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Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 14:43

Großes Bienensterben in den USA

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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41 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Beitragvon SHierling » Mo Mär 26, 2007 13:23

Hallo,
nö, ich denke nicht, das ich mir das einfach mache. Im Gegenteil, meiner Meinung nach ist der Vergleich zwischen den Bienen in den USA und denen in Europa eine unzulässige Vereinfachung.
Hier bei uns sind Bienen nötig und wichtig für das Ökosystem, keine Frage, und deswegen gehören sie auch beachtet und geschützt, insbesondere die Wildbienen.
In den USA sind Bienen ungefähr so "nützlich" wie hierzulande die Waschbären oder die Wollhandkrabbe - eine ökologische Pest (heißt da wirklich so), die den einheimischen Tierarten das Futter wegschleppt und sie dadurch sogar ausrottet.
Imker in den USA sind ungefähr so "naturnützlich" wie Pelztierzüchter, die in Europa Minks halten und damit schon für das Aussterben des europäischen Nerzes gesorgt haben. Nix "Naturschützer", von wegen!

So eine Art dann als "Beispiel" zu benutzen, um hierzulande gegen Gentechnik vorzugehen, hat meiner Meinung nach nichts mit ökologischem Denken zu tun, weil es auf keiner wie auch immer gearteten Ökologischen Grundlage steht.
Wenn die Bienen in Amerika endlich Aussterben, dann haben die GLÜCK gehabt da drüben, und eine echte Chance, einheimische Tiere wieder anzusiedeln.
Hier bei uns ist das genau umgekehrt und deswegen etwas VÖLLIG ANDERES!

Und wenn selbst "Grüne" nicht kapieren, wie sensibel Ökosysteme reagieren, dann weiß ich auch nicht mehr, wer das sonst tun soll?!

Grüße
Brigitta
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Beitragvon 251at » Mo Apr 16, 2007 10:41

Ein Grund für Bienensterben mal aus einer ganz anderen Richtung.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25084/1.html
251at
 
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Beitragvon Komatsu » Mi Mai 09, 2007 22:33

Betr.: Bienensterben, Studie von A. Balmori + Übersetzung (Anlage!);

Liebe Freunde und MF-Bewegte,
wenn Ihr unter dem Stichwort "Kulturgeschichte der Bienen" GOOGELT, dann
erscheinen 103.000 (in Worten: einhundertunddreitausend) deutschsprachige
Einträge, aus denen wohl hervorgeht, daß die Bienen oder "der Bien", wie
unsere Altvordern sagten, engstens mit der Entfaltung der menschheitlichen
Kultur verbunden sind oder ist. Im 'BROCKHAUS' (1967) lese ich nach, daß ...
'von der kath. Kirche in der Liturgie der Osternacht im Exsultet das
Bienenlob gesungen wird als Lobpreis dafür, daß sie das Wachs für die
Osterkerze bereitet' ... ein später Nachklang des von dem römischen Dichter
VERGIL (70 - 19 v.Chr.) besungenen und von ARISTOTELES (384 - 322 v.Chr)
überlieferten altorientalischen Bienenmythos, nach dem die Bienen ihre Brut
von den Blüten sammeln ... Ein wunderschönes, ja märchenhaftes Bild für die
lebenserhaltende Botschaft des Sonnenlichts, die uns die Bienen
überbringen... Dies nur eine kleine Ergänzung zu der derzeit viel zitierten
Bemerkung von A. Einstein zum Sterben der Bienen ...

Angesichts dieser Traditionen um Apis mellifica möchte ich mich eines
Kommentars zu ihrer heutigen Situation allerdings enthalten. - Mein Kollege
Schäfer und ich glauben aber, es wäre nicht unangebracht, anliegende Studie
internationaler Literatur (57 einzelne Zitate) von A. Balmori über das
Leiden der Insekten und speziell der Bienen unter der athermischen Wirkung
der Mobilfunkstrahlung in Übersetzung auf diesem Weg zu verbreiten.

Vielleicht hat jemand auch Gelegenheit, damit an die Funktionäre der
Imkerverbände heranzukommen, denn mir scheint, daß neben den von ihnen immer
wieder angeführten Gründen für das "Verschwinden" vieler Bienenvölker, wie
Umweltgifte, Monokulturen, Gentechnik oder Überzüchtung die gepulste
HF-Strahlung als ganz wesentlicher "Störfaktor" ihrer Orientierungssysteme
nicht übersehen oder übergangen werden darf! Dies umso mehr, als ja schon
lange bekannt ist (s. U. Warnke!), daß die Wetterfühligkeit der Biene
offenbar auf ihrer Sensitivität den natürlichen atmosphärischen EM Feldern
gegenüber beruht. -
Mit vielen Grüßen!

