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Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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38 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon Faunus » Mo Okt 20, 2014 9:34

Hey Community!

Meine Frau hat mich mit der Aufgabe betraut - angesichts frischer Elternfreuden und laufender Kredite - mich um eine Absicherung zu kümmern. Kennt ihr denn Gesellschaften, die eine günstige Risikolebensversicherung für Bauern anbieten? Habe nämlich mal bei ein paar Versicherungen angefragt und die Zuschläge für das „erhöhte Berufsrisiko“ waren zum Teil recht ordentlich. Na ja, vielleicht haben sie dabei auch nicht ganz unrecht, wenn ich mir diesen Thread hier anschaue… :D

Für Erfahrungen und ein paar Tipps eurerseits wäre ich dankbar!

Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

Update: Ich habe heute Morgen über risikolebensversicherung.de einen Vergleich von einem Makler angefordert. Nachmittags kam auch gleich der Rückruf. Den Namen des (auf den ersten Eindruck) kompetenten Beraters werde ich hier nicht öffentlich nennen, aber er hat mich auf die Möglichkeit einer anonymen Risikovoranfrage hingewiesen, die ich auch wahrnehmen werde. Vielleicht ist diese Option zur Angebotsermittlung für den ein oder anderen unter euch auch interessant. Ich gespannt, was dabei heraus kommt.
Zuletzt geändert von Faunus am Di Okt 21, 2014 17:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon The Judge » Mo Okt 20, 2014 19:36

Hallo Faunus,

soll es unbedingt eine Risikolebensversicherung sein? Ich persönlich halte von Risikoversicherungen eigentlich relativ wenig.
Wäre vielleicht eine kapitalbildende Lebensversicherung, ggf. in Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Alternative? Der Vorteil wäre, dass man bei Erleben des Vertragsendes die eingezahlten Beträge nebst Zinsen wieder ausbezahlt bekommt. Gerade im Hinblick auf laufende Kredite, wie du geschrieben hast, wäre das vielleicht die sinnvollere Alternative. Darüber hinaus gelten angesparte Beiträge aus kapitalbindenden Lebensversicherungen im Falle der Insolvenz des Emittenten als Sondervermögen und sind daher vor dem Zugriff des Insolvenzverwalters geschützt. Außerdem ist diese Form der Versicherung förderfähig im Rahmen der Riester-Rente.
Zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Dieses ist zwar eine Risikoversicherung, aber in manchen Berufen halte ich eine solche für unbedingt notwendig. Gerade in Berufen, die schwere körperliche Tätigkeiten umfassen, kann eine Berufsunfähigkeit schnell eintreten. Auch wenn eine solche Versicherung nicht ganz billig ist, denke ich aber, dass sie in der Land- und Forstwirtschaft eigentlich eine "Muss-Versicherung" ist, gerade, wenn der Hoferbe noch weit davon entfernt ist, den Hof zu übernehmen. Grundsätzlich gilt bei Berufsunfähigkeitsversicherungen: So früh wie möglich abschließen! Je älter man ist, desto höher die Risikoeinstufung.
Zu einer bestimmten Versicherung kann ich dir nicht raten, dafür kenne ich dein persönliches Umfeld zu wenig. Ich persönlich habe meine Versicherungen aufgeteilt zwischen R+V (Volks- und Raiffeisenbanken) und VGH. Mit beiden habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Vieles hängt aber auch davon ab, wie fähig der Versicherungsmakler ist und ob er auch tatsächlich im Sinne des Kunden berät oder einfach nur Versicherungen verkaufen will, die kein Mensch braucht...
Was ich dir noch raten könnte, wäre, dich an einen unabhängigen Vermögensberater zu wenden. Das mag zwar ein paar hundert Euro kosten, dafür kann ein guter Vermögensberater dir aber auch ziemlich detailliert darlegen, welche Versicherung für dich sinnvoll ist und welche nicht. Wichtig ist halt, dass dieser Berater unabhängig ist, d.h. er darf, sofern er auch Versicherungspolicen verkauft, daran nicht verdienen! Am besten wäre es, wenn er erst gar keine Policen verkaufen würde.

