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Gewinnglättung

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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31 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon CarpeDiem » Mo Jul 09, 2018 13:04

Die schlummert ruhig in den Amtsstuben des FMin so vor sich hin! D hat Wichtigeres zu erledigen!
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon marius » Mo Jul 09, 2018 21:11

Rantanplan hat geschrieben:Guten Tag, kann mir jemand sagen was aus der Gewinnglättung geworden ist , die Ende 2016 vom Bundestag beschlossen worden ist ?


Und selbst wenn, bringt dir doch eh nichts.
Ich kläre euch mal wieder kostenlos auf wie das in der Praxis abläuft mit den aktuellen Zahlen.

Extremes Glättung Beispiel / steuerlich Splitting. Glättung bei 2 Jahren

Ein Jahr nur 40 000 Gewinn ( 5 770 Euro Abgaben incl Soli, Kirche )
das zweite Jahr satte 80 000 Gewinn ( 20 074 Euro Abgaben )
Macht ohne Glättung 12 922 Euro pro Jahr an Abgaben incl Soli Kirche.

Nun könnte man meinen die Glättung bringt einen riesen Vorteil.

Pro Jahr geglättet ( 40 000 / 80 000 ) wären das 60 000 Gewinn im Schnitt = 12400 Euro Abgaben pro Jahr incl Soli, Kirche

Selbst wenn sich der Gewinn in einem Jahr verdoppelt sind das nur läppische 522 Euro Ersparnis.
Wärst du nicht verheiratet, dann nur noch 300 Euro Ersparnis, da du dem Spitzensteuersatz näher bist.

Kommen noch weitere Einkünfte hinzu wie PV, Miete, oder andere Einkommen kommt ihr noch näher an den Spitzensteuersatz heran.
Dann sinds verheiratet keine 522 Euro Ersparnis mehr wie in dem Beispiel, sondern je nach Einkünfte noch maximal 300 oder 400 Euro Ersparnis pro Jahr und dann auch nur wenn der Gewinn exterem schwankt wie oben im Bspl.
Bei ledig wärens dann trotz der hohen Gewinnschwankung dann max noch 100 Euro Ersparnis pro Jahr.

Fazit : Ich würde sagen, da wurden die Landmänner von der Politik ( einmal mehr ) ver.... :mrgreen:
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon marius » Mo Jul 09, 2018 21:57

Da im Forum gerade Langeweile herrscht und der ein oder andere Hinterwäldler meint mein Beispiel oben müßte extremer sein.
Von mir aus.

Nehmen wir nun einen klassischen Landmann mit Photovoltaik, Mieteinnhamen, und auch noch 60 Kühe, ledig.

Nun hat er im Jahr angenommene 85 000 Euro im Schnitt zu versteuernde Einnahmen.
Wären im Jahr 2018 incl Soli, Kirche dann 30.733 Euro Abgaben.

Nun hat er z.b. im guten Jahr 105 000 Euro zu versteuern und im schlechten Jahr 65 000 Euro.
Ergibt dann im Schnitt geglättet wieder diese 85 000 und die Steuerersparnis müßte nun extrem sein. :mrgreen:
Bei 105 000 Gewinn bezahlt er 40.268 Euro an Abgaben
Bei 65 000 bezahlt er 21 200 Euro an Abgaben.
Es bezahlt also ohne Glättung in den beiden Jahren insgesamt 61468 am Abgaben.

Geglättet, also bei dann 85 000 Euro im Schnitt bezahlt er pro Jahr ( siehe oben ) 30 733 x 2 = 61 466 Euro.

61468 - 61466 = 2 Euro Ersparnis in 2 Jahren. Also pro Jahr nach Glättung 1 Euro Ersparnis und das incl Soli und Kirchensteuer. :lol:

PS, meine Zahlen könnt ihr gerne nachrechnen. Nehmt einfach einen aktuellen Steuerrechner aus dem Internet und meine Zahlen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das bei jedem klappt... :lol:

Fazit : Vergesst die Glättung.
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 10, 2018 7:47

@Rantanplan,
bei deinem Fall ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Da kann ich nur sagen, Dummheit gehört zu Recht auch fiskalisch bestraft.

