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Gehölze im Acker (AgroForst)

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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46 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon beglae11 » Mo Nov 30, 2020 7:00

was soll der schwachsinn , da können sich forscher Jahre lang damit beschäftigen und sich eine goldene Nase " verdien " auf Staats kosten
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Paule1 » Mo Nov 30, 2020 9:17

beglae11 hat geschrieben:was soll der schwachsinn , da können sich forscher Jahre lang damit beschäftigen und sich eine goldene Nase " verdien " auf Staats kosten


Und nur darum gehts doch--Du mußt ein Problem erfinden was es vorher nicht gar und die Menschen Hysterisch machen und schon läufts mit Forschen und Geld abzocken zumindest bei uns :idea:
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon DWEWT » Sa Aug 20, 2022 10:12

Für alle die klar denken und rechnen können, ist die Maßnahme "Agroforst" vom Tisch. 60€/ha bei 3m Reihenbreite, 20m Reihenabstand und mind. 2 Reihen je Fläche, dürften K.O.-Kriterien sein. Damit hat sich die EU als völlig deplatziert hinsichtlich green-deal erwiesen. Gut so für die Landwirte und noch besser für die Ackerflächen. :D
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Manfred » Sa Aug 20, 2022 14:07

Hier auf unserem Savannenstandort, wo eine dauerhafte Wiederaufforstung wegen zu geringer Niederschläge wenig Sinn macht, besonders im Falle einer weiteren Klimaerwärmung, wäre die Umnutzung diverser nach dem 2. Weltkrieg aufgeforsteter und jetzt vom Käfer wieder geplätteter Flächen zu savannenartigen Agroforstsystemen schon sinnvoll. Primär in Form von Wertholzproduktion kombiniert mit Beweidung. Evtl. auch Kombisysteme in der Jungbaum-Zeit, wo Weidetiere, v.a. Schweine, Nüsse und Obst verwerten.
Dafür bräuchte es eine entsprechende Entbürokratisierung, besonders bei der Schweineweidehaltung, und die Arbeit an kosteneffizienten Etablierungs- und Schnittsystemen für die Bäume.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon langholzbauer » Sa Aug 20, 2022 14:43

Ein interessanter Denkansatz!
Schweine hat die Natur schon genug wilde.
Die brauchen nur rechtzeitig geerntet werden. :wink:
Die Thüringethi in Crawinkel bei Ohrdruf wird ja schon etliche Jahre als großflächige offene Weidelandschaft bewirtschaftet und auch wissenschaftlich begleitet.
Die Eigentümer expandieren ganz massiv.
Also scheint sich sowas auch zu lohnen.
Und wenn die Flächeneigentümer nur niedrige 2stellige Pachten/ha gewohnt sind,dann verkaufen sie auch leichten Herzens ihren besten Grund an die Verpächter. :wink:
Ein Schelm wer da was hinterfragt...
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon egnaz » Sa Aug 20, 2022 15:04

Wertholzproduktion und Agroforst schließen sich aus. Für Wertholz braucht man Dichtstand in der Jugend für lange, gerade und astarme Stämme.
Agroforst ist ein Wunschtraum.
Für die meisten Kulturen ist das Licht ein entscheidener Wachstumsfaktor. Wenn hier die Pflanzen konkurrieren müssen, leidet auch gleich der Ertrag. Ähnlich sieht es auch im Boden aus. Das was man von einem Baum sieht, befindet sich meist auch noch im Boden mit seinem Wasser und Nährstoffbedarf.
Die Weidetiere geben einen schönen Hinweis auf Agroforst. Sie liegen zwar gerne im Schatten der Bäume, gefressen wird aber nur was in der prallen Sonne gewachsen ist.
Bis die Fruchtreife erreicht ist müssen die Bäume auch erst einmal einige Jahrzehnte alt werden, und dann sind die Früchte auch nur für kurze Zeit verfügbar.
Ähnlich sieht es auch mit Agrofotovoltaik aus, bis auf die sehr wenigen Kulturen, die im Schatten besser gedeihen.
Gruß Eckhard
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Manfred » Sa Aug 20, 2022 15:48

@Langholzbauer: Die Thüringethi verdient gutes Geld in der Unterhaltungsbranche. Und wenn mal so ein Kapitalstock vorhanden ist...

@Egnaz: Befasse dich mal etwas mit dem Thema. Es gibt weltweit Betriebe, die das machen. Die Wertholzbäume müssen dann natürlich wiederholt geastet werden. Obst/Nüsse kann man auf entsprechenden Unterlagen als dienenden Bewuchs zwischenpflanzen, der schnell fruchtet aber nicht alt wird.
Aber wie T5060 schon ausgeführt hat, ist die Steuobstproduktion zur Obstverwertung in D wirtschaftlich witzlos, weil sie nicht mal die Lohnkosten erwirtschaften kann.
Eine Aufwertung der jagdlichen Nutzung ist natürlich auch denkbar, aber eher was für Eigenjagdeigentümer. In Gemeinschaftsjagdbezirken ist der Nutzen schwer abzuschöpfen.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon langholzbauer » Sa Aug 20, 2022 16:12

Das Streuobst ist doch nun wirklich die längst bewiesene Form der guten Synergie zwischen Land- und Baumwirtschaft!
Allein die Pflege der Bäume und Vermarktung/Verwertung der Früchte wurde in sehr vielen Regionen bis zum Untergang vernachlässigt.
Bäume, Baumstreifen und Hecken/Knicks gehören in jede Landschaft, weil sie Mikroklima und Errosion beeinflussen.
Was da von Brüssel bis zur UNB auf Landkreisebene an Förderungen und Forderungen kommt , ist oft kontraproduktiv, weil regionales Wissen und Standorterfahrungen völlig ausgeblendet wurden.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Terreblanche » Sa Aug 20, 2022 16:20

In süddeutschen Mittelgebirgsregionen haben wir doch schon immer Agroforst. Welche parzelle hat nicht irgendwo Bäume, hecken, oder Waldränder ?

