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Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon Jochens Bruder » Di Mär 19, 2013 20:41

Was genau wollt ihr mir eigentlich erklären? Die hier verwendeten Rassen bringen von der Genetik her nur 600 - 700 Gramm wenn alles gut läuft. Deshalb brauchen die auch keine Medikamente und klimatisierte, keimfreie Ställe. Dafür schmeckt das Fleisch besser als bei den 1.000 Gramm Rassen und der Verbraucher muß keine Angst wegen Antibiotikas haben. Deshalb bekommt man als Erzeuger etwas höhere Preise. Soviel zum Thema Grenzwert und "in den Spiegel gucken können".
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon xyxy » Di Mär 19, 2013 20:44

jetzt wirds drollig, woran machst denn du die genetische Leistung fest, mit dem Zollstock? :lol:
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon SHierling » Di Mär 19, 2013 23:23

Jochen, Du solltest mal weniger saufen. Bei Dir merkt man je nach Beitrag und Formulierung Deinen Alk-Spiegel.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon Brotzeit » Di Mär 19, 2013 23:49

SHierling hat geschrieben:Jochen, Du solltest mal weniger saufen. Bei Dir merkt man je nach Beitrag und Formulierung Deinen Alk-Spiegel.


Jochens Bruder,

ich hab in anderen Threads auch schon mal die eine oder andere Meinung geäußert, man sollte seine Tiere artgerecht halten - ich hab's inzwischen aufgegeben. Am Ende bleiben immer nur Beleidigungen der niedersten Talsohle (siehe oben), die einen eigentlich nur noch sprachlos machen....

Ich teile deine Meinung und kann deine Einstellung zu Tieren nur gut heißen. Aber in diesem Forum sind kritische Meinungen nicht erwünscht - die wollen sich nur gegenseitig befruchten, was ein gewisser Anteil von Verbrauchern wünscht, ist ihnen egal.

Schon dir deine Nerven

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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon Fassi » Mi Mär 20, 2013 0:07

Tja, Jochen ich kann gucken. Und abgesehen von den fehlenden Spalten und der Frischluft sieht das platzmässig nicht anders aus, als in den meisten Mastställen, die ich so von innen gesehen hab. Ausser ihr hab da irgendwelche Zwergrassen. Und auch wenn Du nur nen paar Schweine hast, Ahnung von deren Haltung und Zucht fehlt Dir immer noch.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon Nordhesse » Mi Mär 20, 2013 7:32

@ Brotzeit- Wenn Jochen schreibt, das Threadteilnehmer eigentlich am liebsten die größten Umweltsäue wären, dann trägt das auch nicht zu versachlichung bei. ( Tottierentsorgung).
ich warte immer noch auf die Stellungnahme vom Moralministerium.
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon elchtestversagt » Mi Mär 20, 2013 8:55

Ihr werft da gewaltig was durcheinander.
Jochens Bruder; die Zunahmen liegen eindeutig in der Genetik.
Mit steigender Futteraufnahme steigen auch die Zunahmen; und die Futteraufnahme ist genetisch bedingt; einhergehend damit ist auch die Fleischbeschaffenheit; weniger Zunahmen; magere Schweine; hohe Zunahmen; fettere Schweine.
Auch heute hat ein Deutsches Edelschwein gekreuzt mit Pi in einem top Stall; bestes Futter maximal eine Zunahme von 750 gr/tag; ein Dänischer Duroc mal DanZucht andere Seite in der Bucht locker 950 gramm.
Dafür ist ersteres Fleisch trocken wie Schuhsohle; bei zweitem schrumpft das Schnitzel dagegen kaum in der Pfanne...
Dennoch ist ersteres Schwein dopplelt so anfällig gegenüber Krankheiten; weil es in der Genetik liegt.
Ein Dänisches Duroc Schwein dagegen ist absolut Stressunempfindlich; weil es "fetter" ist.
Also entweder müssen alle Schweinehalter auf Rassen umstellen; die von Haus aus nicht wachsen; oder aber man muss tatsächlich die Tiere Rückkreuzen.
Zu den Ferkelzahlen: Die waren damals tatsächlich genauso hoch; eine Sau kann genetisch nicht mehr oder weniger Ferkel werfen.
Die Sauen mit den hohen Ferkelzahlen ist´nunmal die Dan-Zuchtsau; die ist einfach von Haus aus fruchtbarer.
Es gibt beim Menschen auch fruchtbare Frauen und nicht fruchtbare Frauen; das ist nunmal so.
Das deine Zunahmen mit dem tropischen "Kälteeinbruch" zu tun haben ist ganz einfach und genau dasselbe haben wir auch: Deinen Schweinen ist es einfach zu heiss.
Schweine haben eine Wohlfühltemperatur von 18-21 Grad in der Endmastzone.
Wenn es nun tagsüber heiss ist; dann können die sich ja nirgends abkühlen.
Wenn es dann nachts "kälter" wird; dann können die das; sprich die legen sich in die kühlste Zone rein.
Dann wird es eigentlich nachts zu kalt; bzw. die "kalte" luft fällt ungehindert auf die Schweine; nur die legen sich dort nicht weg; folge ist die holen sich quasi die Schwindsucht weg; die haben unterschwellig Fieber.
Und damit einhergehend die Leistungsminderung.
Nebenbei; Schweine und tropisches Klima vertragen sich nicht wirklich gut; Schweine können nicht schwitzen; die machen das wíe ein Hund über die Atmung.
Wenn aber die Luftfeuchtigkeit schon Klimabedingt sehr hoch ist; dann kann diese Luft die Feuchtigkeit der Tiere ( und damit die Kühlung) nur bedingt aufnehmen.
Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei 60%.
Deshalb kannst du auch nie mit solchen Leistungsdaten wie wir glänzen; der Standort bringt keine hohen Leistungen; egal welche Genetik.
Deshalb bleiben dir zwei Lösungen: Entweder machst du es tagsüber kälter; oder nachts darf es nicht kühler werden.
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon Jochens Bruder » Mi Mär 20, 2013 15:35

