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Hydrauliköl Hersteller

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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38 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon Falke » Do Mai 21, 2026 13:11

frafra hat geschrieben: spalter ...
da wurde noch nie ! öl gewechselt


Detto
[bei mir jetzt 15 Jahre, keine 50 h im Jahr]

SCNR
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon langholzbauer » Do Mai 21, 2026 13:13

Sowohl bei der Servolenkung, als auch bei einer Gemeinschaftsmaschine sollten zumindest die Garantiedurchsichten rechtzeitig erfolgt sein, in derem Umfang auch das Öl anfangs mal gewechselt wurde.
Ob unter den 16 Beteiligten nicht auch jemand für eine regelmäßige Wartung zuständig ist Bzw. sich fühlt und trotzdem alles über 30 Jahre gut geht, wage ich anzuzweifeln.
Auch wenn das lange gut gehen kann.
Irgendwann kommt der Folgeschaden und nicht selten zerfällt die Gemeinschaft daran.
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon DST » Do Mai 21, 2026 23:20

@Langholzbauer

seit wann ist Mineralöl hygroskopisch, und bindet Wasser?

Und warum soll bei einem Holzspalter mit 10-30 Einsatzstunden pro Jahr mehr Kondenswasser ins Hydrauliköl kommen als bei einem mittleren Bagger mit durchschnittlich 1000 Bstd im Jahr?

Bei der Temperatur ist es eigentlich umgekehrt - warme Luft kann mehr Feuchte aufnehmen als kalte.

Der Hydrauliktank eines Baggers wird im Jahr um ein vielfaches häufiger warm und kalt als der Tank eines Holzspalters, und der Bagger arbeitet auch bei schwüler Sommerhitze und bei Regenwetter.

Eigentlich bekäme eine Baumaschine bei diesen Vergleichspunkten wesentlich mehr Kondenswasser ins Öl als ein Holzspalter.
Das wird aber verhindert indem der Tank vorgespannt wird, - deutlich verringerter Luftaustausch bringt deutlich verringerten Wassereintrag.

Aber egal, soll jeder machen wi er meint.

Bei meinem Holzspalter hab ich dieses Frühjahr nach 20 Jahren das erste Mal Öl gewechselt.
Rein optisch war das Öl noch sauber und klar, und auch der Tank innen noch blitzeblank, also keine Spuren von Rost durch Kondenswassereintrag.

Aufgrund solcher Threads würde es mich schon sehr interessieren welches Ergebnis eine Ölanalyse bei dem 20 Jahre alten Öl bringen würde.
Aufgefangen hab ich das alte Öl in einen sauberen Kanister.

Aber bei an die 100€ was eine Ölanalyse mittlerweile kostet bin ich dann doch zu geizig.

Ich seh auf der Arbeit genug Ölanalysen, Wassereintrag ist da eigentlich fast nie ein Thema.

Bei den wenigen Hydraulikölen mit Wassereintrag die ich in den vielen Jahren gesehen habe, lag es eigentlich immer an defekten Belüftungen, defekten Dichtungen oder auch an Rissen, wo Regenwassser eindringen konnte.
Das sah man dann aber auch dem Öl mit bloßem Auge an.

Bioöl wird bei Analysen speziell auf Wassereintrag geprüft, und das ist im Großen und ganzen auch unauffällig.
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon Zog88 » Fr Mai 22, 2026 5:38

Die Sache mit dem Wassereintrag ist nur kritisch wenn das Ding über lange Zeit abgestellt oder eingemottet wird.
Wenn die Maschine regelmäßig gebraucht wird und dabei ihre Betriebstemperatur erreicht wird das Öl durch ebendiese verdampft und verlässt den Tank durch die Entlüftung.
Beim abkühlen wird denn durch die Entlüftung ein kleine Menge Außenluft in den Tank gezogen, diese beinhaltet dann die Feuchtigkeit die ins Öl gelangen kann.
Bei unserem Binderberger 6to Spalter ist in 10 Jahren noch kein Ölwechsel gemacht worden. Beim großen Stockmann 22to Traktorspalter in 20 Jahren zwei mal. Läuft in einer Gemeinschaft zu Dritt. Öl ist klar und sauber.
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon Herr Merkel » Fr Mai 22, 2026 5:50

