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Nadelbäume wann einschlagen?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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31 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Beitragvon Morpheus » Di Nov 13, 2007 20:43

Hallo also Wir haben einen Miniwald und wir holen auch nur raus was wir brauchen das ist aber in aller Regel die Opfer eines Sturms und das holz landet im Kamin bei uns kommen FI TA KI so gut wie gar nicht vor!
Es gibt BU Kirsche Birken in rauen mengen in meinen Augen :wink:

alles in allem haben wir nur 1-2 ha incl. Naturschutzgebiet neben an.
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Beitragvon dfechtig » Do Nov 22, 2007 17:54

Ich versteh nicht warum hier immer geschrieben wird, dass nicht zu verdienen ist mit dem Forst. Ich komme aus Südbaden und wir haben ebenfalls 30 ha Wald. Mit deinen beschriebenen 30 Fichten mit BHD 70-80cm kann man je nach Höhe einenen Ertrag von gut 200 fm rechnen. Die Holzernte Kosten liegen bei maximal 25 Euro / fm. (Ich lasse in unserem Wald für 15 Euro ernten). Da heißt es werden kosten von maximal 5 000 Euro verursacht. Gehen wir davon aus dass je 1/3 B, C, D Qualität erreicht (das sind fast worst case Szenarien) dann würde ich über unsere FBG 12 000 Euro Einnahmen erwarten ( Holzpreise L2B B 85,- C 60,-, D 35,- - dies sind aktuelle Preise die ich vor 3 Wochen bekommen habe) Nach komplizierten mathematischen Berechnungen werden wir nun feststellen, dass ein ganz netter Gewinn übrig bleiben wird! Anderst gesagt; wer hat 7000 Euro für die Esthetik zu verschenken?- ich zumindest nicht!
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Beitragvon Forstjunior » Do Nov 22, 2007 19:43

@dfechtig
was sind schon 7000,- Euro im besten Fall. Welche Schäden werdendabei bei der Rückung verursacht...? Da sind die Sieben Riesen wohl ein Witz dagegen..und dass wars dann eh für die nächsten 100 Jahre.
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Beitragvon Robiwahn » Do Nov 22, 2007 21:03

Moin

@junior

Rückeschäden können, müssen aber nicht auftreten, wenn man vorsichtig arbeitet und rückt. Ist vielleicht aufwändiger, aber auf lange Sicht lohnender. Vor allem die Wurzelanläufe der Fichten sollten beachtet werden, da die dortigen Wunden nach dem Rücken dann gern mal Eintrittspforten für den Rotfäulepilz sind.
Die Bäume im Unterstand würden es dir allerdings danken, wenn du ihnen mehr Licht gibst 8) .

@dfechtig
Sie haben an anderer Stelle vom gemütlichen Zurücklehnen bei der Waldarbeit gesprochen :wink: . Kann man hier in dem Fall auch machen. Selbst wenn der Pilz schon drin ist und vielleicht auch weiter hoch zieht, macht er das nicht 5m in 3 Jahren. Also ruhig Blut, Wald ist im großen und ganzen ein ziemlich sicheres Sparbuch, da können die paar tausend euro auch noch ne Weile liegen (bzw. stehen) und für den echten Bedarf aufgehoben werden.

Grüße, Robert
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Beitragvon dfechtig » Fr Nov 23, 2007 9:12

