denke alleine die Gülle und evtl. der Mist ist in die Zukunft gedacht ein wichtiger Faktor. Noch haben wir eben weil wir viel Vieh hatten noch ordentliche Humuswerte, aber gerade bei ZR und K nimmt Humus rapide ab. Und mMn bring da auch ZF nicht mehr viel.
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon Marian » Di Nov 26, 2013 11:44

Moin.


Klasse, mal nen verrückter der "ähnlich" wie ich drauf ist.
Darf ich nach deinem Alter fragen? Könnte mir vorstellen das wir da auch nicht so weit auseinanderliegen.
Ich hingegen bin aber wohl noch etwas vernarrter in Bullen. Das war das erste Projekt das ich angegangen bin.
Aber nach der Devise: Umbauen-umbauen-moderniesieren. Interessant, dass sage ich dir weil ich mich viiieeel mit dem Thema ausseinandergesetzt habe, ist Bullenmast in erster Linie in abgeschriebenen und wieder auf Vordermann gebrachten Altgebäuden.
Um einen neuen Stall abzuschreiben und nicht nur +/- 0 zu wirtschaften ist die Luft seeeehr dünn.
Ich würde gern was anderes erzählen, aber so ist es leider.
Ich rate jetzt nicht von einem Offenstall einfachster Bauweise auf Tiefmist angeschleppt an die Rückseite einer robusten bestehenden Scheune ab. Aber der neue Güllestall für 50 (lohnt eh nich, hier fängt keine Bagger mehr unter 150Plätze an) - 100 - 200 - 300 auf der grünen Wiese .... Kürzlich gabs im Wochenblatt NRW mal ne Vollkostenrechnung. Neubau dieses Jahr. Güllestall, 150 Mastplätze. Nach kredittilgung mit Fleckvieh im Stall und 12 Monaten mastdauer 7500€ miese jährlich...

Aber ich schweife völlig ab.
Alles in allem ist schon viel wichtiges gesagt.
Zur Frage wegen der Tiefwurzelung der ZF und vorheriger Bodenlockerung.
Das ist kokolores. Die ZF, sagen wir mal Ölrettich (mein persönlicher Favorit), baust du bzw. jeder andere, ja gerade der Eigenschaft des Tiefwurzelns wegen an. Eben weil die ZF von natur aus in die Erde bohrt und den Boden lockert und nicht nur Grünmasse bildet, wird sie angebaut. Sprit sparen ist halt nunmal Trumpf :wink:
Wenn du aber vorher fräst oder der gleichen und das im Sommer, ist das stark kontraproduktiv. Du erzeugst damit Asche aus deinem Sand und die ZF wird kaum Masse bilden.
Daher besser flacher Grubberstrich nach der Getreideernte ((dabei gern schon vorherige Bullengülleausbringung (befahrbarkeit meist vörzüglich)) und Ausfallgetreide auflaufen lassen. 14 Tage nachdem erneuter Grubberstrich und ZF ausbringung mit Drille solo oder mittels APV/Lehner Streuer direkt beim grubbern.

Zum Thema ZR/K auf eher zu trockenen als zu nassen Standorten...
Sehe ich sehr skeptisch. Meine Erfahrung sagt mir (wir haben hier nur Sand) ZR/K müssen, um Ertrag zu liefern auf Sand, definitiv genug Wasser zur Verfügung haben. Sonst sieht das eher schlecht aus...
Stoppelrüben sind was feines, bieten sich am ehesten hinter WG an. WG räumt früh das Feld, Stoppelrüben brauchen möglichst viele lange warme Tage um gute Erträge zu liefern. Zu späte Saat bringt meist nur Radieschen-großes Regenwurmfutter.
Zu empfehlen ist die Saat in 50er Reihenabständen. Hacken reicht zwecks Unkrautdruckeindämmung bis zum Reihenschluss völlig aus. Zumindest war das bei unseren 20ha immer der Fall.

Thema WW.
Ist so eine Sache. Ich experimentiere hier im 2ten Jahr. Habe einen Narren am Weizen gefressen (baut kaum einer hier an und wird belächelt). Das jedoch nur, weil es 2€ + je dz im Vergleich zu Triticale gibt. Bei gleichem Preisniveau würde ich ihn nicht anbauen. Wenn Mastbullen und eigene Futterkornverwertung (eigene Mahl- und Mischanlage vorhanden wie bei mir?) bietet sich besonders Triticale 2/3 und WG 1/3 zur Schrotherstellung an. Nur mal so am Rande erwähnt. Roggen kann zugefüttert werden, jedoch nur vorsichtig. Ist z.Zt. aber interessanter zuzukaufen und auf der Fläche selbst etwas wirtschaftlicheres anzubauen (F-Roggen 13€ dz).


