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Hallo liebe Agrarspeziallisten

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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36 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Hallo liebe Agrarspeziallisten

Beitragvon Schebbl » Di Dez 02, 2008 13:27

Ich betreibe selbst keinen Ackerbau, aber ich bin Hobbygärtner und daher noch recht ahnungslos was Getreidesorten betrifft. Deshalb bräuchte ich mal Eure Hilfe zum Thema Roter Weizen. Meine Fragen sind folgende.

1. Welche unterschiedliche Sorten von rotem biologischem Weizen gibt es?
2. Wo kann man kleinere Mengen dieses Saatguts bestellen? Brauche halt nicht so viel, da ich kein ganzes Feld zu bestücken habe und nur etwas in meinem Garten anbauen möchte ;0)
3. Woran erkenne ich, dass es sich um gutes/frisches keimfähiges Saatgut handelt?

Ihr seht, dass ich versuche an sowas ranzukommen, aber ich weiss einfach nicht wo ich das im Raum Köln kriegen kann und auf was ich zu achten habe.

Danke schon mal für Eure Hilfe!
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Beitragvon voro » Di Dez 02, 2008 14:05

Ich denke, mit dem Begriff "Roter Weizen" kann kaum jemand was mit anfangen. Hab mal kurz danach gegoogelt und kam auf folgenden Eintrag:

"Ausgewählte, besonders helle Weizensorten (Fachbegriff "Weißer Weizen") enthalten anders als die herkömmlich verwendeten Weizensorten (Fachbegriff "Roter Weizen") keine Bitterstoffe in den Randschichten."

Somit scheint "roter Weizen" also ganz normaler Weizen zu sein.

Gutes, keimfähiges Saatgut davon bekommst in Genossenschaften und Landhandel, üblicherweise in 50 kg Säcken. (zertifiziertes Saatgut, mit Angabe von Keimfähigkeit (%) und Tausendkorngewicht).
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Beitragvon welli » Di Dez 02, 2008 15:10

Hallo Schebbl

Probiers mal unter www.purpurweizen.at
oder google nach purpurweizen
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Beitragvon SHierling » Di Dez 02, 2008 16:00

Davon bekommst Du als Normalmensch aber nix
Die CROP CONTROL stellt dieses innovative Getreide ausschließlich in Vertragsanbau her und genießt über die Saatbau Linz marken- und patentrechtlichen Schutz bezüglich der Verarbeitung und Vermarktung.
(...)
Bezüglich der Verwendung von Purpurweizen in einem Lebensmittel besteht für die SAATBAU LINZ reg.Gen.m.b.H ein patentrechtlicher Schutzanspruch. Ein markenrechtlicher Schutz besteht für die Nutzung der Bezeichnung "PurPur" für verschiedenste Lebensmittel auf Basis Getreide.
Daher wird Purpurweizen nur im Kontraktanbau produziert und es besteht eine 100 % Ablieferverpflichtung. Wir ersuchen um Respektierung dieser Ansprüche.
Zuletzt geändert von SHierling am Di Dez 02, 2008 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Mister M » Di Dez 02, 2008 16:01

Wenn ich mal ganz artig in der Uni drüben nachfrage kommt vielleicht was dabei raus, ich kann mich noch schwach dran erinnern das mit Purpurweizen da mal was gemacht wurde, aber versprechen kann ich es nicht.


Wieviel brauchst du denn ? und vor allem was willst du damit machen ? wenns nur um den eigenbedarf geht kanns vielleicht funktionieren aber als Anbau im großen Stil könntest du Probleme mit den Lizenseigner bekommen.

Gruß MM
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Beitragvon SHierling » Di Dez 02, 2008 16:11

Mal ehrlich - sowas will man auch nicht im Garten haben ... 8)
Wenn ich Anthocyane essen will, dann wachsen hier Rote Bete .., und "biologisch" is der ja nun auch eher gar nicht
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Beitragvon Mister M » Di Dez 02, 2008 17:41

Warum ist Purpurweizen nicht biologisch ?? nur weil es ne alte Sorte ist heißt das nicht das man da dran rumgepfuscht hat :D

Ich finds orginell. Schön finde ich , das man ihn auch im Frühjahr säen kann oder eben im Herbst, funktioniert beides.

Gruß MM
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Beitragvon SHierling » Di Dez 02, 2008 18:47

Ähm...wenn das eine ALTE Sorte wäre, hätte man sie aber nicht patentieren können?! Wo steht das, das das ne alte Sorte ist? Das ist imho Smart Breeding ... und die Anbauempfehlungen inklusive Kurzspritzen sind auch nix "bio".

Außerdem sind relativ viele Weizen Wechselweizen, auch wenn sie nicht als solche vermarktet werden.
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Beitragvon Schebbl » Mi Dez 03, 2008 0:29

Hey Leute, das hört sich ja spannend an mit dem PurPur Weizen. Leider versuche ich rauszubekommen was dieser simple Rote Weizen ist, der angeblich EU-Standardweizen sein soll!? Ist der rote soooo viel Nährstoffreicher, als der normale Weizen?
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Beitragvon Mister M » Mi Dez 03, 2008 9:06

SHierling hat geschrieben:Ähm...wenn das eine ALTE Sorte wäre, hätte man sie aber nicht patentieren können?! Wo steht das, das das ne alte Sorte ist? Das ist imho Smart Breeding ... und die Anbauempfehlungen inklusive Kurzspritzen sind auch nix "bio".

