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kein Zugang zum Acker

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49 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon T5060 » Do Dez 08, 2022 19:21

Wer ein Grundstück ohne Zuwegung kauft, muss wissen was er gekauft hat und er hat sich was dabei gedacht.
Warum soll ein Anderer den Deppen machen und ein Notwegerecht oder ein grundbuchlich gesichertes Wegerecht einräumen ?

Gibt doch Autokräne und Behelfsbrücken
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon tyr » Do Dez 08, 2022 22:43

Hans Söllner hat geschrieben:Hier hat ein Kollege vor glaub 4-Jahren 8ha gekauft und gewusst, dass da für ihn keine Wegerechte dabei sind. Er ist in der ganzen Gegend sehr ,,beliebt´´ und dachte, irgendwer wird ihn dann schon fahren lassen. Wir anderen die mitgeboten hatten, haben alle Zufahrten und Wegerechte zu den 8ha (sind keine 8ha am Stück, sondern waren mehrere Flurstücke, umzingelt und durchzogen von Flächen anderer Besitzer, aber alles dicht beieinander). Vorher waren die Flächen an andere verpachtet, die durften da fahren bzw. waren geduldet. Jetzt hat hald gerade der, der da nicht fahren darf und immer am lautesten jammert, zu einem für hießige Verhältnisse Wucherpreis die Flächen gekauft. Meine Verwandschaft hat sich dann erbarmt und ihn über ein Feld fahren lassen (weils die Fruchtfolge gerade hergab), aber darauf gedrängt dass er sich da was anderes einfallen lassen soll. 2-Jahre lang hat sich nichts gerührt, bis die Verwandschaft heuer mal auf den Tisch gehauen hat. Jetzt wurde eine Fläche getauscht und eine Zufahrt wird gebaut, damit er über die Spitze von einem seiner Felder dann die restlichen Flurstücke erreichen kann :roll: Muss er hald immer beim hintersten Feld anfangen mit der Arbeit sonst fährt er vorne alles platt :lol:



Wenn er vor Gericht ziehen sollte, bekommt er ein Wegerecht. Es ist dabei völlig irrelevant warum er das Flurstück gekauft hat...
Sowas hat immer das Potenzial für jahrelange Streitereien, aber am Ende gibt es immer eine Zuwegung.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon Lotz24 » Fr Dez 09, 2022 0:15

tyr hat geschrieben:aber am Ende gibt es immer eine Zuwegung.


Die aber auch nicht kostenlos ist.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon tyr » Fr Dez 09, 2022 8:01

Von kostenlos hab ich auch nichts geschrieben. Meistens versuchen die Richter einen Vergleich zu finden, oder die gemeinde dazu zu drängen, sich das selbst an die Backe zu binden, was kluge gemeinderäte iaR ablehnen^^
Wir haben jetzt erst wieder so einen ähnlichen Fall, da geht um die Widmung eines Weges als Zufahrt. Dieser Weg führt über zwei private Flurstücke.
Das Gericht hat eindeutig erklärt, das es sein Urteil an den Gemeinderatsbeschluss in dieser Sache hängen wird...
Ähnliche Geschichten hab ich, seit ich im gemeinderat sitze, ziemlich oft... den meisten knatsch in den Dörfern gibt es um Grundstücksgeschichten, udn besonders häufig um Zufahrtssachen...
Allerdings denke ich hier, wenn die Situation tatsächlich so ist wie beschrieben, das es kein Problem sein wird, den Graben an einer Stelle zu verohren und eine Überfahrt zu schaffen.
Da gibts möglicherweise nur Streit um die Kostenbeteiligung..... allerdings dürften die Kosten für so eine Aktion recht übersichtlich sein.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon T5060 » Sa Dez 10, 2022 23:27

