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Labmagenverlagerung

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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27 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Labmagenverlagerung

Beitragvon wäldervieh » Mi Mai 05, 2010 21:36

Labmagenverlagerung hat gerade eben der TA an einer Kuh bei mir festgestellt .Er hat Infusion gegeben (Glykose) ,Paraffinum mir zum
Einschütten gegeben und zwei Packungen Pansenstimulanz ,sollte morgen unter zwei mal verabreicht werden .TA empfahl die Kuh
zum Hüpfen zu bringen (Bewegung ist gut, lt.TA nehmen die USA Farmer die Kuh dann in den Viehwagen und fahren eine richtige
Holperstrecke).Gut das mit dem Viehwagen mach ich jetzt nicht .Lt TA ist OP unrentabel bei dem Milchpreis besser schlachten wenns
nicht mehr wird !Denk ich auch !Lt.TA werden solche Tier züchterisch ausgemerzt ,d.h wenn bekannt ist das so eine Kuh mal Labmagenverlagerung hatte will keiner von der irgendeine Nachzucht mehr heutzutage ! Was meint/wisst Ihr zu Labmagenverlagerung?
mfg
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon wäldervieh » Mi Mai 05, 2010 21:40

...läst sich einfach feststellen :Ohr an den Pansen ,drunter mit dem Finger gegen den Pansen schnippen ,höhrt mann ein Pling ,Pling
(Giesskannengeräusch) dann ist es Labmagenverlagerung :idea:
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon TLH » Mi Mai 05, 2010 23:08

Ohr an den Pansen ,drunter mit dem Finger gegen den Pansen schnippen ,höhrt mann ein Pling ,Pling
(Giesskannengeräusch) dann ist es Labmagenverlagerung
da hinten nur wenn wirklich eine große linksseitige vorliegt; ne kleine ist weiter vorn/unten, ne rechte ist da gar nicht.......
viel Glück!
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon xyxy » Do Mai 06, 2010 4:59

Was? Labmagen (links) ist i.d.R. einfach zu beheben! Anheften und gut(Heilungschancen links wenn frühzeitig gehandelt wird mind 90%). Rechter ist normlerweise nicht operabel und löst unglaubliche Schmerzen aus, da muss man sofort handeln. In einem Rundschreiben des Kreisvets an die Tierärzte wird ausdrücklich auf das Verbot der Schlachtung bei Lmv hingewiesen!
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon Timpetu » Do Mai 06, 2010 5:58

Ob sich ne OP lohnt, hängt doch immer von der Kuh ab, wie viel sie auf die Waage bringt, wie alt sie ist, Beine, Zellzahlen...
Ich wunder mich manchmal, was für Krüppel die Leute noch operieren lassen. Bei nem jungen Tier lohnt es sich eigentlich immer, bei ner 8-Kalbigen mit chronischen Zellen wohl eher weniger.
Ein erblicher Zusammenhang besteht zwar in der Tat, allerdings sind selbst in Gebieten, wo jahrzehntelang alle Kühe mit Labmagenverlagerung zum Schlachten gingen, nicht unbedingt weniger Erkrankungen festzustellen jetzt. Spielt ja auch die väterliche Seite ne Rolle...
Timpetu
 
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon Qtreiber » Do Mai 06, 2010 6:47

xyxy hat geschrieben:In einem Rundschreiben des Kreisvets an die Tierärzte wird ausdrücklich auf das Verbot der Schlachtung bei Lmv hingewiesen!


Kann mir jemand erklären, WARUM das so ist ?
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon Temme » Do Mai 06, 2010 7:28

ich hab mir vor Jahren mal´n Stetoskop gekauft, damit kann man mit´n bisschen Übung die Kühe genausogut untersuchen wie der Tierarzt. Dann bekommt man den Labmagen teilweise schon mit, bevor die Milch weg ist... Sind ja doch meist die üblichen Verdächtigen, bei denen man vorher schon damit rechnet: Zwillingsgeburten, bei denen die Nachgeburt(en) nicht abgehen...

