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Großes Frühstück für 1,07€

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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59 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon Südbaden Bauer » Do Mär 24, 2016 16:41

Zum Thema mit den Schleppern.
Das ist in den sozialen Netzwerken genauso. Erst zeigt man den neuen Vario und den neuen Schweinestall etc. Und dann macht man wieder einen auf Kleinbauer und sagt, dass Merkel an allem Schuld ist.
Oder man erklärt, dass der Bauer Unternehmer ist und deswegen genauso exportieren soll wie VW. Schön und gut. Aber VW geht doch auch nicht zu den Kunden, und beschwert sich bei denen, dass sie zu wenig Geld kriegen. Man muss dem Verbraucher einen Mehrwert verkaufen, nur sich bei ihm beschweren, bringt doch keinem was. Und wenn man mit dem Verbraucher zusammenarbeiten will, wie einige gesagt haben, dann heist das, dass man sich von ihm und seinen Vorschlägen noch mehr abhängig macht. So nach dem Motto, ich zahle 10 Cent mehr, will jetzt aber auch wissen, wo mein Schwein gelebt hat.

By the way: Bei uns jammer auch alle, über den Mindestlohn, die schlechten Preise etc. etc. etc. Trotzdem geht man sich fast ans Messer wenn es um Land geht.
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon otchum » Do Mär 24, 2016 17:23

Südbaden Bauer hat geschrieben:Ich sehe auch das Grundproblem, alles ist sauteuer und warum? Weil alles ständig renoviert werden muss, immer länger aufhaben muss, immer mehr Marketing frisch vom Bauern trulalla etc. Und immer weniger kommt beim Produzenten an. Ich verstehe nur nicht, was man mit solchen Kampanien erreichen will. Außer, dass die Konsumenten ein schlechtes Gewissen kriegen.


Erstens...es heisst: die Kampagne.

Ich will ja nicht dass du blöd stirbst.

Und die Konsumenten sollen ein schlechtes Gewissen haben...das ist nicht mehr als recht.

Erst kommt die Gesundheit, das heisst die vernünftige gesunde Ernährung.

Also sollen sie vom Bauern kaufen der vernünftig produziert und ihm auch den dafür nötigen Preis bezahlen.

Oder sie kaufen weiter Scheisse die billig ist. Und sehen dafür aus wie die Käsemilben und saufen morgens Red Bull damit sie in die Gänge kommen.

Dafür fahren sie aber dicke Autos und fahren in den Urlaub.

Jeder kann wählen was er will...und dementsprechend handeln.
Das Leben der Eltern ist das Buch in dem die Kinder lesen...! :klug:
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon borger » Do Mär 24, 2016 18:31

otchum hat geschrieben:Und die Konsumenten sollen ein schlechtes Gewissen haben...das ist nicht mehr als recht.

Erst kommt die Gesundheit, das heisst die vernünftige gesunde Ernährung.

Also sollen sie vom Bauern kaufen der vernünftig produziert und ihm auch den dafür nötigen Preis bezahlen.


Es wird nicht klappen, die Konsumenten bekommen kein schlechtes Gewissen und ich wüsste auch nicht warum.

Mehr bezahlen ist doch kein Problem, wer das unbedingt will kauft Bio oder an der Tanke, von „billigen Lebensmittel“ kann da sicher keine Rede sein. Nur halte ich das weder für besser produziert noch für gesund und dem Erzeuger bringen diese teuren Lebensmittel auch nicht mehr.
Der Verbraucher hat schlicht und einfach keine Möglichkeit, dem Bauern einen nötigen Preis zu zahlen, weil er nicht dessen Handelspartner ist. Das sind die Verarbeiter – und bei den Molkereien als Genossenschaften teils sogar in Bauernhand.
Da muss man sich schon ernsthaft fragen, warum die Bauern erst so billig an die Discounter verkaufen und sich anschließend beim Verbraucher darüber beschweren? Und wie sieht`s mit den anderen großen Ketten aus, die verkaufen zwar deutlich teurer, bezahlen die auch im Einkauf entsprechend mehr?
3 Cent Preisverlust bei der Milch durch die Russlandsanktionen, da sollte man z.B. ansetzen. Dann politisch verordnete Maßnahmen zur Kostensteigerung verhindern, weil dadurch der internationale Wettbewerb zum Nachteil der EU-Bauern verzerrt wird. Für höhere Preise steht nur der schmale Grat bis zum deutlichen Ansteigen der Importe zur Verfügung. Wir können unseren Markt nicht abschotten, deshalb muss besonders die Kostenseite unter Kontrolle gehalten werden.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon ExLW » Fr Mär 25, 2016 20:20

