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Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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43 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon julius » Mi Mai 09, 2018 20:29

Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Die beiden Punkte sind soweit klar.
Aber wenn ich mit der Fruchtfolge mal in einem Jahr mehr Phosphor ( evtl auch mal mehr N ) ausbringe ist das bei der Nährstoffbilanz egal da hier der 3 Jahresdurchschnitt entscheidend ist und ich die ausgebrachte Menge über 3 Jahre ausgleichen und verteilen kann und ich somit die Grenzen/ha einhalte.

Allerdings könnte das wiederum ein Verstoß gegen die Düngebedarfsermittlung sein da ich in einem Jahr mehr gedüngt habe als laut Düngebedarf zulässig ist ? :?
Wäre das ein Verstoß ?
julius
 
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon Kreuzschiene » Do Mai 10, 2018 5:40

julius hat geschrieben:Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Die beiden Punkte sind soweit klar.
Aber wenn ich mit der Fruchtfolge mal in einem Jahr mehr Phosphor ( evtl auch mal mehr N ) ausbringe ist das bei der Nährstoffbilanz egal da hier der 3 Jahresdurchschnitt entscheidend ist und ich die ausgebrachte Menge über 3 Jahre ausgleichen und verteilen kann und ich somit die Grenzen/ha einhalte.

Allerdings könnte das wiederum ein Verstoß gegen die Düngebedarfsermittlung sein da ich in einem Jahr mehr gedüngt habe als laut Düngebedarf zulässig ist ? :?
Wäre das ein Verstoß ?


Die Düngerbedarfsermittlung ist nur ein grobes Hilfsmittel. Hauptsache, der Zettel ist da. Was zählt, ist die Bilanz, weil hier die harten Fakten stehen: sowohl Ertrag als auch Dünger stehen dann fest.
Kreuzschiene
 
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon böser wolf » Do Mai 10, 2018 8:23

Kreuzschiene hat geschrieben:
julius hat geschrieben:Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung



Die Düngerbedarfsermittlung ist nur ein grobes Hilfsmittel. Hauptsache, der Zettel ist da. Was zählt, ist die Bilanz, weil hier die harten Fakten stehen: sowohl Ertrag als auch Dünger stehen dann fest.



wenn die menge des ermittelten bedarfs überschritten wird , das ist des ein verstoß gegen die düvo !
böser wolf
 
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon CarpeDiem » Do Mai 10, 2018 8:48

böser wolf hat geschrieben:wenn die menge des ermittelten bedarfs überschritten wird , das ist des ein verstoß gegen die düvo


Wer diesen "Verstoss" begeht gehört nicht nur nach der DÜVO belangt sondern wegen......!
CarpeDiem
 
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon Mineralwasser » Do Mai 10, 2018 9:38

Ist nicht der Nährstoffvergleich entscheidend? Maximal 50 kg Überschuss im 3 Jährigen Schnitt, sonst wäre die ja überflüssig.
Mineralwasser
 
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon böser wolf » Do Mai 10, 2018 9:41

CarpeDiem hat geschrieben:
böser wolf hat geschrieben:wenn die menge des ermittelten bedarfs überschritten wird , das ist des ein verstoß gegen die düvo


Wer diesen "Verstoss" begeht gehört nicht nur nach der DÜVO belangt sondern wegen......!



es geht mit nicht um irgendwelche verstöße oder bestrafungen , es stört mich ganz einfach wenn user mit halbwissen glänzen und halb wahrheiten posten
böser wolf
 
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon Bauerntrampel » Do Mai 10, 2018 10:53

Kreuzschiene hat geschrieben:
julius hat geschrieben:Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Die beiden Punkte sind soweit klar.
Aber wenn ich mit der Fruchtfolge mal in einem Jahr mehr Phosphor ( evtl auch mal mehr N ) ausbringe ist das bei der Nährstoffbilanz egal da hier der 3 Jahresdurchschnitt entscheidend ist und ich die ausgebrachte Menge über 3 Jahre ausgleichen und verteilen kann und ich somit die Grenzen/ha einhalte.

Allerdings könnte das wiederum ein Verstoß gegen die Düngebedarfsermittlung sein da ich in einem Jahr mehr gedüngt habe als laut Düngebedarf zulässig ist ? :?
Wäre das ein Verstoß ?


