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Langzeit-Auto

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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37 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon MF-133 » Fr Aug 12, 2011 18:41

Die gebrauchten Schleudern laufen in den Schwellenländern Afrikas noch 15 Jahre- unabhängig von der Marke. Kenne Renault Kangoo-Fahrer, die , die seit 1997 (Serienanlauf) 300 000 - 400 000 km mit ihrem Kangoo gefahren sind. Gute Pflege und ein Gefühl fürs Auto machens möglich.
Mein Schwiegervater hatte nen Passat, der auch 300 000 km gelaufen ist. Ich hätt nichts gegen "langlebige" Autos. Allerdings müsste sich das Verhältnis vieler Leute zum "Neu-jetzt-noch-neuer" Denken gehörig ändern. MFG
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Matz » Fr Aug 12, 2011 19:29

Hallo!
Ein "Langzeitauto" ist schon deshalb sinnlos, weil die Lobby der Automobilindustrie auch weiterhin dafür sorgen wird, dass der Betrieb älterer Autos unwirtschaftlich oder sogar unmöglich wird. Siehe z.B. Steuern und Umweltplakette.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass jederzeit mit Steuererhöhungen, sogar rückwirkend (passierte z.B. den Wohnmobilfahrern), Fahrverboten oder sonstigen Restriktionen zu rechnen ist; es ist nie auszuschließen, dass das gepflegte Kleinod plötzlich nicht mal mehr die Garage verlassen darf oder einem die Haare vom Kopf frisst.
Der nächste Trend steht schon bereit, heißt Elektrofahrzeug und wird dazu führen, dass man mit Verbrennungsmotoren in Zukunft nicht mehr in die Innenstädte darf.
Meine Lösung: immer die billigsten Karren kaufen, die der Markt zu bieten hat. Kleinstwagen oder Dacia. Als Jahres- oder Vorführwagen kaufen, fahren, bis die Garantie abgelaufen ist, dann weg damit und einen neuen geholt, der technisch auf dem neuesten Stand ist. Mit wenig Spritverbrauch, kaum Steuern, ein vielverkauftes Modell, bei dem ich billige Ersatzteile im Ebay bekomme, falls ich den Wagen mal länger als die Garantiedauer fahre.
Autos werden meiner Meinung nach zum Wegwerfartikel, schade, aber lässt sich wohl nicht vermeiden.
Viele Grüße, M a t t h i a s
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Jet 3 » Fr Aug 12, 2011 19:55

Golf 2 bis Golf 4 waren und sind für meinen Geschmack schon sehr langlebige und robuste gute Autos .
Das geht aber auch mit einem Japaner .Hatte von 2001 bis 2006 ein Suzuki Sj 410 in Besitz Bj 1984 .Bischen schweissen und schrauben war halt immer angesagt ,auch mal Teile vom Suzuki -Schrottler beschaffen .2008 wurde diese Karre dann entgültig verschrottet , der Rahmen war verzogen , der Nachbesitzer (junger Kerl) nahm die geländegängigkeit zu sprichwörtlich .
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon automatix » Fr Aug 12, 2011 20:15

Frantz hat geschrieben:Das Problem liegt wohl vorwiegend darin, dass der normale Durchschnittsbürger überhaupt kein Interesse an einem langlebigen Fahrzeug hat. Man muss immer ein relativ neues Auto haben, damit die Nachbarn sehen, was man sich leisten kann. Diejenigen, die sich mit einem zwanzig Jahre alten PKW in den Straßenverkehr trauen, müssen schon über ein sehr gesundes Selbstbewusstsein verfügen; denn sie werden ja allenthalben belächelt und mit den Worten begleitet: "Mein Gott, der Arme, kann sich nicht einmal ein Auto leisten..".
Und da ein Auto heutezutage nach etwa 3 Jahren "technisch total veraltet" ist, würde es ausreichen, wenn es 3 bis 4 Jahre hält, und dann einfach auseinanderfällt. Langlebige Fahrzeuge sind darüber hinaus auch sehr ungünstig für die Arbeitsplätze im Bereich der Automobilindustrie. Wenn alle Autos mindestens 20 Jahre halten würden, was technisch problemlos erreichbar wäre, dann könnte die Automobilindustrie ca. 60% ihrer Arbeitsplätze ersatzlos abbauen. Genau aus diesen Gründen hat Mercedes die W123 Baureihe durch irgendwelche kurzlebigen Plastikautos als Nachfolger ersetzt. Der W 123 hatte mit der Zeit den (schlechten) Ruf eines unverwüstlichen "Bauern-Autos" bekommen.


