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McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Alles rund um das Borstenvieh.
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41 Beiträge • Seite 3 von 3 • 1, 2, 3
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon SHierling » Mi Aug 05, 2009 15:50

Ach, wahrscheinlich ist das doch alles gewollt - die Industrieländer haben inzwischen so viel Probleme mit nachlassender Spermienqualität bei den Männern, daß sie sich jetzt einfach einen Grund dafür nachliefern wollen ;), oder man ist später mal froh drüber, weil es jetzt "Das Schwein gegen die Bevölkerungsexplosion" gibt, Functional Food und Nutrizeutika sind doch überall im Kommen ... da kann Mann das Kommen zu Hause ja auch mal weglassen ;)
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon maexchen » Mi Aug 05, 2009 16:14

Das würde zumindest erklären, warum Peta die Männer mit Prämien in den Puff locken will.
maexchen
 
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Mi Aug 05, 2009 17:32

SHierling hat geschrieben:Also, nochmal für Städter:

Jetzt packst du aber schweres rhetorisches Geschütz aus. :shock:


Das für das Schwein ein einziges Stoffwechsel- und Regelkreisdurcheinander dabei herauskommt hab ich nicht bestritten, eben drum bin ich ja dagegen.

An anderer Stellung hast du fast schon trotzig effiziente Versoffwechselnug gefordert und hier ist das nun plötzlich ein Stoffwechsel- und Regelkreisdurcheinander?

Ein EIngriff in das Immunsystem eines Tieres, egal wie und wozu, mag zwar "von Außen" besser aussehen, und sich für Naive "besser anfühlen", ist aber deswegen für das Tier nicht weniger massiv.

Wie sehr hast du denn an den Impfungen, die du über dich ergehen lassen mußtest, gelitten? Hättest du dir stattdessen lieber die Geschlechtsteile amputieren lassen? Und im Bezug auf GnRF ist die Immunokastration kein größerer Eingriff als die Eier-ab-Methode, sondern identisch das gleiche Eingreifen auf den Hormonhaushalt. Der einzige Unterschied ist, dass die Eier-ab-Kastration noch sehr viel weiter in den Hormonhaushalt pfuscht - mit den bekannten negativen Folgen.

Es ist echt zum auswachsen - zuerst wird jaaaahrelang darauf hingearbeitet, das man ja keine Ergotropika mehr einsetzt, ja keine Medikamente, ja keine "Chemie", bei den Antibiotika ist es schon so weit, daß die Tiere lieber verrecken als behandelt werden sollen - und plötzlich, nur WEIL ES VON WEITEM SCHÖNER AUSSIEHT und das Schwein nicht dabei schreit, fangen die Leute an, ausgerechnet an den Hormonen UND am Immunsystem herumzupfuschen.

Das Immunsystem der Schweine nimmt durch die Impfung in keinster Weise Schaden. Und der "Hormonpfusch" ist wie gesagt entweder identisch zur Eieramputation oder geringer.

Also Scheiß auf die Nebenwirkungen

Dass die Impfung als Nebenwirkung eine effizientere Gewichtszunahme hat, stimmt zwar, stört aber irgendwie doch nicht wirklich.
Im Vergleich zu postoperativen Störungen bis hin zum elenden Krepieren des Ferkels an Infektionen ist alles, was die Impfung verursacht, mehr als harmlos.
Scheiß auf die tiergerechte Haltung

Würde man die zusätzlichen finanziellen Ressourcen, die man dank Immunokastration generiert, sinnvoll in Haltungsbedingungen stecken wäre die Immunokastrration auch im Bezug auf die Haltung ohne Zweifel tiergerechter.

So sind wir zu den veganen Schweinen ja auch schon gekommen

Unter dem Aspekt hab ich das gar noch nicht betrachtet. Da machst du einen weiten Bogen um alle Veganer und pöbelst Vegis an, wenn sie was von dir wollen und daneben hältst du dir einen ganzen Stall voller Veganchen. Krank. := :mrgreen:

schimmel hat geschrieben:pseudo wissenschaftlichen Berichten (Weltwoche :lol: )

Eigentlich war das nur ein Zeitungsrtikel. :wink: (Wobei der Autor Immunologe ist und dafür in Bern auf einen Professorenstuhl furzt.)
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon maexchen » Mi Aug 05, 2009 17:54

Bergschrat hat geschrieben:
Ein EIngriff in das Immunsystem eines Tieres, egal wie und wozu, mag zwar "von Außen" besser aussehen, und sich für Naive "besser anfühlen", ist aber deswegen für das Tier nicht weniger massiv.

Wie sehr hast du denn an den Impfungen, die du über dich ergehen lassen mußtest, gelitten? Hättest du dir stattdessen lieber die Geschlechtsteile amputieren lassen? Und im Bezug auf GnRF ist die Immunokastration kein größerer Eingriff als die Eier-ab-Methode, sondern identisch das gleiche Eingreifen auf den Hormonhaushalt. Der einzige Unterschied ist, dass die Eier-ab-Kastration noch sehr viel weiter in den Hormonhaushalt pfuscht - mit den bekannten negativen Folgen.