Der größte Fehler, den mal als Waldbesitzer machen kann ist wenn man zu dichte Bestände hochzieht! Das h/d Verhältnis wird dann so schlecht dass man bei jeden Sturm schwitzen muss. Ich habe zumindest in meinem Waldbaustudium gelernt, dass 150 Z Bäume in Fichte reichen und man keine Hemmungen haben soll sie mit einem BHD von 50-60 cm zu Ernten. Der Wald ist kein Sparbuch! Wenn die genannten Fichten dem Sturm erliegen und zersplittern oder der Käfer rein geht hat man viel Geld kaputt gemacht. Es ist sinnvoller zu ernten und dann das Geld auf die Bank bringen und auf Sparbuch legen, wenn man unbediengt ein Sparbuch will. Bei einem so hohen BHD ist die Verzinsung des stehenden Bestandes sehr schlecht. Das höchste Wachstum dieser Fichten ist längst rum und eine Verzinsung auf dem Bankkonto ist viel besser!
Unter normalen Umständen sind RÜckeschäden kein Problem. Ich habe selbst 2 Angestellte und einen Rückeschlepper. Wir machen so gut wie keine Schäden und wenn doch müssen wir Strafe zahlen! Wenn das Holz nicht lang aus dem Wald geht, weil es zu eng ist muss man halt Abschnitte machen. Das minimiert die Gefahr von Rückeschäden.


@forstjunior:
Herzlichen Grlückwunsch, dass du in der glücklichen Lage bist das es bei dir nicht auf 7000 Euro mehr oder weniger ankommt. Wer in BW 100 Jahre braucht um Fichten mit einem BHD von 60cm zu produzieren macht sowieso was falsch. Im Idealfall reichen 60 Jahre wobei das muss ich zugeben 80 Jahre wahrscheinlicher sind. Man muss sich um seine Z Bäume kümmern und immer freistellen wenn es eng für sie wird - damm schafft mann auch kurze Umtriebszeiten!
Zuletzt geändert von dfechtig am Fr Nov 23, 2007 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Jettele » Fr Nov 23, 2007 12:16

Plenterwald ist die klassische Nutzung von TANNE, die sich natürlich unter Schirm verjüngt.

Ich würde mich an deiner Stelle an den Förster/Forstamt wenden, deine Fläche ist wie jeder Wald im Forsteinrichtungswerk beschrieben, dort ist auch das langfristige Ziel des Bestandes herauszulesen. Zudem kann der Förster dein Stammholz mitverkaufen - Beratung und Verkauf gegen eine geringe Gebühr ist Teil seiner Aufgaben.
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Beitragvon Forstjunior » Fr Nov 23, 2007 17:31

@dfechtig
nur zur Kenntnis. Ich komme aus bayern und ich glaube dass bei uns das Wachstum eher langsam ist. Weil die Bäume haben immer sehr sehr enge Jahresringe.
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Beitragvon Robiwahn » Fr Nov 23, 2007 18:31

Moin

Hmmh, hier sieht mal wieder, wie die Meinungen auseinander gehen können. Dfechtig scheint auch vom Forstfach zu sein, aber wir haben anscheinend unterschiedliche Einstellungen zum Wald und wie er behandelt werden sollte und damit geben wir auch unterschiedliche Empfehlungen. Das ist letztendlich auch das einzige, was wir machen können, weil letztendlich immer der Waldbesitzer entscheidet, was er mit seinen Bäumen macht. Dessen Ziel fließt nebenbei auch in die Forsteinrichtung und ihre Bewirtschaftungsempfehlungen ein, falls sowas in dem Fall (Kleinprivatwald) überhaupt vorliegt. Und Tips vom Schreibtisch aus zu geben, ist eigentlich noch schlechter, deswegen ist der Verweis auf den Förster eigentlich immer am besten.

Naja, wie bereits festgestellt, handelt es sich bei Juniors Wald anscheinend um nen Plenterbestand und da greifen einfach auch mal andere waldbauliche Prinzipien als bei Fichte nach Schema F mit 80J. Umtriebszeit und 150 Z-Bäumen. Und Plenterwaldprinz. funktionieren zum Glück auch mit Geldverdien-Ansatz seit einigen Jahrhunderten, das ist in meinen Augen das tolle daran. In so einem Wald ist in meinen Augen das Sturm- oder Käferrisiko geringer als in einer Monokulturfläche und damit auch das Risiko einen Totalverlust des Baum"kapitals" zu erleiden.
Klar wächst da nicht mehr viel zu, aber die Zinsen auf nem normalen Sparbuch werden von der Inflation komplett aufgefressen und bei Tagesgeld oder so gibts zwar mehr, aber wirklich viel ist es im Vergleich auch nicht. Aktien oder so bringen zwar im Durchschnitt noch bessere Zinsen, aber bei deutlich höheren Risiken, also eine ganz andere Anlageklasse. Und so ist im Endeffekt ein gut gemanagter Wald in meinen Augen auf jeden Fall ein rel. sicheres Sparbuch.