stimmt so nicht - mein erstes Auto war ein 240 D W 123 - der war nach 15 Jahren durchgerostet an allen Ecken und Enden - der W 124 von meinem Vater dagegen ist mit 19 noch weit davon entfernt
Badaboom
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon TomDeeh » Fr Aug 12, 2011 20:25

automatix hat geschrieben:
stimmt so nicht - mein erstes Auto war ein 240 D W 123 - der war nach 15 Jahren durchgerostet an allen Ecken und Enden - der W 124 von meinem Vater dagegen ist mit 19 noch weit davon entfernt


Hi ,

lass mich raten , der zwopfirsich Deeh war BJ 81 oder älter? Mit Einführung der Plastikinnenradläufe waren sie deutlich rostresistenter.Das kam zeitgleich mit dem kleinen Warnblinkschalter kurz vor Anlauf der dritten Serie ab BJ 82.

Beim Wagen Deines Vaters wäre ein Kontrollblick auf die vorderen Hinterachsaufnahme und Einschmieren mit Vaseline sicher keine schlechte Idee.
Gruß Tom
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Djup-i-sverige » Fr Aug 12, 2011 20:59

Das ideale Langzeitauto wäre ein Wartungsfreundliches Fahrzeug mit so wenig Elektronik wie nötig und nur in Modulbauweise,Front und Heck aus Kunststoff schnell tauschbar (mit Knautschzone etc...) damit die Edelstahlkarosse so selten wie nur nötig blechmäßig angefasst werden muss,dazu kompletter Inneraum immer wieder aufarbeitbar und ohne ständig abbrechende Kunststoffclips.
Und das Wichtigste:Achsen/Motor/Geitriebe als Plug On Module, die immer weiter entwickelt werden, und problemlos ,samt nötiger Elektronik getauscht werden könnte.(etc,etc,etc wahrscheinlich wenn alle Hersteller heutiger Automobile das Beste ihrer Produkte einbringen würden,würd das schon funzen.)
Wäre der Tod für einige Hersteller,führte zum Verlust von Millionen Arbeitsplätzen weltweit, wäre aber ein Fahrzeug das am wenigsten Produktionsmittel verbrauchen würde, gerechnet über eine Lebenszeit von 50 Jahren.
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Djup-i-sverige » Fr Aug 12, 2011 21:22

Den Langzeitschlepper will ja auch keiner mehr ....


Richtig, geht doch nicht heutzutage, braucht doch immer was Neues am Hof :wink: :roll:.
Beim Käfer war richtiger Modelwechsel nie,Facelift nach 25 Jahren.Bei Benz früher 12 Jahre...
Heute muss so ein Modell nach 2-3 Jahre schon geliftet werden, und nach 4-6 "komplett neu" sein...
Irgendwann bekommt man mit dem Zündschlüssel und den Papieren auch gleich noch den Henkel zum Wegwerfen mit..
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Jet 3 » Fr Aug 12, 2011 21:29