MfG
Der Pradler
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon Welfenprinz » Di Nov 26, 2013 12:46

Als erstes verschenk die Fräse.
Durchwuchskartoffeln werde durch Frost verhindert.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon flodeere » Di Nov 26, 2013 14:29

Hi!
Aus meiner Erfahrung mit meiner ähnlichen Betriebsstruktur kann ich dir nur raten unterschätze das ganze nicht. Z.B.: 5ha Kartoffeln voll eigenmechanisiert, da steckst du mindestens 14 komplette Arbeitstage rein. Die Zeit fehlt dir irgendwo für die restlichen ha.
Soll nur ein Denkanstoß sein... aber mir gings ähnlich...
Ich plane immer so: die wichtigste Frucht muss arbeitsmäßig einfach in die Fruchtfolge reinpassen. Bei mir sind Kartoffeln wichtig und bringen gute DB, dann muss zum pflanzen und pflegen und vor allem zur Ernte die Zeit zur Verfügung stehen. Da kann ich nicht noch nebenbei Rüben hacken oder Maishäckseln usw...

Es ist nicht unbedingt gesagt, dass mehr Früchte gleich mehr arbeit bedeuten. Viele Pflegemaßnahmen bei verschiedenen Früchten lassen sich kombinieren. Und du kannst Arbeitsspitzen entzerren. Aber dann hast du halt immer wieder und ständig auch Terminarbeiten im Nacken. Die nervliche Belastung darfst du auch nicht unterschätzen wenn man ständig dran denken muss dass man am abend z.B.: noch spritzen muss!
Das hängt aber sehr stark von deinem Hauptberuf ab! Je unflexibler du da bist, desto weniger Früchte musst du mMn machen!
Auch wenn andere anderer Meinung sind, die 37ha im Nebenerwerb erfordern schon einiges an Arbeit und lass dir ja nicht einreden die "paar ha" kann man nicht wirtschaftlich betreiben!
Bau die richtigen Früchte, besetze Nischen an und baue dir was auf, dann lachst du größere Betriebe aus!

Grüße,
Flo
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon moneymaker » Mi Nov 27, 2013 20:18

Also die Fräse ist laut unserem BF-lehrer, und auch laut Chefe, eines der besten aber auch der teuersten BBG die es gibt. Also ich kenne genug bauern die mit Durchwuchs gerade in Kartoffeln zu kämpfen haben. Die lassen sich nur durch ne SE oder KSE bekämpfen. Das würde für mich aber einen zusätzlichen Arbeitsgang bedeuten. Und da ich sowieso wenigstens alle 2 oder 3 Jahre mit dem TL durchmuss, bietet sich finde ich die Fräse doch an. Bei der Fräse hab ich alles in allem ca 20€ Spritkosten pro ha. Bei der SE oder KSE Variante also 1x SE sagen wir 7-8L, von mir aus 5, dann einmal TL macht 15 und einmal Grubbern macht nochmal 15L und denn nochmal Drillen macht nochmal 10L, oder 5. Also irgendwas um die 15-20L mehr!! Und Verschleiß is auch noch da! Und die Stunden, oder nicht? Vom KG oder KE bin ich der größte Feind, das is Murks, jedenfalls bei mir. Das mit dem APV Streuer ist eigentlich ne Gute Sache, da könnt ich nochmal über Nachdenken. Aber denn würde ich einmal mit der Spatenrollegge und 1x Grubbern mit drillen machen, gerne mit Gülle, da komm ich wegen Humus nicht um rum.
Also das Problem bei ZR und K ist, das unsere trockenen Standorte halt trocken sind ( nicht richtig, also ist meistens anmooriger Sand) die nassen dafür richtig unterwasser Stehen, so ab 15.9. Das mag für Kartoffeln noch gehen, bei ZR is das zum roden zu früh. Und im Frühjahr trocknen die zu spät ab. Übrigens können wir überall, wo das Not tut, Beregnen, ne Beinlich haben wir auch.
Also Zeit hab ich genug, das is nicht das Ding. Notfalls kann Vaddi oder n Kumpel auch mal eben Rübenhacken oder so. Spritzen ist bei der Fläche schnell gemacht, 5ha hast ja an einem Abend durch. Ich hab nunmal das Kontingent und brauch das Geld! Die Maschinen bezahlen sich leider nicht von alleine und deshalb muss ich mit der wenigen Fläche klarkommen so gut es geht.
Zum Thema getreide. Also in der FruFolge mit Mais soll WG wegen der Stoppelrüben und Triticale rein, Weizen hab ich Angst wegen Fußkrankheiten und Pilzen allgemein, das muss ja nicht sein. Aber Nach den ZR soll WW und nach den K. Hafer und T, wobei Hafer noch nich durch is ;)
Stoppelrüben dachte ich in normale Getreidereihen oder jede 2. Reihe zumachen. Naja, hab ja ne Rübendrille, is ja kein ding. Da dann auch wieder Grubbern und denn mit Kompaktor und Rübendrille, damit das schön Rückverfestigt ist?
Also ich würd ja gerne unser Altgebäude umbauen, aber das is so verdammt Eng, das wird nix. Aber ich bin an ner anderen Hofstelle dran, die hat dafür gute Möglichkeiten, denn werd ich das auch machen.
Danke für eure Anregungen
MfG moneymaker
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Re: Fruchtfolgegestaltung