Schrat, merkst Du noch was?

Bergschrat hat geschrieben:
Es ist echt zum auswachsen - zuerst wird jaaaahrelang darauf hingearbeitet, das man ja keine Ergotropika mehr einsetzt, ja keine Medikamente, ja keine "Chemie", bei den Antibiotika ist es schon so weit, daß die Tiere lieber verrecken als behandelt werden sollen - und plötzlich, nur WEIL ES VON WEITEM SCHÖNER AUSSIEHT und das Schwein nicht dabei schreit, fangen die Leute an, ausgerechnet an den Hormonen UND am Immunsystem herumzupfuschen.

Das Immunsystem der Schweine nimmt durch die Impfung in keinster Weise Schaden. Und der "Hormonpfusch" ist wie gesagt entweder identisch zur Eieramputation oder geringer.

Schrat, merkst Du noch was ?

Bergschrat hat geschrieben:
Also Scheiß auf die Nebenwirkungen

Dass die Impfung als Nebenwirkung eine effizientere Gewichtszunahme hat, stimmt zwar, stört aber irgendwie doch nicht wirklich.
Im Vergleich zu postoperativen Störungen bis hin zum elenden Krepieren des Ferkels an Infektionen ist alles, was die Impfung verursacht, mehr als harmlos.

Schrat, merkst Du noch was ?

Bergschrat hat geschrieben:
schimmel hat geschrieben:pseudo wissenschaftlichen Berichten (Weltwoche :lol: )

Eigentlich war das nur ein Zeitungsrtikel. :wink: (Wobei der Autor Immunologe ist und dafür in Bern auf einen Professorenstuhl furzt.)

Schrat, merkst Du noch was ?


.....
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon SHierling » Mi Aug 05, 2009 21:29

mäxchen: das liegt daran, daß er einfach nix kapiert und keinerlei fachlichen Hintergrund hat

Bergschrat hat geschrieben:
Das für das Schwein ein einziges Stoffwechsel- und Regelkreisdurcheinander dabei herauskommt hab ich nicht bestritten, eben drum bin ich ja dagegen.

An anderer Stellung hast du fast schon trotzig effiziente Versoffwechselnug gefordert und hier ist das nun plötzlich ein Stoffwechsel- und Regelkreisdurcheinander?

Ja, natürlich. Wo siehst Du da einen Widerspruch? Nahrung mit möglichst hoher Verdaulichkeit und vor allem effiziente Ernährung sind ein Prinzip der Evolution - jedes Lebewesen in der Natur (= Alle Tiere und Pflanzen außer Vegetariern und Veganern) richtet sich danach. Dabei landet - eben - genau DAS im Tier bzw der Pflanze, was DA HINGEHÖRT, nicht mehr, und nicht weniger. Aber das ist genau das, was Du im anderen Thread auch schon nicht kapiert hast: Eine angemessene (=auf das Verdauungssystem zugeschnittene) Verdaulichkeit der Lebens- und Futtermittel leistet genau das: einen ausgeglichenen Stoff-Wechsel sowohl innerhalb eines Tieres als auch zwischen den Tierarten (in der Nahrungskette) und in den Beziehungen der Lebewesen zur Umwelt.

Bergschrat hat geschrieben:
Ein EIngriff in das Immunsystem eines Tieres, egal wie und wozu, mag zwar "von Außen" besser aussehen, und sich für Naive "besser anfühlen", ist aber deswegen für das Tier nicht weniger massiv.

Wie sehr hast du denn an den Impfungen, die du über dich ergehen lassen mußtest, gelitten? Hättest du dir stattdessen lieber die Geschlechtsteile amputieren lassen? Und im Bezug auf GnRF ist die Immunokastration kein größerer Eingriff als die Eier-ab-Methode, sondern identisch das gleiche Eingreifen auf den Hormonhaushalt. Der einzige Unterschied ist, dass die Eier-ab-Kastration noch sehr viel weiter in den Hormonhaushalt pfuscht - mit den bekannten negativen Folgen.
Nochmal: es bestreitet niemand, daß eine Kastration in den Stoffwechsel eingreift. Eben darum werden Hunde, Katzen, Hengste und Schweine kastriert, um sie für den Menschen Nutzbar zu machen bei _möglichst_ wenig Beeinträchtigung der Lebensqualität bei gleichzeitig möglichst hoher Qualität der Lebensmittel für den Verbraucher. Anderenfalls könnte man auch Wildschweine in Gehegen halten, für die selbe Menge Fleisch wären das dann 4mal so viel Tiere, die ca 10mal so viel Futter benötigten, und ca 300mal so viel Platz.
Und nochmal: eine Immunokastration ist K E I N E Impfung. Bei einer Impfung wird der Körper angeregt, seine natürliche Aufgabe zu erledigen: Körperfremdes Eiweiß zu zerstören. Bei der Immunokastration wird das Immunsystem angeregt, KÖRPEREIGENE ORGANE zu zerstören, das ist nicht nur "keine Impfung", sondern die Perversion jeder Impfung. Eben der Grund, dessentwegen Autoimmunkrankheiten so ein Problem sind.