Nicht desto trotz würde ich die Entwicklung der Rotfäule im Auge behalten.

Grüße, Robert
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Beitragvon Forstjunior » Fr Nov 23, 2007 19:47

@robi...

also ich denke dass unser Wald gut gegen Stürme ect. gewapnet ist denn bislang hat er die letzten Stürme ohne Ausfälle überstanden. Auch mit dem Käfer gibt es bislang keine großen Probleme. Nur einmal hat ein Sturm ein etliche Bäume gekostet. Das war bei wibke. Der hat uns einen Teil des Kopfes am Berg geräumt...

Weiß nicht ob ich falsch liege aber für mich schaut es einfach teilweise so aus als würden alle ihre Wälder wegen ein paar zu erziehlenden euros umhauhen. Man sollte schon überlegen ob sonst betriebswirtschaftlich bei dem einen oder anderen noch alles im Lot ist wenn er auf die paar Euros schon angewiesen ist. Ich denke aus dem Gesichtspunkt kann das bei mir nur die letzte Reserve sein.

Soweit dazu..

danke für Eure Meinungen
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Beitragvon dfechtig » Mo Nov 26, 2007 9:58

Forstjunior hat geschrieben:@dfechtig
nur zur Kenntnis. Ich komme aus bayern und ich glaube dass bei uns das Wachstum eher langsam ist. Weil die Bäume haben immer sehr sehr enge Jahresringe.

ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber das liegt im Privatwald in aller Regel daran, dass zu wenig oder falsch durchforstet wird. Die Z Bäume müssen immer freistehen und dann hat man in Bayern den gleichen Ertrag von 18fm pro Jahr und Hektar bei Fi wie in BW; nachzulesen in der Bundeswaldinventur II.

Ich möchte aber an dieser Stelle betonen das ich ebenfalls nichts von Fi Monokuluren halte, man sollte die Fi aber auch nicht aus Prinzip verteufeln - zugegeben, sie ist an vielen Stellen des Landes an der falschen Stelle. Ich lasse aber die Fi an bestimmten Stellen an unseren Forst stehen, wenn sie von alleine kommen. Zum einen kostet der Spaß nichts außer der Pflege - was ich aber bei einer Pflanzung auch habe, und zum anderen ist das Management bei den Nadelbäumen auf Grund ihres geraden Wachstums einfacher. Ein weiterer Vorteil der Fi sehe ich darin, dass in 20 Jahren das Papierholz knapp wird, weil keiner was von der Fichte wissen will.

Meinem Vorredner muss ich recht geben. Ich habe Land- und Forstwirtschaft studiert und habe einige Hektar Fläche zu betreuen (weit über 100) und bilde mir deshalb ein das ich schon weiß von was ich rede. Ich laufe aber nicht nur durch den Wald und wenn ich einen Baum sehe zerfällt er nicht schon in Gedanken in Bretter. Ich habe in meinem Wald ebenfalls ein paar Bäume stehen, die eigentlich nur die Fläche blockieren. Es handelt sich um Buchen die absolut krumm sind und dann auch noch extrem viele äste habe. Diese haben einen BHD von 90. Die bleiben aus drei Gründen stehen. Als erstes läuft hier ein Wanderweg lang und es sieht einfach klasse aus. Zum anderen leben im und auf dem Baum viele Tiere. Und der letzte Grund verstehen die Naturliebhaber sicher nicht. Die Bäume sind für mich das lebende Beispiel wie man es nicht machen darf wenn man Geld verdienen will.
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Beitragvon Jettele » Di Nov 27, 2007 20:55

dfechtig hat geschrieben: Die Z Bäume müssen immer freistehen .


