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Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 16:21

in 10 jahren: 300ha oder 5000mastplätze/400sauen/180kühe

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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49 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Beitragvon Kaninchen » Di Jul 24, 2007 20:54

Kone77 hat geschrieben:
schimmel hat geschrieben:Klar Kone mit 30 Kühen 50000,- Euronen Gewinn - logo.
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Reini



Warum sollten uns die Leute vom Amt für Landwirtschaft belügen?


weil sie das vielleicht nur vom Hörensagen haben... und keine Ahnung.... :roll:

hört sich jedenfalls sehr, sehr unrealistisch an.
Aber wenn du das belegen kannst, wechsel ich sofort meinen Beruf! :wink:
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Beitragvon Geronimo » Di Jul 24, 2007 21:37

@ Kaninchen

Wenn der den Abschluß nicht selber gesehen hätte, dann hätte er es wohl kaum erzählt. Willst du die Telefonnummer?
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Beitragvon Frankenbauer » Di Jul 24, 2007 22:15

Kone hat meiner Meinung nach Recht, bei uns in der Gegend gibt es jedes Jahr unzählige "Zukunftsbetriebe", die ausgeschlachtet werden und mindestens genauso viele "Kleine", die durch Diversifikation und kaufmännisches Handeln kerngesund sind.
Erklär mir einer, wie ein Zweimannbetrieb 120 Kühe melken, 60ha Gras teilweise ca. 40 km vom Hof entfernt ernten und auf 100ha Futter- und Maktfruchtbau betreiben will? Ein LU nimmt den schon nicht mehr als Kunden, beim Landhandel herrscht Vorkasse, Maschinen verschleißen immer weiter und in wenigen Jahren fällt denen vor lauter Arbeit auf, daß alles rackern für die Katz, bzw. für die Bank war. CC Kontrollen enden im Fiasko, der "Blaue Laster" von Saria kommt öfters vorbei, das reißt wegen Beihilfekürzungen bzw. -streichungen und dem Verlust von lebendem Inventar weitere Löcher in die Kasse.
Wenige Meter weiter wirtschaftet ein Bio Betrieb mit Direktvermarktung mit der Hälfte an Kühen, jeder Menge 400€ Kräften, auch nicht ganz neuen Maschinen, die aber ausreichend und gut gewartet sind erfolgreich vor sich hin, pachtet Flächen, weil die Pacht sicher ist, erhält beim Landhandel, bzw. Kollegen gute Konditionen, weil Barzahler, usw.
Ein kleinerer Betrieb kann durchaus einen ordentlichen Deckungsbeitrag erwirtschaften, wenn er fit ist, ein ordentlich geführter Großbetrieb schafft das auch, es gibt hier auch Betriebe wo die kaufmännische Angestellte die wichtigste Kraft nach dem Bauern auf dem Hof ist, aber es gibt eben auch die, deren Kreuz schon gemacht ist, die es nur noch nicht wissen und das sind fast alles Große.
Dann mach ich doch lieber klein aber fein nebenher, hab ab und zu Feierabend und Zeit mich hier auszutoben.

Gruß

Werner
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Beitragvon Norderator » Mi Jul 25, 2007 8:32

Der Meinung von Frankenbauer kann ich mich nur anschließen! Ich versteh gar nicht, warum bei so vielen Menschen die Meinung so tief verwurzelt ist, dass nur durch Wachstum die betriebliche Zukunftsfähigkeit gesichert werden kann. Sicherlich gehört ein gesundes Maß an Wachstum langfristig gesehen dazu, aber Frankenbauer hat da ein paar wichtige Begriffe fallen lassen, die wesentlich entscheidender als eine nahezu grenzenlose Expansion sind.
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Beitragvon Gast » Mi Jul 25, 2007 14:02

Das mit den 50000 Euro Gewinn bei 30 Milchkühen glaube ich sofort.
Das sind bei uns in der Oberpfalz (nördlich von Kones Niederbayern) die grösseren Bauern. Meine Eltern ham auch nur 30 Milchkühe und kommen auch gut über die Runden. Man muss halt vernünftig wirtschaften und Maschinen auch mal gebraucht kaufen oder den italienischen 80PS Schlepper anstatt dem allgäuer 140 PS Schlepper kaufen.
Wichtig ist halt keine grossen Schulden anzuhäufen. Probleme gibts dann, wenn man den Betrieb erweitern will - das ist allerdings heute überall schwierig.
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Beitragvon Schnappi » Mi Jul 25, 2007 18:23

Norderator hat geschrieben:Ich versteh gar nicht, warum bei so vielen Menschen die Meinung so tief verwurzelt ist, dass nur durch Wachstum die betriebliche Zukunftsfähigkeit gesichert werden kann.