MfG
The Judge

P.S.: Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs :prost:
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon CarpeDiem » Mo Okt 20, 2014 19:58

Wer den Wertverfall der kapitalbindenden LV, in den Jahren 2000 bis 2010 miterlebt hat, ist von diesen Dingen geheilt. Zudem sind die Beiträge nicht gerade billig. Ich würde schon meinen, dass momentan die Risiko-LV das genau Richtige ist, um im Falle eines Falles die Familie abzusichern. Die Kosten sind, wenn man jung ist, recht gering und durchaus verkraftbar. Um eine günstige zu finden, einfach mal die Daten in den diversen Portalen eingeben und die Ergebniss auswerten!
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon tiger24 » Mo Okt 20, 2014 20:17

CarpeDiem hat geschrieben:Wer den Wertverfall der kapitalbindenden LV, in den Jahren 2000 bis 2010 miterlebt hat, ist von diesen Dingen geheilt. Zudem sind die Beiträge nicht gerade billig. Ich würde schon meinen, dass momentan die Risiko-LV das genau Richtige ist, um im Falle eines Falles die Familie abzusichern. Die Kosten sind, wenn man jung ist, recht gering und durchaus verkraftbar. Um eine günstige zu finden, einfach mal die Daten in den diversen Portalen eingeben und die Ergebniss auswerten!


So seh ich das auch...

Eine Risiko-Versicherung ist sehr preiswert und schützt in wirklichen Notfällen.

Meine Frau und ich haben noch zwei alte Kapital-Lebensversicherungen, naja, da gehts noch. Alte garantierte Rendite. Macht den Versicherungen mächtig zu schaffen. Trotzdem steigt der potentielle Auszahlungsbetrag mehr als deutlich geringer als der hohe Beitrag, wie das genau geht, bleibt mir ein Rätsel. Aber der Rückkaufswert, der steigt gut. Also noch eine Weile behalten und dann zurückkaufen...

Die garantierte Rendite liegt in Zukunft bei einer Kapital-Lebensversicherung gerade mal bei 1,25 %, kannst vergessen.

Also Risiko-Lebensversicherung....
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon The Judge » Mo Okt 20, 2014 22:06

tiger24 hat geschrieben: Die garantierte Rendite liegt in Zukunft bei einer Kapital-Lebensversicherung gerade mal bei 1,25 %, kannst vergessen. Also Risiko-Lebensversicherung....


Und wo liegt die garantierte Rendite bei einer Risiko-Lebensversicherung? :mrgreen:
Ich sehe für mich persönlich keinerlei Vorteile in einer Risiko-Lebensversicherung. Sicherlich ist diese billiger als eine Kapital-Lebensversicherung. Dafür bekomme ich am Ende aber auch nichts zurück. Und zahlen tun im Todesfall beide Versicherungen.
Die aktuell niedrigen Zinsen sind in der Tat ein großes Problem, sollte die Kapital-Lebensversicherung in festverzinsliche Anlagen investieren (z.B. Unternehmensanleihen). Es gibt jedoch auch zahlreiche fondsgebundene Versicherungen, die ihre eingesammelten Beiträge deutlich breiter streuen können und daher auch höhere Rendite erwirtschaften können. Allerdings sollte man vorher auch genau prüfen (lassen), wo solche Versicherungen ihr Kapital investieren.

tiger24 hat geschrieben: Trotzdem steigt der potenzielle Auszahlungsbetrag mehr als deutlich geringer als der hohe Beitrag, wie das genau geht, bleibt mir ein Rätsel.


Das ist mir bei meiner alten Kapital-Lebensversicherung auch ziemlich schnell aufgefallen :? Das nennt sich "Dynamik". Ich konnte diese bei mir aus dem Versicherungsvertrag rausnehmen lassen. Dadurch variiert dann nur noch der Auszahlungsbetrag, der Einzahlungsbetrag jedoch nicht mehr.

