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Inflation und Kürzung der EU-Agrarmittel

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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37 Beiträge • Seite 3 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Inflation und Kürzung der EU-Agrarmittel

Beitragvon Obelix » Fr Feb 27, 2026 13:33

210ponys hat geschrieben:
Obelix hat geschrieben:Hören die richtigen Landwirte nicht gern bzw. blenden das aus:
Die meisten Landwirte in Deutschland sind Nebenerwerbslandwirte und keine Vollerwerber.
Unterscheidet sich aber von Bundesland zu Bundesland deutlich.

was ist ein richtiger Landwirt?

Muss heißen "Vollerwerbslandwirt".
Richtige Landwirte sind natürlich alle, auch die Nebenerwerber.
Obelix
 
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Re: Inflation und Kürzung der EU-Agrarmittel

Beitragvon Obelix » Fr Feb 27, 2026 13:38

ciagnik hat geschrieben:Fendt 308 CI: Die SVLFG gehört komplett abgeschafft,wie auch weitere ca. 90 Krankenkassen. Eine Krankenkasse für alle Arbeitnehmer, Beamte, Selbstständige und Parlamentarier genügt vollkommen und wäre auch gerecht. Das was wir heute in der SVLFG antreffen ist es sicherlich nicht -die Kleinen pampern die Großen ,wie auch in der BG. Ob sie wollen oder nicht . Die SVLFG betätigt sich als Hure der Macht,die zugrunde liegende Gesetzgebung verleiht ihr hierzu mit freundlicher Unterstützung der Kartellparteien die notwendige Beinfreiheit. Dies ist der eigentliche Skandal. Sie trägt das KVLG (2. Gesetz über die landwirtschaftl. Krankenversicherung) wie eine Monstranz vor sich her um am Status quo dieses Totschlagsparagraphen festzuhalten. Meine Person wurde jüngst gleich einem Schurkenstück mit Eintrittsdatum ins Rentenalter rückwirkend von der LKK aus meiner bisherigen gesetzl. Versicherung gegen alle meine Widerstände gekapert. Mein Widerspruch wurde abgeschmettert von pfälzischen Winzern die vermutlich zu lange in ihren Weinkellern verweilt haben und natürlich in den SVLFG Gremien Politik gegen den eigenen Berufsstand machen ,Hauptsache im eigenen Geldbeutel klimperts. Daraufhin habe ich Klage gegen die SVLFG vor dem Sozialgericht erhoben. Heute war der Erörterungstermin in RT-eine richtige öffentliche Gerichtsverhandlung ist das Thema ja nicht einmal mehr wert. Ich schilderte dem Richter ,daß dieses Gebaren der SVLFG nachgeradezu ein Paradebeispiel für Entrechtung und Versklavung darstellt. In meinem Arbeitsleben war ich von der Beitragspflicht befreit und jetzt als Rentner mit der gleichen Nebenerwerbslandwirtschaft bin ich es nicht mehr. Hinzu kommt ,daß ich mit einem Standardeinkommen verbeitragt werde, auf das ich noch nie gekommen bin ,im Gegenteil oft nur geringe Erträge bis negative Deckungsbeiträge generieren kann. Und man halte sich fest . Die SVLFG hat hierzu die gesetzl. Grundlage: Auch wenn der Landwirt nichts verdient muß er sich dem auferlegten Standardeinkommen unterwerfen. Dem Richter entgegnete ich ,daß er sich ja wohl selbst auf die Hinterfüße stellen würde ,wenn seine Sozialabgaben nicht seinem Einkommen entsprechend,sondern mit dem Faktor X multipliziert würden. Bei den LKK Sozialversicherungsbeiträgen handelt es sich um keine einkommensgerechte Versicherung mehr ,sondern um eine pauschale Willkürabgabe ,gegründet auf Fata Morgana Zahlen. Nochmal ,die SVLFG darf die Wirklichkeit negieren und ungestraft sagen und auch handeln: Solange ich (und vermutlich viele ähnlich gelagerte Fälle) landwirtschaftlicher Unternehmer bin,unterstellen wir das Standardeinkommen-unabhängig vom tatsächlichen Gewinn,eine Berücksichtigung des Einkommenssteuerbescheides ist ausgeschlossen. Der Richter orientiert sich hier nur an diesem Gesetzestext und verwies mich darauf wg. Änderungsbedarf doch auf Bundestagsabgeordnete zuzugehen. Wir wissen wie der Lügenfritze und Konsorten die Bevölkerung vor der Wahl angelogen haben um nur wenige Tage später eine