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Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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54 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon lüttsche » Mi Jan 04, 2012 7:59

Hallöchen.
Mein Freund und ich sind seit ca. 4 Jahren zusammmen. Er ist 32.
Er bewirtschaftet einen recht kleinen Betrieb mit ca. 90 ha und ungefähr 50 Milchkühen. Etwas Nachzucht ist auch ncoh dabei.

Er hat in Osnabrück studiert und hat 2003 sogar seinen Diplom Ingenieur bekommen...
Sprich er hat gut was auf dem Kasten.

In einem benachbarten Ort ist nun eine Stellenausschreibung bei einem Maschinenring. Meine Idee war es, da die Landwirtschaft bei ihm nicht 100 % prikelnd läuft, sich da einfach mal zu bewerben.
Landwirtschaft müsste natürlich erheblich runter geschraubt werden.
Nun ist aber sein Bedenken, dass er ja Landwirt aus Leidenschaft ist und eigentlich kein Büromensch.
Dennoch leben wir immer noch in getrennten Haushalten...
und das will ich in 10 Jahre definitiv nicht mehr...

Wenn er sich bewerben würde und das klappen würde, hätten wir ein 2. festes Gehalt und könnten wesentlich bessere Zukunftsplanungen machen.

Ich kann ihn auch verstehen, dass er sich schwer damit tut, im Büro zu sitzen. Ich selber komme auch von einem Hof, der aber wesentlich besser läuft und wesentlich mehr Betriebszweige hat.

Vielleicht könntet ihr ja mal eure Meinungen äußern...
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon Meini » Mi Jan 04, 2012 8:35

Try kennst du die situation vor Ort? Pachtsitaution, die letzten Jahre waren nicht gerade leicht für Milchbauern. Ich bin froh das ich 2006 mich von den Hirschen abgemacht habe.

Allerdings Nebenrwerb wäre nichts für mich, dann lieber gleich aufhören und die wahsinnigen Landpachten mitnehmen. Allerdings sind das Dinge die man nur vor Ort entscheiden kann. Ich vermute mal das du auch aus der OS ecke kommst oder euer Betrieb dort ist, wenn man es geshen hat, kann man sich eine Meinung bilden vorher ist das nur Spekulation. Aber ein guter Job, ich meine nicht Betriebshelfer beim MR, ist sicher nicht zu verachten.
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon Rancher# » Mi Jan 04, 2012 8:46

aussenstehnde können eure situation ganz schlecht bewerten sowie eine zutreffende einschätzung abgeben.
90 ha sind nicht wenig und man sollte eigentlich davon leben können.
ein guter job und zusätzlich für 90 ha pacht ( schätzungsweise so um die 50.000 euros für "lau" ) einsacken ist natürlich auch ein verlockender gedanke.

die entscheidung sollte dein freund treffen.
Alle Beiträge erfolgen ohne Gewähr. Alles meine persönliche Einschätzung.
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon Meini » Mi Jan 04, 2012 9:03

tyr hat geschrieben:
Meini hat geschrieben:Try kennst du die situation vor Ort? Pachtsitaution, die letzten Jahre waren nicht gerade leicht für Milchbauern. Ich bin froh das ich 2006 mich von den Hirschen abgemacht habe.

Allerdings Nebenrwerb wäre nichts für mich, dann lieber gleich aufhören und die wahsinnigen Landpachten mitnehmen. Allerdings sind das Dinge die man nur vor Ort entscheiden kann. Ich vermute mal das du auch aus der OS ecke kommst oder euer Betrieb dort ist, wenn man es geshen hat, kann man sich eine Meinung bilden vorher ist das nur Spekulation. Aber ein guter Job, ich meine nicht Betriebshelfer beim MR, ist sicher nicht zu verachten.



Ihr alten Heulsusen da im Westen, was sollen wir denn sagen, wir durften unsere Betriebe nach 1990 von Null aufbauen und dürfen uns mit politisch und finanziell gepamperten AgrarAg´s rumschlagen, und trotzdem gibt es uns Privatbetriebe. Und die meisten doch recht erfolgreich.