W. Sönning
--------------------

A. BALMORI ,
Consejeria de Medio Ambiente. Junta de Castilla y León C/ Rigoberto
Cortejoso, 14. 47014 Valladolid, Espana.

Efectos de las radiaciones electromagnéticas de la telefonía móvil sobre los
insectos.

(Übersichtsarbeit mit Literaturdokumentation, erschienen in der spanischen
Umweltzeitschrift „Eco-sistemas“ Heft Nr. 1 / 2006. Siehe unter:
http//www.revistaecosistemas.net/).

Übersetzer: Dipl. Met. P. Jochen Schäfer, Bad Tölz. (Die Zahlen in Klammern
beziehen sich auf die im Anhang der Originalarbeit von A. BALMORI
angeführten 57 Literaturzitate. Der Kürze halber sind sie hier jeweils nur
mit ihrer Reihennummer gekennzeichnet, die im vorliegenden pdf-Format der
Originalarbeit jedoch fehlt. Der Leser möge sich deshalb der kleinen Mühe
unterziehen, das Literaturverzeichnis selbst zu nummerieren!)

Einfluß der elektromagnetischen Strahlung des Mobilfunks auf Insekten.

Die Insekten sind eine wichtige Komponente des Ökosystems. Es gibt sehr
viele Arten, sie sind allgegenwärtig und sind ein grundsätzliches Glied in
der Nahrungskette z. B. von vielen kleineren Wirbeltieren, die ihren
Proteinbedarf damit decken. Jede Veränderung ihres Vor-kommens in der Natur
hätte Auswirkungen auf die davon abhängige Tierwelt und auf das gesamte
Ökosystem überhaupt. Die Vorgänge auf der biologischen Zellebene sind nicht
allzu unterschiedlich zwischen Säugetieren und Insekten, wobei letztere
sogar eine höhere Resis-tenz gegenüber Umweltnoxen zeigen und daher als
wichtige Bioindikatoren anzusehen sind.

Den EM Feldern, insbesonders des Hochfrequenzbereichs, sind biologische
Wirkungen nachgewiesen worden: Z. B. ein Einfluß auf die Zellentwicklung
(8, 11, 55), bei der Zellver-mehrung (54), in der Veränderung der
Immunabwehr (37) und bei der Fähigkeit zur Repro-duktion (12, 13). Auch
gentoxische Effekte (6, 18, 29, 45), Einflüsse auf das Nervensystem (9, 28,
33, 42), auf das Kreislaufsystem (51) und eine verminderte Fruchtbarkeit (5,
32) konn-te nachgewiesen werden. Wenn man bedenkt, daß die EM Strahlung in
letzter zeit exponen-tiell zugenommen hat – im wesentlichen durch den
Mobilfunk – ist anzunehmen, daß vor al-lem in der Nähe von Sendemasten
Lebewesen beeinflusst werden, seien es Wirbeltiere (2, 3, 5), Insekten(10,
30, 40, 41, 44, 54) oder Pflanzen (4, 7, 49). Im Folgenden werden einige
die-ser Arbeiten resümiert, die nummerierte Auflistung der verfügbaren
Literatur schließt sich an.

Untersuchungen an der Fruchtfliege.
Die Autoren von (42) haben die Fruchtfliege (=Essigfliege, Drosophila
melanogaster) der 900 MHz-Strahlung während der ersten 2 – 5 Tage ihres
Erwachsenenstadiums ausgesetzt. Die Fähigkeit zur Vermehrung nahm um 50-60%
bei modulierter Strahlung ab, ein offenbar a t h e r m i s c h e r Einfluß
auf die Geschlechtsdrüsen (Temperaturveränderungen wurden ausgeschlossen).
Die Autoren studierten auch verschiedene Wirkungen von EM-Feldern auf die
Nachkommenschaft der bestrahlten Fliegen, es wurde u. a. eine dramatische
Verminde-rung der Fruchtbarkeit festgestellt. – Es kann gefolgert werden,
daß die MF-Strahlung hoch-gradig bioaktiv ist und starke physiologische
Veränderungen verursacht (s. a. 41). Es wird vermutet, daß dies mit
Veränderungen im Cytoplasma und mit einer Beschleunigung oder Verlangsamung
der Vorgänge in der Zelle zu tun hat. Die Reproduktionsorgane scheinen hier
besonders empfindlich zu reagieren.

