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debonoo hat geschrieben:...
Tinyburli hat geschrieben:Achtundsiebzig Prozent der Deutschen trauen dem Tsipras nicht, daß er die zugesagten Reformen umsetzt.
Mal schaun ob er die 180 Gradwende wirklich will und durchsetzt.
Wilhelmshaven Griechenland will die Mehrwertsteuer im Hotelgewerbe und in der Gastronomie deutlich erhöhen. Das könnte Urlaubsreisen verteuern - allerdings eher geringfügig und noch nicht in diesem Jahr, schätzt Prof. Torsten Kirstges von der Jade Hochschule Wilhelmshaven. „Der Effekt dürfte nicht so gewaltig sein“, erklärt der Tourismusexperte und macht eine Beispielrechnung auf.
In der Gastronomie soll der Steuersatz von 13 auf 23 Prozent steigen, in der Hotellerie von 6,5 auf 13 Prozent. Diese Anstiege betreffen aber nur einen Teil der Wertschöpfungskette einer Urlaubsreise - etwa 30 bis 40 Prozent des Reisepreises, rechnet Kirstges vor. Die Flüge zum Beispiel seien von den Erhöhungen ja nicht betroffen. Auf den Gesamtpreis der Reise gesehen, ergibt sich also eine Erhöhung von vielleicht vier Prozent. Und diese träfe zumindest in dieser Saison vorerst nur Individualreisende. Denn die Preise für Pauschalreisen haben die Reiseveranstalter für ihre Kunden abgesichert.
Zwar könne ein Veranstalter die Preise noch erhöhen, wenn wie im Fall Griechenlands plötzlich die Mehrwertsteuer erhöht wird, sagt Kirstges. „Aber das wird er kaum tun, um den Urlauber nicht verärgern“, schätzt der Experte. Anders sieht es aus, wenn die Preise für den Sommer 2016 verhandelt werden. „Im kommenden Jahr könnte Griechenland dann etwas teurer werden.“ Der Griechenland-Urlauber sei aber ohnehin nicht so preissensibel wie etwa der Türkei-Urlauber: Er hält dem Land eher die Treue, auch wenn er etwas mehr bezahlen muss.
Sollte Griechenland tatsächlich die Eurozone verlassen und wieder eine eigene Währung einführen, würde der Effekt einer höheren Mehrwertsteuer sowieso verpuffen, erläutert Kirstges. Denn die neue Währung würde vermutlich so stark abgewertet, dass alle Preise kräftig sinken. Griechenland-Urlaub könnte dadurch insgesamt deutlich günstiger werden, schätzt der Experte.
Eurovisionen
Ökonom Flassbeck: Der Euro schafft es nur bis 2017
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 16.02.15 01:00 Uhr | 115 Kommentare
Der Ökonom Heiner Flassbeck gibt dem Euro nur noch Zeit bis zur französischen Präsidentschaftswahl. Der Grund: In Deutschland sind die Löhne zu niedrig, ein Export des deutschen Kurses würde Frankreich und Italien in den Abgrund führen. 20 Prozent Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone würden das Ende der Gemeinschaftswährung bedeuten.
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In einer sehr interessanten Analyse (kurzes Video am Anfang des Textes) hat der Ökonom Heiner Flassbeck skizziert, warum der Euro nicht funktionieren kann: Das gemeinsame Inflationsziel von 1,9 Prozent ist nicht zu erreichen. Nur Frankreich liegt aktuell auf dem bei der Einführung der gemeinsamen Währung festgeschriebenen Ziel-Kurs von 1,9 Prozent. Zugleich hat sich die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Staaten auseinanderentwickelt: Die Lohnstückkosten liegen in Deutschland deutlich unter jenen der Süd-Staaten.
Als eine der Ursachen macht Flassbeck die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft aus: Die Unternehmen investieren nicht mehr, sondern verteilen die Gewinne unter den Shareholdern. Neue Arbeitsplätze können so nicht entstehen, die Innovation bleibt auf der Strecke.
Flassbeck glaubt, dass mit der französischen Präsidentschaftswahl das Ende des Euro gekommen sein dürfte: Marine Le Pen wird keinen Austeritätskurs mitmachen. Damit aber wäre das Merkelsche Konzept des Euro am Ende.
Flassbeck sieht Europa in einem globalen Sog: Nirgendwo auf der Welt seien Staaten mehr bereit, sich dem „undemokratischen“ Schulden-Diktat des IWF zu unterwerfen. Damit aber würden die Gläubiger zu den großen Verlierern der globalen Wirtschaftspolitik.
Flassbeck erwartet nach dem Zerfall des Euro „Handelskriege“, weil alle Staaten versuchen würden, Marktanteile von Deutschland zurückzugewinnen. Deutschland habe in diesem Fall schlechte Karten, weil die Reallöhne seit 15 Jahren stagnierten – und damit die Kaufkraft der Deutschen die Verluste nicht wettmachen könnten, die Deutschland wegen eines Rückgangs der Exporte zu verkraften hätte.
Welfenprinz hat geschrieben:Und natürlich wird der Euro nicht scheitern. Europa braucht zusammen am Kapitalmarkt ein gegenüber den anderen Wirtschaftsräumen gleichwertiges Gewicht. Das wird die Eu-Staaten auf Gedeih u.d Verderb zusammenhalten.
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