Ein Käfer ist für heutige Ansprüche (komfort ,sicherheit ,umweltschutz )halt doch sowiso veraltet .Spritverbrauch kaum unter 10 ltr möglich ,das bei bescheidenen Fahrleistungen .Airback ,Gurt ,ABS und Knautschzone? Langlebigkeit war auch nicht wirklich so gegeben ,200000 km auf einer Maschine war schon selten ,hab ich mir sagen lassen ,war vor meiner Autofahrerzeit .
Vor 30 Jahren fuhr man auch nicht so sinnlos in der Gegend rum .
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Jet 3 » Fr Aug 12, 2011 21:36

Die Technik des Verbrennungsmotors ist ausgereizt.Weniger Verbrauch ist technologisch kaum noch möglich Das Auto der Zukunft fährt
(dreh)strom angetrieben . Das fährt dann 500000 km nahezu verschleissfrei ! Ganz sicher ! n8
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Djup-i-sverige » Fr Aug 12, 2011 21:41

Ein Käfer ist für heutige Ansprüche (komfort ,sicherheit ,umweltschutz )halt doch sowiso veraltet .Spritverbrauch kaum unter 10 ltr möglich ,das bei bescheidenen Fahrleistungen .Airback ,Gurt ,ABS und Knautschzone? Langlebigkeit war auch nicht wirklich so gegeben ,200000 km auf einer Maschine war schon selten ,hab ich mir sagen lassen ,war vor meiner Autofahrerzeit .


Kat wahr möglich, sogar VW hatte 1996 aus Mexiko sich 20 Käfer importiert und sie nochmal getestet ob man sie nicht doch wieder offiziell ins Programm aufnehmen könnte.(Welches Automodell könnte das solange nach Erstverkauf behaupten?)scheiterte wohl daran das die Oberen meinte es schade dem Zukunftsimage der Marke.Spritverbrauch mit 34PS locker unter 7 ltr.Spritzigkeit wie ein 55PS Golf 2 (Meine Frau hatte selbst einen 1303A).Crashtest von 96 zeigten das der Käfer so schlecht nicht war, weil kein Motor die Knautschzone stört.Gurt hatten auch Käfer :shock:.
Langlebig?Hmm, er kommt aus einer Zeit wo jedes Auto kaum 50tkm ohne grössere Überholung geschafft hat, dafür lässt sich der Käfermotor jederzeit günstigst Instandsetzen, solange der Block gut ist.Und Komfort lullt nur ein und verführt zum Schnellfahren :mrgreen: .


Die Technik des Verbrennungsmotors ist ausgereizt.Weniger Verbrauch ist technologisch kaum noch möglich Das Auto der Zukunft fährt
(dreh)strom angetrieben . Das fährt dann 500000 km nahezu verschleissfrei ! Ganz sicher


Sicher, und teuer sind nur noch die 100km Verlängerungskabel... :mrgreen: :wink:
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon mf133fahrer » Fr Aug 12, 2011 22:31

BMW e32 730 A Bj. 88 läuft wie am ersten Tag hat sogar noch den ersten Auspuff. Kein Rost und ist noch aus Stahl gebaut und deutlich besser wie jeder Schweden Rost Volvo. Ist ein echtes drei Liter Auto :wink:
Ich hab Ihn vor ca. 9 Jahren günstig gekauft und er läuft und läuft nur der Sitz ist leider nicht mehr so gut der Vorbesitzer hat ihn verbogen.
Die Elektrik bei den Modellen ist noch überschaubar die Ausstattung ist an neuen Modellen gerechnet Spatanisch aller Ersatzteile sind noch lieferbar und der Motor ist unkaputbar und sogar E10 tauglich.
Anhänger wenn es sein muss 1,8t kein Problem, gut dann trinkt er ein bisschen aber von nichts kommt nichts :D
Ich fahr im Jahr nur 3000KM und da macht der Verbrau nichts aus.

Wenn Du ein billiges robustes und geländetaugliches Auto suchst dann Lada Niva. Da tun Beulen und Kratzer einem nicht weh.
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Sikubauer » Sa Aug 13, 2011 7:53

Mit dem Thema Langzeitauto beschäftige ich mich schon, seitdem ich einen Führerschein besitze. Meine Favoriten hierzu:

Platz 4: Mercedes W123, vorzugsweise als 240D. Wenn man den Rost im Auge behält, hält der wirklich lange.