Von meinem schätzungsweise rund 100 Parzellen mit Baumreihen, Hecken oder Waldrändern gibt es gerade mal 2, bei denen ich einen besseren Boden und regelmäßig höhere Erträge habe an den Bäumen entlang.
Bei den anderen 98 ist der Ertrag deutlich niederer.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Manfred » Sa Aug 20, 2022 16:33

Terreblanche hat geschrieben:Von meinem schätzungsweise rund 100 Parzellen mit Baumreihen, Hecken oder Waldrändern gibt es gerade mal 2, bei denen ich einen besseren Boden und regelmäßig höhere Erträge habe an den Bäumen entlang.
Bei den anderen 98 ist der Ertrag deutlich niederer.


Wie oft und wie tief schneidest du die Wurzeln ab?
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Re: Gehölze im Acker oder ins Hirn geschissen

Beitragvon agri10 » Sa Aug 20, 2022 16:39

allgaier81 hat geschrieben:Sind alle neuen Ideen Schwachsinn?
Der Schlag muss ja nicht 150ha groß sein wenn man einen Agroforst aufbauen will.

Hast du nur diesen Artikel gelesen oder dich genauer darüber informiert?



Sowas ist auf jeden Fall "Schwachsinn " ,den die Bäume brauchen Unmengen Wasser, und das fehlt den Kulturpflanzen, das hat man heuer sehr gut gesehen wo ein Baum ist da ist im Feld nichts mehr .
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Terreblanche » Sa Aug 20, 2022 17:10

Manfred hat geschrieben:
Terreblanche hat geschrieben:Von meinem schätzungsweise rund 100 Parzellen mit Baumreihen, Hecken oder Waldrändern gibt es gerade mal 2, bei denen ich einen besseren Boden und regelmäßig höhere Erträge habe an den Bäumen entlang.
Bei den anderen 98 ist der Ertrag deutlich niederer.


Wie oft und wie tief schneidest du die Wurzeln ab?



Bei Grünland nie.
bei Ackerland so alle 2- 3 Jahre mit Pflug oder Grubber, 20 cm.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon farmerpirat » Sa Aug 20, 2022 18:24

Sowas ist auf jeden Fall "Schwachsinn " ,den die Bäume brauchen Unmengen Wasser, und das fehlt den Kulturpflanzen


Hat man auch lange den Zwischenfrüchten nachgesagt...
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon MikeW » Sa Aug 20, 2022 20:34

Gehölzreihen können schon auch Vorteile bringen. Sie beeinflussen das Microklima. Bäume können, ja nach Art, Wasser in tieferen Bodenschichten aufnehmen und durch die Verdunstung über das Blattwerk wird Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Umfeld beeinflußt aber auch die Bodentemperatur gesenkt. Das kann schon durchaus positive Effekte auf die Kulturen haben.
Nur verallgemeinern, wie wieder mal von der EU vorgesehen, darf man das halt nicht. Und die von DWEWT genannte Förderung ist hinsichtlich der Höhe wohl eher ein Witz.

Klar ist aber, daß in den letzten Jahren immer deutlicher zu sehen ist (zumindest hier bei uns in Ostthüringen), daß Trockenheit, hohe Temperaturen über recht lange Zeiträume und auch Bodenerrossion zum Problem werden. Es fehlt an Wasser, Maisbestände sind teils nur 50 cm hoch oder noch weniger, Ackerbohnen vertrocknen komplett, im Grünland gibt es vielerorts nur einen nennenswerten Schnitt danach ist mehr Diesel verbraucht als Futter eingefahren wird.
Selbst Denken ist wichtig, ... wichtiger denn je.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon egnaz » So Aug 21, 2022 9:29

Ich bin gerade von Norddeutschland nach Dresden gefahren und da waren durchaus auch Landschaften dabei, die ein paar Landschaftselemente vertragen könnten. Wobei ein weiter Blick auch seinen Reiz hat.
Ich habe hier keinen Schlag, der nicht an Bäumen oder Hecken grenzt. Daher weiß ich, dass das Mehrarbeit und Ertragseinbußen bedeutet.
Bäume und Sträucher wurzeln viel tiefer und verhindern somit, dass die Kulturpflanze unter dem Baum aus dem tiefen Boden Wasser erhält. Da bleibt nur das Wasser, was von den Blättern tropft.
Das Landschaftselemente ein Microklima erzeugen ist richtig. Ganz schlimm ist es bei einer Ackerfläche von mir, die an der Südseite an einen Waldrand angrenzt. Dort ist auf 15m dieses Jahr der Bodenfrost erst 3 Wochen später rausgegangen. Eine erfolgreiche Ernte hatte ich auf dem Streifen noch nie. Da wären jetzt wohl die 4%Zwangsstilegung erfüllt worden, wenn sie nicht verschoben worden wären.
Gruß Eckhard
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