Passiert öfters: Ein Geschäftsmann kauft von einem Bauträger ne Eigentumswohnung. Der Bauträger hatte die Fläche angefüllt, die Böschung liegt natürlich vollständig auf dem Wiesengrundstück des Nachbarns, den das gar nicht interessierte ( der kannte die Grenzen nicht und der Bauträger hat das ausgenutzt ). So jetzt kaufte die Wiese ein anderer Immobilienhai. Der hat was gegen die Böschung. Die EW Leute müssen aber was tun, weil die Terassen abrutschen. Bauträger nicht mehr greifbar, Immobilienhai will richtig Geld oder die Beseitigung der Böschung und die Käufer der Eigentumswohnung hatten nicht die Grenzen gecheckt. PENG

Fakt ist aber der Immobilienhai hat ja die Böschung so mitgekauft, weil sie zu dem Zeitpunkt als er die Wiese kaufte schon da war. Abgraben darf er diese aber auch nicht, weil man nichts abgraben darf, wenn das Nachbargrundstück dadurch instabil wird.

So ist das im Leben.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon DonPromillo » So Dez 11, 2022 13:18

Beim Kauf der Wiese war diese Böschung bereits (wenn auch unrechtmäßig angelegt) vorhanden.

Der Immobilienhai würde mit Forderungen Pech haben :wink:
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon DWEWT » So Dez 11, 2022 14:08

Wenn es sich wirklich um eine Wiese gehandelt haben sollte, wird da wohl auch mal ein Zaun gestanden haben. Wenn Bauland bis an die eigene Fläche heranrückt, wird kein Nachbar schlafen. Klingt mir sehr konstruiert und realitätsfern, diese Sachlage.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon T5060 » So Dez 11, 2022 15:25

DonPromillo hat geschrieben:Beim Kauf der Wiese war diese Böschung bereits (wenn auch unrechtmäßig angelegt) vorhanden.

Der Immobilienhai würde mit Forderungen Pech haben :wink:


Ich bin da fast der gleichen Ansicht. Ich bin aber auch gespannt was die Jurist draus machen.

Und was lernen wir daraus?

Man sollte sich über die Geoportale mal die Grenzen in Kombi mit Luftbild anschauen, ausdrucken oder Smartphone, mit der Ortslage abgleichen
Die Geoportale sind heute schon so gut, da sieht man mehr als vor Ort
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon langholzbauer » So Dez 11, 2022 15:36

Also die Geoportale, die frei zugänglich Katasterdaten auf Luftbilder darstellen, arbeiten mit meist 1-3 Jahre alten Luftbildern.
Daraus lässt sich mit entsprechendem Ausdruck jede Parzelle auf ca. 1m genau finden.
Aber,
wer eine Fläche für mehrere T € kauft, ohne diese persönlich besichtigt zu haben, bekommt von mir wenig Mitleid, wenn er auf überalterte Luftbilder rein fällt. :roll:
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon T5060 » So Dez 11, 2022 16:11

Ach da sieht man noch viel mehr: Schutzgebietszuweisungen, Hochwassergrenzen, Schummerungsbilder, Infrarot, historische Luftbilder, Baugebietszuweisungen, anstehende Planfeststellungen
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon Farmer0815 » Di Dez 13, 2022 15:31

Noudels hat geschrieben:Auch wenn der Nachbar unterlegen war beim Kauf.
Wenn er halbwegs Verstand hat wird er um die 3m mit verschieben.

Ich würde das schon als erstes probieren.
Klappt das nicht kannst du dich sowieso schon auf Grenzstreitigkeiten einstellen.


Das mit dem Verrschieben (oder Verkauf) wird der erste Schritt seon.

Statt Streitigkeiten werde ich den Graben verrohren.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon Farmer0815 » Di Dez 13, 2022 15:32

Milchtrinker hat geschrieben:... wird denn alles - die gesamte Fläche auf der Skizze - von dem einen Landwirt bewirtschaftet oder ist das anderweitig verpachtet ???