Bergschrat hat geschrieben:
Es ist echt zum auswachsen - zuerst wird jaaaahrelang darauf hingearbeitet, das man ja keine Ergotropika mehr einsetzt, ja keine Medikamente, ja keine "Chemie", bei den Antibiotika ist es schon so weit, daß die Tiere lieber verrecken als behandelt werden sollen - und plötzlich, nur WEIL ES VON WEITEM SCHÖNER AUSSIEHT und das Schwein nicht dabei schreit, fangen die Leute an, ausgerechnet an den Hormonen UND am Immunsystem herumzupfuschen.

Das Immunsystem der Schweine nimmt durch die Impfung in keinster Weise Schaden. Und der "Hormonpfusch" ist wie gesagt entweder identisch zur Eieramputation oder geringer.
Siehe oben: das Immunsystem der Schweine wird nicht nur "nicht beschädigt", sondern seine eigentliche Funktion wird ins genaue Gegenteil verkehrt.

Bergschrat hat geschrieben:
Also Scheiß auf die Nebenwirkungen

Dass die Impfung als Nebenwirkung eine effizientere Gewichtszunahme hat, stimmt zwar, stört aber irgendwie doch nicht wirklich.
Im Vergleich zu postoperativen Störungen bis hin zum elenden Krepieren des Ferkels an Infektionen ist alles, was die Impfung verursacht, mehr als harmlos.
Scheiß auf die tiergerechte Haltung

Würde man die zusätzlichen finanziellen Ressourcen, die man dank Immunokastration generiert, sinnvoll in Haltungsbedingungen stecken wäre die Immunokastrration auch im Bezug auf die Haltung ohne Zweifel tiergerechter.
Ähm ... selbst die TEUERSTE Kastration, handgemacht vom Tierschutzverein, kostet 5.- je Ferkel. Am Mastschwein verdient man im Schnitt zwischen -15 und + 15 Euro, selbst wenn man mal eine besonders gute Zeit nimmt, sagen wir 15 Euro, machen die bessere Futterverwertung und das schnellere Wachstum also gerade mal 2,25 je Tier aus. Und für die 7,25 baust Du einen Stall-EInzel-Platz für eine tiergerechte Eberhaltung? Wie denn? Aus Weidenzweigen?
Was die Gefahr von Infektionen angeht, nimmt sich (lt Aussage meiner TA heute) ein geschrottetes Immunsystem mit einer kleinen Wunde eher nichts - wobei man die Wunde behandelt, das "umgepolte" Immunsystem aber Auswikrungen hat, die nicht mal vollständig untersucht sind, geschweige denn dessen Auswirkungen man beurteilen könnte. Und wie immer bei dieser Peta-Argumentation: das ein Tier stirbt, ist keine Letztbegründung. Leiden fängt bereits da an, wo ein Tier nicht artgerecht gehalten werden kann.

Bergschrat hat geschrieben:
So sind wir zu den veganen Schweinen ja auch schon gekommen

Unter dem Aspekt hab ich das gar noch nicht betrachtet. Da machst du einen weiten Bogen um alle Veganer und pöbelst Vegis an, wenn sie was von dir wollen und daneben hältst du dir einen ganzen Stall voller Veganchen. Krank. := :mrgreen:
Ja, genau. K R A N K - als Folge davon, daß "der Verbraucher" so viel Ahnung von Tierernährung und erst recht von Prionen hat, daß er das Tiermehlverbot für Allesfresser durchgesetzt hat, weil Wiederkäuer und Pflanzenfresser nicht artgerecht gefüttert worden sind. btw: meine Schweine sind keine Veganer, die bekommen tierisches Eiweiß in Form von Eiern und Milch. Nur ist das eben nicht "wirtschaftlich".

Bergschrat hat geschrieben:
schimmel hat geschrieben:pseudo wissenschaftlichen Berichten (Weltwoche :lol: )

Eigentlich war das nur ein Zeitungsrtikel. :wink: (Wobei der Autor Immunologe ist und dafür in Bern auf einen Professorenstuhl furzt.)
Jo, Immunologe eben, niemand zweifelt ja an der Wirksamkeit der Immunokastration - nur ihre AUSWIRKUNGEN sind nun mal nicht vollständig untersucht .... der Mann ist ja auch ein vehementer Verfechter der Freisetzung von genetisch manipulierten Organismen, so eine Art wissenschaftlicher Techno-Jünger im Machbarkeitswahn. Wäre er ÖKOLOGE, sähe er beides anders ;)

So, und wie war das jetzt nochmal, WESWEGEN sind die hormonell wirkenden Leistungsförderer verboten worden?
WIE sollte man Deiner Meinung nach "Halbeber" tiergerecht halten?
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Do Aug 06, 2009 12:48

SHierling hat geschrieben:Nahrung mit möglichst hoher Verdaulichkeit und vor allem effiziente Ernährung sind ein Prinzip der Evolution - jedes Lebewesen in der Natur (= Alle Tiere und Pflanzen außer Vegetariern und Veganern) richtet sich danach. Dabei landet - eben - genau DAS im Tier bzw der Pflanze, was DA HINGEHÖRT, nicht mehr, und nicht weniger.