Kaufen unser Ol auf Ebay, der Postbote brings, Altöl ist kein Problem
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon tyr » Fr Mai 22, 2026 7:40

Zog88 hat geschrieben:Die Sache mit dem Wassereintrag ist nur kritisch wenn das Ding über lange Zeit abgestellt oder eingemottet wird.
Wenn die Maschine regelmäßig gebraucht wird und dabei ihre Betriebstemperatur erreicht wird das Öl durch ebendiese verdampft und verlässt den Tank durch die Entlüftung.
Beim abkühlen wird denn durch die Entlüftung ein kleine Menge Außenluft in den Tank gezogen, diese beinhaltet dann die Feuchtigkeit die ins Öl gelangen kann.
Bei unserem Binderberger 6to Spalter ist in 10 Jahren noch kein Ölwechsel gemacht worden. Beim großen Stockmann 22to Traktorspalter in 20 Jahren zwei mal. Läuft in einer Gemeinschaft zu Dritt. Öl ist klar und sauber.


Trotzdem bindet Hydrauliköl kein Wasser, sondern das Wasser setzt sich ab. Allerdings ist das ein eher seltenes Phänomen bei den beschriebenen Maschinen. Beim Holzspalter würde ich auch kein Problem sehen, das Öl nicht zu wechseln, ich kenn auch Holzspalter die 30 Jahre und älter sind, wo noch nie einer Hand dran gelegt hat, und die trotzdem funktionieren. Bei einem Kran mag das anders sein, hier würde ich auf die Herstellerangaben vertrauen.
Wichtig ist der Hydraulikölwechsel aber vor allem bei Maschinen mit gemeinsamen Ölhaushalt, also Hydraulik und Getriebe, wie meist bei moderneren Traktoren.
Motoröl bindet Feuchtigkeit, deswegen sollte man Motorenöl nicht unbedingt in Hydraulikanlagen verwenden. Das gebindene Wasser, bildet kleine Tröpfchen im Motoröl und verdampft unter Hitze, wobei der Dampf komprimierbar wird, und die Hydraulikleistung senkt. Weiterhin fördern diese Dampfeinschlüsse den verschleiß, vor allem an Dichtungen und Verschraubungen durch Abrasion..
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon langholzbauer » Fr Mai 22, 2026 8:14

"...Trotzdem bindet Hydrauliköl kein Wasser... "
Zu dem Thema glaube ich lieber meinen Ausbildern, als der Schwarmintelligenz des LT. :wink:
Zumal ein einfaches HLP 32 oder 46 die billigste Ölsorte und noch im Nachgang zum Holzschutz verwendbar ist. 8)
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon Zog88 » Fr Mai 22, 2026 9:29

Die Aussage von Tyr ist vollkommen korrekt, sowie auch meine Ausführung. Öl bindet kein Wasser, es formt ohne mechanische Einwirkung keine Emulsion. Selbst wenn eine Emulsion entsteht weil Wasser + Öl angesaugt und zB. durch die Hydraulikpumpe vermischt werden entmischt es sich in der folgenden Standzeit wieder.
Das Thema ist wirklich der Taupunkt, sprich wann fängt die Luftfeuchtigkeit an auf den Wänden des Öltanks und der Oberfläche vom Öl zu kondensieren.
Dann haben wir den angesprochenen Effekt dass das Wasser (weil schwerer) zum Grund des Tanks sinkt und das Öl darüber liegt.