Weil in allen Fachgazetten und sonstigen ldw. Medien nur von Wachstum als Lösungsmöglichkeit für betriebliches Fortkommen geschrieben wird.
Kostensenkung ist das Argument.
Es wird auf sämtlichen Veranstaltungen gepredigt und solche die große Wachstumsschritte tun oder getan haben werden immer schön als Paradebeispiel angeführt und als der "Zunkunftsbetrieb" tituliert.
Niemand hinterfragt dann Dinge wie Lebensqualität und höheres verfügbares Einkommen pro Stunde. Hat sich dies denn auch positiv entwickelt ?
Ist die Kostensenkung wirklich eingetreten ?

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Beitragvon melker 1101 » Mi Jul 25, 2007 18:44

Hallo,
Richtig Schnappi, niemand optimiert nach höherer Stundenentlohnung bei insg. weniger Arbeit, sondern es wird mehr gearbeitet um das immer weitere Abbröckeln der Stundenlöhne durch die Mehrarbeit auszugleichen.
Im RT war ein interessanter Vortrag dazu verlinkt, der es eigentlich ganz gut erklärt hat warum dieses Wachstum z.B. bei Milchviehbetrieben so stattfindet und was dahinter steckt :

http://www.myvideo.de/watch/1947274

Gruß melker :shock:
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Beitragvon Milchbauer » Mi Jul 25, 2007 19:14

Hallo
Will auch mal meinen Senf dazugeben.
Im Familienbetrieb wird ja der Lohn meist nicht berücksichtigt, da meist nur Familienmitglieder tätig sind. Wenn man da bei 30 Kühen 20-25000 Euro abzieht sieht das schon anders aus. Außerdem wird meist in Gebäuden und mit Maschinen gearbeitet die größtenteils abgeschrieben sind. Zukunftsträchtige Betriebe sind das aber sicher nicht.
Viele Grüße
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Beitragvon Kaninchen » Mi Jul 25, 2007 20:45

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei diesen besagten 30-Kühe-Höfen das das einzige Standbein ist.... :roll:
Da ist doch sicher auch noch Tourismus/Vermietung.... dabei, oder?
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Beitragvon euro » Mi Jul 25, 2007 21:35

Kaninchen hat geschrieben:Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei diesen besagten 30-Kühe-Höfen das das einzige Standbein ist.... :roll:
Da ist doch sicher auch noch Tourismus/Vermietung.... dabei, oder?

-Ausgleichszahlungen
-andere Prämien
-Kindergeld
-Altenteiler die sponsoren
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Beitragvon Brock » Mi Jul 25, 2007 22:06

also ich kenne genug die 30 Rinder und weniger haben und davon leben. z.b. Betrieb mit 20Kühe + Jungvieh
die ganz Großen bei uns sind die mit 55 - 65 Rinder, das ist aber eher schon die Ausnahme. 30 sind der überdurchschnittliche Standard, Es werden selbst Melkstände für 30 - 50 kühe gebaut. Sind alles Familienbetriebe mit normalem Lebensstandard!
Meine Meinung dazu ist, man muss mit Geld umgehen können, keinen neuen Schlepper fahren, nicht die teuersten Maschinen zur Angabe kaufen und keine Unterstellmöglichkeiten für Maschinen vom Zimmerer für hunderttausende Euro anfertigen lassen!
Niemand hat mich gefragt ob ich Leben will, jetzt braucht mir auch keiner vorschreiben wie ich es tun soll!
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Beitragvon Geronimo » Mi Jul 25, 2007 22:45

@ Schimmel

du wirst es nicht für möglich halten, aber es gibt Betriebe, die mehr als 35 Prozent Gewinnrate erzielen. Vor einigen Jahren, vor dem Stallbau, hatten wir selber schon 36 Prozent erreicht, mit 30 Kühen.
Seitdem haben wir knapp 400 000 € investiert, bis auf 50000 alles mit Eigenkapital (ohne Baugrund o. ä.)