Im Endeffekt muss aber jeder selber wissen, welchen Versicherungstyp er bevorzugt. Wenn die Leistungen im Todesfall ähnlich oder identisch sind, hängt halt auch viel davon ab, welche Versicherung ich mir leisten will und vor allem auch leisten kann.
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon tiger24 » Mo Okt 20, 2014 22:21

The Judge hat geschrieben:
tiger24 hat geschrieben: Die garantierte Rendite liegt in Zukunft bei einer Kapital-Lebensversicherung gerade mal bei 1,25 %, kannst vergessen. Also Risiko-Lebensversicherung....


Und wo liegt die garantierte Rendite bei einer Risiko-Lebensversicherung? :mrgreen:
Ich sehe für mich persönlich keinerlei Vorteile in einer Risiko-Lebensversicherung. Sicherlich ist diese billiger als eine Kapital-Lebensversicherung. Dafür bekomme ich am Ende aber auch nichts zurück. Und zahlen tun im Todesfall beide Versicherungen.
Die aktuell niedrigen Zinsen sind in der Tat ein großes Problem, sollte die Kapital-Lebensversicherung in festverzinsliche Anlagen investieren (z.B. Unternehmensanleihen). Es gibt jedoch auch zahlreiche fondsgebundene Versicherungen, die ihre eingesammelten Beiträge deutlich breiter streuen können und daher auch höhere Rendite erwirtschaften können. Allerdings sollte man vorher auch genau prüfen (lassen), wo solche Versicherungen ihr Kapital investieren.

tiger24 hat geschrieben: Trotzdem steigt der potenzielle Auszahlungsbetrag mehr als deutlich geringer als der hohe Beitrag, wie das genau geht, bleibt mir ein Rätsel.


Das ist mir bei meiner alten Kapital-Lebensversicherung auch ziemlich schnell aufgefallen :? Das nennt sich "Dynamik". Ich konnte diese bei mir aus dem Versicherungsvertrag rausnehmen lassen. Dadurch variiert dann nur noch der Auszahlungsbetrag, der Einzahlungsbetrag jedoch nicht mehr.



Keine Rendite, nur eine Absicherung für kleines Geld. Das ist doch sinnvoll, für jemanden, der nicht notfalls auf ein größeres Kapital zugreifen kann.

Wer das aber kann, sollte all diesen Versicherungen den Rücken zukehren.

In den ersten 6 bis 12 Jahren gehen alle seine Beiträge in die Verwaltung und in Provisionen.

Ausnahme wohl Risiko.

Falls man ansonsten Geld über hat, selber Gedanken machen.

Dann spart man zumindest die immensen Verwaltungskosten, von denen man nichts hat.
.
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon Faunus » Di Okt 21, 2014 9:14

Wow! Vielen Dank für eure Beiträge! Hier wird einem schnell geholfen. Aber direkt Erfahrungen hat jetzt niemand gemacht, oder?!

Bzgl. der kapitalbildenden Lebensversicherung: Für mich würde diese auch nicht Frage kommen, einfach weil man in den letzten Jahren zu viel über die Enttäuschungen der Kunden gelesen und gehört hat.

Es geht mir auch nicht darum, eine Rendite zu erzielen. Das Kapital für eine Geldanlage diesbezüglich hätte ich im Augenblick sowieso nicht. Deshalb die Lösung Risikolebensversicherung: Im Grunde genommen günstige Beiträge bei hoher Versicherungssumme.

Ich bin halt auf die Idee gekommen, weil - wie anfangs geschrieben - meine Frau mich dazu gedrängt hat, weil sie irgendwo etwas in diese Richtung aufgeschnappt hat. Dabei ist mir auch ein Kollege, noch aus Schulzeiten, eingefallen: Der Arme hat seine Eltern bei einem Autounfall verloren. Für sein Auskommen war aber ausreichend gesorgt, da sie eine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben. Und diesen Schutz, für den Fall der Fälle, möchte ich nun auch für meine Familie (auch wenn der Gedanke daran zugegebenermaßen sehr unangenehm ist - wenn wundert’s :mrgreen: ).