Bei einer ähnlichen Studie erhielt man eine Zunahme der Stressproteine (hsp
70), diese ent-stehen für gewöhnlich bei ungünstigen Umweltbedingungen
(=nichtthermischer Schock). Hier war jedoch überraschend, daß die
Bestrahlung im Vergleich mit den nicht bestrahlten Tieren eine Zunahme in
der Nachkommenschaft verursachte (55).

Die o. g. Experimente sind notwendigerweise komplex, viele Veränderliche
müssen über-wacht werden, was vielleicht die manchmal widersprüchlichen
Ergebnisse erklärt. Man erhält unterschiedliche Resultate: bei Änderung der
EM Frequenz, der (Sende)leistung, der Modula-tion, der Pulsung und der
Bestrahlungsdauer (11, 19, 36, 52). P u l s u n g und n i e d e r f r e- q
u e n t e Modulation erwiesen sich als besonders bioaktiv (19, 23, 36).
Hinzu kommen nichtlineare Effekte (23, 33, 35). Die Wirkungen können bei
kurzer Bestrahlungsdauer güns-tig sein, aber schädlich bei Dauerexposition.
(14).

Bei Versuchen mit der Applikation magnetischer Wechselfelder (50 Hz, 11 mT)
auf die Lar-ven der Drosophila melanogaster wurden Entwicklungsstörungen im
späteren Erwachsenen-stadium festgestellt, bei Bestrahlung der Eier jedoch
nicht. Anzahl und Grad der Deformatio-nen verschlimmerten sich mit der
Bestrahlungsdauer; bei allen Versuchen wurde mit Kon-trollgruppen
verglichen. Diese Störungen können auch in der Natur vorkommen, allerdings
nich in dem Ausmaß wie bei den Untersuchungen. Als Ursache wird eine
ungenügende Repa-ratur der DNA vermutet (34). Andere Autoren haben aus den
Ergebnissen ihrer ähnlichen Untersuchungen dieselben Schlussfolgerungen
gezogen (20, 21).

STAMENKOVIC et al. (50) z. B. haben die Fruchtfliege einem magnetischen
Dauerfeld von 35 mT ausgesetzt und Veränderungen an den Flügeln
festgestellt. Diese scheinen außerdem von der Anzahl der Generationen, die
bestrahlt worden waren, abhängig zu sein. Auf die Be-deutung dieses
langfristigen kumulativen Effekts wird auch in (1) und (53) hingewiesen.

RAMIREZ et al. (44) stellten eine Abnahme der gelegten Eier fest, nachdem
die Fliegen ei-nem Feld von 1,76 mT und 100 Hz ausgesetzt gewesen waren.
Fliegeneier zeigten nach 48 Stunden Bestrahlung 1. eine höhere Absterberate,
2. eine höhere Absterberate der geschlüpf-ten Larven und Puppen und 3. ein
kürzeres Überleben der erwachsenen Fliegen bei Versuchen im statischen
Magnetfeld sowie mit gepulsten und sinusoidalen Feldern. Man vermutet
des-halb eine hohe Sensibilität der Fliegen gegenüber EM Feldern, man konnte
außerdem beo-bachten, daß sie versuchten, den Feldern auszuweichen. Dieser
Effekt ist auch bereits bei Rat-ten (16, 17), bei Sperlingen (2, 3) und bei
Bienen (16) festgestellt worden. In (31) wurden die Eier einer leicht
veränderten Strahlung ausgesetzt und eine allgemeine Neigung zu eine
er-höhten Absterberate beobachtet.