Ein Landwirt, der sein Einkommen verbessern will, sollte zuerst den Ist-Betrieb optimieren, und nicht sein Heil in der Betriebsvergrößerung suchen, mit Geld das er nicht halt.....
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Beitragvon heico » Di Jul 31, 2007 19:19

Ende der 60er hatten wir doch mal Herrn Mansholt aus NL.
Der hatte uns ja damals ähnliche Vorgaben gemacht wie die hier oben beschriebenen.
Wir haben uns genauso aufgeregt wie hier oben angeführt.
Er hat recht behalten.
Die Effizienz hat sich extrem gesteigert.
Leider ist das Kapital nicht so schnell mitgewachsen, ausser Fremdkapital. :wink:
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Beitragvon Georg Keckl » Mi Aug 01, 2007 13:18

Herr Mansholt hat damals nur gesagt, wie es nach vernüftiger Analyse der Bedingungen und der technischen Entwicklung kommen könnte (es war keine "Plan"). Er wurde dafür auf den Frontladern als Puppe aufgehängt, es gab ungelaubliche Proteste. Seither sagt kein Politiker etwas zur Entwicklung wie sie nach vernünftiger Analyse kommt, sondern nur noch das, was gerne gehört wird (Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, der Betriebe, etc.). Alle hören es gerne, auch wenn es der messbaren Wirklichkeit (kontinuierliche Abnahme der Betriebe etc.) völlig widerspricht.

Wenn man die Entwicklung anschaut, geht es so weiter wie bisher. Die Betreibe werden so groß werden, wie es die Technik und Betriebsorganisation ermöglicht. Die Betriebe haben sich spezialisiert von Mischbetrieben zu hoch effizienten Spezialbetrieben. Dies geht weiter. Heute hat ein Ackerbaubetrieb 2 bis 5 Früchte. Irgendwann nur noch eine (z.B. Kartoffelspezialbetriebe mit rotierenden Flächen anderer Spezialbetriebe). Die Flächen werden jedes Jahr getauscht. Heute hat ein Milchviehbetrieb in der Regel noch eine Außenwirtschaft. Irgendwann vergibt er alle Arbeiten außer der täglichen Kontrolle (melken) an Service-Spezialbetriebe (Futterbergung, Fütterung, Tierpflege). Ebenso wie man sich vor 40 Jahren nicht vorstellen konnte, dass so kommt wie es heute ist, kann man sich heute nicht vorstellen wie es in 40 Jahren ist.

Gruß: NLS Keckl
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Beitragvon Georg Keckl » Mi Aug 01, 2007 14:06

Wer den Markt selbst bedienen kann, kann diversifizieren. Wer auf Abnehmer angewiesen ist, wird wohl eher, wie in der Vergangenheit, Spezialisieren. Wobei das mit der "Größe" und "Schnelligkeit" mit der Zeit anders bewertet wird. Vor 40 Jahren war ein 100ha- Betrieb ein Großbauer oder ein Gutsbetrieb. Heute fast schon ein Nebenerwerbler, wenn er Marktfruchtbau mit Standardfrüchten hat. Auch der Betriebsbegriff, den frau/man so im Kopf hat, wandelt sich. Wer hätte jemals gedacht, dass manche Betriebe so wachsen, dass sich sich (nicht nur wegen der Steuer) teilen, das ein Eigentümer / Bewirtschafter mehr als einen betrieb hat / beteiligt ist. Wer hätte jemals gedacht, dass es Betriebe mit nur einem Schreibtisch und PC gibt (Flächen über Bewirtschaftsungsveträge vergeben um die Hektarprämien etc. selbst behalten zu können)? Wer hätte jemals gedacht, dass selbst im "Westen" heute die Mehrzahl der bewirtschafteten Flächen nicht mehr im Eigentum der Bewirtschafter ist, sondern Pachtflächen sind? Wer hätte jemals gedacht, dass viele "Subventionen" im Grunde nicht bei der praktischen Landwirtschaft ankommen sondern als "Durchlaufposten" an die Eigentümer durchgereicht werden, die Subventionierung der Landwirtschaft zu einer Subventionierung der land. Eigentums geworden ist? Wer hätte jemals gedacht, dass die Politik des Erhalts vieler Betriebe zvor allem die Pachtpreise/Quotenpreise treibt und den entwicklungsfähigen Betrieben Geld entzieht? Wer hätte jemals gedacht, dass aus einem Bauernverband im Grunde zwei widerstreitende Verbände werden, der der praktischen Landwirt (Pächter/Qutenerwerber) und die der Verpächer/Quoten- und Rechteeigentümer. Leider sind unsere Köpfe zu langsamt und ungeschult, um die meßbare Entwicklung zu erfassen. Die Zahlen können schlecht erklärt werden, bzw. eine Erklärung ist unerwünscht.

Grüße: Georg Keckl
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