forenkobold hat geschrieben:tyr hat geschrieben:forenkobold hat geschrieben:Er hat Recht mit der Ausführung, dass viele Landwirte sich beispielsweise am Pachtmarkt...........blabla....
Was soll man denn sonst machen, Land ist nunmal nicht endlos zur Verfügung...und da man ständig wachsen soll.....
Hauptproblem ist, Landwirte sind keine homogene Masse, wie z.B. Bahnarbeiter...sondern Einzelkämpfer. Jeder für sich in seinem Betrieb mir seiner Betriebsphilosphie.... daran wird sich nichts ändern, geht auch gar nicht.
Das Paradoxe ist: Solange nichts verdient war, verhielt man sich relativ ruhig. Nun gab es aber ein Jahr, in dem man mit noch relativ geringen Kosten für Betriebsmittel ordentliche Erlöse einfuhr. Anstatt Rücklagen zu bilden und sich zu freuen, dass man aus der vorhandenen Fläche mal ein akzeptables Einkommen erzielt, bekamen viele Bauern Dollarzeichen in den Augen und den Hals nicht voll. Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und die Betriebsmittel sofort nachziehen geht in deren dummen Schädel nicht rein. Fazit: Bauern muß man kurz halten. Mit guten Verdiensten vernünftig umzugehen haben sie nie gelernt. Mit zu den Allerschlimmsten gehören Sonderkulturanbauer. Früher war es so, dass sich flächenknappe Betriebe mit arbeistintensiven Sonderkulturen auf ihrer kleinen Fläche behaupteten und gut davon leben konnten. Heutzutage sind sie die flächenstärksten und die aggressivsten. Auf Messers Schneide.. weil zum eine abhängig von ihren Billiglöhnern und zum anderen abhängig von der Bereitschaft und dem Wohlstand der Bürger, für Dekadenzgefräße wie Spargel ein Heidengeld auszugeben. Aber wie gesagt: Daran hat bestimmt der Bauernverband NICHT schuld.
Sieh an, das Zitat könnte glatt von mir stammen.
Im Grunde hat das Manfred schon treffend kommentiert.
Was du schreibst kannst du gleich mal dem BV ankreiden. Wachstum, Wachstum und immer die Intensität steigern und dann für diese ständigen Wachstumsbetriebe noch ordentlich Subventionen herausholen, dass der nochmal größere Stall oder Mastanlage mit bis zu 35 % der Summe gefördert wird, wer kann da noch widerstehen ?
Das war und ist genau die Schiene des BV.
Nur, wie soll sich da bitte ein Erzeugerpreis dauerhaft stabilisieren oder Pachtpreise sinken ?
Also immer die Produktion und Intensität ausweiten, sprich vergrößern und immer weiter pachten um zu günstigen Weltmarktpreisen produzieren zu können. Nur das wird seit langem staatlich mit dem Segen des BV gefördert und per Beratung empfohlen.
Stillstand = Rückschritt lautet die Parole. Also wer seine Produktion nicht ausweitet soll doch am besten gleich aussteigen.
Es wird also nur steigende Masse gefördert.
Diese Marschrichtung ist klar. Denn der BV wird vom Staat finanziert und dieser Staat hat keinerlei Interesse an steigenden Erzeugerpreisen
Da bin ich doch stolz auf meine Mitgliedschaft im BDM, EMB und das ich dem BV längst den Stiefel gegeben habe.
Selbst wenn ich nicht mit allen Entscheidungen des BDM zufrieden bin und war, ändert dies nichts das dies der einzig wahre Bauernverband ist, finanziert ausschließlich mit eigenen Mitgliedsbeiträgen ohne abhängige Staatsgelder die einen an der kurzen Leine halten. Und falls fehlerhafte Ziele beim BDM dabei waren, kann das geändert werden. Ebenso wie Führungspersonen ausgetauscht werden können. Allerdings muß man auch klar sagen, dass der BDM in erster Linie an der Dummheit der Bauern gescheitert ist.
Der BV wird hingegen sein vorgegebenes Verhalten : " immer, immer weiter liebe Wachstumsbetriebe " niemals ändern ansonsten dreht der Staat den Geldhahn zu, und die Herren Funktionäre sitzen auf der Straße und können sich auf dem Bau bewerben oder müßten sich selbst zum Großagrarier wandeln, was sie selbst niemals freiwillig tun würden


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