otchum hat geschrieben:weil er nicht dessen Handelspartner ist
.
Yep. DBV & Co. negieren das System, in dem sie wirtschaften.
Frau Müller kauft keine Rinder, sondern Fleisch. Der Bauer produziert kein Fleisch, sondern lebende Tiere.
90 % des Produktionsprogramms der Landwirtschaft sind Rohstoffe, erst der Verarbeiter macht Nahrungsmittel daraus.
Alle Urproduktion, ob geschürft oder angebaut, leidet aktuell unter Überkapazitäten.
Erzeugnisse der Ur- und erst recht in Zeiten der Überprodukion können nicht teuer sein, waren es nie, und werden es auch nicht.

Die Botschaft von DBV & Co. ist derweil immer die gleiche: Maximale Mengen produzieren.
Doch Frau Müller lernt dazu.
Sie ist ein Gutmensch, und fragt, warum Tiere so gehalten werden, wie sie gehalten werden, und hat manchmal ein schlechtes Gewissen beim Einkauf.
Aber Fleisch ist ja so billig, billiger als das Hundefutter für den kleinen Moochi.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon ExLW » Sa Mär 26, 2016 11:37

ackerdiesel hat geschrieben:Wenn das so weiter geht werden die Bauern bald mit verschlissenen Klamotten rumlaufen und der Bauer ist nicht nur Nahrungsmittel Produzent sonder auch Landschaftspfleger und all das müssen manche halt erst noch begreifen.

Die Landwirtschaft braucht dringend eine sektorale Zukunftsstrategie, so wie das andere Sektoren auch machen.
Ob Stromer, Autobauer, Elektroniker, On- und Offlinehändler, alle machen sich intensiv Gedanken, wie sie sich an die Zukunft anpassen.

Welche Anpassungsstrategie hat denn die Landwirtschaft?
Ich habe noch von keiner gelesen.
Die Bauern jammern, und suchen Schuld bei anderen, nur nicht bei sich selbst.
"Immer Mehr vom immer Gleichen" ist keine Anpassung, sondern Beharrung.
Wo sind Eure Vordenker?

Mit der Renationalisierung der Agrarpolitik wird die gesellschaftliche Zielbestimmung des Sektors angepasst werden können.
Auf diese Debatte ist zu hoffen. Das Produktionsprogramm jedenfalls muss verändert - und erweitert - werden.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon wespe » Sa Mär 26, 2016 12:21

Die Bauern jammern, und suchen Schuld bei anderen, nur nicht bei sich selbst.

Es ist überhaupt kein Problem zusagen, wir LW machen unsere Produkte 100% teurer. Aber wer will sie dann noch haben?
Der Verbraucher bekommt doch schon Schreikrämpfe wenn was nen Cent teurer wird und dadurch was vom Mallorca Urlaub verloren geht.
Letztendlich sucht ebenfalls der Verbraucher die Schuld bei anderen wenn es an sein Geld geht. Punkt!
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon Morgenwurm » Sa Mär 26, 2016 13:46

Und warum soll der Kunde für veraltete Strukturen nur damit ineffiziente Höfe überleben nur einen Cent mehr zahlen?
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon ExLW » Sa Mär 26, 2016 14:22

wespe hat geschrieben: wir LW machen unsere Produkte 100% teurer

Die Idee ist richtig. Ihre Umsetzung hängt vom Produkt ab.

Der Winzer, bei dem ich Kunde bin, hat vor ca. 25 Jahren umgerechnet 2,20 € je Flasche bekommen, was damals schon zu wenig war, und er nicht wußte, ob er es schaffen kann.
Heute habe ich Probleme, Weine unter 8 € bei ihm zu kaufen. Sein Durchnittserlös beträgt über 10€ je Flasche. Seine besten Tropfen bringen noch viel mehr ein.

Welches ist das besondere, konkurrenzfähige Alleinstellungsmerkmal Deiner Produktion, das es für mich als Verbraucher wert macht, den doppelten Preis freiwillig zu bezahlen?

Weizenkörner sind die Trabi´s der deutschen Landwirtschaft.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon wespe » Sa Mär 26, 2016 17:04

Welches ist das besondere, konkurrenzfähige Alleinstellungsmerkmal Deiner Produktion, das es für mich als Verbraucher wert macht, den doppelten Preis freiwillig zu bezahlen?