Ein Tier in freier Wildbahn frisst prinzipiell alles, was es möglichst leicht kriegt, wenn es Hunger hat. Für den Menschen, der nicht von Überfluss profitiert, bedeutet das für den Großteil der Erde eine überwiegend pflanzliche Ernährung. Noch vor 60 Jahren, als man sich die verschwenderische Lebensweise von heute schlicht nicht leisten konnte, enthielt hier unser Speiseplan nur halb soviel tierische Produkte wie heute, weil es eben über alles gesehen (vom Anbau bis zur Nahrungsverwertung) deutlich effizienter ist Pflanzen zu essen. Und nebenbei: Bei Tieren landet nur das im Magen, was da hingehört. :roll:

Aber das ist genau das, was Du im anderen Thread auch schon nicht kapiert hast:

Red doch mal Klartext: Wieviel Effizienz gewinnst du, wenn du einem Schwein wieder Tiermehl futtern darfst? Zu schlagen gilt es mehrere 100% an Effizienzgewinn durch direkte Nutzung von pflanzlicher Nahrung, weil die Umwandlung von Pflanzen zu Fleisch wegen kackenden und v.a. heizenden Tieren verlustreich ist. Du erreichst mit Tiermehl noch nicht mal annähernd einmal 100%, wenn überhaupt einen messbaren Gewinn. (Zum Vergleich mit dem Menschen taugt ein Schwein nicht schlecht.)
Sprich: Der Mensch verdaut vegan/-etarisch wenn überhaupt so doch nur minimal weniger effizient als mit Fleisch. Es stehen ihm aber ein Vielfaches an Nährstoffen zur Verfügung bei gleicher Umweltschädingung. Es ist offensichtlich, dass weniger Fleischkonsum in jeder Hinsicht eine gute Sache ist.

Nochmal: es bestreitet niemand, daß eine Kastration in den Stoffwechsel eingreift. Eben darum werden Hunde, Katzen, Hengste und Schweine kastriert, um sie für den Menschen Nutzbar zu machen bei _möglichst_ wenig Beeinträchtigung der Lebensqualität bei gleichzeitig möglichst hoher Qualität der Lebensmittel für den Verbraucher.

Das ist so nicht ganz richtig. Hunde und Katzen kastriert man mal von vornherein aus ganz anderen Gründen und bei Schweinen kastriert man lediglich, um den Ebergeruch wegzukriegen. Die Mehrzahl der Nebenwirkungen auf den Stoffhaushalt ist unerwünscht; lediglich Auswirkungen aufs Verhalten nimmt man nicht ungern, wobei die Immunokastration im Bezug aufs Verhalten nicht wirklich schlechter abschneidet.http://www.sciencedirect.com/science?_o ... 559b46ea42

Ähm ... selbst die TEUERSTE Kastration, handgemacht vom Tierschutzverein, kostet 5.- je Ferkel. Am Mastschwein verdient man im Schnitt zwischen -15 und + 15 Euro, selbst wenn man mal eine besonders gute Zeit nimmt, sagen wir 15 Euro, machen die bessere Futterverwertung und das schnellere Wachstum also gerade mal 2,25 je Tier aus.

Wo hast du denn rechnen gelernt? :roll: :shock:
Wie hoch sind die Futterkosten pro Schwein? Ich rechne mal mit 250 Euro pro Tonne Futter und 3 kg Futter pro Kilo Schlachtgewicht, ergo 75 Cent Futterkosten pro kg Schlachtgewicht. Wenn du 15% Effizienz bei Futter gewinnst, sparst du 15 % von 75 Cent, also 11.25 Cent. Auf ein Schwein mit 100 kg Schlachtgewicht macht das 11.25 Euro, also etwas mehr als deine 2.25 je Tier. Ob das nun sinnvolle Nachrüstungsinvestitionen in einen Altbaustall ermöglicht sei dahingestellt. Allerdings ist unklar, ob das überhaupt wirklich nötig ist (siehe Link oben). Und bei einem Neubau hat man dann bei weiteren 30 Jahren Stallnutzung und 1000*100 kg Schwein pro Jahr und einer Verzinsung von durchschnittlich 3.5% mehr als 600'000 Euro mehr zur Verfügung. So wenig ist das nicht.
Was die Gefahr von Infektionen angeht, nimmt sich (lt Aussage meiner TA heute) ein geschrottetes Immunsystem mit einer kleinen Wunde eher nichts - wobei man die Wunde behandelt, das "umgepolte" Immunsystem aber Auswikrungen hat, die nicht mal vollständig untersucht sind, geschweige denn dessen Auswirkungen man beurteilen könnte.

