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Gehölze im Acker (AgroForst)

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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46 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Paule1 » Do Nov 26, 2020 16:28

Zumindest ist sowas bei uns in Bayern Schwachsinn in den Ostdeutschen Regionen evtl ein Thema, Weltweit gesehen sowieso :idea: :lol: viel Spaß beim Mähdrescher fahren mit den Bäumen :lol:


Klimawandel
Gehölze im Acker: Agroforsten schlagen dem Klimawandel ein Schnippchen


Bild


https://www.agrarheute.com/pflanze/getr ... hen-561758
Zuletzt geändert von Falke am Do Nov 26, 2020 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Thementitel geändert
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Gehölze im Acker oder ins Hirn geschissen

Beitragvon allgaier81 » Do Nov 26, 2020 16:34

Sind alle neuen Ideen Schwachsinn?
Der Schlag muss ja nicht 150ha groß sein wenn man einen Agroforst aufbauen will.

Hast du nur diesen Artikel gelesen oder dich genauer darüber informiert?
Gruß, allgaier
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Re: Gehölze im Acker oder ins Hirn geschissen

Beitragvon Isarland » Do Nov 26, 2020 19:19

allgaier81 hat geschrieben:Sind alle neuen Ideen Schwachsinn?
Der Schlag muss ja nicht 150ha groß sein wenn man einen Agroforst aufbauen will.

Hast du nur diesen Artikel gelesen oder dich genauer darüber informiert?


Der hat doch nur die Überschrift gelesen. :mrgreen:
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon fb1996 » Do Nov 26, 2020 19:25

Paule1 hat geschrieben:viel Spaß beim Mähdrescher fahren mit den Bäumen

Hierzu möchte ich auf den folgenden Leitfaden verweisen: https://www.agroforst.uni-freiburg.de/d ... ysteme.pdf
Einerseits müssen die Abstände zwischen den Baumreihen natürlich auf die Breite der Arbeitsgeräte ausgelegt werden, andererseits werden die Bäume entsprechend hoch geästet.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon DWEWT » Do Nov 26, 2020 19:35

Einige meiner Ackerflächen sind von Baumreihen besäumt. Es stehen dort in erster Linie Stieleichen, Eschen, Pappeln, Weiß- und Schwarzdornbäume und auch Heckenpflanzen. Die Ackerflächen reichen 1 bis 2m an die Bäume heran. Alle Bäume sind aufgeastet, sodaß ein Befahren bis an die Bäume heran möglich wäre. Auf der Baumscheibe ist der Ertrag beim Getreide, in Abhängigkeit von den Niederschlägen, um 40 bis 80% reduziert! Die Bodenbearbeitung muss immer weiter zurückgenommen werden, weil oberflächennahe Wurzeln stören. Der Abstand sollte schon ca. 1,5 bis 2 m betragen. Ich würde mich auf diesen AgroForst-Quatsch jedenfalls nicht einlassen! Meine Bäume sind nun mal da und sie bleiben natürlich auch.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon AEgro » Do Nov 26, 2020 22:10

Ich halts für unwirtschaftlich.
Ein Landwirt u. großer Obstbauer im NOK hats vor über 30 Jahren mit hochstämmigen Sauerkirschnen zum Schütteln ( Saft u. Marmelade ) mit Ackerstreifen dazwischen
auf einer Fläche einige jahre ausprobiert.
Sein damaliger LU musste sogar extra ein passendes Schneidwerk anschaffen, um Getreide u. Raps zw. den Baumreihen zu dreschen.
Getreideertrag war bescheiden ( Wasserkonkurenz ), bei der Kirschernte gabs Problen mit dem Platz bzw. noch weitere Schäden am Getreide weil der Platz nicht reichte.
Pflanzenschutz war aufwendig, auf dem Acker wg. geringer Breite und bei den Kirschen, weil er mit der Gebläsespritze zu nah an der Baumzeile fahren musste.
- An Abtrift von PS-mitteln hat sich anscheinend niemand getört -
Als dann die Kirschen stark mit Monilia befallen wurden, wurde das ganze komplett gerodet und neu, wieder Sauerkirschhochstamm ,anderere Sorte, nach Bedüfnissen der Kirschen in engerer Reihe ohne Ackerstreifen angelegt.
Aussage des Obstbauers, es geht nur 1 Sache vernünftig, allein der Mehraufwand an Arbeitszeit für ihn als Lohnarbeitsbetrieb übersteigen die Ackererträge dazwischen
bei weitem.
Wirtschaftlichkeit von Agroforststreifen auf Acker zur Nutzung als Energieholz mit noch geringeren finanziellen Erträgen als Obst sind m. M. nach nur Träumereien
von Theoretikern in Unis u. Instituten, die ihre grünen Hirngespinnste propagieren wollen. Und dabei noch Forschungsaufträge generieren wollen, damit
man nicht merkt, daß man sie überhaupt nicht bräuchte.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
AEgro
 
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Englberger » Fr Nov 27, 2020 19:29

AEgro hat geschrieben: Und dabei noch Forschungsaufträge generieren wollen, damit
man nicht merkt, daß man sie überhaupt nicht bräuchte.

Hallo,
das sagen viele wissenschaftliche Mitarbeiter über die konventionellen Intensivbauern auch; man bräuchte sie eigentlich nicht.
Deren Bruttosozialschadensbeitrag ist höher als ihr gesellschaftlicher Nutzen.
Ist eine Meinung die ich von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen höre.Sich selber stellt aber niemand in Frage. Weder der Beamte noch der Künstler, noch der Vollgasbauer.
Gruss Christian
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon DWEWT » Fr Nov 27, 2020 19:40

Englberger hat geschrieben:Sich selber stellt aber niemand in Frage. Weder der Beamte noch der Künstler, noch der Vollgasbauer.