EDIT:
Man kann auch noch dazu sagen das niedrig legierte mineralische Öle hauptsächlich von den oben genannten Problem betroffen sind.
Vollsynthetische hochlegierte Öle können sehr wohl, zumindest gewisse darin enthaltene Additive, eine minimale Menge Wasser aufnahmen und in der Schwebe (Emulsion) halten.
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon tyr » Fr Mai 22, 2026 11:12

Allerdings ist das bei Hydraulikölen, aus oben genannten Gründen, gar nicht erwünscht. Ältere Maschinen hatten deswegen am Tankböden oft einen "Wassersack", den man ablassen konnte.
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon tyr » Fr Mai 22, 2026 11:16

langholzbauer hat geschrieben: [...]
Zumal ein einfaches HLP 32 oder 46 die billigste Ölsorte und noch im Nachgang zum Holzschutz verwendbar ist. 8)


Das hängt allerdings nicht mit dem Wasser zusammen :wink:
Es gibt kein "einfaches" oder weniger einfaches HLP32 oder 46. Beide erfüllen einen genau definierten Zweck im einen definiertem Einsatzspektrum, wie alle anderen Spezifikationen auch.
Deshalb sollte man sich an die Angaben der Hersteller der Maschinen halten, und nicht an die Werbeversprechen der Ölhändler angeblich "besseren" oder "höherwertigen" Ölen hereinfallen.
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon langholzbauer » Fr Mai 22, 2026 11:44

Dass man sich an die Anforderungen der Maschinenhersteller halten soll, bleibt unbestritten.
Ich wollte nur ausdrücken, dass HLP die günstigsten Ölsorten sind und dadurch der Wechsel in einem Holzspalter rein finanziell keine Hürde bilden sollte.

Nebenbei zum TE:
Wenn mann von bis zu 7 €/l schreibt, sollte mann sich auch beim RW- Kran mal ernsthaft Gedanken um bologisch abbaubares Öl machen!
Das gibt es schon ab der Hälfte.
Es naht der Tag, dass man ohne dieses nicht mehr im zertifizierten Wald arbeiten darf.
Wer Lohnarbeiten anbieten will, sollte sich rechtzeitig darauf vorbereiten.
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon michael2005 » Fr Mai 22, 2026 17:08

Wasser setzt sich meist unten ab und kann abgelassen werden.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass die Öle Original meist Hell bis leichtes Gelb ab 2 bis 3 Jahren manchmal auch erst nach 5 dunkelgelb werden.
Wasser Verdampfen, das ist kein Motor der über 100 Grad im Öl erreicht.
Nach nun 3 bis 4 Jahren jedenfalls wechsel ich das Öl.
Schadet den Ventilen nicht.

Was soll ich da Zertifizieren lassen?
Ist doch nur Geldschneiderrei und was bringts?
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon tyr » Fr Mai 22, 2026 22:18

In einer hydraulischen Anlage können Öle sehr wohl 100°C heiß werden. das halten die auch problemlos aus. Im hydraulischen Systemen ensteht u.a. Reibung, und aus Reibung entseht Wärme- Wärme entsteht in hydrulischen Systemen auch z.B. durch Druckveränderungen ohne das mechanische Arbeit verrichtet wird, z.B. an Druckminderungsventilen, Durchflussminderungventilen usw...
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon MikeW » Sa Mai 23, 2026 0:30

In PEFC zertifizierten Wäldern wird es doch schon verlangt, ebenso wie SK und Bio Kettenöl.
Selbst Denken ist wichtig, ... wichtiger denn je.
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Re: Hydrauliköl Hersteller

Beitragvon Redriver » Sa Mai 23, 2026 4:20

Hallo,
also 100° im Hydrauliksystem sind ein absolutes Nogo ! das hält kein normales mit HLP Ölen gefülltes Sytem auf Dauer aus. Normal sollte die Temperatur im Normalbetrieb unter 60° liegen sonst gibt es langfristig Probleme. Wir reden hier von popeliger Einfachsthydraulik, nicht von Tunnelbohrtechnik noch vom Stahlwalzwerk. Wir haben im Betreib eine Maschine da fahren wir in der Hydraulik ein Vollsyntetisches ÖL da kosten 200l über 2000€ warum erschliest sich mir nicht , da wird mehr gefiltert und getestet um den Wechsel so weit wie möglich zu schieben.
aber hier geht es um Steinzeit Hydraulik an Holzspalter usw, da kannst im Notfall sogar Salatöl o Wasser nehmen , Achtung bitte nicht machen.
Zur Zertifizierung, wer im Gewerblichen Holzerbereich mit will wird um Zertifizierung nicht herumkommen ,alles andere ist nur Spielen am Rande.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
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