@Marius,
die Gewinnglättung ist aber eine Forderung des BV und reiht sich damit nahtlos in die Politik des BV ein, für die Lw jeweils in allen gesellschaftlichen Bereichen einen Sonderweg zu reklamieren. Landwirtschaftliche Belange sind in den höheren Etagen der Finanzleute nicht sonderlich angesehen, da immer über die politische Schiene versucht wird, die Dinge so hinzubiegen, wie es den Wünschen des Berufsstandes entspricht. Da darf dann durchaus die Sieben gerade sein.
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon Manfred » Di Jul 10, 2018 8:13

Und wenn ihr dann statt euren Extrembeispielen mal ein paar kleinere Süddeutsche Vollerwerbs- oder Nebenerwerbsbetriebe anschaut, kommt halt bei herum, dass es bei vielen durchaus was bringt, und dass für diese Betriebe selbst einige hundert Euro noch Geld sind, auch wenn euch solche Peanuts nicht interessieren.

Bei den Veredelungs-Vollerwerblern hatten wir in Bayern in den letzten 3 Jahren 2 x ca. +/- 35.000 und dann letztes Jahr ca. 75.000 Euro Gewinn. Im Mittel also ca. 48.300 Euro.
Davon noch die Sozialversicherungskosten weg und den Gewinn auf 2 Ehepartner gesplittet.
Was rechnet ihr da durch die Glättung über 3 Jahre aus?
Und das ist nur der Schnitt. Die Schwankungen in einzelnen Betrieben dürfte teilweise viel höher ausfallen.
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon bauer hans » Di Jul 10, 2018 8:28

Rantanplan hat geschrieben:.... Verkauft Ackerfläche 2016 im Wert von 1 Mio €. Davon sind ca 800.000 € Gewinn.....


noch hast du zeit,ein landw. steuerbüro zu kontaktieren,die dir bei einer reinvestition (§6b/c) weiter helfen.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon Manfred » Di Jul 10, 2018 8:46

Zu obigem Beispiel: Wenn ich pauschal 10.000 Euro absetzbare Sozialversicherungskosten für das Paar annehme,
wäre das eine Steuerlast von:

2014/2015: 1.450 Euro
2015/2016: 1.370 Euro
2016/2017: 12.428 Euro
Summe: 15.248 Euro

Geglättet:
2014/2015: ca. 4.776 Euro
2015/2016: ca. 4.676 Euro
2016/2017: 4.596 Euro
Summe: 14.048 Euro

Steuerersparnis immerhin 1.200 Euro.
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 10, 2018 9:41

Rantanplan hat geschrieben:Sie liegt zur Freigabe in Brüssel bei der EU. Nicht im Büro vom FM.


Das ist eigentlich völlig egal ob das (deutsche) FMin die EU zu einer Stellungnahme aufgefordert hat, oder nicht. Das EStG ist immer noch ein deutsches Gesetz und deshalb liegen die Iniativen dazu bei dem FMin bzw. dem Bundestag und Bundesrat. Die EU kann hierzu nur Meinung haben, wie auch viele andere Verbände. Dies nur zur Klarstellung.
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 10, 2018 12:58

Das ist doch kein Müll. Die EU hat immer etwas dagegen, wenn für den Bürger eine Erleichterung kommen soll. Das ist bei allem so. In F würden man darüber kurz hinweggehen und gar nicht erwähnen.
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon Nordhesse » Di Jul 10, 2018 14:17

Bringt nix- die Glättung über 2 Wj , wie in den meisten Betrieben üblich ist effektiver
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon Estomil » Di Jul 10, 2018 14:56

Die steuerliche Ersparnisse bringt praktisch nix keine Frage.

Man darf aber nicht unterschätzen welche Liquiditätsvorteile man bekommt. Nach einem extrem guten Jahr zahlt man ja nicht nur massiv steuern nach, sondern wird auch noch in der vorrauszahlung hochgestuft.
Und das kneift man dem ein oder anderen halt doch.

Dabei wäre das Splitting auf drei Jahre ja eventuell sogar vorteilhaft für den staat, da viele Betriebe bei hohen vorrauszahlungen lange mit der Steuererklärung warten um moeglichst Höhe Verzugszinsen zu kassieren....
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon wastl90 » Di Jul 10, 2018 17:00

Irgendwann trifft es einen immer. Die Frage ist auch zu stellen wann es zu solch hohen Schwankungen denn kommt? Doch eher bei außerordentlichen Ereignissen wie Grundstücksverkäufen etc. ansonsten sollte doch der Gewinn in der Regel relativ gleichmäßig sein.
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon marius » Di Jul 10, 2018 17:02

Estomil hat geschrieben:Die steuerliche Ersparnisse bringt praktisch nix keine Frage.