Wenn man mehr Investieren kann in modernere Technik, in modernere Produktionsverfahren, in artgerechte Tierhaltung (wie bereits zum Teil in allen bereichen schon geschehen ) um Ressourcen zu schonen um dadurch Produkte zu erzeugen die für den Verbraucher auch sichtbar und nachweisbar mit weniger Belastung erzeugt wurden/werden, dann wäre das dass konkurrenzfähig Alleinstellungsmerkmal meiner Produktion.
Letztendlich profitieren mehr als nur die Bauern von besseren Preisen, weil wieder mehr Investiert wird. Von den Bauern und Landwirten Leben durchaus grosse Industriebranchen wie auch kleine Handwerksbetriebe.
Vielleicht auch DU lieber Leser!
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon ExLW » Sa Mär 26, 2016 22:24

@
wespe hat geschrieben:Wenn man mehr Investieren kann in modernere Technik, in modernere Produktionsverfahren, in artgerechte Tierhaltung (wie bereits zum Teil in allen bereichen schon geschehen ) um Ressourcen zu schonen um dadurch Produkte zu erzeugen die für den Verbraucher auch sichtbar und nachweisbar mit weniger Belastung erzeugt wurden/werden, dann wäre das dass konkurrenzfähig Alleinstellungsmerkmal meiner Produktion


@ wespe: :!: :!:
Das ist die Aufgabe der nächsten LW-Generation. Ich weiss nur nicht, ob das zu schaffen ist.


Leider sind die Belastungen systembedingt verdammt groß. Säugetiere stehen am Ende der Nahrungskette und sind daher - wie Menschen - keine guten Ressourcenverwerter. Wenn ich mich recht erinnere sieht die Massenbilanz für 1 kg Fleisch am Haken etwa 11:1 aus. Für 1kg Fleisch fallen durch biologischen Umsatz allein im Betrieb 10 kg Stoffwechselprodukte an....feste, wässrige und gasförmige. Und das alles einzusammeln, und schadlos zu entsorgen, was ja heutzutage der Anspruch ist, das erfordert technische Vorkehrungen, die sind wirtschaftlich kaum darstellbar. Da würden zwar die Preise steigen (müssen!), aber die Kosten noch viel stärker.... ich persönlich bin daher skeptisch.

Immer neue Gesetze und Auflagen, um den Nebenprodukten/Schadstoffen Herr zu werden.... da geht jede Wirtschaftlichkeit dahin. Es muß eine intensive Befassung mit Ursachen und Wirkungen erfolgen, ein brain storming des gesamten Sektors. Sonst passiert das, was hier einige befürchten.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon Südbaden Bauer » Sa Mär 26, 2016 23:22

ExLW hat geschrieben:
wespe hat geschrieben: wir LW machen unsere Produkte 100% teurer

Die Idee ist richtig. Ihre Umsetzung hängt vom Produkt ab.

Der Winzer, bei dem ich Kunde bin, hat vor ca. 25 Jahren umgerechnet 2,20 € je Flasche bekommen, was damals schon zu wenig war, und er nicht wußte, ob er es schaffen kann.
Heute habe ich Probleme, Weine unter 8 € bei ihm zu kaufen. Sein Durchnittserlös beträgt über 10€ je Flasche. Seine besten Tropfen bringen noch viel mehr ein.

Welches ist das besondere, konkurrenzfähige Alleinstellungsmerkmal Deiner Produktion, das es für mich als Verbraucher wert macht, den doppelten Preis freiwillig zu bezahlen?


Er verkauft einen Mehrwert. Nur, wenn der Discounter einen Mehrwert verkauft, dann geht schon ein Großteil des Geldes in die Vermarktung des Mehrwertes, und beim Bauern kommt wenig an.
Und ja, wenn ein bisschen Fläche hinter deinem Winzer steht, dann geht da wohl auch viel als Offenwein weg. Und das ein vielfaches günstiger.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon ExLW » So Mär 27, 2016 7:49

Südbaden Bauer hat geschrieben:Er verkauft einen Mehrwert.

Richtig.
Der Vater war ein Moselwinzer, der die Massenproduktion und Süßlinie der 70er Jahre mitgemacht hat. Jeder weiss, welch langfristiger Image-Schaden dadurch verursacht wurde. Der ist bis heute nicht überwunden. Man stelle sich vor: Im 19. Jhrd. war Moselriesling ein Weltprodukt mit Preisen gleichauf mit den roten Bordeauxs! Die Weinbauern in Bordeaux haben ihre Kultur nie aufgegeben, und ihr Produkt weiter knapp und damit teuer gehalten. Bordeaux Weine der exportierenden Weingüter gibt es nicht unter 30 €, eher 50 € selbst für Cru Burgeois, die meisten kosten jenseits des Bezahlbaren.
Deutsche Selbstexportierer bekommen so ab 10 €. Für immer vorbei, die Gute alte Zeit, als deutsche Weine das gleiche brachten wie französische.

