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gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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51 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Beitragvon steel. » So Aug 18, 2013 0:24

forenkobold hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:
forenkobold hat geschrieben:Er hat Recht mit der Ausführung, dass viele Landwirte sich beispielsweise am Pachtmarkt...........blabla....


Was soll man denn sonst machen, Land ist nunmal nicht endlos zur Verfügung...und da man ständig wachsen soll.....
Hauptproblem ist, Landwirte sind keine homogene Masse, wie z.B. Bahnarbeiter...sondern Einzelkämpfer. Jeder für sich in seinem Betrieb mir seiner Betriebsphilosphie.... daran wird sich nichts ändern, geht auch gar nicht.

Das Paradoxe ist: Solange nichts verdient war, verhielt man sich relativ ruhig. Nun gab es aber ein Jahr, in dem man mit noch relativ geringen Kosten für Betriebsmittel ordentliche Erlöse einfuhr. Anstatt Rücklagen zu bilden und sich zu freuen, dass man aus der vorhandenen Fläche mal ein akzeptables Einkommen erzielt, bekamen viele Bauern Dollarzeichen in den Augen und den Hals nicht voll. Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und die Betriebsmittel sofort nachziehen geht in deren dummen Schädel nicht rein. Fazit: Bauern muß man kurz halten. Mit guten Verdiensten vernünftig umzugehen haben sie nie gelernt. Mit zu den Allerschlimmsten gehören Sonderkulturanbauer. Früher war es so, dass sich flächenknappe Betriebe mit arbeistintensiven Sonderkulturen auf ihrer kleinen Fläche behaupteten und gut davon leben konnten. Heutzutage sind sie die flächenstärksten und die aggressivsten. Auf Messers Schneide.. weil zum eine abhängig von ihren Billiglöhnern und zum anderen abhängig von der Bereitschaft und dem Wohlstand der Bürger, für Dekadenzgefräße wie Spargel ein Heidengeld auszugeben. Aber wie gesagt: Daran hat bestimmt der Bauernverband NICHT schuld.


Sieh an, das Zitat könnte glatt von mir stammen. :mrgreen: Ich habe die Kernaussage dick markiert.

Im Grunde hat das Manfred schon treffend kommentiert.

Was du schreibst kannst du gleich mal dem BV ankreiden. Wachstum, Wachstum und immer die Intensität steigern und dann für diese ständigen Wachstumsbetriebe noch ordentlich Subventionen herausholen, dass der nochmal größere Stall oder Mastanlage mit bis zu 35 % der Summe gefördert wird, wer kann da noch widerstehen ?
Das war und ist genau die Schiene des BV.
Nur, wie soll sich da bitte ein Erzeugerpreis dauerhaft stabilisieren oder Pachtpreise sinken ? :roll:
Also immer die Produktion und Intensität ausweiten, sprich vergrößern und immer weiter pachten um zu günstigen Weltmarktpreisen produzieren zu können. Nur das wird seit langem staatlich mit dem Segen des BV gefördert und per Beratung empfohlen.
Stillstand = Rückschritt lautet die Parole. Also wer seine Produktion nicht ausweitet soll doch am besten gleich aussteigen.
Es wird also nur steigende Masse gefördert.
Diese Marschrichtung ist klar. Denn der BV wird vom Staat finanziert und dieser Staat hat keinerlei Interesse an steigenden Erzeugerpreisen :arrow: Denn das sind wiederum günstigste Nahrungsmittel für die Bürgerschaft und somit sind alle zufrieden und der Bürger kann sein Einkommen für "wichtigeres " ausgeben, z.b. um die Industrie zu fördern. Das zeigt Wirkung, denn die Stundenlöhne dort steigen in Rekordtempo !
Da bin ich doch stolz auf meine Mitgliedschaft im BDM, EMB und das ich dem BV längst den Stiefel gegeben habe.
Selbst wenn ich nicht mit allen Entscheidungen des BDM zufrieden bin und war, ändert dies nichts das dies der einzig wahre Bauernverband ist, finanziert ausschließlich mit eigenen Mitgliedsbeiträgen ohne abhängige Staatsgelder die einen an der kurzen Leine halten. Und falls fehlerhafte Ziele beim BDM dabei waren, kann das geändert werden. Ebenso wie Führungspersonen ausgetauscht werden können. Allerdings muß man auch klar sagen, dass der BDM in erster Linie an der Dummheit der Bauern gescheitert ist.
Der BV wird hingegen sein vorgegebenes Verhalten : " immer, immer weiter liebe Wachstumsbetriebe " niemals ändern ansonsten dreht der Staat den Geldhahn zu, und die Herren Funktionäre sitzen auf der Straße und können sich auf dem Bau bewerben oder müßten sich selbst zum Großagrarier wandeln, was sie selbst niemals freiwillig tun würden :!:
steel.
 
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Re: gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Beitragvon Hoschscheck » So Aug 18, 2013 8:50

steel. hat geschrieben: Selbst wenn ich nicht mit allen Entscheidungen des BDM zufrieden bin und war, ändert dies nichts das dies der einzig wahre Bauernverband ist, finanziert ausschließlich mit eigenen Mitgliedsbeiträgen ohne abhängige Staatsgelder die einen an der kurzen Leine halten.

:roll:
Oha,
und Frauen, die spät abends in kurzen Röcken und hohen Schuhen extra langsam unter der Laterne spazieren gehen, die wollen damit zeigen, dass sie tagsüber sehr schnell arbeiten können?
Herzchen, besorg dir mal den Geldbericht der letzten Jahre .... und längst nicht jeder Auftrag wird von Auftraggeber bezahlt.
Unabhänig, ... :roll: , tse.

