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Leidiges Thema:Krankenkasse

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon fridolin » Di Jul 27, 2010 13:32

@ CarpeDiem Du schreibst:
Anders sieht es aus wenn zwei Pflichtversicherungen aufeinandertreffen. Das ist dann der Fall wenn jemand landw. Unternehmer und Arbeitnehmer ist, mit einem Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Bisher ist in all den mir bekannten Fällen die landw. Krankenkasse zurückgetreten und hat die dortige Pflichtmitgliedschaft ruhen lassen.


Daher meine Frage. Woher hast Du diese Weisheit? Die Landwirtschaftliche Krankenkasse Stuttgart hat z. B. gegen die AOK Stuttgart geklagt um ein AOK - Mitglied ( selbstständiger Friedhofsgärtner ohne eigene Produktion) für die LKK zwangsweise einzuverleiben. Das Sozialgericht und das Landessozialgericht Stuttgart hat der LKK Recht gegeben, so das der Friedhofsgärtner zwangsweise und gegen seinen und der AOK Willen zur Zwangsmitgliedschaft in der LKK verdonnert wurde.

Da stellt sich mir eine weitere Frage: jeder Bürger darf seine Krankenkasse frei wählen, warum die Grünberufler nicht? Sind diese Berufsgruppen ( Landwirte, Gärtner, Imker, Fischer u. a. Grünberufler) Sklaven des DBV und somit der LSV ?
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon Zackou » Di Jul 27, 2010 14:00

Als ich den Hof von meinem Vater gepachtet habe, hat das auch funktioniert. Ich hab der LKK nachgewiesen, dass mein überwiegendes Einkommen aus dem Angestelltenverhältnis kommt und nicht aus der Landwirtschaft. Ich bin daher bei der TKK versichert.
Ändert sich das, werd ich allerdings umgehend von der LKK zwangsversichert :roll:
Sei, was du scheinen willst.
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 27, 2010 17:24

@f ridolin, irgendwie bist du bei diesem Thema nicht mehr der Alte. Ich habe geschrieben, wenn zwei Pflichtmitgliedschaften aufeinander treffen. Das ist dann der Fall wenn jemand als AN unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient und gleichzeitig landwirtschaftlicher Unternehmer ist, dann tritt die von mir geschilderte Folge ein.

Der Fall hat aber auch wirklich gar nichts mit deinem Friedhofsgärtner zu tun. Da hätte ich dir von vornherein sagen können, der wird verlieren.
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon fridolin » Di Jul 27, 2010 17:46

Lieber CarpeDiem, das mag ja so sein wie Du schreibst:
Ich habe geschrieben, wenn zwei Pflichtmitgliedschaften aufeinander treffen. Das ist dann der Fall wenn jemand als AN unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient und gleichzeitig landwirtschaftlicher Unternehmer ist, dann tritt die von mir geschilderte Folge ein
Nur in BW und BY handeln die LSV,s anders, nämlich so wie von mir beschrieben!
Trotz allem halte ich meine diesbezügliche Aussage/ Frage für mehr als relevant:
Da stellt sich mir eine weitere Frage: jeder Bürger darf seine Krankenkasse frei wählen, warum die Grünberufler nicht? Sind diese Berufsgruppen ( Landwirte, Gärtner, Imker, Fischer u. a. Grünberufler) Sklaven des DBV und somit der LSV ?


Grundsätzlich halte ich auch die Zwangsverpflichtung der Landwirte in die Landwirtschaftliche Alterskasse für verfassungswidrig. Denn wenn der Landwirt bei jeder Gelegenheit als selbständiger, freier Unternehmer bezeichnet wird, warum darf er dann nicht , wie alle anderen Unternehmer, seine Alten- und Krankenversicherung selbst organisieren? Mithin sind die sogenannten " freien Unternehmer, mit der Betriebsform Landwirtschaft, nichts anderes als Sklaven ( Knechte) eines von der politischen Kaste gewollten Unterdrücker- bzw. Abzockersystems.

Warum lassen sich die ldw." Unternehmer " in solch ein Zwangssystem willenlos hineinzwingen? Die Antwort wüßte ich schon, aber diese will ich mir um meiner Sicherheit Willen verkneifen!
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon aldersbach » Di Jul 27, 2010 17:55

CarpeDiem hat mit seinen Beiträgen grundsätzlich schon Recht.
Eine kleine Korrektur:
Treffen zwei Pflichtmitgliedschaften aufeinander, tritt die zurück wo das grössere Einkommen erwirtschaftet wird, dies ist in aller Regel die des Arbeitnehmers.

Es tritt die Krankenkasse zurück bei der das kleinere Einkommen erzielt wird. Ist glaub ich auch nachvollziehbar, die wollen ja möglichst hohe Beiträge einnehmen.
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon aldersbach » Di Jul 27, 2010 18:04

Eigentlich macht es keinen Sinn auf Fridolins Beiträge zu antworten denn er ist beratungsresistent, aber ich trotzdem mal kurz antworten.
Ein wirklicher landwirtschaftlicher Unternehmer kann selbstverständlich seine Krankenkasse frei wählen wenn er das will.
Ein wirklicher Unternehmer erwirtschaftet nämlich einen Gewinn der erheblich über der Beitragsbemessungsgrenze, respektive Pflichtversicherungsgrenze liegt.
Die meisten Landwirte - zumindest von denen die ich kenne, wollen aber auf gar keinen Fall einen Cent Steuer zahlen und deshalb wird investiert auf Teufel komm raus. Ob sich die Investition rechnet interessiert nicht - Hauptsache keine Steuern zahlen. Diese Landwirte sind natürlich dann Pflichtmitglied in der LAK (und fahren nicht schlecht im Vergleich zur privaten KV)
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 27, 2010 18:41

@aldersbach, natürlich hast du recht, dass die KK mit dem kleineren Einkommen zurücktritt. Freud'sche Fehlleistung meinerseits. Im übrigen war die LKK eigentlich mit ihren Beiträgen recht günstig.

