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McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Alles rund um das Borstenvieh.
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41 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Hauke schidt » Mo Aug 03, 2009 10:45

Schöner Bericht von Kontraste. Da lässt sich gut erkennen, wie die Presse recherchiert.

Denn wir möchten Ihnen vorführen, welche grausamen Methoden heutzutage in der Landwirtschaft bei der Ferkelaufzucht angewendet werden

Nicht erst heutzutage, schon seit Generationen wird es so gemacht. Wo war die Presse in den letzten 40 Jahren?

Nur 5 Cent pro Kilo würde das Fleisch mehr kosten, wenn man den Tieren mit solchen Mitteln den unnötigen Schmerz ersparen würde. Doch dazu sind die meisten Bauern offenbar nicht bereit.

Zieg mir einen Mäster, der nicht bereit ist, sein Fleisch preis-leistungsgerecht zu vermarkten, die Preise macht der Handel, der wohl kaum bereit ist, mehr für das Fleisch zu bezahlen.

Es gibt ein weiteres Mittel, den Ebergeruch zu vermeiden: die Impfung per Injektion. Seit diesem Jahr ist sie in Europa offiziell zugelassen. Doch auch diese Möglichkeit lehnt das Ministerium ab. Begründung hier: Es fehle in der EU an Erfahrungen in der Praxis.

Ich seh schon die Schlagzeilen der Presse:

IMPOTENT AUFGRUND HORMONHALTIGES SCHWEINEFLEISCH!

Klar muss man über das Thema reden und jede Verletzung der tieferen Hautschichten wird auch ein Ferkel weh tun. Aber die Presse macht hier ihr übriges um das Thema zu verzerren.
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Rumpsteak » Mo Aug 03, 2009 16:42

Jungspund hat geschrieben:ich würd sagen, dass ein ausgewachsener eber sich auch drüber aufregen würd wenn man ihn kastrieren wollte ohne betäubung. felkel die kastriert werden und gleichzeitig eine ohrmarke bekommen versuchen sich an der ohrmarke, kranke und verletzte ferkel setzten sich wieder hin und wollen ihre ruhe, würden sie also so (höllische) schmerzen haben würden sie 1. schreien und 2. sich nicht weiterhin mit rumtollen und sontigen dingen (fressen/saufen) direkt nach dem kastrieren beschäftigen.

meine meinung, eines doofen Hobbylandwirts


Lass Dir doch mal ein Ohrloch stechen und danach die Eier abschneiden..ich bin sicher Du wirst einen Unterschied merken. :wink:
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Jungspund » Mo Aug 03, 2009 19:13

und??
werden auch ausgewachsene menschen beschnitten? ich glaub nicht, und wenn ist da auch ein bedeutender unterschied ob ausgewachsen oder nicht.
geh du mal zu einem ausgewachsenen eber (hab erst einen mit 300kg verkauft) hin und schneid dem die eier ab und stech ihm ins ohr, der wär davon noch mehr begeistert wie ich, und du vllt im krankenhaus...
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Emmy » Di Aug 04, 2009 15:01

Sorry, ich musste es einfach reinstellen.
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1234784782.jpg (26.27 KiB) 1304-mal betrachtet
Emmy
 
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Mi Aug 05, 2009 2:41

SHierling hat geschrieben:ballern wir den Ferkeln halt mit Immunokastration Hormone in den Hintern

Das ist inhaltlich falsch. Bei der Immunokastration handelt es sich um eine Impfung und nicht um eine Verabreichung von Hormonen. Die Impfung ist ausserdem im Fleisch nicht nachweisbar. Weltwoche-Artikel von Beda Stadler zum Thema. Erfahrungen mit der Kastration zeigen, dass bis 15% effizientere Futterverwertung mit Impfung statt Kastration erreicht wird. Bis auf esoterische Schwachmatenargumente spricht nichts gegen die Impfung und wenn McD das mittelfristig ohnehin ökonomisch interessantere Fleisch schon heute will, dann ist das pures wirtschaftliches Eigentinteresse, das man freilich gerne als tierschützerische Wohltätigkeit vermarktet.
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon maexchen » Mi Aug 05, 2009 8:02

Bergschrat hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:ballern wir den Ferkeln halt mit Immunokastration Hormone in den Hintern

Das ist inhaltlich falsch. Bei der Immunokastration handelt es sich um eine Impfung und nicht um eine Verabreichung von Hormonen. Die Impfung ist ausserdem im Fleisch nicht nachweisbar. Weltwoche-Artikel von Beda Stadler zum Thema.