Damit sie schön astig werden? Oder was verstehst du unter "freistehen"?

dfechtig hat geschrieben:Ich habe Land- und Forstwirtschaft studiert und habe einige Hektar Fläche zu betreuen (weit über 100) und bilde mir deshalb ein das ich schon weiß von was ich rede.


Land UND Forstwirtschaft zusammen studiert? Wo geht das denn??
Aber Förster scheinst du nicht zu sein, bei der kleinen Fläche.... :lol:
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Beitragvon Robiwahn » Di Nov 27, 2007 23:34

Jettele hat geschrieben:
dfechtig hat geschrieben:Ich habe Land- und Forstwirtschaft studiert und habe einige Hektar Fläche zu betreuen (weit über 100) und bilde mir deshalb ein das ich schon weiß von was ich rede.


Land UND Forstwirtschaft zusammen studiert? Wo geht das denn??
Aber Förster scheinst du nicht zu sein, bei der kleinen Fläche.... :lol:


Es soll Leute geben, die verschiedene Studiengänge entweder hintereinander studieren oder sogar gleichzeitig. Letztere sind in meinen Augen zwar ein bisschen verrückt und ob ihres fehlenden Studentenlebens zu bemitleiden, aber es gibt sie. Und wieso soll er kein Förster sein, z.B. könnte er als Förster einer WBV mit einigen wenigen 100ha die selbe Arbeit wie ein anderer Förster machen. Oder wie definierst du den ? Nur staatliche Förster ? Wäre in meinen Augen etwas sehr eng, diese Schublade.

Grüße, Robert, auch Förster, aber ohne Revier
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Beitragvon Jettele » Mi Nov 28, 2007 22:40

Robert, meine Frage war dahingehend, daß mich interessieren würde WO er studiert hat, da er im Schwarzwald wohnt (wenn ich mich nicht täusche).

Unter dem Berufsbild Förster versteh ich das, was jeder Normalsterbliche auch unter einem Förster versteht. Und das sind nun mal Förster beim Staat, bei der Gemeinde oder im Großprivatwald. Forstwirtschaft studiert zu haben bedeutet für mich nicht gleichzeitig Förster zu sein sondern max Dipl.-Ing. Forst oder Bachelor oder weiß der Geier was. Förster ist der, der ein Revier verwaltet. Und üblicherwiese sind die Reviere größer als 100ha.
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Beitragvon Robiwahn » Mi Nov 28, 2007 23:36

Jettele hat geschrieben:... Förster ist der, der ein Revier verwaltet. Und üblicherwiese sind die Reviere größer als 100ha.


Hmmh, ich kann deine Einschätzung schon verstehen, viele Leute denken so.
Aber ich seh die Schublade ein bisschen weiter. Wenn jemand die Arbeit eines Försters macht (kompl. Waldbewirtschaftung planen, Lohnunternehmer/eigene Arbeiter koordinieren, Holzabsatz organisieren, evtl. sogar Forsteinrichtung, nebenbei Jagdausübung, Wegebau, usw.) dann ist es in meinen Augen egal, ob er das als freiberuflicher Forstberater für viele kleine verschiedene Besitzer macht oder für einen Großen oder eine/mehrere WBV oder so. Er macht die Arbeit eines Försters, also würde ich ihn auch so bezeichnen.
Ich wüsste auch nicht, wie ich mich sonst bezeichnen sollte, Diplomforstwirt (TU) oder Senior Forest Consultant klingt einfach bescheuert. Ich muss sowieso noch immer erklären, was ich denn genau mache, da kann ich auch gleich nen allgemeineren Begriff verwenden.

Ich glaube, in Göttingen/Kassel/Witzenhausen hat man Agrar- und Fowi räumlich eng beieinander, ebenso in München, da könnte man das sicher ohne großen Fahraufwand verbinden. Bin mir aber nicht ganz sicher.

Grüße, Robert
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