Man darf aber nicht unterschätzen welche Liquiditätsvorteile man bekommt. Nach einem extrem guten Jahr zahlt man ja nicht nur massiv steuern nach, sondern wird auch noch in der vorrauszahlung hochgestuft.
Und das kneift man dem ein oder anderen halt doch.

Dabei wäre das Splitting auf drei Jahre ja eventuell sogar vorteilhaft für den staat, da viele Betriebe bei hohen vorrauszahlungen lange mit der Steuererklärung warten um moeglichst Höhe Verzugszinsen zu kassieren....


Das stimm schon. Aber mit der Vorauszahlung gehts auch in die andere Richtung also das in schlechten Jahren weniger vorausgezahlt wird.
Und steuerlich bringst wie schon beschrieben eh nix.
Es ist so wie ich schon oft geschrieben habe : Der Spitzensteuersatz greift ab 54 000 Euro ledig / verh. das doppelte / zu verst. Einkommen.

Wenn nun jemand ledig in einem Jahr insgesamt 55 000 Euro Gewinn versteuern muss, und im nächsten 100 000 bringt die Glättung steuerlich keinen Euro Ersparnis weil man mit dem Grenzsteuersatz in allen WJ dem Spitzensteuersatz nicht entkommt.

Jeden Euro den ihr ledig über 54 000 Euro verdient werden incl Soli, Kirche 48, 09 % abgezogen
In Bayern und BW sinds 47,67 %

Einzig Kleinbetriebe kann die Glättung steuerlich was bringen, die unter 54 000 Euro Gewinn im Jahr liegen und hier der Gewinn pro Jahr zusätzlich stark schwankt.
Wobei das allesamt Auslaufbetriebe sind ohne Zukunft.
Die müßten eh überlegen ob sie in § 13a gehen. Da wurde zwar auch alles verschärft, kann aber für manche Betriebe immer noch vorteilhaft sein.
Das Problem hier liegt allerdings in den begrenzten 20 ha incl Hof u. Wegeflächen.
Da lassen sich heute keine 50 GV mehr halten. Ab 01.01.2018 wirds noch dicker da die N Ausscheidungen bei z.b. Milchkühen nochmals deutlich erhöht werden. Besonders bei hohen Milchleistungen werden da nicht wenige Betriebe Probleme mit den 170 Kg N / ha bekommen.
Entkommen gibt es nicht weil die Prüfer alles lückenlos nachkontrollieren ( z.b. abgelieferte Milchmenge an Molkerei : Kuhzahl laut HIT ).
Bedeutet dann das z.b. ein Milchviehbetrieb bei 19-19,5 ha landw Nutzfläche in Zukunft max. 40 GV halten kann.
Und wer bei 20 ha incl Hof und Wegefläche 50 GV hält fällt ab 2018 auch noch in die Stoffstrombilanz ( 2,5 GV /ha )

In Kürze startet auch noch die Reduzierung der Ammoniakemission durch die EU. Das wird neben dem Nitratproblem nochmal deutliche Verschärfungen für Tierhalter bringen.
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 10, 2018 18:32

@marius,
deine Aufführungen in aller Ehren, aber die stockende Gewinnglättung hat nun bei allem Respekt, weder mit den Vieheinheiten noch der reduzierten Ammoniakemission irgend etwas zu tun. Du schreibst ja mittlerweile wie ein AFDler, die landen bei allen Problemen immer bei den Flüchtlingen!!!!
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Re: Gewinnglättung

Beitragvon marius » Di Jul 10, 2018 22:20

CarpeDiem hat geschrieben: wie ein AFDler, die landen bei allen Problemen immer bei den Flüchtlingen!!!!


Wobei jetzt deine genannte AfD und Flüchtlinge mit dem Thema Gewinnglättung auch recht wenig zu tun haben.

Aber genau um diesen Kernpunkt ( Flüchtlinge ) sollten sich die regierenden Parteien nach mehreren Jahren bla, bla endlich mal kosequent kümmern und tiefgreifende Maßnahmen ergreifen !
Die AfD kann nur Mahnen. Handeln müssen Merkel und Co.
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