Hallo,
lügt euch nicht selber in die Tasche. Langzeitautos als Alltagswagen sind Mumpitz. Wer von euch hat ein 20 Jahre altes Handy, einen 30 Jahre alten Fernseher, Kühlschrank, Tiefkühltruhe, Waschmaschine, Heizungskessel usw. usw...
Ich selber fahre zwei Oldtimer, ein Hymer-Wohnmobil Baujahr 1981, einen Mercedes G 230, Baujahr 1980. Von beiden bin ich die modernen Pendants gefahren und muss ganz klar sagen, die können alles besser. Verbrauch, Ausstattung und vor allem die Sicherheitseinrichtungen sind um Welten besser. Die beiden "Alten" werden bei Verbräuchen von 15-17 Liter/100 km nur noch als Hobbyfahrzeuge zu besonderen Gelegenheiten benutzt.
Wenn ich meine Kinder durch die Gegend kutschiere, möchte ich niemals mehr auf ABS, ESP, Airbags, Gurtstraffer usw. verzichten. Deshalb fahren wir im Alltag einen Opel Agila und für die gute Laune einen Fiat 500 Twinair Cabrio, der sicherste Kleinwagen seiner Klasse. Verbräuche, wenn man will, bei beiden unter 5 Liter/100 km. Steuer vernachlässigbar, Versicherung wenig. Anschaffungs- und Reparaturkosten gering, Wiederverkaufswert hoch. Wenn unserem tollen Finanzminister wieder ein neuer Klopper einfällt, wie er uns mit Hilfe unserer Autos schröpfen kann, sind die Kleinen schnell, ohne großen Verlust ausgetauscht.
Solange es keine Planungssicherheit mehr gibt, solange man jederzeit damit rechnen muss, dass das eigene Auto auf Grund gesetzlicher Änderungen oder explodierender Spritpreise plötzlich unfahrbar oder nicht mehr finanzierbar wird, gibt es bei mir nur noch billiges.
Die Theorie von den vielen Arbeitsplätzen im KFZ-Handwerk vergiss mal auch schnell. Einfaches Nachrechnen zeigt, dass bei den heutigen Werkstattlöhnen ein Neukauf viel günstiger ist, als einen Methusalem auf Gedeih und Verderb am laufen zu halten. Warum, glaubst Du, tauschen Firmen ihre Flotten nach spätestens 3 Jahren aus?

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