Platz 3: Mercedes W124, Diesel ohne Turbo, oder 6 Zylinder Zweiventiler (260E, 300E). Habe mich seinerzeit leider für einen E280T, Mopf 2 entschieden, mit den bekannten Problematiken.

Platz 2: Mercedes W140, vorzugsweise S500. Den halte ich mit ein bisschen Pflege wirklich für unzerstörbar. Ich Ringe seit einiger Zeit mit mir, einen mit wenig Km zu kaufen. Was mich bremst, ist das Image, das man mitkauft (Spritfresser, Panzer, ...).

Platz 1: Mercedes G, älteres Modell ohne 7-Gang-Automat. Ich suche schon eine Weile nach einem aussortierten G von THW, Bergwacht oder ähnlichen Organisationen, mit wenig Km und permanent auf Neuzustand gepflegt. Leider sind die immer sofort weg, wenn sie in den einschlägigen Börsen auftauchen.

Ausser Konkurrenz möchte ich noch unser Alltagsgebrauchsauto erwähnen. Ein Honda Shuttle, Baujahr 1999, gekauft nach einer Mercedes W210-Enttäuschung. In 12 Jahren war noch nie etwas kaputt. Erster Auspuff, erste Stossdämpfer. Kein Rost. Alle 15.000 Ölwechsel, alle 30.000 Zündkerzen und Luftfilter. Bei 120.000 haben wir sicherheitshalber den Zahnriemen wechseln lassen. Das wars. Inzwischen gehört das Auto meiner Frau und läuft täglich im Kurzstreckenbetrieb. Kinder zur Schule, einkaufen, usw. Wir werden ihn behalten, bis er tot ist. Mal schauen, ob es ein echtes Langzeitauto wird.
Mitglied im Verein für deutliche Aussprache und klare Ansage.
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Djup-i-sverige » Sa Aug 13, 2011 8:00

Platz 2: Mercedes W140, vorzugsweise S500. Den halte ich mit ein bisschen Pflege wirklich für unzerstörbar. Ich Ringe seit einiger Zeit mit mir, einen mit wenig Km zu kaufen. Was mich bremst, ist das Image, das man mitkauft (Spritfresser, Panzer, ...).



Gefällt mir auch,nur ist garantiert kein Langzeitauto mit den ganzen Elektrikgimmicks...Wenn da der E-Sitz nimmer funzt bist gleich nen gebrauchten Kleinwagen los..Ebenso E-Fensterheber etc.. Luxusautos ab 90 fallen da sicherlich raus als Langzeitauto, weil die schon viel zu viel Elektronik drin haben.
Ach ja, ich glaub bei den Modellen muss man doch sogar noch den Airbag nach 12 :?: Jahren wechseln...
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon meyer wie mueller » Sa Aug 13, 2011 10:02

Hallo

es gibt in diesem unseren Lande sehr viele Leute, die auf die Lobbyarbeit und die Werbeausage der Automobilindustrie hereingefallen sind. Diese Aussage heisst verkürzt: Wenn weniger Neuautos verkauft werden, sind viele Arbeitsplätze in Gefahr.

Diese Aussage verschweigt aber eine wichtige Konkretisierung. "Arbeitsplätze in der Industrie". Sollten Autos länger genutzt werden, so kommt es zu einer Verlagerung von Industriearbeitsplätzen in den Bereich des KfZ-Handwerks. Es werden aber in Summa mehr Arbeitsplätze im Handwerk geschaffen, als in der DEUTSCHEN Industrie verloren gehen.

