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Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Osceola » Fr Apr 10, 2020 10:56

Ich hätte da mal eine Frage an die Milcherzeuger .
Ich selbst habe 1998 die Milchviehhaltung dran gegeben . Finde jedoch gut , das es noch Leute gibt die jeden Tag ihre Milchkühe auf die Weide lassen . Nun gibt es im Discounter sogenannte Weidemilch Produkte mit einem dem entsprechenden Aufschlag . Nur kommt von diesem Geld überhaupt etwas beim Landwirt an ? Und ist das dem Aufwand gegenüber Angemessen ?
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Jörken » Mo Apr 13, 2020 6:46

Hallo, kann da aus Tirol bzw Südtirol berichten. Nach über einem Jahrzehnt mit schwindeligen Ausnahmen, wurde nun die Bioverordnung verschärft und fast alle Ausnahmen von der Weide gestrichen. Dh alle Raufutterfresser müssen raus wenn das der Boden zulässt. Ich finde es gut. Eine sofortige Milchpreiserhöhung folgte dem nicht. Man muss aber so ehrlich sein, dass wir Molkereien haben, welche in ein sehr hochpreisiges Segment liefern. Milchpreise deutlich über 60 Cent/kg sind üblich. Meist ist das gepaart mit Heufütterung.
Rentiert sich das? Schwierig, in den Bergregionen hängt diese Rechnung immer an unbezahlten Arbeitskräften (Opa, Geschwister, Tante usw). In meiner Region sind darum auch 80-90% der Betriebe mit Zuverdienst aufgestellt (Zweitjob, Zimmervermietung, Schneeräumung etc). MEINER MEINUNG wird der Aufwand meist nicht angemessen gedeckt, dies ist aber hauptsächlich strukturbedingt. Trotzdem kommen viele LKWs mit Heu um 25 Cent/kg und auch deutlich mehr hier laufend an. Meist kommen diese aus Deutschland oder der Po Ebene, also wo man meinen würde, dort wäre Milchvieh eher rentabel. Denke dort ist man halt längst weg von der unbezahlten Familienarbeitskraft.

Alles im allem kann bei günstiger arrondierter Hoflage die Weide gut passen. Schwankungen in der Futtergrundlage, evtl lange Wege der Tiere, Futterumstellungen übers Jahr, Qualität des vorhandenen Tränkewassers, Kosten für Zaunbau, Risiko zb an viel befahrenen Straßen, Parasiten usw sind zu bedenken. Die ganzjährige Stallhaltung kann hoch effiziente Milchproduktion einfach besser. Auch wenn von diversen Forschungseinrichtungen eine Kostenersparnis versprochen wird, ist diese nur schwierig abzuholen. Zb ist Kurzrasen super, bis du 2 Jahre hintereinander Trockenheit hast. Zudem haben viele einfach nicht die Flächenausstattung dafür, bzw nicht das Personal. Entweder gehts mit Stalltür auf und dort ist die Weide, oder man brauch 2mal am Tag mindestens eine zweite Person zum Aus- und Eintreiben der Tiere. Was das in der Milchpreisrechnung bedeutet ist jedem klar. Ich denke die Abgeltung dieses Aufwands wird mancherorts vom Tourismus übernommen werden müssen, andernorts wird es das nur in der Nische geben können.
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Neuland79 » Di Apr 21, 2020 14:26

gelöscht
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Osceola » Di Apr 28, 2020 7:19

Da das ja scheinbar keine Rolle spielt mit solchen Zuschlägen bzw. keiner welche bekommt oder seine Kühe auf die Weide läßt , braucht man solche Angebote dann auch nicht zu kaufen . Weil 30Cent mehr beim Päckchen Butter der Molkerei in den Hals werfen sehe ich dann doch nicht ein . Wenn der , der die Arbeit hat nichts bekommt dafür.
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Lonar » Di Apr 28, 2020 7:30

Osceola hat geschrieben:Da das ja scheinbar keine Rolle spielt mit solchen Zuschlägen bzw. keiner welche bekommt oder seine Kühe auf die Weide läßt , braucht man solche Angebote dann auch nicht zu kaufen . Weil 30Cent mehr beim Päckchen Butter der Molkerei in den Hals werfen sehe ich dann doch nicht ein . Wenn der , der die Arbeit hat nichts bekommt dafür.