Hoschscheck
BildBild Gianni Infantino ist neuer Fifa-Präsident! Blatter musste gehen, aber ging seine Gangart?
Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
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Re: gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Beitragvon JuliaMünchen » So Aug 18, 2013 22:18

Manfred hat geschrieben:
togra hat geschrieben:
agrarbetriebswirt hat geschrieben:Dem zu folge dürften Landwirte ja durchaus 15.000 €/Monat verdienen ohne das sich irgendjemand beschwert -

Ich kenne genug, die das tun; und noch mehr....


Ich kenne persönlich keinen einzigen Bauern, der da auch nur annähernd reproduzierbar an 15.000 Euro Gewinn monatlich hin kommt.
Mag natürlich an unseren relativ kleinen Strukturen hier im Süden liegen.
Wäre auch mehr als das 5-fache des Durchschnittsgewinns der Vollerwerbsbetriebe. Und dieser Durchschnittsgewinn verteilt sich oft noch auf mehrere Familien-AK.
D.h. So eine Vater-Sohn-GbR mit 2 bis 3 angestellten AK (Biogasanlage, mittlerer Schweinemäster) müsste schon 30.000 Gewinn im Monat machen, damit beide Unternehmer zu ihren 15.000 kommen.
Die Bilanz würde ich gerne mal sehen.


Also ich kenn schon einige gute Milchviehbetriebe mit den berühmten 500 000 kg pro Arbeitskraft welche auch noch mit abgeschriebenen Gebäuden und Maschinen wirtschaften.
Natürlich fallen diese Landwirte nicht auf das Steuerberatergeschwätz herein dass man mit Maschinenkauf Steuern sparen kann. Immerhin muss man schon mal 19 % Mehrwertsteuer bezahlen. Und wenn dann noch relativ viel Eigenland im Betrieb ist kann man schon auf 200 000 Betriebsgewinn kommen.

Mit persönlich würde der Arztberuf gar nicht gefallen. Ständig mit vielen Menschen in Kontakt. Jeden Tag diese Rumrozerei usw.
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Re: gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Beitragvon togra » So Aug 18, 2013 22:31

4 zu 4 hat geschrieben:Jo Freundchen, dann solltest du aber auch wissen, das viele Landwirte Geld von Baulandverkäufen zuschießen. Gäbe es diese Gelder nicht würden die auch kleinere Brötchen backen, glaub mir :wink:


Ja und, Verdienst ist Verdienst; oder kreidet dem Arzt jemand seine "Nebenverdienste" an?

Fakt ist, dass es nach wie vor den vernünftig geführten Landwirtschaftlichen Betrieben i.d.R. nicht schlecht geht, sondern dort häufig noch auf relativ hohem Niveau gejammert wird.
Da wundert es auch nicht, dass z.B. bei uns der Volksmund sagt: "Dem Bauerskind wird bei Geburt schon ein Stein auf die Brust gelegt, damit er das Stöhnen lernt...."

Es ist einfach Irrsinn zu glauben, dass die Mehrzahl der Landwirte nur von Baulandverkäufen ihren Betrieb "subventionieren".
Die Meisten sind solide aufgestellt, für die sind Baulandverkäufe und/oder die Subventionen ein "kleines" Zubrot :D
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist...
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Re: gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Beitragvon JuliaMünchen » So Aug 18, 2013 23:04

Die meisten wo richtig viel Bauland haben ärgern sich bestimmt nicht mehr mit aktiver Landwirtschaft rum. Da wird dann eher Ersatzland gekauft oder in Mietshäuser investiert.
Was hat man schon von einem Stallbau oder einen Maschinenkauf. Nichts als Arbeit und Risiko.

Also ich gönne jedem Arzt seine 15000 Euro im Monat. Ständig die kranken Menschen um einem und immer die Körperflüssigkeiten von anderen Menschen anschauen. Vom Fußpilz bis zum Ohrenschmalz. Der Arzt macht doch ehrliche Arbeit! Wofür ich gar kein Verständnis habe sind die überhöhten Mangergehälter oder die Verdienste von Investmentberater und Konsorten. Was machen den die schon für ihr Geld??? Zocken mit anderen Leute Geld. Wiederliches Pack!
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Re: gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Beitragvon automatix » Mo Aug 19, 2013 7:31

Jupp1303 hat geschrieben:Ich würde zuerst mal die Frage stellen, wie korrekt der Wert der Ärzte ist. Zweitens es gibt kein Verbot für Landwirte Arzt zu werden. Es kann jeder umschulen.


ja, aber Landwirt kann jeder Hanskaspar mit einen Abendkurs werden - Arzt halt nicht....
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Re: gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Beitragvon Sikubauer » Mo Aug 19, 2013 7:41

Und genau deswegen hat Hanskaspar auch nicht 13.000 im Monat.
Mitglied im Verein für deutliche Aussprache und klare Ansage.
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Re: gerechte Entlohnung: 13.000 €/Monat für 60 h/ Woche

Beitragvon Qtreiber » Mo Aug 19, 2013 11:03

tyr hat geschrieben:Ein Arzt der nur Privatpatienten betreut, kann so viel verdienen, wie er kann.....kein Problem.


Wenn ich recht informiert, kommt das gesteigerte Einkommen der Ärzte hauptsächlich aus der Zunahme der Privatpatienten.
Es ist wie immer so, dass ICH nur der Statistik vertraue, die ich selbst gefälscht habe.
Ist doch genau das Gleiche, wenn es eine Meldung gibt, dass der Gewinn der ldw. Betriebe im Zeitraum xy um x% gestiegen ist. Ohne dabei zu sagen, um wieviel die durchschn. Betriebsgröße (Tierzahl, Fläche etc.) zugenommen hat, bzw. wieviele kleine Krauter im Bemessungszeitraum aufgehört haben, ist die Meldung für die Tonne.
Qtreiber
 
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