In (27) und (40) sind Versuche mit anderen Zweiflüglern durchgeführt worden
(Anopheles gambiae und Acricotopus lucidus) wobei Veränderungen an
Chromosomen beobachtet wur-den. –

Untersuchungen und Beobachtungen an Bienen.
F. RUZICKA, Univ. Doz. für physikalische Medizin an der Uni Wien und selbst
Imker, be-schreibt Probleme mit seinen Bienen, nachdem in der Umgebung von
50-150m seiner Bie-nenhäuser mehrere MF-Sendemasten installiert worden
waren. Er registrierte Stressymptome und den Zusammenbruch ganzer Völker.
Andere Imker haben Ähnliches festgestellt (pers. Mit.). Anfangs wird große
Unruhe und schließlich eine erhöhte Neigung zum Schwärmen beobachtet. Die
Völker wurden kleiner, die Bienen sind sogar im Winter bei Kälte und Schnee
ausgeflogen, obwohl ausreichend Honig und Pollen im Bienenhaus vorhanden
waren. Dadurch nahm die Population noch mehr ab
(www.mikrowellensmog.info/bienen.html) Dr. RUZICKA, Spezialist für
Bienenkrankheiten, kann diese Erscheinungen nicht mit Krank-heitssymptomen
oder Vergiftungserscheinungen erklären und sieht die Ursache eindeutig in
der Strahlung der nahe gelegenen Sendemasten. Er hat eine Umfrage bei
österreichischen Im-kern in die Wege geleitet. Von 25 Imkerkollegen, die
Sendemasten in ihrer Nähe hatten, mel-deten 37% eine erhöhte Aggressivität
ihrer Bienen, 25% eine erhöhte Neigung zum Schwär-men und 62% das Absterben
ganzer Völker (46).

FIRSTENBERG (16) hat letzteres in Neuseeland ebenfalls festgestellt. Er
bemerkte zunächst ein „wütendes“ Ausschwärmen, ebenso sein Landsmann
HARGREAVES (pers. Mit., siehe: http://canterbury.cyberplace.org.nz/ouruhia/
). Unter Hochspannungsleitungen ist Unruhe und Stechlust der Bienen schon
vor längerer Zeit immer wieder beobachtet worden (44). Ver-schiedene
Zeitungen berichteten über Krisen mit den o. g. Symptomen in der Imkerei.
Ange-sichts der rasanten Vermehrung der MF-Sendemasten müsste jedenfalls
noch mehr in die For-schung über diese Zusammenhänge investiert werden, um
die die ökologischen und ökonomi-schen Folgen dieser Schäden an den Bienen
zu vermeiden. Im Gegensatz dazu konnte in zwei von der NASA finanzierten
Studien keine erhöhte Sterblichkeit der Bienen unter Hochfre-quenzeinfluß
festgestellt werden, auch nicht eine Verminderung ihres „Ortsgedächtnisses“
bzw. ihrer Orientierungsfähigkeit (56, 57); diese Studien stammen allerdings
aus dem Jahr 1981! (Anm. des Übers.).

In (25) hat man die Wahrnehmungsschwelle der Bienen unter niederfrequenten
magnetischen Feldern untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine hohe
Sensibilität, die rasch mit der Erhöhung der Frequenz abnahm. Am
deutlichsten wurden offenbar die niedere Frequenz um 10 Hz ge-spürt. Die
Magnetitkristalle im Bienenkörper sind dafür die Rezeptoren. JUNGREIS (24)
un-tersuchte die Fähigkeit gewisser Insekten ihre jahreszeitlich bedingten
größeren Wanderungen zielgerichtet zu unternehmen. Offenbar sind hier auch
gewisse genetisch festgelegte Mecha-nismen bei der Richtungsfindung wirksam.
Man fand die o. g. Kristalle sowohl bei den wan-dernden Arten, die ihnen als
„Kompass“ im erdmagnetischen Feld dienen, als auch bei den nicht wandernden
Arten.

Untersuchungen an Käfern.
Puppen des Tenebrio moloitor wurden mit 4-5.95 GHz bestrahlt mit einer
Energie zwischen 37.8 und 152.6 J/g zwischen 5 min und 6 Std. lang bestrahlt
(39). Nach Meinung des Autors können die beobachteten teratogenen
Missbildungen (Löcher in den Deckflügeln, u. a.) nicht durch einen Anstieg
der Temperatur verursacht worden sein. Um Missbildungen zu provozie-ren,
mussten bei nierfrequenten Mikrowellen höhere Energien aufgewendet werden.
Die Er-gebnisse lassen vermuten, daß die Photonen der Mikrowelle (über
biophysikalische Effekte) cumulative Effekte bei der Schädigung der Tiere
verursachen.