Aja. Was wird denn bei der Impfung verabreicht ? Zuckerwasser ?
Eine Verabreichung von Hormonen bleibt eine Verabreichung von Hormonen, auch wenn man das ganze aus "politischen" Gründen eine Impfung nennen und verwässern will.
Erfahrungen mit der Kastration zeigen, dass bis 15% effizientere Futterverwertung mit Impfung statt Kastration erreicht wird. Bis auf esoterische Schwachmatenargumente spricht nichts gegen die Impfung und wenn McD das mittelfristig ohnehin ökonomisch interessantere Fleisch schon heute will, dann ist das pures wirtschaftliches Eigentinteresse, das man freilich gerne als tierschützerische Wohltätigkeit vermarktet.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Weil man ein Eigeninteresse hat, verkauft McDoof schon mal gerne eine Hormonverabreichung, als tierschützerische Wohltätigkeit. :wink:
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon SHierling » Mi Aug 05, 2009 8:16

Guckst Du erstmal da, für Doofe, damit DU weißt, was eine "Impfung" überhaupt ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Impfung
Ein Eber ist nicht KRANK, der hat auch keine Viren, und das Wort "Impfung" ist lediglich dazu angetan, dem Verbraucher zu suggerieren, eine dauerhafte Chemotherapie gegen körpereigene Substanzen sei so eine Art "Kleinigkeit" und womöglich noch gesund.

Und dann guckst Du da:
http://www.animal-health-online.de/gros ... das/11142/
damit Du überhaupt weißt, worum es geht.

Und dann suchst Du DIr mal die Substanzen raus, mit denen die Eber behandelt werden, und deren Wirkung im Stoffwechsel.
Und wenn Du damit fertig bist, und die Dosierung, die Wirklung dieser Stoffe beim Menschen und deren Dosierung ausreichend verinnerlicht hats, DANN kannst Du nochmal anfangen und mir erklären wollen, warum "Hormone in den Hintern" keine angemessene Ausdrucksweise sein sollte.

Um das nochmal deutlicher zu machen: ich bin nicht gegen Kastration unter Schmerzausschaltung und Betäubung, wenn es denn praktikable Lösungen gibt. Aber einzig und allein, weil ahnungslose Verbraucher und denkfaule ignorante und ungebildete Tierschützer der Meinung sind, ein "kleiner Pieks" wäre in jedem Fall sinnvoller als eine OP und weil solche Typen nicht mehr bedenken als die 3s der Behandlung, die man im Peta-Video zeigen kann, tu ich meinen Ferkeln soeine lebenslange Untat noch lange nicht an.
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Mi Aug 05, 2009 12:12

Es nimmt zwar groteske Züge an, wenn man gegen hormonelle Eingriffe anschwafelt und im gleichen Zug einen der massivsten Eingriffe ins Hormonsystem (Kastration) befürwortet, aber nichts desto trotz ist es Quatsch, dass Hormone verabreicht werden. Und
SHierling hat geschrieben:damit Du überhaupt weißt, worum es geht
:
Deine Quelle hat geschrieben:Der Impfstoff Improvac® enthält als wirksamen Bestandteil (Antigen) ist ein synthetisch hergestelltes Analogon des natürlichen Gonadotropin releasing factor (GnRF), der an ein immunogenes Trägerprotein gebunden ist. GnRF ist verantwortlich dafür, dass die Hodenfunktion bei männlichen Tieren aufrechterhalten bleibt. Wenn ein Eber Improvac® erhält, erkennt sein Immunsystem das GnRF-Antigen als „fremd“ und produziert Antikörper dagegen. Diese Anti-GnRF-Antikörper binden das zirkulierende GnRF. Durch das Fehlen von GnRF nimmt die Bildung der Geschlechtshormone (einschließlich Androstenon) im Hoden ab.

Ausdeutschung: Man nimmt eine leere Zellhülle und tut dort Oberflächenproteine des GnRF (sogenannte "Antigene") drauf. Diese leere Zellhülle mit Antigenen drauf ist das Analogon zum GnRF, aber mitnichten eine hormonaktive Substanz. Das Analogon (=der Impfstoff) wird von Körper als fremd erkannt, so dass Abwehrstoffe gegen ihn, d.h. gegen die Oberflächenproteine, gebildet wird. Diese Abwehrstoffe wirken nun "dummerweise" auch gegen das tatsächlich körpereigene GnRF und verhindern so die Ausbildung von Ebergeruch.

