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Milchviehhaltung - welche Betriebsgröße wünschenswert?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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61 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Beitragvon gerd gerdsen » Di Nov 07, 2006 8:47

wie ich 25 jahre alt war hätte ich auch gesagt mind. 1000 oder mehr, ist man erstmal n stück über 40 jahre alt und rücken kaputt sieht die sache anders aus, der vorteil bei sovielen kühen ist natürlich das man bei einem 12 bis 16 std. arbeitstag eh nicht mehr zum geldausgeben kommt .
ich behaupte: mehr als 50 kühe mit nachzucht schafft man nicht alleine, jedenfalls längerfristig nicht !
....und bei vielen mitarbeitern steigt auch die fehlerquote, weil sich dann doch einer auf den anderen verläßt . UPPS FLOCKEN IM VORGEMELK ich hab nichts gesehen, lass doch den kollegen morgen früh sich damit rum ärgern !
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Beitragvon SHierling » Di Nov 07, 2006 11:28

Hallo,
schon merkwürdig, das bei 2 Seiten Beiträgen noch keiner mal an die Kühe selber gedacht hat. Optimale Herdengröße von der Kuh aus gesehen (also unabhängig von AK-Bedarf und wirtschaftlicher Situation) sind wohl so 70-90 Tiere, da ist der Streß am geringsten. Bei kleineren Herden werden schwache Tiere überproportional viel gestreßt weil zu wenig Platz und Ablenkung da ist, und bei größeren Herden nimmt die Zahl der Rangkämpfe wieder zu, weil man "dauernd wieder Fremden begegnet". Hat auch alles seinen Einfluß auf die Tiergesundheit (und damit auf die Arbeit!), genau wie der Stall, die Rasse, das Futter etc.

Was die Wirtschaftlichkeit und "Machbarkeit" angeht: "Ein Mann alleine" entspricht zwar sicher der althergebrachten Vorstellung von Bauerntum, (aus der Zeit, als man von 50 Kühen noch in _allen_ Bundesländern leben konnte, nicht nur in denen mit extra Steuergeldern ;-) ) - ist aber auch das größte Risiko, das darf man nicht vergessen. Wenn DER dann mal ausfällt, weiß gleich gar keiner mehr Bescheid, und wenn DER sich mal n Knochen bricht, ist mitunter schon in 6 Wochen mehr kaputt gegangen als hinterher in 6 Monaten wieder geradezubiegen war, nicht nur, was die Arbeit angeht, sondern auch, was die Anträge angeht, den Papierkrieg etc etc. Wer da all zu pingelig mit seinem "ach so eigenen Eigentum" ist, der sitzt halt schneller auf der Straße als z.B. eine BG. Bei zunehmend erforderlicher Betriebs(zweigs)größe meiner Meinung nach sowieso immer noch die beste Form, zumindest im Osten, wo die Leute das schon mal gelernt haben. Jeder haftet für seinen Anteil, keiner kann schlampen, weil es letzen Endes ihn selber trifft, und man hat trotzdem den Vorteil der möglichen Arbeitsteilung.

Und was den Umgang und die Einschätzung von Mitarbeitern angeht: wer von vornherein erwartet das irgendein Hoschi ihm kostengünstig den Besitz erhält und vermehrt, und dafür womöglich auch noch dankbar sein muß, der hat's auch nicht besser verdient als morgens mit den Flocken in der Milch allein dazustehen. Mit der Einstellung wäre ja die gesamte Industrie schon pleite, da würde kein Fließband funktionieren, keine Firma, nicht mal n Handwerksbetrieb. Wie Reinhold schon geschrieben hat: eine Arbeit muß auch Perspektive haben!

Grüße
Brigitta
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Beitragvon gerd gerdsen » Di Nov 07, 2006 12:49

nagut dann einigen wir uns auf 150 kühe und drei mitarbeiter ! ... dann kann auch mal einer urlaub machen :)
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Beitragvon Praktikant » Di Nov 07, 2006 15:11

Kone ich meinte Milchkühe...sorry

Und Gerd, anders geht das ja auch nicht, da biste
ja bei 150 Kühen schon sicherlich 3 stunden oder länger
dran und dann noch melken und so
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Milchviehhaltung Betriebsgröße.