Die grünen anderen Flächen (um mich herum) werden von "dem" Landwirt bewirtschaftet.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon Farmer0815 » Di Dez 13, 2022 15:39

T5060 hat geschrieben:2,5 m, da fährt man drüber (oder bewirtschaftet die gleich mit) und wartet was passiert. Geht das nicht mehr, kommt ein Rohr in den Graben und etwas Schotter drüber.
Die Macht des faktischen und der vollendeten Tatsachen.


Genau!

Milchtrinker hat geschrieben:... wurde die erworbene Fläche auch von dem Landwirt bewirtschaftet ??? ... darauf wollte ich hinaus ... was nicht beantwortet ist.

Jawoll

bauer hans hat geschrieben:mich wundert,dass ein notar,der täglich damit befasst ist und auch relativ ordentlich kassiert,nicht merkt,dass keine zufahrt gegeben ist.

Hilft hier lieder nicht weiter.

kontofux hat geschrieben:Die Aussage "kein Wegerecht eingetragen" sollte überprüft werden. Steht i.d.R. im Grundbuch des belasteten Grundstückes, also in einem der drei umschließenden Flurstücke. Kann der angesprochene Bürgervertreter durchführen.
Grüße aus Selkirk


Absolut korrekter und wichtiger Hinweis Danke. Du hast recht... leider war die Rückmeldung vom Amtsgericht negativ. Kein Wegerecht.

langholzbauer hat geschrieben:Also die Geoportale, die frei zugänglich Katasterdaten auf Luftbilder darstellen, arbeiten mit meist 1-3 Jahre alten Luftbildern.
Daraus lässt sich mit entsprechendem Ausdruck jede Parzelle auf ca. 1m genau finden.
Aber,
wer eine Fläche für mehrere T € kauft, ohne diese persönlich besichtigt zu haben, bekommt von mir wenig Mitleid, wenn er auf überalterte Luftbilder rein fällt. :roll:


Leider komplett an meiner Fragestellung "rechtliche Beurteilung" vorbei. Schade.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon DWEWT » Di Dez 13, 2022 21:53

Farmer0815 hat geschrieben:
Statt Streitigkeiten werde ich den Graben verrohren.


Gehört der Graben zu deiner Fläche? Oder evtl. zur Straßentrasse? Vor dem Verrohren solltest du diesbezügliche Erkundigungen einholen. Sonst darfst du die Rohre evtl. wieder entfernen und hast nichts gewonnen.
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Re: kein Zugang zum Acker

Beitragvon take_it_1999 » Fr Dez 23, 2022 7:47

Hallo,

weil es etwas thematisch hierzu passt. Wir sind ein Waldhufen-Dorf und es gibt einige Hufen, welche Häuslern gehören. D.h. der "lange Schlauch" gehört mehreren unterschiedlichen Eigentümern.

Bisher interessiert dies nicht wirklich, da die Agrargenosschenschaft alles bewirtschaftet. Allerdings kommt jetzt ein Umbruch und es könnte für die Zukunft schwierig werden. Was ich bisher weis ist, dass es ein Rügenbuch gab (gibt) welches aus der Zeit vor der Grundbücher herrührt. Allerdings hat in der DDR niemand die Rügen beim Grundbuchamt in Rechte eintragen lassen, da man einfach kein Wissen und Anfang der 1990iger Jahre keinen Antrieb dazu hatte.

Warum interessiert mich dich, ich könnte einer der wenigen Leidtragenden sein, denn sehr viele Wirtschaftswege sind in der DDR weggeackert wurden und nur noch 2 bestehen, wovon einer mir gehört. Dieser Wirtschaftsweg geht allerdings mitten durch unser Betriebsgrundstück.
Ich habe kein Problem wenn jemand mal dadrüber fährt, aber was wenn dies Regelmäßigkeit wird?

Kann man Rügen noch nachträglich Eintragen lassen? Kann man aus den Rügen ein Notwegerecht ableiten (also es gab ja schon mal ein Wegerecht, was die Bedingungen verhackstückt hat, jedoch wurde es durch die DDR mehr oder minder vergessen)?

Vielen Dank
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