Und dann suchst Du DIr mal die Substanzen raus, mit denen die Eber behandelt werden, und deren Wirkung im Stoffwechsel.

Gerne:
Deine Quelle hat geschrieben:Als Adjuvans (Hilfsstoff) enthält der Impfstoff eine von der Zuckerart Dextran abgeleitete Substanz, die ebenso wie das Trägerprotein dazu beiträgt, die Wirksamkeit und Dauer des Impfeffektes zu steigern.

Der Impfstoff enthält etwas Zucker, ein paar Eiweiße als Hilfsstoffe und die besagten Oberflächenproteine, die die Immunreaktion auslösen.

Und wenn Du damit fertig bist, und die Dosierung, die Wirklung dieser Stoffe beim Menschen und deren Dosierung ausreichend verinnerlicht hats, DANN kannst Du nochmal anfangen und mir erklären wollen, warum "Hormone in den Hintern" keine angemessene Ausdrucksweise sein sollte.

Der Impfstoff unterdrückt auch beim Menschen einige Hodenfunktionen, da hast du recht. Aber eine Kastration ist den Hodenfunktionen ganz sicher nicht zuträglicher als die Impfung. (Aus offensichtlichen Gründen, wie ich hoffe.)

Und nochmals, die Impfung bringt eindeutig wirtschaftliche Vorteile mit sich:
Deine Quelle hat geschrieben: Die männlichen Ferkel wachsen weiterhin wie intakte, nicht-kastrierte Eber heran und können dadurch ihr natürliches Wachstumspotenzial ausschöpfen.

Dass eine geringe Einschränkung der Hodenfunktion fürs Tier angenehmer ist als eine Amputation (inkl. postoperative Schmerzen etc.) dürfte mit einem Minimum an gesundem Menschenverstand ohnehin klar sein.


lebenslange Untat

Naja, nicht mal das würde stimmen, wenn die Schweine etwas älter würden als sie es in der Mast werden. Impfungen pflegen in aller Regel mit der Zeit in ihrer Wirkung nachzulassen. Wirklich lebenslang ist nur die Kastration mit all ihren negativen Folgen.
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon SHierling » Mi Aug 05, 2009 12:26

Also, angenommen, Du verlierst einen Arm - oder jemand gibt Dir ein Medikament, bei dem Dein Arm Dein Leben lang verkümmert und sämtliche Funktionen künstlich unterdrückt werden, das wäre für Dich ein "geringerer Eingriff"? Wenn das so einfach ist, warum dürfen solche Stoffe dann schon seit Jahrzehnten nicht mehr zur Leistungssteigerung eingesetzt werden? Warum sind die denn verboten worden? Aus Spaß?

Es ist nun mal ein Unterschied, GERADE im Hormonhaushalt, ob ein Stoff dauerhaft fehlt, oder ob eine Funktion dauerhaft (permament) "unterdrückt" wird. Physiologisch gesehen ist ein kastriertes Schwein Invalide, bestreitet keiner, Folgen etc sind ausreichend dokumentiert.
Ein Schwein, dessen eigenes Immunsystem dazu stimuliert wird, körpereigene Stoffe zu unterdrücken, wird aber - physiologisch gesehen - mit Medikamenten krank gemacht im SInne einer Autoimmunerkrankung. Und die sind mitnichten auch nur halbwegs ausreichend bekannt und erklärt.

Was die Wirtschaftlichkeit angeht: dem ist auch nicht so einfach wie Du denkst, den höheren Zunahmen, die Eber haben könnten, stehen die Probleme bei der halbwegs tiergerechten Haltung gegenüber (tiergerechte Eberhaltung in Gruppen ist ohnehin nicht möglich, Eber sind von Natur aus Einzelgänger , leben nicht in Gruppen und schon gar nicht dauerhaft in der Nähe von Sauen.) Davon abgesehen hat die relative Wirtschaftlichkeit der Methode hier ja auch niemand bestritten - eben das ist ein Grund für ihre "Beliebtheit", egal ob bei McDonalds oder bei jedem anderen Liebhaber von Billigfleisch. Billiger ist aber nicht in jedem Fall auch schon besser.