Beitragvon ICH BIN'S » Mi Nov 27, 2013 23:30

Hallo,


500€ Gewinn/Ha WW? Ich komme zu euch und wirtschafte bei euch. Prämie noch dazu, dann sinds 800 Taler Gewinn.

Meine Meinung zu dem ganzen Vorhaben:

Wenn es soviel freies Grünland gibt: Mutterkühe anschaffen, Absetzer verkaufen. Bleibt mehr übrig (reich wird man dadurch aber auch nicht!!), bei weniger Investitionskosten und weniger Arbeit.
Ackerland: Konsequent auf jedes Jahr eine gleiche Fruchtart setzen, ausgenommen Kartoffeln und Rüben. Das eine Jahr nur WW, dann WG, Raps, oder was weiß ich. Vorteile liegen für mich auf der Hand: MuKuh brauchen kaum Getreide, brauchst nicht viel selber ein zu lagern. Größere Mengen lassen sich LKW-weise verticken, gibt bessere Verhandlungsposition beim Handel. 37 Ha (abzüglich 5 Ha Rüben und 5 Ha Kartoffel) sind 27 Ha, sind an einem Tag gedroschen. Sonst auch immer nur mal tageweise Arbeitsspitzen (Säen, Düngen, spritzen, Ernte).
Zum Thema Fräse: Fort mit dem Ding, und pfluglos (mit dem Standort angepasste Technik) bearbeiten. Gibt weniger Dieselverbrauch, und bessere Bodenverhältnisse als mit dem Wühldinges da.

Ich bewirtschafte knappe 100 Ha im Nebenerwerb (30 Grünland mit 20 Mutterkühe) und 70 Ha Acker (intensiv). Habe dazu 1 Traktor, und schaffe das recht locker alleine nebenher. Habe zusätzlich noch einen Mähdrescher im Lohn laufen. Der Betrieb muss dazu stramm organisiert sein, jeder Handgriff muss passen.
Meine Fruchtfolge ist so gestaltet, dass ich jedes Jahr ungefähr WW, WG und Raps jeweils ca. 20 Ha anbaue, dazu noch ca. 10 Ha Hafer. Bei unserem Ertragsniveau ergibt das immer recht passende Partien für die Getreideverladung. Ca. 130 Tonnen WG (5 LKW), 150 Tonnen WW (6 LKW), Raps ca. 80 Tonnen (3 LKW) und Hafer 50 Tonnen (2 LKW). Was übrig bleibt (ausser Raps) wird zusammen gekippt und verfüttert.
Verkauf zu 75% über Vorverträge (LKW-weise), Abholung und Verladung während der Ernte, entweder wird direkt aufm LKW gedroschen, oder ausm Flachlager der LKW befüllt. Die fehlende 25% der Erntemenge werden entweder gelagert oder zum Tagespreis verkauft.


MfG
Früher hatte ich Zeit und Geld. Jetzt habe ich Landwirtschaft...
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