Bei mir war dies allerdings so, was ja auch totaler sozialpolitischer Unfug ist, dass ich als AN weit oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient hatte und somit nicht versicherungspflichtig war. Hier bestand die LKK RLP auf meiner Pflichtmitgliedschaft als landw. Unternehmer. So kam ich in den Genuss einer recht günstigen Krankenversicherung.

Anfang der neunziger Jahre bügelte man durch geänderte Gesetzgebung diesen Fauxpas aus, so dass ich zum Beitragssatz der AOK freiwilliges Mitglied bei der LKK mit meinen Einkünften als AN bleiben könnte. Ich habe die LKK natürlich schleunigst verlassen und bin zu einer günstigeren Krankenkassse gewechselt, leider nicht zu einer Privaten was ich heute mehr als bedauere.
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon fridolin » Di Jul 27, 2010 18:59

Lieber Aldensbach,
es geht um die sogenannten Nebenerwerbslandwirte. Das die " Junker" unter den Landwirten höhere Einkommen als die derzeitige Beitragsbemessungsgrenzen ( Krankenkasse 45.000 € p.a. bzw. 3.750 € monatlich und Rentenversicherung: 2010 alte Bundesländer neue Bundesländer jährlich 66.000 Euro 55.800 Euro monatlich 5.500 Euro 4.650 Euro) erzielen mag im Einzelfall korrekt sein. Nur seltsamerweise gibt es in Bayern meines Wissen davon kaum eine Handvoll!
Beratungsresistenz hin oder her: Die LVS,s sind und bleiben ein ein Abzockersystem der herrschenden Klasse und gehört abgeschafft oder auf freiwilliger Basis weitergeführt. Besser wäre ein Sozialversicherungssystem in das alle 7 Einkunftsarten einzahlen müssen. Unter Abschaffung der bisher geltenden Beitragsbemessungsgrenzen. Aber das wäre ja sozialistisch und sozialistisch ist ja des Teufels bei den neoliberalen Parteien. Stell Dir nur mal den Aufruhr vor wenn alle Beamten, Abgeordneten, Minister in ein Sozialsystem einzahlen müßten. Aber gut, das wird wohl nie soweit kommen, sind doch 60 % aller MdB,s, MdL und denen Gleichgestellte in den jeweiligen Gesetzgebungsorganen, ohne eigene Beiträge, bei fetten Pensionen vertreten .
Zur Erinnerung, ein Beamter bekommt ca. 70 % seines letzten Bruttodienstaltersgehalt, plus Familienzuschlag, plus Weihnachtsgeld, plus 13. Monatsgehalt usw. netto als Pension ausgezahlt.
Was hingegen bekommt ein Rentner nach 40 Beitragsjahren? Ca. 43 % von seiner Lebenseinkommensleistung, also im Schnitt ca. 1.200 Euronen mtl. Der Landwirt bekommt aus seinem, wenn er denn überhaupt 40 Beitragsjahre in der LAK voll bekommt, so um die 520,- Euro Rente mtl. ! Ein mehr als schlechtes Geschäft aus der sogenannten Solidarversicherung. Das sind die Fakten!! Wie sagte Norbert Blüm?: Die Renten sind sicher. Er vergaß nur die Höhe der Rente zu beschreiben.
CarpeDiem schreibt:
Hier bestand die LKK RLP auf meiner Pflichtmitgliedschaft als landw. Unternehmer. So kam ich in den Genuss einer recht günstigen Krankenversicherung.
Allerdings ohne Krankengeld nach 6 wöchiger Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber wie bei den Krankenkassen üblich aber nicht bei der LAK, nicht wahr oder irre ich mich?
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 27, 2010 19:20

Das ist richtig, deshalb bestand mein AG auf Abschluss einer Versicherung die die fehlende Krankengeldleistung abdeckt. Aber die war enorm billig, kaum der Rede wert.

Grundsätzlich stimme ich dir ja zu, dass bei der gesamten landw. Sozialversicherung die Nebenerwerbsleute die Dummen sind. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Ich frage mich nur warum keine Obrigkeit, welcher Farbe auch immer, diesen Schmarrn ändern will???

Der allergrösste Unfug, um wieder zum Thema zurückzukommen, ist allerdings die Bäuerinnenrente. Ich sage immer, wenn das eine "Zukünftige" noch im Standesamt erfährt, auf was sie sich da einlässt, wird sie dieses sofort fluchtartig verlassen, allerdings ohne mit belegter Stimme JA gehaucht zu haben!!!!
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Re: Leidiges Thema:Krankenkasse

Beitragvon aldersbach » Di Jul 27, 2010 19:29

@[bitte keine Realnames] Da die Versicherungssituation bei CarpeDiem anscheinend ähnlich wie bei mir war kann ich Dir versichern dass die Beiträge zur LKK bei einem Betrieb mit durchschnittlicher Größe damals so günstig waren dass ich gerne auf LFZ verzichtet habe. Darauf verzichte ich übrigens noch heute.
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