Ja eigentlich nicht, aber wenn man die Kühe eh auf der passenden Weide hat dann kann man das Geld auch mitnehmen.
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Isarland » Di Apr 28, 2020 8:34

Lonar hat geschrieben:
Osceola hat geschrieben:Da das ja scheinbar keine Rolle spielt mit solchen Zuschlägen bzw. keiner welche bekommt oder seine Kühe auf die Weide läßt , braucht man solche Angebote dann auch nicht zu kaufen . Weil 30Cent mehr beim Päckchen Butter der Molkerei in den Hals werfen sehe ich dann doch nicht ein . Wenn der , der die Arbeit hat nichts bekommt dafür.

Ja eigentlich nicht, aber wenn man die Kühe eh auf der passenden Weide hat dann kann man das Geld auch mitnehmen.

Wo kommt die Weidemilch her, die an Weihnachten in den Läden steht? :roll: :roll: :roll:
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon CarpeDiem » Di Apr 28, 2020 8:39

Isarland hat geschrieben:Wo kommt die Weidemilch her, die an Weihnachten in den Läden steht?


Aus dem Instrumentenkasten des Marketings im LEH, wofür die Erzeuger noch völlig kostenlos die Zutaten liefern!!!! Langsam sollte jeder Erzeuger von Nahrungsmitteln begreifen, dass all dies "Tierwohlaktivitäten" des Handels in aller erster Linie dem Marketing dienen!!!
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon meyenburg1975 » Di Apr 28, 2020 10:11

Isarland hat geschrieben:
Lonar hat geschrieben:
Osceola hat geschrieben:Da das ja scheinbar keine Rolle spielt mit solchen Zuschlägen bzw. keiner welche bekommt oder seine Kühe auf die Weide läßt , braucht man solche Angebote dann auch nicht zu kaufen . Weil 30Cent mehr beim Päckchen Butter der Molkerei in den Hals werfen sehe ich dann doch nicht ein . Wenn der , der die Arbeit hat nichts bekommt dafür.

Ja eigentlich nicht, aber wenn man die Kühe eh auf der passenden Weide hat dann kann man das Geld auch mitnehmen.

Wo kommt die Weidemilch her, die an Weihnachten in den Läden steht? :roll: :roll: :roll:


Die Milch muss ja nicht von der Weide erzeugt werden. Die Kühe müssen ein paar Stunden im Jahr auf der Weide gewesen sein. Es geht demzufolge nicht um Die Milch als solches (zB andere Fettzusammensetzung) sondern nur um die Haltung.
Meine Molkerei hat auch 80% Weidemilch (wie hier so üblich) vermarktet sie aber nicht so, dementsprechend keine Zuschläge.
Ansonsten hab ich von einem Cent gehört. Aber nur in Kombination mit GVO-frei.
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Neuland79 » Di Apr 28, 2020 10:56

meyenburg1975 hat geschrieben:Die Milch muss ja nicht von der Weide erzeugt werden. Die Kühe müssen ein paar Stunden im Jahr auf der Weide gewesen sein. Es geht demzufolge nicht um Die Milch als solches (zB andere Fettzusammensetzung) sondern nur um die Haltung.
Meine Molkerei hat auch 80% Weidemilch (wie hier so üblich) vermarktet sie aber nicht so, dementsprechend keine Zuschläge.
Ansonsten hab ich von einem Cent gehört. Aber nur in Kombination mit GVO-frei.

https://www.landwirtschaft.de/landwirts ... weidemilch
Standard von 120 Tagen mit je sechs Stunden Weideauslauf


Seit 2017 ist entsprechend zertifizierte Weidemilch bei verschiedenen Supermärkten erhältlich. Mit dem Pro Weideland-Label verknüpft ist das Ziel, Betrieben die Weidemilch produzieren, zukünftig einen Aufschlag von fünf Cent pro Liter Milch zu zahlen.

Angaben von Pro Weideland zufolge ist dieses Ziel noch nicht erreicht. Aktuell werden zwischen 1 und 2,5 Cent je Liter bezahlt. Neben Weidemilch wird auch Weidekäse, Weidebutter und neuerdings auch Weide-Hackfleisch angeboten.
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon T5060 » Di Apr 28, 2020 11:25

CarpeDiem hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:Wo kommt die Weidemilch her, die an Weihnachten in den Läden steht?


Aus dem Instrumentenkasten des Marketings im LEH, wofür die Erzeuger noch völlig kostenlos die Zutaten liefern!!!! Langsam sollte jeder Erzeuger von Nahrungsmitteln begreifen, dass all dies "Tierwohlaktivitäten" des Handels in aller erster Linie dem Marketing dienen!!!