Südbaden Bauer hat geschrieben:Nur, wenn der Discounter einen Mehrwert verkauft, dann geht schon ein Großteil des Geldes in die Vermarktung des Mehrwertes, und beim Bauern kommt wenig an.
Und ja, wenn ein bisschen Fläche hinter deinem Winzer steht, dann geht da wohl auch viel als Offenwein weg. Und das ein vielfaches günstiger.


Die zusätzliche Massen- und Überproduktion in Deutschland kann nicht auf Flaschen gezogen werden. Die wird von Aufkäufern in Fässern abgekauft, und irgendwo von irgendwem abgefüllt ( jaja, die "Aufnehmende Hand", da ist sie wieder). Ich höre von 1.30 €/L. Diese Weine landen weltweit beim Discounter, und sind auf jeden Fall ihren Preis wert, sonst verschwinden sie wieder aus dem Regal. Die Abverkaufsmengen sind gewaltig, und sie belegen die Geschmacksvielfalt der Durchschnittkonsumenten. Bordeaux-Weine wurden (früher weiss ich, ob das heute noch so ist?) früher auch per Fass nach England verbracht, aber zu Spitzenpreisen, wie auf Flasche. Das ist der entscheidende Unterschied zur Massenproduktion.

Der Teilsektor Winzer zeigt doch die unterschiedlichen strategischen Anpassungen innerhalb des Sektors deutlich auf (gilt auch für Gärtner).
Diese Gedanken bringen mich zu einem neuen Punkt: Es ist zu unterscheiden zwischen Massenproduktion und Spitzenproduktion.
In der Landwirtschaft gibt es demnach zwei weit voneinander entfernte Gruppen von Produzenten.

Fragen: Wofür steht die deutsche Landwirtschaft als Ganzes? Eher für Massenproduktion, oder eher für Spitzenproduktion?
Welches ist das Produzentenimage unserer Bauern (welches sich bekanntlich auch auf Verbraucher überträgt)?
Wann wacht die Landwirtschaft endlich auf und sucht die Ursachen und Fehler bei sich selbst, und nicht beim Abnehmer?
Wer seine Kunden kritisiert, darf sich nicht wundern, dass sie weglaufen.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon wespe » So Mär 27, 2016 10:28

Fragen: Wofür steht die deutsche Landwirtschaft als Ganzes? Eher für Massenproduktion, oder eher für Spitzenproduktion?
Welches ist das Produzentenimage unserer Bauern (welches sich bekanntlich auch auf Verbraucher überträgt)?
Wann wacht die Landwirtschaft endlich auf und sucht die Ursachen und Fehler bei sich selbst, und nicht beim Abnehmer?

Wo bleiben deine Antworten als Landverpächter?
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon ExLW » So Mär 27, 2016 18:29

wespe hat geschrieben:Wo bleiben deine Antworten als Landverpächter?


Schriftliche Pachtverträge gibt es nicht mehr.
Pferdehaltung auf den Grundwiesen wird untersagt. Müssen sie halt die Zäune neu ziehen. Was aufwächst, wird gemäht und (von einem anderen - ja, Pferdehalter, seufz) abgefahren. Vll krieg ich eine Kiste Wein am Jahresende dafür, das reicht mir dann. Hab ja keine Kosten.

Produziert wird das, was der Staat erwartet und prämiert. Pferde ("Zossen") gehören nicht dazu.
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Re: Großes Frühstück für 1,07€

Beitragvon Südbaden Bauer » Mo Mär 28, 2016 0:11

@ Ex LW
Es gibt nicht Massen und Qualitätsproduktion. Es gibt entweder Produktion, vermarkte meinen Wein nicht selber, oder Vermarktung. Ich verkaufe Wein aufwendig, bewerbe ihn, lass mir schöne Stories einfallen, mach des besonders und dies besonders, Führungen etc. etc. etc.
Und dann gibts noch Betriebe, die machen was zwischendrinen. Da wird selber vermarktet mit hohen Preisen, aber in starken Jahren, geht doch viel als Offenwein weg. Diese Form ist so ziemlich am stressigsten und unterliegt doch starken Preisschwankungen.
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