Preissenkungen bei Milchprodukten
In den laufenden Preisrunden nutzt der Handel die Überschusssituation, um Preissenkungen für die weiße Linie durchzusetzen
(bis zu 7 Ct/Liter Trinkmilch weniger). Die Abschlüsse wirken sich negativ auf das Auszahlungsniveau aus. Landwirte
der NORDMILCH sind wegen des breiten Produktportfolios ihrer Molkerei weniger stark betroffen als andere. Auch wenn noch kein Gesamtergebnis feststeht, sollten sich unsere Anteilseigner auf ein Minus von voraussichtlich 1 Ct/kg in der Auszahlungsleistung einstellen. Es steht außer Frage, dass auf dem derzeitigen Preisniveau nicht kostendeckend produziert
werden kann. Mehr über die aktuellen Preisentwicklungen lesen Sie in der kommenden Ausgabe von „Meine Milchwelt“.
So konnten die norddeutschen Molkereien Ammerland und die Milcherfassung Uelzena ihren Milchpreis im April bei 23 bzw. 20 Ct/kg halten. Auf sehr niedrigem Niveau, aber unverändert, bewegt sich auch der Auszahlungspreis der Meierei Schmalfeld-Hasenmoor in Schleswig-Holstein mit 19 Ct/kg.
Im Westen Deutschland geht es bei der Molkerei Dr.Oetker/Onken mit 22 Ct/kg (-2 Cent) und der Schwälbchen Molkerei mit 23 Ct/kg (-1 Cent) weiter abwärts. Gleiches gilt für die ostdeutschen Molkereien. Hier meldet Bad Bibra 19 Ct/kg (-2 Cent) und Müller (Leppersdorf) 21 Ct/kg (-1 Cent). Nur das Danone-Werk in Hagenow konnte mit 23 Ct/kg den Preis halten.
Im Süden stehen die Milchwerke Berchtesgadener Land mit einem Auszahlungspreis von 27,55 Ct/kg nach wie vor an der Spitze. Die Bayerische Milchindustrie hält im April ihren Milchpreis von 21,15 Ct/kg, Bayernland senkte den Preis um einen Cent auf 23,15 Ct/kg.
Hier geht es wieder leicht aufwaerts: 21 cent bei der letzten Auktion, das sind immerhin 2,2 cent mehr als bisher! (Kommt aber bestimmt erst in ein paar Monaten bei den Landwirten an)
An manchen Tagen ist man Hund und an anderen Tagen Baum
Im Norden, ist bei einigen Meiereien für Mai ein Auszahlungspreis von 15 ct im Gespräch.
Es braucht nicht mehr lange, bis 1 kg Schrot teurer ist als 2 kg Milch.