Marketing = "Wie komme ich an dein Geld !"

Nur wir sollten endlich aufhören Erzeugnisse aus der Nutztierhaltung den Kräften der Oligopole zu unterwerfen.
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon meyenburg1975 » Di Apr 28, 2020 12:22

Neuland79 hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Die Milch muss ja nicht von der Weide erzeugt werden. Die Kühe müssen ein paar Stunden im Jahr auf der Weide gewesen sein. Es geht demzufolge nicht um Die Milch als solches (zB andere Fettzusammensetzung) sondern nur um die Haltung.
Meine Molkerei hat auch 80% Weidemilch (wie hier so üblich) vermarktet sie aber nicht so, dementsprechend keine Zuschläge.
Ansonsten hab ich von einem Cent gehört. Aber nur in Kombination mit GVO-frei.

https://www.landwirtschaft.de/landwirts ... weidemilch
Standard von 120 Tagen mit je sechs Stunden Weideauslauf

Ich weiß, ein paar Stunden im Jahr halt.

Seit 2017 ist entsprechend zertifizierte Weidemilch bei verschiedenen Supermärkten erhältlich. Mit dem Pro Weideland-Label verknüpft ist das Ziel, Betrieben die Weidemilch produzieren, zukünftig einen Aufschlag von fünf Cent pro Liter Milch zu zahlen.

Angaben von Pro Weideland zufolge ist dieses Ziel noch nicht erreicht. Aktuell werden zwischen 1 und 2,5 Cent je Liter bezahlt. Neben Weidemilch wird auch Weidekäse, Weidebutter und neuerdings auch Weide-Hackfleisch angeboten.

Tja, unser Christian hat zum Start verkündet 5 Cent mehr wären überhaupt kein Problem. Beim Erzeuger wohlgemerkt.
Und die Zuschläge, die die Molkereien hier in der Gegend extra zahlen, sind ausschließlich für die Kombination mit GVO-frei. Heißt die Mehrkosten müssen davon auch abgedeckt werden. Das ist der Unterschied zwischen Wunsch und Realität.
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Neuland79 » Di Apr 28, 2020 12:45

meyenburg1975 hat geschrieben:Tja, unser Christian hat zum Start verkündet 5 Cent mehr wären überhaupt kein Problem. Beim Erzeuger wohlgemerkt.
Und die Zuschläge, die die Molkereien hier in der Gegend extra zahlen, sind ausschließlich für die Kombination mit GVO-frei. Heißt die Mehrkosten müssen davon auch abgedeckt werden. Das ist der Unterschied zwischen Wunsch und Realität.

4 Monate lang 6h sind ja schon ein paar mehr Stunden. :klee:

Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, wieviel ich für die (zertifizierte) Weidemilch bezahle. Muss ich beim nächsten Einkauf nachsehen. Somit kann ich jetzt auch nicht sagen, ob das Label mehr kostet als "normale" Biomilch. Ich geh mal davon aus, dass alles im Bereich Biomilch gentechnikfrei ist. Ich beziehe überregionale Rohmilch für 2€ (Einkaufspreis, da Genossenschaft), aber das ist ein Projekt, was meiner Erinnerung nach mit 60cent/l gefördert wird, somit wären es 1,40€/l. (Leider wird keine regionale Rohmilch angeboten) Die regionale Biomilch, wo die Kühe aber auch draußen auf einer großzügigen Weide am Stall stehen, kostet 1,20€/l (Einkaufspreis, da Genossenschaft). Im Rewe kostet die gleiche Biomilch 1,80€. D.h. hier kann man sehen, dass pro Liter durch den Einzelhandel mindestens 60cent Preisaufschlag drauf geschlagen wurde. Eine Molkerei ist da nicht dazwischen, die Biomilch wird am Hof abgefüllt und direkt vermarktet (also den Läden angeliefert).
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon CarpeDiem » Di Apr 28, 2020 13:36

T5060 hat geschrieben:Die Preise müssen so sein, dass das Vieh ordentlich gehalten werden, der Landwirt von leben und seinen Hof unterhalten kann

Absolut richtig wäre das, aber ich befürchte wir entfernen uns immer weiter von diesem Zustand!!!
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon Isarland » Di Apr 28, 2020 15:11

Neuland79 hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Tja, unser Christian hat zum Start verkündet 5 Cent mehr wären überhaupt kein Problem. Beim Erzeuger wohlgemerkt.
Und die Zuschläge, die die Molkereien hier in der Gegend extra zahlen, sind ausschließlich für die Kombination mit GVO-frei. Heißt die Mehrkosten müssen davon auch abgedeckt werden. Das ist der Unterschied zwischen Wunsch und Realität.