Die Auswirkungen beim Menschen hattest Du ja netterweise auch hingeschrieben, allerdings ohne irgendwelche Folgen zu kommentieren - wie stellst Du Dir da Verbraucherschutz im Vergleich zu einer Kastration vor?

Und nochmal: die Tiere sind nicht krank, sie werden erst krank gemacht - das ist keine "Impfung", das Zeug ist bestenfalls vergleichbar mit einer Einmal-Pille für den Mann, und zwar in einer derartigen Überdosierung, daß sie einem Abschneiden der Eier in ihrer Wirkung gleich kommt.(sic!)
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Mi Aug 05, 2009 13:44

SHierling hat geschrieben:Also, angenommen, Du verlierst einen Arm - oder jemand gibt Dir ein Medikament, bei dem Dein Arm Dein Leben lang verkümmert und sämtliche Funktionen künstlich unterdrückt werden, das wäre für Dich ein "geringerer Eingriff"?

Der Witz an der Sache ist je gerade, dass die Hodenfunktionen NICHT ein Lebenlang unterdrückt sind, sondern einen wertvollen Beitrag zur Produktivitätssteigerung leisten. Zudem hinkt dein Vergleich. Es wird nur ein Teil der Hodenfunktionalität eingeschränkt. Die Frage ist also eher: Würdest du lieber den ganzen Arm amputieren nur weil der Daumen lahm ist?

Wenn das so einfach ist, warum dürfen solche Stoffe dann schon seit Jahrzehnten nicht mehr zur Leistungssteigerung eingesetzt werden?

"Solche Stoffe" sind in diesem Fall "Impfstoffe". Die Behauptung, dass Impfungen in der Viehzucht verboten seien ist ja nun wirklich nur noch lächerlich.
ein kastriertes [ist] Schwein Invalide, bestreitet keiner [...] krank gemacht im SInne einer Autoimmunerkrankung.

Das sind in der Tat die Alternativen: Verkrüppelung oder Allergie. Da zieh ich nun wirklich ohne zu zögern Allergie vor.

tiergerechte Eberhaltung in Gruppen ist ohnehin nicht möglich, Eber sind von Natur aus Einzelgänger , leben nicht in Gruppen und schon gar nicht dauerhaft in der Nähe von Sauen.

Spermasexing halt ich auch für die wünschenswerteste Variante. (Leider heute nicht möglich.) Aber da sind Investitionen in meinen Augen angebracht.

Billiger ist aber nicht in jedem Fall auch schon besser.

Da hast du natürlich uneingeschränkt recht. In diesem Fall trifft sich aber billiger und besser für einmal.

wie stellst Du Dir da Verbraucherschutz im Vergleich zu einer Kastration vor?

Verbraucherschutz? Was hat das denn damit zu tun? Eine Impfung durch den Magen mit verarbeitetem und gekochtem Fleisch ist restlos unmöglich. Die Impfung ist zudem nicht nachweisbar im Fleisch. Du kannst dir also auch rohes Fleisch intravenös verpassen und bist immer noch nicht geimpft.

daß sie einem Abschneiden der Eier in ihrer Wirkung gleich kommt.(sic!)

Ich wiederhole mich gern noch einmal: Es kommt einem Abschneiden eben NICHT gleich. Deshalb sind immunokastrierte Eber effizienter.
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon SHierling » Mi Aug 05, 2009 14:52

Also, nochmal für Städter:
Immuno-Kastration kommt der Kastration AUS SICHT DER FLEISCHPRODUZENTEN GLEICH, deswegen wird sie eingesetzt. Das für das Schwein ein einziges Stoffwechsel- und Regelkreisdurcheinander dabei herauskommt hab ich nicht bestritten, eben drum bin ich ja dagegen.

Und das, was Du als "Restfunktion" der Hoden hier so hochlobst, nämlich die Tageszunahmen, ist auch unbestritten, genau das will man, genau deswegen gab es solche Stoffe als Spritze oder als Futterzusätze früher an jeder Ecke, und die sind aus genau dem selben Grund verboten worden, aus dem sie jetzt plötzlich wieder hochgelobt werden: ihrer (teil- oder ganz) hormonellen Wirkung (auf Schwein und Mensch) wegen.