CARPENTER & LIVSTONE (10) haben an derselben Käferart ganz ähnliche Effekte
erhal-ten. Sie vermuten, daß die erfolgreiche Entwicklung und Metamorphose
der Insekten von einem empfindlichen Gleichgewicht zwischen verschiedenen
Enzymen und Hormonen ab-hängt, wobei in bestimmten Abschnitten die
(biophysikalischen) Einwirkungen der Mikrowel-len störend angreifen. – Es
gibt außerdem viele Hinweise drauf, daß Fliegen Spinnen, u. a. dort
verschwinden, wo MF-Strahlung besonders stark einwirken kann Die Neigung
vieler Tiere, diesen Strahlungen auszuweichen, ist auch schon lange bekannt
(17).

(Es folgen in der Originalarbeit noch ausführlichere technische Details zur
Abstrahlung von MF-Masten, zur Intensität der EM Felder, zur räumlichen
Dimension und Stärke der Strahlungskeulen, etc. in Abhängigkeit vom Abstand
der Strahlungsquelle).

Zusammenfassung.
Allgemein waren die bei Laborversuchen angewendeten EM Felder stärker als
die natürli-chen, jedoch ließen sich die Untersuchungsbefunde zumeist auf
nicht-thermische Effekte zu-rückführen. Die gesetzlich gültigen Grenzwerte
beziehen sich jedoch auf rein thermische Ef-fekte, berücksichtigen aber
nicht die Expositionszeit. Wann erkennen wir aber an, daß nicht nur die
Intensität der EM Strahlung, sondern auch ihre Dosisleistung wichtig ist,
wenn man die beschriebenen kumulativen Effekte in Rechnung zieht? Es ist
demnach vorhersehbar, daß in Bereichen erhöhter Feldstärke oder Intensität
der EM Felder in der Nähe von Sendeanten-nen des MF alle Lebewesen von deren
Strahlung stark beeinflußt werden. –

Aus der vorgelegten Übersicht ergibt sich die Notwendigkeit einer
Überprüfung und Absen-kung der (derzeitigen) Grenzwerte für Mensch, Tier und
Pflanze und vor allem weiterer For-schungen zur Abschätzung der biologischen
Wirksamkeit der gepulsten Mikrowellenstrah-lung, wie sie bereits in unserer
Umwelt vorhanden ist, einschließlich einer entsprechenden Risikovorsorge zur
Vermeidung gesundheitlicher Schäden.
Komatsu
 
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Beitragvon Ernstfried » Do Mai 10, 2007 8:28

Moin,
zum Thema Bienensterben in den USA (und neuerdings Europa) mit beiderseits unabsehbaren Folgen auch für die Landwirtschaft interessanter Übersichtsartikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 09. Mai 2007.
Gruss
Ernstfried
 
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Beitragvon Coleman » Mo Mai 14, 2007 0:20

Viel wahrscheinlicher als Bt-Mais und MF-Strahlen sind zwei potentielle Faktoren.
Nosema Ceranae und Varroa als Virenvektoren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nosemose

In Süd-BW, also einer der stärksten betroffenen Region, gibt es keinen Bt Mais-Anbau.
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/ ... u_2007.pdf
Bei uns im Tal bekommt man kaum MF-Empfang, trotzdem sind alle Bienenstöcke (auch der Nachbarschaft) tot.
Pestizide sind auch ausgeschlossen, weil keiner im Tal mehr praktiziert ...
Dem Bienensterben ging hier schon ein Bauernsterben voraus.
Coleman
 
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Beitragvon freischütz » Mo Mai 14, 2007 13:39

Lieber Colemann, habe mal eine Frage zu Deinem Beitrag :

Wie und von wem wird die aufgegebene Fläche bewirtschaftet ?

Zum nachdenken : Ein Bienenvolk befliegt eine Fläche von
ca. 30 Quadratkilometern um seinen Standort herum
freischütz
 
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Beitragvon Coleman » Mo Mai 14, 2007 17:56

Weiß ich ... das Tal ist etwas größer ... wegen der Berge und Wald rundherum haben wir wohl auch kaum MF-Empfang.
Das ist alles Stillegungsfläche, die von Wanderschäfern und Freilandrindern beweidet wird, was noch nicht zugewachsen ist. Felder sind jetzt Weiden. In den Nachbartälern sieht es übrigens genauso so aus. Im Umkreis von mehr als 15 km gibt es also keine Felder mehr. Heute will doch in Gebirgstälern keiner mehr Felder bewirtschaften.
Zum Nachdenken brauch ich kein Manual, ich kenn meine Umgebung.
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Beitragvon Elly » Do Mai 17, 2007 16:52

Hallo,

das Sterben der Völker sieht überall genau gleich aus, nur welche Querverbindungen gibt es über Kontinente hinweg? Was haben die Bienen weltweit gemeinsam in ihrer Umwelt oder womit kamen sie alle in so kurzer Zeit in Kontakt?