4 Monate lang 6h sind ja schon ein paar mehr Stunden. :klee:

Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, wieviel ich für die (zertifizierte) Weidemilch bezahle. Muss ich beim nächsten Einkauf nachsehen. Somit kann ich jetzt auch nicht sagen, ob das Label mehr kostet als "normale" Biomilch. Ich geh mal davon aus, dass alles im Bereich Biomilch gentechnikfrei ist. Ich beziehe überregionale Rohmilch für 2€ (Einkaufspreis, da Genossenschaft), aber das ist ein Projekt, was meiner Erinnerung nach mit 60cent/l gefördert wird, somit wären es 1,40€/l. (Leider wird keine regionale Rohmilch angeboten) Die regionale Biomilch, wo die Kühe aber auch draußen auf einer großzügigen Weide am Stall stehen, kostet 1,20€/l (Einkaufspreis, da Genossenschaft). Im Rewe kostet die gleiche Biomilch 1,80€. D.h. hier kann man sehen, dass pro Liter durch den Einzelhandel mindestens 60cent Preisaufschlag drauf geschlagen wurde. Eine Molkerei ist da nicht dazwischen, die Biomilch wird am Hof abgefüllt und direkt vermarktet (also den Läden angeliefert).

Rewe schlägt hier 40% auf den EK auf. Z. Bsp. EK 1,20 € VK 1,69 €
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Re: Kommen die Weidemilch Zuschläge beim Erzeuger an ?

Beitragvon meyenburg1975 » Di Apr 28, 2020 16:22

Neuland79 hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Tja, unser Christian hat zum Start verkündet 5 Cent mehr wären überhaupt kein Problem. Beim Erzeuger wohlgemerkt.
Und die Zuschläge, die die Molkereien hier in der Gegend extra zahlen, sind ausschließlich für die Kombination mit GVO-frei. Heißt die Mehrkosten müssen davon auch abgedeckt werden. Das ist der Unterschied zwischen Wunsch und Realität.

4 Monate lang 6h sind ja schon ein paar mehr Stunden. :klee:

Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, wieviel ich für die (zertifizierte) Weidemilch bezahle. Muss ich beim nächsten Einkauf nachsehen. Somit kann ich jetzt auch nicht sagen, ob das Label mehr kostet als "normale" Biomilch. Ich geh mal davon aus, dass alles im Bereich Biomilch gentechnikfrei ist. Ich beziehe überregionale Rohmilch für 2€ (Einkaufspreis, da Genossenschaft), aber das ist ein Projekt, was meiner Erinnerung nach mit 60cent/l gefördert wird, somit wären es 1,40€/l. (Leider wird keine regionale Rohmilch angeboten) Die regionale Biomilch, wo die Kühe aber auch draußen auf einer großzügigen Weide am Stall stehen, kostet 1,20€/l (Einkaufspreis, da Genossenschaft). Im Rewe kostet die gleiche Biomilch 1,80€. D.h. hier kann man sehen, dass pro Liter durch den Einzelhandel mindestens 60cent Preisaufschlag drauf geschlagen wurde. Eine Molkerei ist da nicht dazwischen, die Biomilch wird am Hof abgefüllt und direkt vermarktet (also den Läden angeliefert).


Die Einschätzung bezüglich Länge der Weidedauer ist halt relativ. Für mich ist das weniger als ein Viertel dessen, was in einem normalen Jahr bei adäquater Zufütterung möglich wäre.
Und man darf jetzt nicht Standards vertauschen. Biomilch ist das Eine. "Konventionelle" Weidemilch (idR GVO-frei) was ganz Anderes. Wenn da 5 Cent mehr beim Erzeuger ankommen sollen und das nicht nur anteilig, sondern auf seine ganze erzeugt Menge, muss auch die gesamte Produktpalette entsprechend vermarktet werden. Bei Industrie- und Großkundenware schwierig, im Export aussichtslos. Das wiederum bedeutet, das der Zuschlag im Verkauf entsprechend höher sein muss.
Wenn der Gesellschaft das Grünland allgemein und die Weide speziell so viel wert sind, kann sie es ja über Ausgleichszahlungen vergüten, wenn es "der Markt" nicht hergibt. 300€/ha für das Grünland und nochmal soviel bei Beweidung müssten es sein.
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