Argumente für diese These (unvollständig):
- Bei der Produktion eines Neuwagens werden in der Automobilfabrik in Deutschland im Schnitt nur noch weniger als 30 Arbeitsstunden benötigt. Die Zulieferindustrie sitzt verteilt in der ganzen Welt. In Deutschland wird übertrieben gesagt, nur noch die Endmontage von Komponenten vorgenommen.
- Nicht die Neuautos an sich schaffen Arbeitsplätze bei uns Zuhause, sondern nur wirklich in D gebaute Autos. Als Beleg mag die Verschrottungsprämie dienen, die streng betrachtet ein Konjunkturpaket für ausländische Produktionen war.
- Neuautos müssen bis auf Ölwechsel alle 30 - 50.000 km kaum noch gewartet werden. Es werden bei der Wartung nur noch Komponenten ausgetauscht und fast nichts mehr im klassischen Sinn repariert
- Langzeitautos haben zum Werterhalt einen relativ hohen Wartungsaufwand, da das Auto nicht zum schnellen Verbrauch gebaut ist. Pro Jahr müssen da etwa 20 Arbeitsstunden und mehr angesetzt werden (wenn das Auto mal kein Neuwagen mehr ist). Dadurch werden auch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen und nicht nur "Anlern-Jobs" in der Montage.

In Summa erhält ein Langzeitauto einheimische Arbeitsplätze und schafft diese neu.

Gruß



P.S. Produkte und gute Beratung für die Autokonservierung bekommt man z.B. beim Korrosinsschutzdepot in Langenzenn. Homepage im Netz zu finden.
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Re: Langzeit-Auto

Beitragvon Matz » Sa Aug 13, 2011 10:43

Hallo,

lügt euch nicht selber in die Tasche. Langzeitautos als Alltagswagen sind Mumpitz. Wer von euch hat ein 20 Jahre altes Handy, einen 30 Jahre alten Fernseher, Kühlschrank, Tiefkühltruhe, Waschmaschine, Heizungskessel usw. usw...
Ich selber fahre zwei Oldtimer, ein Hymer-Wohnmobil Baujahr 1981, einen Mercedes G 230, Baujahr 1980. Von beiden bin ich die modernen Pendants gefahren und muss ganz klar sagen, die können alles besser. Verbrauch, Ausstattung und vor allem die Sicherheitseinrichtungen sind um Welten besser. Die beiden "Alten" werden bei Verbräuchen von 15-17 Liter/100 km nur noch als Hobbyfahrzeuge zu besonderen Gelegenheiten benutzt.
Wenn ich meine Kinder durch die Gegend kutschiere, möchte ich niemals mehr auf ABS, ESP, Airbags, Gurtstraffer usw. verzichten. Deshalb fahren wir im Alltag einen Opel Agila und für die gute Laune einen Fiat 500 Twinair Cabrio, der sicherste Kleinwagen seiner Klasse. Verbräuche, wenn man will, bei beiden unter 5 Liter/100 km. Steuer vernachlässigbar, Versicherung wenig. Anschaffungs- und Reparaturkosten gering, Wiederverkaufswert hoch. Wenn unserem tollen Finanzminister wieder ein neuer Klopper einfällt, wie er uns mit Hilfe unserer Autos schröpfen kann, sind die Kleinen schnell, ohne großen Verlust ausgetauscht.
Solange es keine Planungssicherheit mehr gibt, solange man jederzeit damit rechnen muss, dass das eigene Auto auf Grund gesetzlicher Änderungen oder explodierender Spritpreise plötzlich unfahrbar oder nicht mehr finanzierbar wird, gibt es bei mir nur noch billiges.
Die Theorie von den vielen Arbeitsplätzen im KFZ-Handwerk vergiss mal auch schnell. Einfaches Nachrechnen zeigt, dass bei den heutigen Werkstattlöhnen ein Neukauf viel günstiger ist, als einen Methusalem auf Gedeih und Verderb am laufen zu halten. Warum, glaubst Du, tauschen Firmen ihre Flotten nach spätestens 3 Jahren aus?
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