Außerdem sind relativ viele Weizen Wechselweizen, auch wenn sie nicht als solche vermarktet werden.


http://www.biopress.de/Mambo/index.php? ... 7&Itemid=0

Hab ich hier gelesen allerdings gehen die Meinungen darüber schwer auseinander, wir hatten hier schonmal mit dem Weizen zu tun, allerdings zur zu Versuchszwecken.

Aber vielleicht weist du jetzt warum ich auf Alt komme :D eine Ursorte scheints nicht zu sein.

Gruß MM
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Beitragvon SHierling » Mi Dez 03, 2008 10:42

Mister M : ja hab ich inzwischen auch ergoogelt, die Auseinandersetzung, zwishen "innovativem Getreide" über "regionale Spiezialität" (Ha, Witz, wenns patentiert ist *G*). bis zu "Ur-Sorte" kann man irgendwie alles finden.

Das der Weizen eine "Ur-Sorte" sein soll, widerspricht aber auch schon die Angabe, daß er in Ertrag und Anbau mit jedem anderen Weizen zu vergleichen ist (dachte ich mir so). Immerhin waren die Zuchtfortschritte der letzten 100 Jahre ja auch nicht umsonst, die wirklichen Ursorten haben ja meist extrem viel weniger Ertrag.

Schebbl: nein, was Du meinst, ist wohl eher ganz normaler Weizen, wie voro schon beschrieben hat, den bekommst Du wirklich an jeder Ecke und mußt nur drauf achten, daß "Z-Saatgut" dransteht (=zertifiziertes Saatgut), egal ob Bio oder nicht.
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Beitragvon heico » Mi Dez 03, 2008 11:10

Als Rotkorn kenne ich nur die Dinkelsorte "Oberkulmer Rotkorn",
die ich selber anbaue. Sie hat extrem hohe Protein und Kleberwerte
allerdings auf Kosten des Ertrages.
Meine Partie hat 17,7% Rohprotein im Bioanbau.

Um mehr zu erfahren, welche Weizenarten hier vorhanden sind, würde
ich Kontakt zu Dr Karl Josef Müller aufnehmen.
Wenn der es nicht weiß, dann ....? weiß es keiner. :D

http://www.darzau.de/index.php?id=10
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Beitragvon countryman » Mi Dez 03, 2008 12:01

das Wort "rot" könnte durch eine lasche Übersetzung aus dem Amerikanischen ins Spiel gekommen sein, unser ganz normaler Weizen wird dort wohl als "soft red" gehandelt.
http://en.wikipedia.org/wiki/Wheat
Dieses Bezeichnungssystem scheint aber mehr eine Klassifikation des Handels nach Verwendung zu sein als eine botanische Ordnung.

Zum Versuchsanbau im Garten würde ich ab Februar "Sommerweizen in A-Qualität" aussäen, etwa 500 Körner pro qm, ca. 2kg/100qm. Es sollte ein voll sonniger luftiger Standort sein, sonst sind dir sämtliche Pilzkrankheiten gewiss.
Saatgut erhälst du bei jedem Landhändler, allerdings fast immer gebeizt. Für ungebeizte Ware müsstest du mal beim Biobauern fragen.
"A-Qualität" bezeichnet die technologischen Eigenschaften beim Backen, vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Weizen
Als "Z" oder zertifiziertes Saatgut wird auf Keimfähigkeit, Reinheit usw. geprüftes Saatgut bezeichnet. Die Keimfähigkeit kannst du auch selbst prüfen, einfach 100 Körner abzählen und auf feuchtem Küchenpapier auslegen. Die Verwendung von Konsumgetreide als Saatgut ist zwar technisch möglich, streng genommen werden aber Lizenzgebühren an den Inhaber der Sortenrechte fällig.
Wundert mich dass der Purpurweizen "patentiert" ist, gerade die Biobranche wendet sich doch gegen Patentierung von Lebewesen. Sorten werden durch das Sortenschutzgesetz geschützt und nicht patentiert!
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Beitragvon JonnyD2250 » Mi Dez 03, 2008 15:04

Was wird hier überhaupt für ein Affentanz gemacht?

Mein Gott...

Schebbl fahr einfach zum nächsten Getreidebauern in der Nähe und frag den ob er A oder B-Weizen anbaut und nim dir dort einen Eimer voll mit nach Hause...

Dann trinkst du zu deinem Weizenbrot ein Gläschen Rotwein bzw. für Abstinente Rote Beete und gut ist...
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Beitragvon SHierling » Mi Dez 03, 2008 16:16

countryman hat geschrieben:Wundert mich dass der Purpurweizen "patentiert" ist, gerade die Biobranche wendet sich doch gegen Patentierung von Lebewesen. Sorten werden durch das Sortenschutzgesetz geschützt und nicht patentiert!
Siehe oben - der "patentrechtliche Schutzanspruch" besteht nicht für das Getreide selbst ( DAFÜR haben sie den Sortenschutz und die 100% Ablieferverpflichtung), sondern für quasi jede weitere Verwendung ("Herstellung von Mahlprodukten, Brot und Extrusionsprodukten aus Purpur-Weizen...") - womit dann halt auch alles abgedeckt wäre - Du bekommst legal kein Saatgut, es sei denn, Du lieferst Deine Ernte zu 100% ab, und selbst wenn Du Weizen bekommst, darfst Du den nur angucken.
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