Bienen haben Millionen von Jahren überlebt und manche Eis- und Warmzeit überstanden. Auch starke Sonnenaktivitäten und Strahlungsschwankungen haben sie nicht aussterben lassen. Die momentane Klimaänderung zur Warmzeit hin wird sie nicht weiter aufregen eher fördern. Vulkanausbrüche und Meteoriteneinschläge die mit jahrelanger Verdunkelung des Himmels einhergingen, haben sie im Gegensatz zu manch anderen Lebewesen überstanden. Gegen Pilze, Bakterien und Viren entwickelten sie ein Abwehrmittel das auch uns Menschen hilft. Was Natürliches kann ihnen also schaden? Ich denke nichts!

Die Ursache muß menschengemacht sein. Aber es sind keine Handy- , Funk- oder elektrische Strahlen. Diese Strahlen würde bei solchen Wirkungen auf Lebewesen, bereits die Entwicklung unserer eigenen Kinder im Mutterleib stören. Sollte EM Tiere stören die mittels Magneten navigieren, fiele es zuerst bei der Taubenzucht auf. Kein einziger Flugwettbewerb könnte mehr zuende gebracht werden. Die Tauben säßen alle nur noch rat- und heimatlos rum. Den Fernsehbeitrag über den Bienentest mit der Basisstation eines Telefons habe ich gesehen. Mit "wissenschaftlich" hatte er jedenfalls nichts zu tun.

Das Zeitfenster in dem ein Bienenvolk verschwindet sind höchstens 7 Tage. Das konnte ich bei meinen Bienen beobachten. Die Völker waren unauffällig, keine Durchfallerkrankung, keine motorischen Ausfälle bei einzelnen Bienen, keine abnormen Geräusche in der Beute, keine aufgetriebenen Hinterleibe, keine verkrüppelten Jungtiere oder Brut und normaler Reinigungsflug. Irgend etwas hat sie aus ihrem Stock getrieben. Bei einer Beute die ich nicht vernichtet sondern aufgehoben habe fällt auf, das bis zum heutigen Tag keine Wachsmotte die Waben befallen hat und die Ameisen die vollen Futterwaben in Ruhe lassen. Man kann also nur über die Ursache spekulieren. Sicher ist, das das Immunsystem der Bienen geschädigt ist und dadurch mehrere bekannte Krankheiten gleichzeitig in den Völkern vorkommen können. Wovon weiß niemand aber die Varroamilben können das nicht ausgelöst haben. Schmarotzer töten normalerweise ihre Wirte nicht und entziehen sich so ihre eigene Lebensgrundlage. Ihr Sinn steht nach Vermehrung und Ausbreitung.

Warum nur findet der Zusammenbruch weltweit fast zeitgleich statt? Selbst eine Grippeepidemie bei uns Menschen ist nicht so flott. Ist vielleicht aus einem Genlabor das verbotene Forschung für biologische Waffen betreibt ein bienenschädliches Virus oder Bakterium entwischt und reiste mit den zigtausend Tonnen um den Globus herum verschobenem und vermischtem Honigen um die Welt? Spekulativ aber durchaus möglich. Bioterrorismus kann ich mir bei der heutigen politischen Lage auch vorstellen. Noch lassen sich unsere Bienen aber nicht unterkriegen. Eine solche explosionsartige Vermehrung wie in diesem Jahr hab ich noch nicht gesehen. Meine 40 % Winterverluste wurden durch fremde Schwärme die sich einfach so an meinem Standplatz einfanden bereits mehr als ausgeglichen. Jetzt hab ich schon mehr Völker als ich überhaupt halten wollte.

Grüße,

Elly
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Beitragvon freischütz » Do Mai 17, 2007 17:09

Das von der französischen Regierung beauftragte "Comité Scientifique et Technique" und andere namhafte deutsche und internationale Institute hatte kürzlich festgestellt, dass die Saatgutbehandlung mit Gaucho ein signifikantes Risiko für Bienen darstelle.
Im Sinne eines vorsorgenden Umwelt- und Verbraucherschutzes muss die Zulassung des Mittels nun auch in Deutschland neu geprüft werden und wie in Frankreich bereits geschehen vom Markt genommen werden.