Beitragvon Fendtfreak » Do Feb 15, 2007 7:57

Ein Wirtschaftberater kam mal zu folgendem Ergebnis:
Aufgrund der unsicheren Preislage der Milch solle ein Milchviehhalter mit unter 55 Milchkühen bei der nächsten größeren Investition am Stall oder der Melkanlage die Milchviehhaltung aufgeben, bei 60 Milchkühen hingegen auf 120 aufstocken.
Ich kenne einen Landwirt aus dem Landkreis Esslingen mit 60 Milchkühen, der tatsächlich gerne auf 120 aufstocken möchte. Er muß dafür aber zuviel investieren, z.B. muß er für ein halbes Jahr Güllelagerkapazität nachweisen können. Wegen der sinkenden Erträge in der Milchwirtschaft für ihn ein unkalkulierbares Risiko.

Auf der Grünen Woche in Berlin wurde die Milchwirtschaft übrigens als Sorgenkind der deutschen Landwirtschaft bezeichnet.
Ist die Lage tatsächlich schon so dramatisch?

Wenn es nach dem Willen der EU geht, soll der Literpreis für Milch auf unter 25 Cent sinken. Wie soll man dann überhaupt noch kostendeckend Milchwirtschaft betreiben? Das geht doch dann nur noch über Massenproduktion.
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Beitragvon Gress » Do Feb 15, 2007 9:44

hallo,
mach Dir mal nicht allzugroße Sorgen ,der Milchpreis ist jetzt an einem Punkt, unter dem die wirklich großen Betriebe auch nicht gehen können.
Sonst wäre er längst bei etwa 20 ct. - das wissen die schon, die bestimmt nicht wollen das das Milchaufkommen sinkt!
Auch dieses leidige festmachen an gewisse Kuhzahlgrenzen bzgl. aufhören oder eben nicht würde ich höchstens als beliebtes Geplänkel der BBler bewerten.
Meine Meinung:
Wenn einer z.B. mit 50 Kühen weiß das das Geld von den Kühen - aber niemals vom teuren Maschinenpark kommt ist schon viel gewonnen.
Man schaue sich nur diese Vorzeigeställe und Melkzentren an die von den sog. Zukunftsbetrieben gebaut wurden und werden.
Da is nix mehr mit hohen Anteil an Eigenleistung und Eigenkapital - Die fürchten einen niedrigen Milchpreis mind. genauso wie wir Schmeissfliegen!!

Gruß
Gress
 
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Re: Milchviehhaltung Betriebsgröße.

Beitragvon automatix » Do Feb 15, 2007 10:41

Fendtfreak hat geschrieben:Ein Wirtschaftberater kam mal zu folgendem Ergebnis:
Aufgrund der unsicheren Preislage der Milch solle ein Milchviehhalter mit unter 55 Milchkühen bei der nächsten größeren Investition am Stall oder der Melkanlage die Milchviehhaltung aufgeben, bei 60 Milchkühen hingegen auf 120 aufstocken.
Ich kenne einen Landwirt aus dem Landkreis Esslingen mit 60 Milchkühen, der tatsächlich gerne auf 120 aufstocken möchte. Er muß dafür aber zuviel investieren, z.B. muß er für ein halbes Jahr Güllelagerkapazität nachweisen können. Wegen der sinkenden Erträge in der Milchwirtschaft für ihn ein unkalkulierbares Risiko.

Auf der Grünen Woche in Berlin wurde die Milchwirtschaft übrigens als Sorgenkind der deutschen Landwirtschaft bezeichnet.
Ist die Lage tatsächlich schon so dramatisch?

Wenn es nach dem Willen der EU geht, soll der Literpreis für Milch auf unter 25 Cent sinken. Wie soll man dann überhaupt noch kostendeckend Milchwirtschaft betreiben? Das geht doch dann nur noch über Massenproduktion.


ist denn eine Güllegrube so teuer?
er braucht nen neuen Stall, neue Melktechnik, neue Tanks, neue Silo, eventuell mehr Fläche und für die Güllegrube langts auf einmal nicht?

im Endeffekt ist es doch für den Betrieb sinnvoll, wenigstens ein halbes Jahr die Gülle lagern zu können - erinnern wir uns an den vorigen Winter, wo man von Anfang November bis Mitte März nicht rauskonnte....
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Beitragvon Komatsu » Do Feb 15, 2007 10:51

von 60 auf 120 Kühe kostet 600.000 €.

Die ersten 30 Kühe 1 Mann
30 - 60 1,5 Mann
60 - 80 2,0 Mann
80 - 150 3,0 Mann
jede weitere 70 ein Mann
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Re: Milchviehhaltung Betriebsgröße.