@ Elchtest: Danke für die Erläuterungen. Wie gesagt, wegen der Erhöhung der Nachttemperatur in den Buchten sind wir schon am recherchieren.

Bei unseren Tieren handelt es sich um Landrace Schweine. Die sind offenbar für die Tropen gut geeignet, jedenfalls gibt es nur sehr selten Ausfälle und Krankheiten. Ein Bekannter von uns hat sich mal als Lohnmäster für einen Konzern versucht. Deren Schweine waren extrem hochgezüchtet und hatten ein Rippenpaar mehr. Die durften nur mit dem vom Konzern gelieferten Futter versorgt werden, jede kleine Abweichung von den Normen führte zu schweren Erkrankungen aund Ausfällen. Das war ein Mega-Desaster. Da nützt dann eine genetisch hohe Gewichtszunahme überhaupt nichts. Das macht nur Sinn wenn man wirklich perfekte Ställe usw. hat.

Wir sind mit der Farm immer noch in der Experimentierphase. Was immer wir ausprobieren, es muß sich von Kleinbauern nachahmen lassen. Deshalb, und weil wir für das Schweine-Experiment nur gut 3.000 EURO zu Verfügung hatten, konnten wir keine Spaltenböden bauen. Da würde dann ja noch der Gülletank und vor allem Maschinen zur Gülleausbringung nötig werden. Das Geld hat also gerade für den Bau des Stalles mit 2 Buchten sowie Kauf und Aufzucht von 12 Ferkeln gereicht. Seitdem trägt es sich und macht auch etwas Gewinn.

Der Tierarzt hatte auch von Spaltenböden abgeraten da er negative Auswirkungen durch die Ammoniak-Ausgasungen und Geruchsprobleme befürchtete. Also stehe die Tiere auf dem Zementboden und es wird 2 mal täglich alles mit Wasser abgespritzt. Das Zeugs läuft hinten ab und wird alle paar Tage mit etwas Holzkohlepulver und Humuserde bedeckt. Nach einigen Wochen wird das dann als Terra Preta Erdmischung verwendet. Das hat den Vorteil dass man diesen Dünger in Säcke füllen und leicht über Trampelpfade zu den Feldern bringen kann.

Wir hatten auch mit Einstreu experimentiert. Das hat zunächst wunderbar funktioniert, wegen der den Reishülsen untergemischten Holzkohle, Asche und Salz null Geruch und keine Moskitos. Das böse Erwachen brachte ein leichter Taifun: Durch den Wind hat es von der Seite her in die Buchten reingeregnet. Das führte sofort zur Schimmelbildung und mordsmäßigem Gestank. Diese Methode funktioniert also nur wenn das Dach weit genug übersteht, und das läßt sich nachträglich nicht zu vertretbaren Kosten bewerkstelligen. Bei einem Neubau sieht es dann anders aus.

Beste Grüße vom Tropenbalkon, Jochen
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Mär 20, 2013 19:47

Gibts dann einen Blockwart, der die Ferkel an der Sau zählt? Das Mastschwein in regelmäßigen Abständen wiegt?

Is wie bei der Milchleistung. Vor 30 Jahren hieß 9000 kg bringt die Kühe um, Tierarzt, laberrhabarber. Da dreht sich heute keiner mehr nach um. Heute sinds die Kühe mit 11 oder 12ooo kg die im Visier stehen. Muß man mit leben.
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Re: Neuer Ansatz in Sachen Tierschutz bei Schweinen

Beitragvon Hopplahopp » Fr Mär 29, 2013 18:57

Hallo Elchtest,

ich beschäftige mich grad mit der Thermoregulation von Schweinen und nein - Schweine sind keine Atmungskühler (Hechler wie Hunde) sondern Liegekühler (Suhler) und grad die in hoher Mastleistung stehenden (Dan...) haben hier Probleme. Weil der größte Wärmeproduzent - die Verdauung ist (50 %).

Und weil der Wasserhaushalt (wenn sie i.d.R. in normalen konvi-Ställen nicht Liege-Kühlen können..) mit der Wachstumsleistung kollidiert und die Wasseraufnahme/Volumen begrenzt ist. Und zur Thermoregulation haben die Tiere noch ganz andere Mechanismen eingebaut, weil verhecheln total ineffizient ist wenn es um die Kühlung der lebenswichtigen Organe geht.

Das tägliche Abspritzen von Betonböden/feucht/kühl ist eine gute Lösung - für diese Region, oder?

Gruß Hopplahopp
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