Try Vollpfosten halt einfachmal die Klappe ich habe meinen Betrieb recht erfolgreich umgestellt, allerdings tut das nichts zur Sache. Weißt du warum ich seit 10 jahren nicht mehr in den Osten fahre oder Ossis meide ? Weil mich euer ewiges dauergejammer sowas von ankotzt, das ich nicht soviel fressen kann, wie ich kotzen möchte. Also rede du nicht von heulsusen im Westen, ihr könnt das besser
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon lüttsche » Mi Jan 04, 2012 9:08

Problem ist einfach, dass sein Vater und Großvater in deren Besitzzeiten gerne und viel Land und Maschinen angeschafft haben.
Und da Kredite ja doch ein paar Jahre länger laufen, sind diese Lasten auch noch da.

Und ehrlich gesagt, wenn ich Familie haben will, wird mein Freund nicht mit einem 50er Milchkuhbetrieb eine gesamte Familie ernähren können.
Sicher bin ich auch nicht fit in allen landwirtschaftlichen Zahlen, war eigentlich immer nur kleine Schwester und Tochter eines Landwirts mit großem Betrieb.
VOn daher kann es auch gut und gerne sein, dass ich schon etwas größer denke.

Die 90 ha sind nicht nur Eigenland.
Die 100% genauen Zahlen kann ich nicht aus dem Kopf, da ich selber in leitender Position stehe und mich viel um meinen Job kümmern muss...
Allerdings muss es einiges sein, da auch eine eigene Jagd mit zum Betrieb gehört.

Der Betrieb liegt zwischen Hamburg und Bremen...
Problem wäre auch, ein guter Job, wie z.B. Betriebsberater o.ä. kommen für meinen Freund nicht in Frage.
Das beim Maschinenring wäre erstmal der perfekte Einstieg. er kennt sich mit moderner Landtechnik aus und kennt ja nun mal auch alle gängigen Produktionsabläufe.

@tyr: Finde es furchtbar, dass man immer gleich ausfallend werden muss. Und mir persönlich geht das "wir mussten aber..." und "wir hatten ja nix..." tierisch gegen den Strich. Selbst ist doch der Mann/oder die Frau.
An Größenwahn leide ich auch nicht. Wenn man aber in der eigenen Familie immer was professionelles und großes vorgelebt bekommt, dann kennt man es nicht anders.
Irgendwann wird es nichtmehr Aufbau Ost heißen, sondern Abbau West wenn das Gejaule so weitergeht.

Außerdem denke ich das "nicht schlecht leben" immer im Auge des Betrachters liegt. Der eine hat nunmal mehr Anforderungen und der andere weniger. Für den einen sind Statussymbole wichtig, der andere hält davon nix....

Ich wollte halt einfach mal die Meinung hören, von Leuten die uns nicht kennen und die einfach nur die groben Fakten kennen...
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon Meini » Mi Jan 04, 2012 9:18

Also wie du das beschreibst klingt das wie ne gute Idee und dann Kühe raus ,was kann man mit dem Grünland machen? Allerdings min 75 ha Eigenfläche verpachten klingt auch nicht schlecht, frage wer ist Eigentümer, dein Partner oder noch die Eltern,wie hoch sind die Altenteilsleistungen? Zinsen und Altenteil können viel Gewinn nehmen.
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon Nijura » Mi Jan 04, 2012 9:19

Wenn ich nur die Hälfte von den 90ha hätte........
Lebe dein Leben.

Meine Kleinanzeigen bei Ebay http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-best ... Id=4471126

Wir züchten Irish Cobs(Zigeunerpferde von Irland)
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon lüttsche » Mi Jan 04, 2012 9:22

Also ganz im Ernst, auf so was primitives brauch man gar nicht anworten.
Es geht hier nicht um meine Ansprüche: wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Ich haben meinen eigenen guten Job in leitender Position.