Linken Labmagen machen wir (bzw der Tierarzt) mit Endoskop, rechts wälzen und "toggeln", haben so 1-2 im Jahr. Mir wurde auch mal gesagt, dass man rechte nicht ohne aufschneiden beheben kann, ist aber Käse. Liegt vielleicht aber auch daran, dass wir immer früh dran sind. Da ist im Übrigen Milchmengenmessung eine grosse Hilfe; sobald die erwartete Menge nicht erreicht wird, werden die Tiere angezeigt und man kann sich die mal eben angucken...

wenn die Kuh nix mehr gib(2-3l) ist der Labmagen schon wohl 24h oben...

zum Thema Schlachthof: bei uns bekommen eigentlich nur Tiere mit vorgeschichte eine Labmagenverlagerung, die sind also zu 95% behandelt, da stellt sich die Frage gar nicht, wir operieren jede, kommt auch eigentlich jede durch (haben aber auch einen sehr guten Tierarzt)
Eine Kuh macht "Muh",
viele Kühe machen viel Milch.....
(Wenn´s läuft...)
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon Panic » Do Mai 06, 2010 7:43

Wir operieren auch jede, da sich die OP nahezu immer lohnt ( notfalls noch über den höheren Schlachtpreis einige Wochen oder Monate später). Endoskopisch auch keine große Sache. Und es sind immer die üblichen Verdächtigen, die letzte hatte ein Kalb mit drei Beinen und Gewebewassersucht, Nachgeburt natürlich drauf und zusätzlich noch Mastitis.
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon wäldervieh » Do Mai 06, 2010 7:49

Heut morgen war kein "Pling,Pling" mehr zu höhren ,Kuh frisst etwas Heu wieder ,Pansenstimmulanz hab ich eingeschüttet und ein Paar Runden mit der durch den Stall gehüpft .Hoffendlich wars das heut mittag kommt der TA nochmal .
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon fasan » Do Mai 06, 2010 7:56

Gut dass dieses Thema gerade angesprochen wird

Wir haben in den letzten zwei Wochen 3 Kälber, mit einem Gewicht von 120kg, wegen verdacht auf Labmagenverdrehung verloren.

Haben das letztverendete gestern nach Erlangen zur Sektion gebracht. Uns verwundert das schnelle Verenden der Tiere.
Vom ersten Anzeichen von Lustlosigkeit über Kurzatmigkeit und dann Untertemperatur (36°) zum Verenden, vergingen gerade mal 36 Stunden.

Ein Futtermittelwechsel hatte nicht stattgefunden. Sind ein bisschen Ratlos
Helft den Armen vögeln
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon xyxy » Do Mai 06, 2010 8:07

Qtreiber hat geschrieben:
xyxy hat geschrieben:In einem Rundschreiben des Kreisvets an die Tierärzte wird ausdrücklich auf das Verbot der Schlachtung bei Lmv hingewiesen!


Kann mir jemand erklären, WARUM das so ist ?

Wenn der TA die Erkrankung diagnostiziert und dann eine Unbenklichkeitsbescheinigung zur Schlachtung ausstellt ist das strafbar.
Zum Teil kamen die Kandidaten mit ner hochgradigen Ketose am Schlachthof (Notschlachtung) an.
Auch bei uns jede linke Lm-Kuh wird operiert.
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon TLH » Do Mai 06, 2010 9:15

Qtreiber hat geschrieben:
xyxy hat geschrieben:In einem Rundschreiben des Kreisvets an die Tierärzte wird ausdrücklich auf das Verbot der Schlachtung bei Lmv hingewiesen!
Kann mir jemand erklären, WARUM das so ist ?
weil nur "gesunde" Tiere zum Schlachten dürfen
Notschlachtung ist "frisch verunfallt" - da fällt das auch nicht drunter...... :(
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon DeadlyNightshade » Fr Mai 07, 2010 20:53

Das mit der holprigen Haengerfahrt funktioniert oft sehr gut, ich hatte sogar schon rechte halbtote die da noch was geworden sind. Oder den Hund die Kuh die Weide hoch und runter jagen lassen.

Eine Nachbarpraxis gibt auch noch je nach Seite Unmengen von starkem Kaffee ein, soll auch helfen. Wir operieren hier recht ungern, aber wengistens die linken lassen sich auch bei Verschleppung noch sehr erfolreich operieren (ich sehe selten mal was frisches bei Milchkuehen, egal bei was fuer einer Erkrankung)
An manchen Tagen ist man Hund und an anderen Tagen Baum
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon H.B. » Fr Mai 07, 2010 21:19

(Klopf auf Holz) Vllt. alle 5 Jahre eine Labmagenverlgerung.

Mich würd interessieren warum? Allein das EKA kanns nicht sein, oder?
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Re: Labmagenverlagerung

Beitragvon JohnDeere3040 » Fr Mai 07, 2010 21:29

Reichlich warmes Wasser nach dem Kalben kann auch nicht schaden
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