Die Düngerbedarfsermittlung ist nur ein grobes Hilfsmittel. Hauptsache, der Zettel ist da. Was zählt, ist die Bilanz, weil hier die harten Fakten stehen: sowohl Ertrag als auch Dünger stehen dann fest.


Das ist die bayrische Sichtweise, denn Bayern ist ja immer etwas anders als der Rest des Landes. Überall sonst gilt, was die Kollegen schon geschrieben haben. Düngebedarf ist einzuhalten und der Nährstoffvergleich muss stimmen. Sind zwei verschiedene Dinge und haben nicht so viel miteinander zu tun wie manche glauben.
Wobei man beim P ja immer 3 Jahre auf Vorrat düngen darf (natürlich dürfen nicht jedes Jahr 3 neue Jahre beginnen...), womit hier deutlich weniger Probleme auftreten sollten.
voro hat geschrieben:Die Ochsen solltet ihr nicht melken!
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon julius » Do Mai 10, 2018 16:37

Bauerntrampel hat geschrieben:Wobei man beim P ja immer 3 Jahre auf Vorrat düngen darf (natürlich dürfen nicht jedes Jahr 3 neue Jahre beginnen...), womit hier deutlich weniger Probleme auftreten sollten.



Genau das meinte ich :
Wenn ich P für 3 Jahre auf Vorrat dünge hab ich die Nährstoffbilanz zwar eingehalten da ich die ausgebrachte Menge über 3 Jahre verteilen kann, hab aber gegen die Düngebedarfsermittlung in diesem Jahr verstoßen weil ich über den Bedarf gedüngt habe.
Istb das dan ein Verstoß gegen die Düngedarfsermittlung weil sie nicht eingehalten wurde ?

Ob das in Bayern anders ausgelegt wird wird dann wohl auf den einzelnen Prüfer ankommen wie der gelaunt ist ?

So langsam wird das ganze unübersichtlich weil die sich die eine Vorschrift mit der anderen überkreuzt.
Zuletzt geändert von julius am Do Mai 10, 2018 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon julius » Do Mai 10, 2018 16:39

Kreuzschiene hat geschrieben: Was zählt, ist die Bilanz, weil hier die harten Fakten stehen: sowohl Ertrag als auch Dünger stehen dann fest.


Der Ertag, der Bedarf, N Nachlieferung, P Gehaltsstufe und alle anderen Fakten stehen aber auch auf der Düngebedarfsermittlung.
julius
 
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon adefrankl » Do Mai 10, 2018 17:35

julius hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben: Was zählt, ist die Bilanz, weil hier die harten Fakten stehen: sowohl Ertrag als auch Dünger stehen dann fest.


Der Ertag, der Bedarf, N Nachlieferung, P Gehaltsstufe und alle anderen Fakten stehen aber auch auf der Düngebedarfsermittlung.

Da kann aber durchaus was anderes rauskommen. z.B. geht die N Nachlieferung nicht in die Düngebilanz ein. Und bei der Bedarfsermttlung geht es um die erwarteten Erträge, bei der Bilanz um die realen Werte.
Faktisch ist die Bedarfsermittlung doch bestenfalls ein Hilfsmittel,ansonsten gilt es halt die Aufzeichnungen so zu gestalten, dass diese nicht der Bedarfsermittlung wiedersprechen. Das harte Kriterium ist die Düngebilanz. Wenn man bei der Anwendung/Dosierung Fehler macht, dann dürfte es einen bei der Düngebilanz wiedereinholen. Daher würde ich primär zunächst die Düngebilanz betrachten und dann erst sschauen wie man das mit der Bedarfsermittlung in Übereinstimmung bringt.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon julius » Do Mai 10, 2018 19:39

Ich hab zudem auf rund 30 % der Flächen bei P die Gehaltsstufe D bei den Bodenproben, sonst C.
Dürfte somit deutlich weniger P düngen als ich laut Nähstoffbilanz streuen darf.
Auf diesen Stufe D Flächen nur den halben Entzug. :? Auf den restlichen zumindest den Entzug.
Das ist dann doch ein größer Widerspruch zur Nährstoffbilanz.
julius
 
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon Bauerntrampel » Do Mai 10, 2018 19:53

julius hat geschrieben:Ich hab zudem auf rund 30 % der Flächen bei P die Gehaltsstufe D bei den Bodenproben, sonst C.
Dürfte somit deutlich weniger P düngen als ich laut Nähstoffbilanz streuen darf.
Auf diesen Stufe D Flächen nur den halben Entzug. :? Auf den restlichen zumindest den Entzug.
Das ist dann doch ein größer Widerspruch zur Nährstoffbilanz.