Ich möchte mal wissen, was die Pferdehalter, Hundehalter und Katzenhalter sagen würden, wenn man ihnen plötzlich aufschwatzen wollte, nur noch Rüden, Kater und Hengste zu halten ... Nutztiere sind nun mal keine Naturtiere, und solange der Mensch sie nutzt (egal ob nun zum Streicheln, als Sportgerät oder als Lebensmittel, solange werden auch Zugeständnisse an die Haltung gemacht. Und dabei ist eine Kastration - fachgerecht durchgeführt - in jeder Hinsicht die Methode, die am wenigsten Einfluß auf Mensch, Tier und Umwelt hat. Ein EIngriff in das Immunsystem eines Tieres, egal wie und wozu, mag zwar "von Außen" besser aussehen, und sich für Naive "besser anfühlen", ist aber deswegen für das Tier nicht weniger massiv. Und warum irgendwelche "länger lebenden Schweine" überhaupt so einer Behandlung unterzogen werden sollten, ist mir eh unklar. Zuchtschweine werden weder so noch so kastriert, völliger Blödsinn.

Es ist echt zum auswachsen - zuerst wird jaaaahrelang darauf hingearbeitet, das man ja keine Ergotropika mehr einsetzt, ja keine Medikamente, ja keine "Chemie", bei den Antibiotika ist es schon so weit, daß die Tiere lieber verrecken als behandelt werden sollen - und plötzlich, nur WEIL ES VON WEITEM SCHÖNER AUSSIEHT und das Schwein nicht dabei schreit, fangen die Leute an, ausgerechnet an den Hormonen UND am Immunsystem herumzupfuschen. Sorry, aber das ist so krank wie nur irgendwas, und - dabei hast Du natürlich völlig recht - die einzige Begründung ist die Wirtschaftlichkeit: man kann es klasse vermarkten und billiger ist es auch noch. Also Scheiß auf die Nebenwirkungen, Scheiß auf die tiergerechte Haltung, und Scheiß auf die Umwelt, hauptsache billig und "Verbraucherfreundlich".

So sind wir zu den veganen Schweinen ja auch schon gekommen, klasse, produzieren wir jetzt eben vegane, hormonversuchte Halbeunuchen, schlimmer kanns ja nicht mehr werden....
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon SHierling » Mi Aug 05, 2009 15:50

Ach, wahrscheinlich ist das doch alles gewollt - die Industrieländer haben inzwischen so viel Probleme mit nachlassender Spermienqualität bei den Männern, daß sie sich jetzt einfach einen Grund dafür nachliefern wollen ;), oder man ist später mal froh drüber, weil es jetzt "Das Schwein gegen die Bevölkerungsexplosion" gibt, Functional Food und Nutrizeutika sind doch überall im Kommen ... da kann Mann das Kommen zu Hause ja auch mal weglassen ;)
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon maexchen » Mi Aug 05, 2009 16:14

Das würde zumindest erklären, warum Peta die Männer mit Prämien in den Puff locken will.
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Mi Aug 05, 2009 17:32

SHierling hat geschrieben:Also, nochmal für Städter:

Jetzt packst du aber schweres rhetorisches Geschütz aus. :shock:


Das für das Schwein ein einziges Stoffwechsel- und Regelkreisdurcheinander dabei herauskommt hab ich nicht bestritten, eben drum bin ich ja dagegen.

An anderer Stellung hast du fast schon trotzig effiziente Versoffwechselnug gefordert und hier ist das nun plötzlich ein Stoffwechsel- und Regelkreisdurcheinander?

Ein EIngriff in das Immunsystem eines Tieres, egal wie und wozu, mag zwar "von Außen" besser aussehen, und sich für Naive "besser anfühlen", ist aber deswegen für das Tier nicht weniger massiv.

Wie sehr hast du denn an den Impfungen, die du über dich ergehen lassen mußtest, gelitten? Hättest du dir stattdessen lieber die Geschlechtsteile amputieren lassen? Und im Bezug auf GnRF ist die Immunokastration kein größerer Eingriff als die Eier-ab-Methode, sondern identisch das gleiche Eingreifen auf den Hormonhaushalt. Der einzige Unterschied ist, dass die Eier-ab-Kastration noch sehr viel weiter in den Hormonhaushalt pfuscht - mit den bekannten negativen Folgen.