@ The Judge: Danke für den Tipp mit dem Vermögensberater. Ist für uns auch in anderen Belangen dringend notwendig, weshalb ich heute Morgen einfach mal einen Termin von der Deutschen Honorarberatung angefordert habe. Zusätzlich habe ich mir für mein Risiko-LV-Problem eine Anfrage bei einem Fachportal gestellt. Bin gespannt, was die mir präsentieren können...
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon The Judge » Di Okt 21, 2014 13:27

Falls du dich vorab schon mal ein bisschen über Beiträge und Leistungen informieren möchtest: Viele Versicherungen bieten auf ihrer Homepage ein Berechnungstool an, z.B. hier:

https://www.hannoversche.de/

Und hier noch ein Versicherungsvergleich:

http://www.check24.de/risikolebensversicherung/
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Beitragvon charlie62 » Di Okt 21, 2014 14:22

The Judge hat geschrieben:Hallo Faunus,

soll es unbedingt eine Risikolebensversicherung sein? Ich persönlich halte von Risikoversicherungen eigentlich relativ wenig.
Wäre vielleicht eine kapitalbildende Lebensversicherung, ggf. in Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Alternative? Der Vorteil wäre, dass man bei Erleben des Vertragsendes die eingezahlten Beträge nebst Zinsen wieder ausbezahlt bekommt.


Diese Meinung hast du aber zusammen mit der Versicherungsbranche exklusiv. Gezielter kann man Kapital kaum vernichten als mit einer "kapitalbildenen Lebensversicherung".

Eine Kapital-Lebensversicherung zur Altersvorsorge ist legaler Betrug
Bei einer Kapitallebensversicherung sind weder die genauen Investments noch deren Gewichtung bekannt. Meistens handelt es sich bei dieser Versicherung um einen langfristigen Sparvertrag mit einer oftmals erbärmlichen Rendite. Bereits 1983 fällte das Landgericht Hamburg ein vernichtendes Urteil (AZ: 74 047 / 83, LG Hamburg), dem bis heute Versicherungen nicht widersprochen haben. Der Kern des Urteils bildet der Satz: Eine Kapital-Lebensversicherung zur Altersvorsorge ist legaler Betrug.


Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37473/1.html


Kapital­lebens­versicherung? Bloß nicht!

Wir raten Ihnen dringend: Schließen Sie keine Kapital-Lebens- oder private Rentenversicherung ab. Sie gehören zu den schlechtesten Produkten für die Altersvorsorge. Millionen Verbraucher haben damit schon Milliarden von Euro verloren. Gegen die Verluste bei Lebens- und Rentenversicherungen sind die Pleiten auf dem „Grauen Kapitalmarkt” beinahe harmlos.


Quelle: http://www.vzhh.de/versicherungen/30445 ... ng-ab.aspx

Besonders die Beispiele zur Geldvernichtung sind interessant.

Anscheinend gilt das Prinzip: zahl deinen Beitrag und du hast Versicherungsschutz - was übrig bleibt nachdem wir uns bedient haben, bekommst du dann zurück.
Zuletzt geändert von charlie62 am Di Okt 21, 2014 15:05, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon charlie62 » Di Okt 21, 2014 14:34

The Judge hat geschrieben:
tiger24 hat geschrieben: Die garantierte Rendite liegt in Zukunft bei einer Kapital-Lebensversicherung gerade mal bei 1,25 %, kannst vergessen. Also Risiko-Lebensversicherung....


Und wo liegt die garantierte Rendite bei einer Risiko-Lebensversicherung? :mrgreen:


Seine Rendite erwirtschaftet man hier selbst mittels der ersparten Beiträge.

Diese hat man nämlich in voller Höhe zur Verfügung und muss keine 20% an Verwaltungskosten abdrücken.