Auch bei P-Gehalten >8,7mg P/100 g Boden (entspricht in etwa der unteren Grenze der Gehaltklasse D), ist eine Düngung bis in Höhe der voraussichtlichen Abfuhr immer erlaubt. Und auch eine dreijährige Vorratsdüngung ist immer erlaubt. Somit kann auch der Düngebedarf für 3 Jahre im Voraus ermittelt werden. Wenn du also 3 Jahre lang Mais anbaust mit voraussichtlich 80 kg P205 Entzug je ha und Jahr hast, dann ergibt das einen maximalen Düngebedarf von 240 kg/ha, die du in einem Jahr streuen dürftest. Dafür dann eben die nächsten beiden Jahre gar nichts mehr.
Das ganze ist hier im Forum jetzt schon diverse Male geschrieben worden. Wenn man solche Verständnisprobleme mit den Vorgaben hat und auch eine ganze Menge auf dem Spiel steht, warum holt man sich dann nicht vernünftige Beratung bei Kammer, Landesamt oder was auch immer? Bei Pachtpreisen immer weiter drauflegen aber Beratung darf keinen Cent kosten...
voro hat geschrieben:Die Ochsen solltet ihr nicht melken!
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon elchtestversagt » Fr Mai 11, 2018 8:24

Eine P Düngung in Höhe der Abfuhr ist immer erlaubt, egal welche Gehaltsklasse.
In der Bilanz ist das was anderes: bis 20mg ein Saldo von plus 10 kg /ha, darüber 0 kg /ha.
Die Düngebedarfsermittlung ist erstmal ein Hilfsmittel, und führt bei Nicht-Einhaltung innerhalb der nächsten drei Jahre zu einem Beratungsgespräch mit der Düngebehörde. Keine "Strafen", keine Sanktionen.
Bei der Nährstoffbilanz ist das anders.
Man soll bei der Düngebedarfsermittlung ja nach realistischer Einschätzung düngen.
Sprich in einem Trockengebiet mit einer Ertragserwartung realistisch von 70 dt Weizen ( als Beispiel) soll man nicht auf 90 oder 100 dt düngen. Denn wenn es dann wirklich in die "Hose" geht, sprich man erntet nur 60dt, dann hat man noch ein klein wenig Luft bei dem dreijährigen Mittel von 50 kg N Überschuss in der Bilanz ( und wenn man Gülle/Mist Gärrest einsetzt braucht man den auch, wg. der unterschiedlichen Ausnutzungsgradrechnung und Nachlieferung).
Wenn ich jetzt also in einem Trockengebiet auf 100dt Ertrag dünge, auch wenn der auf Opas Namen gekauft wurde, und ich nur 50dt ernte, dann hat man ein Problem. Nicht nur dieses Jahr, sondern auch im nächsten, übernächsten usw.
Das ist dann Vorsatz und wird bestraft ( bei ungereimtheiten wird dann eine N-min Probe genommen, und wenn die bei 200 kg liegt, weiss man, das irgendwo "beschissen" wurde).
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon Cowrider » Fr Mai 11, 2018 10:06

Es gibt ja Regionale Ertragserwartungen. Bei diesen hat man einen +/- 10% Koridor den man anwenden kann. Liegst du dann mit deinen Erträgen weit drüber musst du Nachweisen (Abrechnungen) das du so ein guter Ackernauer bist und das glaubhaft. Ansonsten wird es dir bei einer Kontrolle nicht besonders gut gehen. Auch wenn du dann am Jahresende deine Düngerbilanz machst verhagelts die auch. Also sollte man einfach nicht Zuviel trixen denn irgendwo kommt’s raus dann hast ein Problem.
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Re: Nährstoffbilanz / Düngebedarfsermittlung

Beitragvon marius » Fr Mai 11, 2018 10:16

elchtestversagt hat geschrieben:Eine P Düngung in Höhe der Abfuhr ist immer erlaubt, egal welche Gehaltsklasse.


Bei der Düngebedarfsermittlung meiner offiziell vom Amt ausgegegeben Excel Tabelle darf bei P :
bei Boden Gehaltsklasse :
C -nur der Entzug
D -der halbe Entzug
E -überhaupt kein P gedüngt werden
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