Insbesondere müssen die Zulassungsverfahren in der Zukunft am ganzen Bienenvolk ausgerichtet werden und nicht nur wie bisher nach der LD 50 Norm, welche 1946 eingeführt wurde, an 100 Einzelbienen. Der LD 50 Test wird so vorgenommen : 100 erwachesene Bienen ( Die Brut in allen Stadien wird nicht berücksichtigt ) werden mit dem zu testenden Wirkstoff gefüttert. Sterben bis zur 48-zigstens Stunde 49 Bienen durch den Wirkstoff ist das bienenungefährlich. Sterben jedoch die restlichen Bienen in der 49-zigsten Stunde gilt der Wirkstoff immer noch als bienenungefährlich. Die Klassifizierung nach B 1 bis B 4 hat überwiegend etwas mit den Anwendungsauflagen zu tun. Sagt wenig über die Giftigkeit des Wirkstoff für die Umwelt aus !

Unbestritten ist , das die Entwicklung der Agrarchemie seit 1946 vollkommen neue Agrarchemieprodukte hervorgebracht hat. Diese wirken heute neurotoxisch und sind eine relativ neue Entwicklung. Diese führen bei Anwendung der veralteten LD 50 Methode zu unbrauchbaren und verfälschten Ergebnissen.

Die Agrogifthersteller bestreiten das es neuer Zulassungsverfahren bedarf, wissen sie doch, falls die Zulassungsverfahren am Bienenvolk, incl. der Brut, durchgeführt werden, kein Agrargift mehr eine Zulassung hätte oder nicht mehr bekommen würde. Alleine der Aspekt, dass 1 Parteigutachten des Herstellers zur Zulassung ausreicht ist ein Skandal !

Imidacloprid wird vom Leverkusener Bayer-Konzern hergestellt. In Deutschland wird der Wirkstoff unter den Markennamen Gaucho und Chinook vor allem im Raps-, Zuckerrüben- und Maisanbau eingesetzt. In den vergangenen Jahren starb hierzulande wie in Frankreich fast die Hälfte aller Bienenvölker. Auch die Bestände an Wildbienen und weiteren Insektenarten hätten in den letzten Jahren zum Teil erhebliche Bestandseinbußen erlitten.

Die franz. landwirtschaftl. Berufsgenossenschaft verlautbart, daß der Umgang mit dem Wirkstoff Fipronil ( BASF ) und Imidachloprid ( Bayer AG ) zu Berufserkrankungen führt. Ewähnt wurden u. a. Hirntumore, Leukämie, Prostakrebs .
Der Wirkstoff Fipronil wird in Deutschland u. a. in der Tiermedizin eingesetzt. Der Wirkstoff Imidachloprid ist erhältlich in über 70 verschiedenen Präparaten für ebensoviele Anwendungsbereiche und wird überwiegend als Insektizid, Saatgutbeizmittel und Granulat zur Fliegenbekämpfung in Viehställen eingesetzt .
freischütz
 
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Beitragvon Elly » Do Mai 17, 2007 18:37

Hallo,

eine amerikanische Studie vom letzten Jahr hatte ergeben, das die männliche Bevölkerung in landwirtschaftlich genutzten Gebieten der USA überproportional unter Zeugungsunfähigkeit leidet. Als Auslöser wurde das Trinkwasser genannt das mit Pestiziden aus der Landwirtschaft belastet ist. Ein Unterschied zwischen der auf dem Land nur wohnenden Bevölkerung und den Beschäftigten in der Landwirtschaft die mit den Pestiziden umgehen, konnte aber nicht festgestellt werden.

Auf ganz andere Auslöser kommt nun eine neue Studie.
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1390875

@Egbert,
In den vergangenen Jahren starb hierzulande wie in Frankreich fast die Hälfte aller Bienenvölker.

das verstehe ich nicht. In Frankreich ist der Wirkstoff doch verboten und bis er im Grundwasser wieder zutage tritt vergehen noch viele Jahre. Wieso sterben die franz. Bienen immer noch an Imidacloprid?




Grüße,

Elly
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Beitragvon freischütz » Do Mai 17, 2007 19:42

@ Hallo ellly,

ich schrieb :
In den vergangenen Jahren starb hierzulande wie in Frankreich fast die Hälfte aller Bienenvölker.
So ist es! Aber abgesehen von der noch immer vorhandenen Anreicherung in den belasteten Böden, haben die franz. Imker keine außergewöhnlichen Bienenvölkerverluste seit dem Verbot der Gifte Fipronil und Imidachloprid. mehr.