Das Immunsystem wird nicht umgepolt, sondern lediglich zusätzlich auf ein einziges Oberflächenprotein angesetzt, gegen das es von sich aus nicht vorgeht. Auf die übrige Funktion des Immunsystem hat das in bester Näherung keinen Einfluss. Und wenn du deiner TA irgendwelche Suggestivfragen stellst wundere ich mich sowieso nicht über (vermeintliche) Antworten. Offensichtlich hat sie mit der Immunokastration keinerlei Erfahrungen und hat entsprechend deiner vorgefassten Meinung nichts entgegengestellt. Wegen Untersuchung: Es gibt hinreichend praktische Erfahrung aus Australien und Neuseeland um die Immunokastration nun flächendeckend einzuführen. Und wegen Infektionsrisiko:
FVE hat geschrieben:It is, however, agreed that the pain and the risk of infection with surgical castration is worse
than that caused by the injection of the vaccine for immunocastration.

(Deutsch: Es ist allgemein anerkannt, dass chirurgische Kastration im Bezug auf Schmerzen und Infektionsrisiko schlechter abschneidet als der Immunokastrations-Impfstoff.)
Jo, Immunologe eben, niemand zweifelt ja an der Wirksamkeit der Immunokastration - nur ihre AUSWIRKUNGEN sind nun mal nicht vollständig untersucht

Aber genügend untersucht um sie jetzt flächendeckend einzuführen. Es gibt 10 jährige Erfahrungen aus Australien und Neuseeland.
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon SHierling » Fr Aug 07, 2009 8:26

Es lohnt nicht, wir reden hier seitenlang aneinander vorbei.
Zum Thema "mehrere 100% Effizienzgewinn" guckst Du da:
http://www.lfl.bayern.de/ilb/db/14249/d ... hweinemast
oder da:
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte ... index.html
Sowohl die Kastraten als auch die immunisierten Eber erreichten nur 81 bzw. 73 % der N-Retention der intakten Eber. Diese niedrige N-Retention der immunisierten Eber ist unabhängig der hohen GH-Sekretion auf die niedrigen IGF-I-, Testosteron- und Östradiol-Konzentrationen zurückzuführen. Der Anstieg der IGF-I-Konzentration ohne eine Erhöhung der GH-Sekretion infolge der Hormoninfusion konnte die N-Retention nicht steigern, so daß zusätzlich hohe GH-Konzentrationen für den Proteinansatz entscheidend zu sein scheinen. Die Mastleistungsdaten bestätigten die genannten Unterschiede in der N-Retention.
(und das ist immerhin eine Arbeit "pro" Immunokstration, nicht mal die messen das raus.)
und nochmal: einzig die Effizienzsteigerung per Chemie ist kein ausreichendes Argument, dann könnte man ohne weiteres Nachdenken auch alle Leistungsförderer wieder zulassen.

Das ist so nicht ganz richtig. Hunde und Katzen kastriert man mal von vornherein aus ganz anderen Gründen und bei Schweinen kastriert man lediglich, um den Ebergeruch wegzukriegen.
LOL - mal ganz im Ernst - Du hast noch nie Schweine betreut, oder? Hast Du überhaupt schon mal einen Eber von nahem gesehen? Oder Dich auch nur ANSATZWEISE mit artgerechter Tierhaltung / Verhalten beschäftigt? Weißt Du, mit wieviel Monaten die modernen Herkünfte zum ersten Mal aufnehmen können?

Kastriert wird, weil man die Tiere sonst nicht zusammen halten kann!! Was glaubst Du denn, was einen Eber ausmacht? Der riecht bloß anders, aber sonst ist er ein liebes, nettes Tier, das sich freundlich zu seinen Artgenossen gesellt? Schweine leben von Natur aus in Sauengruppen - Börge kann man dazwischenstellen, aber selbst ein einzelner Eber in der NÄHE (lt Tierschutz-Nutztierhaltungs-VO mit Sicht- und Geruchskontakt) mischt Dir einen Stall schneller auf als Du Deine Beine aus der Box nehmen kannst... und an Zunahmen brauchst Du dann eher nicht mehr zu denken.