Und warum sollte ich denn wieder anfangen mit der Hand das Stroh vom Feld zu holen und als Hinterwäldler durch die Gegend zu ziehen anstatt einfach mal in die Zukunft zu blicken und mit der zeit zu gehen?
Und wenn du mal richtig gelesen hättest, hättest du bemerkt das die Vorlasten das größte Problem sind.

Also bitte, wenn du das alles so übertrieben findest, mach deinen Monitor aus, oder geh von deinem Rad runterm damit der Strom nicht mehr fließt!
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon lüttsche » Mi Jan 04, 2012 9:24

Meini hat geschrieben:Also wie du das beschreibst klingt das wie ne gute Idee und dann Kühe raus ,was kann man mit dem Grünland machen? Allerdings min 75 ha Eigenfläche verpachten klingt auch nicht schlecht, frage wer ist Eigentümer, dein Partner oder noch die Eltern,wie hoch sind die Altenteilsleistungen? Zinsen und Altenteil können viel Gewinn nehmen.


genau so war auch mein Gedanke. Die Kühe befinden sich derzeit noch in Anbindehaltung und machen die Arbeit auch unnötig schwer.
Eigentümer ist mein Freund.
Ich forsche mal Näheres nach, was Altenteilleistungen betrifft und genaue Eigen-ha Zahlen.
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon Meini » Mi Jan 04, 2012 9:44

lüttsche hat geschrieben:
Meini hat geschrieben:Also wie du das beschreibst klingt das wie ne gute Idee und dann Kühe raus ,was kann man mit dem Grünland machen? Allerdings min 75 ha Eigenfläche verpachten klingt auch nicht schlecht, frage wer ist Eigentümer, dein Partner oder noch die Eltern,wie hoch sind die Altenteilsleistungen? Zinsen und Altenteil können viel Gewinn nehmen.


genau so war auch mein Gedanke. Die Kühe befinden sich derzeit noch in Anbindehaltung und machen die Arbeit auch unnötig schwer.
Eigentümer ist mein Freund.
Ich forsche mal Näheres nach, was Altenteilleistungen betrifft und genaue Eigen-ha Zahlen.


Vielleicht kann man mit der Bestandsauflösung noch einiges an Schulden tilgen, bleibt aber die frage wie bekommt man den Betrieb wieder in die Gewinnzone,also nicht zubuttert aus den nicht LW Einkommen. Vielleicht lassen sich auch Kredite umschulden zu günstigeren Konditionen,kann dort die Callenberger Bank aus Hannover empfehlen, sehr niedrige Verwaltungskosten und der Zinssatz ist auch super den ich mit denen habe, allerdings sind mein Unternehmenswerte für eine Bank traumhaft , 2,4% Punkte unter dem was meine Hausbank(Sparkasse) mir geboten hat.
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Re: Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb?

Beitragvon kaltblutreiter » Mi Jan 04, 2012 10:27

wenn ich Familie haben will, wird mein Freund nicht mit einem 50er Milchkuhbetrieb eine gesamte Familie ernähren können.


Du schreibst doch, daß Du in leitender Position bist. Müßtest Du eigentlich gut verdienen. Warum willst Du dann Deinen Job für Deine Familie aufgeben? Könntet Ihr es nicht so regeln, daß DU Dich um den "festen" Teil des Familieneinkommens kümmerst und Dein Freund dafür die Kindererziehung übernimmt? Wenn auch die Altbauern noch da sind, müßte das mit der Kinderbetreuung doch aufgehen, oder nicht?

Ich weiß ja nicht, wie bei Euch die Löhne so sind beim MR; bei uns kannst Du damit nicht reich werden. Versucht doch lieber (wie schon oben mehrfach geschrieben), den vorhandenen Betrieb zu optimieren. Und von Pachtpreisen von knapp 500 Euro/ha können wir hier auch nur träumen. Ist das bei Euch so?
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