Vom Bauern ganz allgemein, kannst du das auch nicht mehr erwarten. Die sind seit neuestem alle systemrelevant. Blöd nur, dass das System kaum noch eine Relevanz besitzt. Es ist in Auflösung begriffen und keiner bekommt es mit.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon T5060 » Fr Nov 27, 2020 20:01

Bevor die Landschaft weiter vermüllt wird, wäre es

a) erstmal angebracht, wenn die vielen Streuobstwiesen jemand bewirtschaften würde um die sich seit Jahrzehnten niemand mehr kümmert
b) beim erforschen man dort anfängt wo schon immer Agroforst-Bestände sind z.B. Streuobstwiesen, Waldrand und Straßenbegeleitgrün

bei gut geodelten gepflegten Streuobstwiesen im Allgäu klappt das auch mit dem Grünlandertrag und dem Obstertrag.
Bei C4 Pflanzen auf Lehmböden mit Bäumen an der Nordseite geht es auch noch.

Sonst ist das ganze nur ein Platz wo der Wolf seine tierquälerische Mordlust mit Schäfchen stillt.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon elchtestversagt » Sa Nov 28, 2020 8:14

Wo wohnt ihr eigentlich alle...Bei uns sind alle, ich wiederhole alle Ackerflächen von Bäumen umgeben. Es gibt wenige Stücke, die grösser als 30 ha sind, wo keine Bäume drin stehen, im gesamten Landkreis. Wir haben alleine fast zweistellig -km an Baumreihen, die wir jedes Jahr Pflegen müssen..
Wir ackern bis an den Stamm ran. Aufschneiden auf 6 mtr ist Pflicht, sonst fährt dir da kein Drescher durch. Maisanbau kann man auf den ersten zehn mtr breite vergessen wegen Schattenwurf. Getreide dagegen hat nie Probleme mit Wassermangel, es wird erst drei Wochen später reif im Schattenbreich. Der Grund ist, das dort die Hitze nicht hinkommt, egal ob 2003 oder 2018...Erträge im Schattenbreich immer top, aber auch häufig Lagergetreide ( Fallwinde)...
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Kartoffelbluete » Sa Nov 28, 2020 8:55

Bei uns gibt`s auf drei Gemarkungen in der landw. Flur keine Bäume oder Hecken. Ausser ein paar
Bauminseln mit je vier oder fünf Laubbäume auf öffentlichem Grund, die damals im Rahmen der
Flurbereinigung angelegt wurden. Allerdings haben wir auch knapp 3000 ha Wald um uns rum.
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Englberger » Sa Nov 28, 2020 10:09

elchtestversagt hat geschrieben:Getreide dagegen hat nie Probleme mit Wassermangel, es wird erst drei Wochen später reif im Schattenbreich. Der Grund ist, das dort die Hitze nicht hinkommt, egal ob 2003 oder 2018...Erträge im Schattenbre

Hallo,
bei mir genauso,
kommt aber noch was dazu. Unter den Bäumen ,bei uns immer Eichen , liegen naturgemäss deren Samen. Die lieben die Schweinchen und deshalb wird dort immer mehrmals umgegraben. Sieht aus wie nach dem Spassbaggern, bis 1m tiefe Löcher.
Gruss Christian
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon langholzbauer » Sa Nov 28, 2020 12:02

Wenn die Schweine so tief graben, solltest Du vielleicht mal einen Trüffelhund bestellen.
Nicht, daß die Säue da Perlen ausgraben, von denen sonst keiner weiß. :wink:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Englberger » Sa Nov 28, 2020 13:33

langholzbauer hat geschrieben:Wenn die Schweine so tief graben, solltest Du vielleicht mal einen Trüffelhund bestellen.
Nicht, daß die Säue da Perlen ausgraben, von denen sonst keiner weiß.

Hallo,
darüber hab ich schon mit einigen Alten gesprochen, ob man da was wie in der Dordogne machen könnte. Die sagen aber dass die Trüffel Kalkrendzina als Untergrund brauchen.Bei uns ist Granit drunter, also keine Trüffel.
Auch der Weinbau war hier eine Katastrophe.
Gruss Christian
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Re: Gehölze im Acker (AgroForst)

Beitragvon Südheidjer » Sa Nov 28, 2020 16:54

Mir ist so im Koppe, daß es verschiedenste Sorten Trüffel gibt, die auch verschiedene Strandortansprüche haben.

Ein wichtiger Faktor für das Wachstum von Trüffeln ist der pH-Wert des Bodens. Die meisten Trüffelarten bevorzugen pH-Werte im alkalischen Bereich, zumindest die essbaren, einige wenige kommen auch in Nadelwäldern mit eher geringem pH-Wert vor. Entgegen der Annahme, dass Trüffel nur unter Eichen oder Haseln wachsen, mykorrhizieren die etwa 160 Arten (etwa 50 Gattungen) mit einer Vielzahl von arboretischen verholzenden Gewächsen.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%BCffel

Bzgl dieses Edeltrüffel-Kram gibt's inzwischen auch recht vielversprechende Methoden zur Beimpfung der entsprechenden Bäume. Wer das aber drauf hat, der läßt sich die beimpften Bäume gut bezahlen. Und wenn dann der Standort nicht optimal paßt, dann war alles für die Katz.

Pilze sind übrigens insgesamt noch sehr unbekannte Wesen.

Wie der T5060 schon schreibt, sehe ich auch beim Grünland noch teilweise ein großes Potential für Streuobst. Aber der Konsument will das Obst nicht mehr bzw. man müßte entsprechende Vermarktungswege erfolgreich erschließen.
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