Das Immunsystem wird nicht umgepolt, sondern lediglich zusätzlich auf ein einziges Oberflächenprotein angesetzt, gegen das es von sich aus nicht vorgeht. Auf die übrige Funktion des Immunsystem hat das in bester Näherung keinen Einfluss.
Ja, genau das ist der Tunnelblick, den die GVO-Befürworter auch drauf haben. Ein Immunsystem, das künstlich dazu angregt wird Stoffe anzugreifen GEGEN DIE ES NORMALERWEISE NICHT VORGEHEN WÜRDE ist in seiner Funktion pervertiert und um nichts besser, als eine Zelle, die aufgrund ihrer genetischen Veränderung plötzlich Pflanzenschutzmittel bildet, Würde sie von Natur aus auch nicht tun

Und Deine "beste Näherung" ist eben genau das: eine NÄHERUNG.Lediglich die eine Hälfte des Moleküls ist in ihrer Wirkung bekannt. Genau wie bei den GVO ist mangels Möglichkeit nicht mal untersucht, was mit den Abbauprodukten solcher Stoffe dann weiter passiert.

Nur nochmal als Beispiel, weils ja hier auch um Eiweiße geht: BSE haben wir uns damit eingefangen, daß die Folgen einer einfachen FÜTTERUNG mit körperfremdem Eiweiß nicht ausreichend gut vorabgeschätzt werden konnte. Und das ging auch jahrelang gut, bis dann das "Restrisiko" (eben die "beste Näherung") zugeschlagen hat.

Wie gesagt - wenn jemand getrennt mästen will und Ebermast betreiben, inklusive absolut nicht artgerechter Haltung und Schlachtung im "Babyalter" (England: 70-80kg), soll er, sollen sich die Ethologen und Tierschützer drum kümmern, ist in meinen AUgen zwar auch eine absolute Schweinerei im wahrsten Sinn des Wortes, aber bitte, das wirkt nicht weiter als bis zur Tür des Schlachthofes, kann dem Rest der Welt ja egal sein.

Aber Herumspielen im Hormon- und Immunstoffwechsel, Schweine bewußt krank machen indem man eine Autoimmunreaktion künstlich provoziert ist beim heutigen Kenntnisstand imo einfach nur dumm, leichtsinnig und kurzsichtig. Aus gehabtem Schaden nichts gelernt, Geldschneiderei und Wählerstimmenfang auf Kosten eines (Rest)Risikos für die gesamte Umwelt, das das der AKW - weil am LEBENDEN System - weit in den Schatten stellt. Machbarkeitswahn obwohl es ausreichend vernünftige Alternativen gibt.

(Deutsch: Es ist allgemein anerkannt, dass chirurgische Kastration im Bezug auf Schmerzen und Infektionsrisiko schlechter abschneidet als der Immunokastrations-Impfstoff.)

Das eine Spritze weniger weh tut als eine Op (wobei inzwischen ja Schmerzausschaltung vorgeschrieben ist) hat auch niemand bezweifelt. Eben darum wird das ganze von angeblichen Tierschützern und Verbrauchern ja auch so angenommen. Was dabei im Körper passiert,oder erst recht in der Gülle und im Bodenleben ist denen doch völlig egal, die gucken nur von weitem: "Oh, kleiner Pieks, " KANN ja nicht schlimm sein.

Du hast vergessen, die beiden Fragen zu beantworten:
WESWEGEN sind die hormonell wirkenden Leistungsförderer verboten worden? (pST ist ja in Australien auch erlaubt, muß doch gut sein,?*)
WIE sollte man Deiner Meinung nach "Halbeber" tiergerecht halten?

* oder mal sowas als Beispiel:
Das wurde erst möglich durch den immer besseren Einblick in die Mechnismen der Genregulation und Hormonwirkung. Denn bei anderen Muskelschweinen führt der künstlich erhöhte Hormonspiegel während des Wachstums zu schweren Schäden. Das von Smeaton eingeschleuste Gen für das Hormon PST (Pig Somatotropin) bleibt jedoch zunächst stumm - und das Schwein gesund. "Wir haben unser Gen so konstruiert, daß wir es von außen an- und abschalten können", erläutert der Forscher.

Als Schalter dient ein aus dem menschlichen Erbgut entnommener und modifizierter "Promoter", der dem PST-Gen vorangestellt wird. Erst wenn der Bauer Zink zum Futter mischt, verändert sich der Stoffwechsel des Schweines. Sechs Wochen vor der Schlachtung wird das PST-Gen angeschaltet; das Schwein setzt 10 bis 15 Prozent zusätzliches Fleisch an und verliert dieselbe Menge Fett. (http://www.australien-news.de/Texte97.html)

Ist ja kein Problem, es wirrd ja "nur" das natürliche Hormonsystem in einem einzigen kleinen Punkt etwas "verbessert"? Und dazu braucht man nicht mal ne Spritze, da reicht ein bißchen Zink im Futter, das ist sogar ein lebenswichtiges Element! Ist doch toll, oder? Tut jedenfalls überhaupt nicht weh. :twisted:
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Fr Aug 07, 2009 11:40

SHierling hat geschrieben:Es lohnt nicht, wir reden hier seitenlang aneinander vorbei.
Zum Thema "mehrere 100% Effizienzgewinn" guckst Du da:
http://www.lfl.bayern.de/ilb/db/14249/d ... hweinemast
oder da:
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte ... index.html

Beantwortet die Frage nicht. Die war: Wieviel Effizient würdest du gewinnen, wenn du wieder Tiermehl futtern dürftest?

und nochmal: einzig die Effizienzsteigerung per Chemie ist kein ausreichendes Argument, dann könnte man ohne weiteres Nachdenken auch alle Leistungsförderer wieder zulassen.

