Wenn sich alle am Riemen gerissen hätten, das Sperrfeuer der etablierten Parteien und die Stimmungsmache der Presse unterblieben wäre, hätte man mit dem FDP-Mann als Ministerpräsident die Möglichkeit gehabt, die nächsten Jahre eine Politik für möglichst viele Thüringer zu machen. Der Mann hätte sich aus FDP, CDU, SPD, Grüne und Linken den einen oder anderen fachkompetenten Abgeordneten als Minister geholt. Ich meine, daß Minister nicht unbedingt Abgeordnete sein müssen. Kann man sich da nicht auch Fachpersonal von außerhalb der Politik holen? Ich meine Schröder hatte das mal beim Wirtschaftsminster gemacht bzw geplant.
So hätte man wenigstens versuchen können, mal eine Politik für möglichst viele thüringer Bürger zu machen. Die Politik wäre von Kompromissen geprägt gewesen, um die Mehrheiten bei den Abstimmungen zu erreichen.
Wenn ich mich so umhöre und auch was ich hier so lese, dann haben sich jetzt die etablierten Parteien ins eigene Knie geschossen. Der Bürger wird verdrossener und noch mehr Politik-müde. Die Parteien der Ränder brauchen nur noch mehr ihrer Wähler bei den nächsten Wahlen mobilisieren und die Wähler der Mitte bleiben verdrossen zu hause.
Das wird auf Wahlergebnisse hinauslaufen, die ich nicht gut finden werde.
Die pauschale Verteufelung von 1/4 der Abgeordneten eines Parlamentes ist falsch und eine Verhöhnung deren Wähler. Die Bürger hat doch irgendwo der Schuh gedrückt, sonst hätten die doch so nicht gewählt!