Jeder unabhängige Berater wird zur strikten Trennung von Versicherungen und Sparverträgen raten.
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon The Judge » Di Okt 21, 2014 21:06

@ charlie62:
Die Quelle vom Heise-Verlag ist etwas irreführend. Die Aussage zum "Eine Kapital-Lebensversicherung zur Altersvorsorge ist legaler Betrug." wurde nicht vom Gericht formuliert, sondern von der Verbraucherzentrale Hamburg. Gegen diese Aussage hat der Verband der Lebensversicherungen geklagt und verloren. Versicherungen konnten dem Urteil nicht widersprechen, weil eine Berufung nicht zugelassen war. Aber auch hier verfälschen der Heise-Verlag, bzw. die Buchautoren die Tatsachen wieder, indem sie die Aussage so hindrehen, als sei dem Urteil nicht widersprochen worden. Tatsächlich darf jedoch der Äußerung "legaler Betrug" nicht widersprochen werden. So habe ich das zumindest interpretiert. Aber das ist jetzt wohl Haarspalterei :prost:
Darüber hinaus sind jedoch beide Quellen von den Entwicklungen auf dem Zinsmarkt und der Inflationsrate überholt worden. Wo bekomme ich denn noch eine garantierte Effektivverzinsung von 1,75 % bei einer festverzinslichen Anlage? Bei einer deutschen Bank wohl nicht mehr! Das zeigt also: Auch scheinbar seriöse Quellen sollte man immer kritisch hinterfragen, bevor man sie postet :klug:
Kapitalvernichtung liegt aber insofern vor, als das ich die ersten Jahre bei den meisten Anbietern nur für die Provisionen und Gebühren einzahle. Von daher ist die Anlage eher langfristig zu sehen. Je länger, desto geringer ist der Effekt der Kosten/Provisionen. Das führt aber zum Problem der steigenden Zinsen: Wenn die Zinsen in Zukunft steigen, stehe ich mit meiner Versicherung, die ich gerade abgeschlossen habe, dumm da. Raus kann ich nicht, da ich dann mit Verlust verkaufen würde. Eine neue Versicherung mit höherem Garantiezins abschließen ginge, dann fange ich aber wieder bei Null an. Ein Teufelskreis :twisted:
Im Endeffekt interessiert das den Threat-Ersteller aber auch gar nicht, da für ihn aus unterschiedlichen Gründen, die ich absolut nachvollziehen kann, nur eine Risikolebensversicherung in Frage kommt.

@ Faunus:
Vielleicht kannst du hier ja mal berichten, zu welcher Form der Absicherung euch der Vermögensberater geraten hat und warum.
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon charlie62 » Di Okt 21, 2014 22:45

The Judge hat geschrieben:@ charlie62:

Darüber hinaus sind jedoch beide Quellen von den Entwicklungen auf dem Zinsmarkt und der Inflationsrate überholt worden. Wo bekomme ich denn noch eine garantierte Effektivverzinsung von 1,75 % bei einer festverzinslichen Anlage? Bei einer deutschen Bank wohl nicht mehr! Das zeigt also: Auch scheinbar seriöse Quellen sollte man immer kritisch hinterfragen, bevor man sie postet :klug:


Nur weil sich Zinsen ändern muss nicht gleich jeder Artikel neu geschrieben werden. Die Aussagen zum Wesen der Kapitallebensversicherung stimmen nach wie vor. Und die Liste mit Beispielen wie schamlos sich Versicherungen an den Einzahlungen von Kunden bedienen ist zeitlos.

Außerdem bekommst du bei einer Lebensversicherung keine garantierte Effektivverzinsung von 1,75%. Der Garantiezins von z.Zt. 1,75% wird nur auf den Sparanteil gezahlt - also das war übrig bleibt nach Abzug des Risikobeitrags und der Verwaltungskosten.
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon The Judge » Mi Okt 22, 2014 13:26