Bei den Leistungsförderen, die keine unannehmbare Folge auf die Gesundheit des Tieres haben und die keine negativen Folgen für die Umwelt haben ist ein Verbot fraglich. Allerdings wäre es in meinen Augen Pflicht, dass das Fleisch hinreichend deklariert würde. Der Konsument hätte die Wahl.

Kastriert wird, weil man die Tiere sonst nicht zusammen halten kann!!

Nein, kastriert wird wegen Ebergeruch. Dass man dadurch Männlein (bzw. was davon übrig bleibt) und Weiblein gemeinsam halten kann ist nur eine angenehme Nebenwirkung (wie ich ja auch schrieb). Gäbe es keinen geruchlichen Grund mehr die Eber zu kastrieren würde man getrennte Ställe machen.

Genau wie bei den GVO ist mangels Möglichkeit nicht mal untersucht, was mit den Abbauprodukten solcher Stoffe dann weiter passiert.

Nicht nur bei GVO ist das nicht untersucht, sondern bei fast allem, was der Mensch so produziert. Würde man verlangen, dass alles bis ins Detail klar ist könnte man die gesamte Industrie dichtmachen. Der Abbau von Proteinen ist allerdings doch hinreichend allgemein bekannt.
Nur nochmal als Beispiel, weils ja hier auch um Eiweiße geht: BSE haben wir uns damit eingefangen, daß die Folgen einer einfachen FÜTTERUNG mit körperfremdem Eiweiß nicht ausreichend gut vorabgeschätzt werden konnte. Und das ging auch jahrelang gut, bis dann das "Restrisiko" (eben die "beste Näherung") zugeschlagen hat.

Dass Kannibalismus (bei Wiederkäuern erst recht) nicht empfehlenswert ist dürfte auch ohne "Restrisiko" klar sein. :roll:

Wie gesagt - wenn jemand getrennt mästen will und Ebermast betreiben, inklusive absolut nicht artgerechter Haltung und Schlachtung im "Babyalter" (England: 70-80kg), soll er, sollen sich die Ethologen und Tierschützer drum kümmern, ist in meinen AUgen zwar auch eine absolute Schweinerei im wahrsten Sinn des Wortes, aber bitte, das wirkt nicht weiter als bis zur Tür des Schlachthofes, kann dem Rest der Welt ja egal sein.

Spermasexing wäre die eleganteste Lösung, da sind wir uns wohl einig? Eber, ob nun kastriert oder unkastriert oder wie auch immer, sind heute und auch morgen in jedem Fall nicht wirklich artgerecht gehalten (im Vergleich z.B. zu Sauen oder erst recht Kühen). Als Mann kann ich mir aber nun wirklich nicht vorstellen, dass Kastration der Weisheit letzte Schluss sein kann. Das ist aber letzlich zugegebenermaßen schwer objektiv zu beurteilen.

Du hast vergessen, die beiden Fragen zu beantworten:
WESWEGEN sind die hormonell wirkenden Leistungsförderer verboten worden? (pST ist ja in Australien auch erlaubt, muß doch gut sein,?*)
WIE sollte man Deiner Meinung nach "Halbeber" tiergerecht halten?

Die erste Frage tut hier nichts zur Sache und ich kenne die Antwort nicht. Wahrscheinlich eine Mischung aus Verbraucherempörung und tatsächlichen Problemen für die Gesundheit der wandelnden Fleischfabrik und Verunreinigung von Abwasser. Die zweite habe ich dir hingegen mit Quellenangabe beantwortet. http://www.sciencedirect.com/science?_o ... 559b46ea42
Immunokastrierte werden gleich gehalten wie Eierlose - und (siehe link) das bedeuet wohl keine signifikant weniger artgerechte Haltung.
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Fr Aug 07, 2009 11:43

schimmel hat geschrieben:Einigen wir uns doch darauf, dass das Volk zu viel Fleisch ist und mit weniger auch gut leben könnte. Die Verpflichtung Vegan oder Vegetarisch zu werden, muss sich daraus ja nicht automatisch ableiten.

Einigung gerne angenommen. :D
Wobei ich sagen würde, dass das Volk nicht nur zu viel Fleisch ist, sondern auch isst. :wink:
(Und umgekehrt ist auch die Bevormundung wer nun Eier kaufen darf und wer nicht eher dämlich.)
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon SHierling » Fr Aug 07, 2009 13:34

Allein sowas:
das bedeuet wohl keine signifikant weniger artgerechte Haltung.

wohl? wie "Wohl? Weißt Du das und kannst es beurteilen oder nicht?