Es ist echt zum auswachsen - zuerst wird jaaaahrelang darauf hingearbeitet, das man ja keine Ergotropika mehr einsetzt, ja keine Medikamente, ja keine "Chemie", bei den Antibiotika ist es schon so weit, daß die Tiere lieber verrecken als behandelt werden sollen - und plötzlich, nur WEIL ES VON WEITEM SCHÖNER AUSSIEHT und das Schwein nicht dabei schreit, fangen die Leute an, ausgerechnet an den Hormonen UND am Immunsystem herumzupfuschen.

Das Immunsystem der Schweine nimmt durch die Impfung in keinster Weise Schaden. Und der "Hormonpfusch" ist wie gesagt entweder identisch zur Eieramputation oder geringer.

Also Scheiß auf die Nebenwirkungen

Dass die Impfung als Nebenwirkung eine effizientere Gewichtszunahme hat, stimmt zwar, stört aber irgendwie doch nicht wirklich.
Im Vergleich zu postoperativen Störungen bis hin zum elenden Krepieren des Ferkels an Infektionen ist alles, was die Impfung verursacht, mehr als harmlos.
Scheiß auf die tiergerechte Haltung

Würde man die zusätzlichen finanziellen Ressourcen, die man dank Immunokastration generiert, sinnvoll in Haltungsbedingungen stecken wäre die Immunokastrration auch im Bezug auf die Haltung ohne Zweifel tiergerechter.

So sind wir zu den veganen Schweinen ja auch schon gekommen

Unter dem Aspekt hab ich das gar noch nicht betrachtet. Da machst du einen weiten Bogen um alle Veganer und pöbelst Vegis an, wenn sie was von dir wollen und daneben hältst du dir einen ganzen Stall voller Veganchen. Krank. := :mrgreen:

schimmel hat geschrieben:pseudo wissenschaftlichen Berichten (Weltwoche :lol: )

Eigentlich war das nur ein Zeitungsrtikel. :wink: (Wobei der Autor Immunologe ist und dafür in Bern auf einen Professorenstuhl furzt.)
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon maexchen » Mi Aug 05, 2009 17:54

Bergschrat hat geschrieben:
Ein EIngriff in das Immunsystem eines Tieres, egal wie und wozu, mag zwar "von Außen" besser aussehen, und sich für Naive "besser anfühlen", ist aber deswegen für das Tier nicht weniger massiv.

Wie sehr hast du denn an den Impfungen, die du über dich ergehen lassen mußtest, gelitten? Hättest du dir stattdessen lieber die Geschlechtsteile amputieren lassen? Und im Bezug auf GnRF ist die Immunokastration kein größerer Eingriff als die Eier-ab-Methode, sondern identisch das gleiche Eingreifen auf den Hormonhaushalt. Der einzige Unterschied ist, dass die Eier-ab-Kastration noch sehr viel weiter in den Hormonhaushalt pfuscht - mit den bekannten negativen Folgen.

Schrat, merkst Du noch was?

Bergschrat hat geschrieben:
Es ist echt zum auswachsen - zuerst wird jaaaahrelang darauf hingearbeitet, das man ja keine Ergotropika mehr einsetzt, ja keine Medikamente, ja keine "Chemie", bei den Antibiotika ist es schon so weit, daß die Tiere lieber verrecken als behandelt werden sollen - und plötzlich, nur WEIL ES VON WEITEM SCHÖNER AUSSIEHT und das Schwein nicht dabei schreit, fangen die Leute an, ausgerechnet an den Hormonen UND am Immunsystem herumzupfuschen.

Das Immunsystem der Schweine nimmt durch die Impfung in keinster Weise Schaden. Und der "Hormonpfusch" ist wie gesagt entweder identisch zur Eieramputation oder geringer.

Schrat, merkst Du noch was ?

Bergschrat hat geschrieben:
Also Scheiß auf die Nebenwirkungen

Dass die Impfung als Nebenwirkung eine effizientere Gewichtszunahme hat, stimmt zwar, stört aber irgendwie doch nicht wirklich.
Im Vergleich zu postoperativen Störungen bis hin zum elenden Krepieren des Ferkels an Infektionen ist alles, was die Impfung verursacht, mehr als harmlos.

Schrat, merkst Du noch was ?

Bergschrat hat geschrieben:
schimmel hat geschrieben:pseudo wissenschaftlichen Berichten (Weltwoche :lol: )

Eigentlich war das nur ein Zeitungsrtikel. :wink: (Wobei der Autor Immunologe ist und dafür in Bern auf einen Professorenstuhl furzt.)

Schrat, merkst Du noch was ?


.....
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