Verschuldungsorgie biblischen Ausmaßes als Sondervermögen zu framen und durch den Bundestag zu peitschen. Auf dieser Seite sehe ich also wenig Korrekturpotential hinsichtlich einer notwendigen baldigen Gesetzesänderung. Die Politik unterliegt auch dem erfolgreichen Lobbyismus zum Erhalt dieser berufsständischen Versicherung. SVLFG und Bauernverband spielen über Bande um dieses Konstrukt am Leben zu erhalten. Deren personellen,instituionellen u. politischen Verflechtungen finden sich in der Selbstverwaltung der SVLFG wieder (DBV Mitglieder prostituieren sich in den entsprechenden Gremien dieser Organisation) . Der Vertreter der von mir beklagten SVLFG war per Video zugeschaltet und hatte neben seiner Paragraphenreiterei zur landwirtschaftlichen Realität selbst wenig auf der Pfanne. Er insistierte ,daß doch landwirtschaftliche Vertreter diese Regelungen alle mitbeschließen. Das ist doch eine moralische Bankrotterklärung und diese Vertreter bezeichne ich eher als Verräter am Berufsstand. Der Kasseler Kamerad konnte mir auch nicht sagen wie er die Diskrepanz zwischen SVLFG Märchenerzählung und der harten Wirklichkeit erklärt. Als einzigen Ausweg sieht er für mich die Verpachtung-was ich natürlich als Frechheit empfinde. Angesichts der oben beschriebenen Fakten ist der Bauernverband scheintot. Schon längst hätte er für seine betroffenen Mitglieder(ich bin explizit keines) intervenieren können . Wen wundert es wenn nichts passiert? An meine werten Berufskollegen und darüberhinaus ,die immer noch meinen mit den Wölfen zu heulen sei der bequemste Weg und sich am Nasenring durch die Manege ziehen lassen- ihr werdet es alle noch auf die eine oder andere Art zu spüren bekommen,wenn ihr die Daumenschrauben weiter angezogen bekommt und nicht die nötigen Cojones habt ,wenigstens in Ansätzen entgegenzuhalten. Der nächste Termin hierzu ist die Landtagswahl in BW. Ach ja der SVLFG-Zugeschaltete sprach von lediglich ähnlich gelagerten 15 Fällen auf Bundesebene,die auf Sozialgerichten anhängig sind. Ich kann mir diese geringe Zahl bei einer allein in Baden-Wuerttemberg anzutreffender Nebenerwerbsquote von über 60 Prozent wahrlich nicht vorstellen. Wenn ja wäre für die Betroffenen ja alles paletti und nur wenige Aufmucker sind zu disziplinieren. Aktuell für 2026 wurde ich von der SVLFG mit einem um 19 Prozent niedrigeren Standardeinkommen eingruppiert ,die Beiträge dagegen um 7% erhöht. In den gesetzl. Krankenkassen steigt die Beitragslast im Zusatzbeitrag durchschnittlich um lediglich 0,4%. Die SVLFG verschweigt dabei wohlweislich,daß viele gesetzl. Krankenkassen gar keine Erhöhung vornehmen und in der gesetzlichen Krankenkasse Wahlfreiheit respektive ein Sonderkündigungsrecht besteht. Auch dies ist den in der LKK Versicherten nicht möglich- eine Bananerepublik ist dagegen ein Hort der Rechtsstaatlichkeit. Natürlich habe ich auch hier Widerspruch eingelegt und freue mich auf die ablehnende Replik der Landwirte in den LKK Gremien,vielleicht sitzen sie ja schon wieder im Weinkeller.So für heute soll es genügen ,vielleicht folgt die nächsten Tage ein zweiter Teil zum real existierenden Kastenwesen.


Zur Info: So viel schreibt man hier im Landtreff nicht.
a.) hat keiner Zeit, dass alles zu lesen.
b.) können viele, insbesondere die Jüngeren, so umfangreichen Darlegungen nicht folgen.

Ich antworte aber noch auf den Beitrag, wenn ich Zeit habe, weil sich da einiges recht
kurz gedacht anhört und der Schreiber offensichtlich nicht tief genug im Thema SVLFG ist.

p.s.: Ist der Beitrag KI-generiert? Weil die KI begründet auch falsche Antworten recht
plausibel, sodaß es sich für einen Laien als "wahr" anhört.
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Re: Inflation und Kürzung der EU-Agrarmittel

Beitragvon ratzmoeller » Fr Feb 27, 2026 17:57

Obelix hat geschrieben:weil sich da einiges recht kurz gedacht anhört und der Schreiber offensichtlich nicht tief genug im Thema SVLFG ist.