Dort wo eine hohe Konzentratation der Gifte in den Böden vorhanden ist wird kein Imker mehr seine Bienen halten bzw. diese dorthin verbringen !

Der Bericht in der Stuttgarter Zeitung ( siehe Deinen Link dazu ) ist ein alter Hut und hat mit dem Bienenvolkssterben nun garnichts zu tun! Wir wissen seit langem, dass in einigen fleischproduzierenden landw. Betrieben die Antibiotika- bzw. Hormonkeulen in der Aufzucht der Tiere verwendet werden. Leider werden immer wieder, auch in Deutschland Bienenvölker vorsorglich und unkontrolliert mit Antibiotika behandelt! Das ist eigentlich in Europa verboten, gehört jedoch in den Überseeländern zum Standard in der Imkerei.
freischütz
 
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Beitragvon Elly » Fr Mai 18, 2007 20:52

Hallo,

wie man nachlesen kann ist Fipronil seit April 2004 in Frankreich verboten. Wenn trotzdem die Hälfte der Völker in Frankreich in den vergangenen Jahren gestorben sein soll, dann muß man sich Gedanken darüber machen was tatsächlich die Bienen sterben läßt. Das Sterben 05 und 06 ist doch dann ungeklärt, vorausgesetzt Deine Behauptung stimmt.
Der Bericht in der Stuttgarter Zeitung ( siehe Deinen Link dazu ) ist ein alter Hut und hat mit dem Bienenvolkssterben nun garnichts zu tun!
Der Link dient als Beispiel dafür, das man eine Ursache gefunden zu haben glaubt und später ein ganz anderes Ergebnis zutage kommt. Und ein alter Hut vom 28.03.07 ist immer noch frischer als Dein Text von vor einigen Jahren der der Zeit angepasst werden sollte. Man kommt nur über Ausschlußverfahren dahinter was die Bienen sterben läßt. Wenn man alle pauschal vor den Kopf stößt, dann hat man später eine Menge Entschuldigungen zu schreiben.

Grüße,

Elly
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Beitragvon freischütz » Mo Mai 21, 2007 13:35

Hallo Elly, entweder habe ich mich nicht richtig ausgedrückt oder Du hast mich bewußt nicht verstehen wollen.

Fakt ist : Seitdem die in Frage kommenden Pflanzenschutzgifte ( PSM ) in F verboten sind, haben die dortigen Imker keine außergewöhnlichen Verluste mehr. Ausnahmen kommen nur dort vor wo die Böden durch die jahrelange Anwendung von PSM verseucht sind. Diese Gebiete werden nach Möglichkeit von den franz. Imkern vermieden. Zu Deinen " Ausschlußverfahren : Die Agrargroßindustrie initierte eine auf 7 Jahre angelegte Studie zum Bienenvolksterben, genannt " Bienenmonitoring. Ergebnis nach 2 Jahren sinn- und nutzloser " Forschung " "

Siehe : http://www.imkerei-riebe.de/index.php?id=1030&L=0
freischütz
 
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Virus doch nicht schuld am Bienen-Massensterben

Beitragvon freischütz » Fr Nov 09, 2007 15:30

Hier ein aktueller Bericht zum Bienenvolksterben in den USA und Europa aus der Zeitschrift " Wissenschaft Online ". Dieser Bericht bezieht sich auf eine Veröffentlichung des " American Bee Journal ", also einer imkerlichen Fachzeitschrift aus den USA.

Virus doch nicht schuld am Bienen-Massensterben

Die Ursache des seit gut drei Jahren grassierenden, rätselhaften Massensterbens amerikanischer Bienenvölker bleibt mysteriös.
Ein vermeintlich aus Australien eingeschlepptes Virus, das noch im Sommer als möglicher Verursacher der Colony Collapse Disorder (CCD)
ausgemacht war, zirkulierte offenbar schon lange vor der Epidemie auch unter amerikanischen Insektenvölkern, ohne dabei
aber auffällige Symptome ausgelöst zu haben, berichten Bienenforscher des US-Landwirtschaftsministeriums....

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http://www.wissenschaft-online.de/artikel/910589
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Beitragvon euro » Fr Nov 09, 2007 20:32

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