Und was das Verbot hormonell wirksamer Leistungsförderer angeht, das tut hier sehr wohl etwas zur Sache, eben genau das soll - Deiner Ansicht nach - die Immunokastration doch "als Nebenwirkung" leisten? DU bist doch hier derjenige, der daran glaubt, daß "die geringfügige Änderung in einem einzigen Eiweiß" angeblich nichts ausmacht?! Mehr sind andere Dinge auch nicht. Das BSE auslösende Prion ist sogar 100% das selbe Prionprotein wie die natürlich im Gehirn vorkommende Variante, das ist "nur" andersherum gefaltet (hat eine andere Tertiärstruktur). mehr nicht. Sagst Du da auch "macht nichts?"

Was Deine Rechnerei mit dem Tiermehl angeht, das hatten wir im anderen Thread ja schon zur genüge - man kann eine Ration nicht anhand einzelner Komponenten beurteilen. Ob nun 2-3% "Tiermehl" wie früher üblich, kommt 1. drauf an, was Du da nimmst (Blutmehl, Fleischknochenmehl, Fleischmehl, Federmehl hyd. oder was auch immer - "Tiermehl" ist ja nur der Sammelbegriff). Und 2. hängt das - wie auch schon zighundertmal gesagt, vom Rest der Ration ab! 1% mehr Rohfaser setzt die Verdaulichkeit der anderen Nährstoffe um bis zu 5% runter. Wenn Du jemals überhaupt irgendeine tiergerechte Futterration zusammengestellt hättest, wüßtest Du das auch, aber nee, DAS braucht man ja nicht.
Ich hab keine Lust mehr, das ist als ob man einem Blinden Farben erklären soll - zu blöd zum Schweinefüttern, aber im Immunsystem rumpfuschen wollen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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SHierling
 
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Re: McDoof verzichtet auf kastrierte Eber

Beitragvon Bergschrat » Fr Aug 07, 2009 15:53

SHierling hat geschrieben:Allein sowas:
das bedeuet wohl keine signifikant weniger artgerechte Haltung.

wohl? wie "Wohl? Weißt Du das und kannst es beurteilen oder nicht?

Ich kann Fachartikel lesen, in denen das steht (Siehe vorige posts).
Es gibt 10 Jahre Erfahrung mit der Immunokastration in Australien und Neuseeland. Mir wäre nicht bekannt, dass die Impfung da Probleme macht.
Und woher kannst denn du das beurteilen? Schon mal ein immunokastriertes Schwein von nahem gesehen? Oder ist das bloss deine vorgefasste Meinung?

Und was das Verbot hormonell wirksamer Leistungsförderer angeht, das tut hier sehr wohl etwas zur Sache, eben genau das soll - Deiner Ansicht nach - die Immunokastration doch "als Nebenwirkung" leisten?

Es ist ein Unterschied ob ich die natürlichen Hormone nicht wegkastriere oder künstlich über alle Maße zuführe. :roll:
Das BSE auslösende Prion ist sogar 100% das selbe Prionprotein wie die natürlich im Gehirn vorkommende Variante, das ist "nur" andersherum gefaltet (hat eine andere Tertiärstruktur). mehr nicht.

Ich käme nicht auf die Idee bei Stereoisomeren von 100% gleich zu sprechen. Enantiaoselektivität in der Biochemie ist nun ja nicht neu. Das ändert aber immer noch nichts daran, dass das mit dem Thema nichts zu tun hat.

Was Deine Rechnerei mit dem Tiermehl angeht, das hatten wir im anderen Thread ja schon zur genüge - man kann eine Ration nicht anhand einzelner Komponenten beurteilen.

Promille interessieren nicht. Größenordnung reicht. Und da will ich doch schwer meinen, dass das geht: Du gewinnst ungefähr NICHTS (+-20% meinetwegen).

1% mehr Rohfaser setzt die Verdaulichkeit der anderen Nährstoffe um bis zu 5% runter.

Da kommen wir der Sache schon näher. Nehmen wir mal deinen "bis zu"-Wert. Wenn du nicht grad ultra-Rohkost betreibst wirst du deinen Faseranteil vielleicht um 2% steigern, wenn du von Mischkost auf vegetarisch umsteigst - wenn überhaupt. Kommt dazu, dass beim Menschen in Industrienationen nicht entscheidend ist, wieviel Futter er denn aufnimmt, sondern wann er endlich zu fressen aufhört. Die paar Prozent Verlust sind lächerlich im Vergleich zu den Verlusten, die du durch den Umweg via Tier in Kauf nimmst. Und nochmals: Beim Menschen in Industrienationen ist nicht entscheidend, dass er schnell Schlachtgewicht erreicht, sondern dass er auch mal aufhört mit Fressen. Lösliche Ballaststoffe helfen dabei sogar.
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