Da gebe ich dir allerdings Recht.
Jedoch bedienen sich nicht nur die Versicherungen schamlos. Das Problem hast du doch auch bei nahezu allen anderen Finanzprodukten. Selbst, wenn du scheinbar nichts bezahlst, wirst du dennoch übervorteilt. Bestes Beispiel ist doch das Tagesgeldkonto bei der Bank: Du bekommst momentan ca. 0,25-0,5 % Zinsen auf dein Tagesgeld (einige Direktbanken mal ausgenommen). Und was macht die Bank damit? Verleiht es für vielleicht 1,5 % an seine Kunden. Die Bank kassiert also dreimal so viel, wie sie dir auszahlt. Das nenne ich Abzocke. Habe ich deshalb aber kein Tagesgeldkonto? Bei einem normalen Girokonto ist die Diskrepanz noch größer. Da gibt es keine Zinsen, und manche Leute zahlen wahrscheinlich sogar noch monatliche Gebühren. Soll ich deshalb mein Girokonto kündigen? Anders herum das gleiche Problem: Ich nutze meinen Dispokredit und Leihe mir von der Bank Geld für 12,75 %. Dieses Geld jedoch leiht sich die Bank selber bestimmt nicht für 10 oder 12 %. Nein, sie nimmt das Geld auf dem Tageskonto ein anderen Sparers, für das sie 0,5 % Zinsen zahlt. Und wieder mal eben fürs Nichtstun 12,25 % an die Bank gezahlt. Ich könnte diese Aufzählung jetzt noch mit anderen Anlageprodukten fortführen. Da aber die Hälfte der Leser sowieso nicht bis hier gelesen hat, lasse ich es lieber :wink:
Worauf will ich mit diesen Beispielen hinaus? Ich verstehe durchaus eure Argumente, die gegen eine Kapitallebensversicherung sprechen, und ich will hier definitiv keine Lanze für die Kapitallebensversicherung brechen, aber ihr macht es euch zu einfach, nur einen Teil dieser Versicherungs- bzw. Finanzbranche zu verteufeln. Nur, weil der Betrug bei der Kapitalversicherung nicht so offensichtlich ist wie bei anderen Produkten, bedeutet das nicht, dass die anderen Produkte automatisch besser sind.

Stellt sich nun nur noch die Frage, wie kann ich erkennen, ob eine Kapitallebensversicherung gut oder schlecht ist? Eigentlich muss ich die Versicherung aufteilen: Den Risikoanteil muss ich mit einer Risikolebensversicherung vergleichen, den Kapitalanteil mit einer vergleichbaren festverzinslichen Anlage bei der Bank. Und hier gibt es ein Problem, und das wäre mein Hauptkritikpunkt bei der Kapitallebensversicherung: Die Intransparenz!
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon Piraterie » Mi Okt 22, 2014 13:37

The Judge hat geschrieben:Anders herum das gleiche Problem: Ich nutze meinen Dispokredit und Leihe mir von der Bank Geld für 12,75 %. Dieses Geld jedoch leiht sich die Bank selber bestimmt nicht für 10 oder 12 %. Nein, sie nimmt das Geld auf dem Tageskonto ein anderen Sparers, für das sie 0,5 % Zinsen zahlt. Und wieder mal eben fürs Nichtstun 12,25 % an die Bank gezahlt. Ich könnte diese Aufzählung jetzt noch mit anderen Anlageprodukten fortführe.


Das ist falsch :!:

2% einer Kreditsumme(Barreserve) muss eine Bank tatsächlich zur Verfügung haben um einer Nichtbank einen Kredit zu gewähren. Die restlichen 98% tippt die Bank in den Computer und erzeugt damit die Kreditsumme als Giralgeld.(Forderung auf Auszahlung von Bargeld)

Uhhh, ich les mein Geschriebenes grade nocheinmal durch und muss feststellen das ich einen Fehler gemacht habe.

Die 2% Barreserve bedeutet garnicht das 98% einfach eingetippt werden.
Das können auch durchaus 100% sein ^^ . Die Bank muss lediglich min 2% der Kreditsumme besitzen...
Zuletzt geändert von Piraterie am Mi Okt 22, 2014 16:08, insgesamt 1-mal geändert.
"Wir leben in einem globalen Schweinesystem"
Dirk C. Fleck
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Re: Landwirtschaft und Risikolebensversicherung

Beitragvon CarpeDiem » Mi Okt 22, 2014 15:36

Piraterie hat geschrieben:Die restlichen 98% tippt die Bank in den Computer und erzeugt damit die Kreditsumme als Giralgeld.(Forderung auf Auszahlung von Bargeld)

So ist es, nur dass die meisten Leute die "Geldschöpfungsfunktion" der Banken in dem Schuldgeldsystem überhaupt nicht begriffen haben.
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