Man kann über Sinn und Zweck,auch deren Ausgestaltung,einer SVLFG streiten.
In dem Falle hab ich nur den Eindruck dass jemand ohne Informationen einzuholen oder einer persönlichen Beratung vom Arbeitnehmer- in das Rentnerdasein gewechselt ist und nun mit den selbstverursachten Folgen nicht klarkommt.
Er ist landwirtschaftlicher Unternehmer und hat dementsprechend Beiträge zur SVLFG abzuführen.
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Re: Inflation und Kürzung der EU-Agrarmittel

Beitragvon Kareen » Sa Feb 28, 2026 9:03

Ich sehe die SVLFG etwas differenzierter. Es gibt tatsächlich skandalöse Missstände darin. Die "Einheitseinkommen"-Berechnungsgrundlage gehört unbedingt dazu. Es gibt aber auch eine immerhin deutlich bessere Unfallversicherung dazu, die einen im Unfall ganz anders auffängt, als eine GKV. Ich durfe mal mehrere tausend Euro nachzahlen, weil die SVLFG nicht mitbekommen hatte (ist ja nicht so, dass man nicht alle paar Monate deren Fragebögen ausfüllen würde..., dass ich mehrere Jahre lang eine andere berufsständige BU bezogen habe. Für dieses Einkommen wollten sie dann nachträglich noch Beiträge haben und haben sie auch bekommen. Umgekehrt bekomme ich von der SVLFG aber keinen Cent zurück, obwohl ich die vergangenen 40 Monate Alterskassenbeitrag eingezahlt habe, obwohl ich mich hätte befreien lassen können (wegen Pflege). Das sagen sie einem aber nicht und erstatten auch nur den einen Beitrag zurück, der seit der Antragstellung noch abgebucht wurde. Das sind nochmal 15.000 Euro zu meinen Ungunsten, insgesamt also schon 20t Euro, die aus meiner Sicht zu unrecht erhoben worden sind, denn eine BUR ist ja eine "Einkommensersatzleistung", was nach allgemeinem Sprachgebrauch ausschließt, dass sie selbst Einkommen ist, auch wenn man darüber natürlich streitenk könnte. Als Einkommensersatzleistung und sollte sie beitragsfrei sein und vor allem sollten Beiträge, die erhoben wurden, obwohl nachweislich Befreiungsvoraussetzungen gegeben waren, erstattet werden. An sich sollte so etwas wie Renten- oder Befreiungsanträge usw. im 21. Jahrhundert und "Informationszeitalter" gar nicht mehr notwendig sein, da es sich ohne große Probleme automatisieren und bürgerfreundlich gestalten ließe. Es weiß zwar google am nächsten Tag, worüber man beim Abendessen gesprochen hat, aber die DRV und andere Versicherungsträger haben nach wie vor keine Ahnung, wer Rentenvoraussetzungen erfüllt und empfangsberechtigt wäre... was läuft da falsch?
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Re: Inflation und Kürzung der EU-Agrarmittel

Beitragvon ratzmoeller » Sa Feb 28, 2026 10:04

Kareen hat geschrieben: Das sagen sie einem aber nicht

Das ist auch so eine mittlerweile weitverbreitete Unsitte in solchen Institutionen.Wichtige Informationen muss man ihnen regelrecht aus der Nase ziehen.
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Re: Inflation und Kürzung der EU-Agrarmittel

Beitragvon MikeW » Sa Feb 28, 2026 11:09

Versicherungen (egal welche) sind Wirtschaftsunternehmen, die Umsatz und Gewinn aus den gezahlten Beiträgen generieren. Auszahlungen und Erstattungen sind aus deren betriebswirtschaftlicher Sicht zu vermeiden.
Selbst Denken ist wichtig, ... wichtiger denn je.
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Re: Inflation und Kürzung der EU-Agrarmittel

Beitragvon langholzbauer » Sa Feb 28, 2026 14:54

Naja,
die ges. SV sind nicht gewinnorientiert, aber total bürokratisch verseucht.
Das ist eigentlich noch schlimmer, weil da nahezu keine Rationalisierungen angestoßen werden oder gar greifen.
Wir Landwirte haben es doch erlebt, dass von der Zusammenfassung nichts positives für die Beitragspflichtigen rum kam. :cry:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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