Beitragvon Geronimo » Fr Feb 16, 2007 21:43

Fendtfreak hat geschrieben:Ein Wirtschaftberater kam mal zu folgendem Ergebnis:
Aufgrund der unsicheren Preislage der Milch solle ein Milchviehhalter mit unter 55 Milchkühen bei der nächsten größeren Investition am Stall oder der Melkanlage die Milchviehhaltung aufgeben, bei 60 Milchkühen hingegen auf 120 aufstocken.
Ich kenne einen Landwirt aus dem Landkreis Esslingen mit 60 Milchkühen, der tatsächlich gerne auf 120 aufstocken möchte. Er muß dafür aber zuviel investieren, z.B. muß er für ein halbes Jahr Güllelagerkapazität nachweisen können. Wegen der sinkenden Erträge in der Milchwirtschaft für ihn ein unkalkulierbares Risiko.

Auf der Grünen Woche in Berlin wurde die Milchwirtschaft übrigens als Sorgenkind der deutschen Landwirtschaft bezeichnet.
Ist die Lage tatsächlich schon so dramatisch?

Wenn es nach dem Willen der EU geht, soll der Literpreis für Milch auf unter 25 Cent sinken. Wie soll man dann überhaupt noch kostendeckend Milchwirtschaft betreiben? Das geht doch dann nur noch über Massenproduktion.


Der Herr Wirtschaftsberater sollte mal nach Bayern fahren. Die bayerischen Haupterwerbsbetriebe schaffen es nämlich, mit 20 Kühen weniger, den selben Gewinn zu erzielen, wie ihre Kollegen in Niedersachsen.
Ich würde vorschlagen zuerst den vorhandenden Betrieb zu optimieren und dann von 60 auf 80 Kühe aufzustocken, ohne FAK.
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Beitragvon convex » Sa Jun 16, 2007 17:58

Apropos Niedersachsen,

hier in meiner Umgebung (Nds.) hat kein Landwirt der davon leben möchte weniger als 150 Kühe. Das Gesamte Land wird entweder mit Mais oder Gras bestellt. Ackerland nichts !
Mein Nachbar hat hier einen Stall mit ca. 300 Kühen. Dafür sind beschäftigt:

er selbst, seine Frau, sein sohn und zwei Auszubildende.

Nächstes Jahr will er auf 450 aufstocken mit Melkzentrum und allem drum und dran...

Da geht es hin...
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Beitragvon Komatsu » Sa Jun 16, 2007 19:19

Für was 2 Mill. € in die Milchviehhaltung hängen und aus 15 km Entfernung Gülle und Futter rumkarren ?

Müssten wenigstens nach Steuern 150.000 € bei rüber kommen und das kommen die nicht, da eine Investition der nächsten folgt.

Interessanter ist es, wenn man irgendwo so ein laden a Block kaufen kann
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Beitragvon Brock » So Jun 17, 2007 21:11

Meine Meinung ganz ehrlich; Wenn man Wirtschaften kann, genügen 40Milchkühe, davon bin ich fest überzeugt. In unserer Gegend lebt der Größe mit 70 Rinder, und der ist schon hammer. die anderern bauen alle neue Laufställe mit ca 50-70 Rinder. Natürlich fährt von denen keiner Schlepper für 100.000 von Euro. Da hat jeder 2 oder 3 80iger und noch en paar kleine Schlepper. Und die sind alle Zukunftsfest wie sie alle selber behaupten!
Würde der Milchpreis auf 40cent ansteigen würden sogar wieder 25 Kühe genügen!!
Niemand hat mich gefragt ob ich Leben will, jetzt braucht mir auch keiner vorschreiben wie ich es tun soll!
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Beitragvon gerd gerdsen » Mo Jun 18, 2007 8:24

Brock hat geschrieben:Würde der Milchpreis auf 40cent ansteigen würden sogar wieder 25 Kühe genügen!!

z.Z. haben wir aber einen Milchpreis von noch unter 30 cent, alleine die Verteuerung des Kraftfutters schlägt sich schon mit einem Plus von 1,5 cent/kg Produktionskosten nieder. Steigt der Milchpreis auf 40 cent, profitieren die großen Betriebe überproportional davon, wie sollen denn die kleinen Krauter, zu denen ich mich auch zähle, dann noch bei den jetzt schon durch Biogas hohen Pachten mithalten können ?
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Beitragvon Komatsu » Mo Jun 18, 2007 8:42

Ein Betrieb muss so sein, daß die Leute die dort arbeiten sich Wohlfühlen
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Beitragvon euro » Mo Jun 18, 2007 9:02

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