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Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon DWEWT » Fr Aug 02, 2019 9:28

Moin, ich denke es ist an der Zeit, dass sich Ökobauern hier im Forum über ihren Pflanzenbau austauschen. Natürlich können sich auch die konv. Kollegen konstruktiv einbringen.
Ich hatte für dieses Jahr noch einmal "Arnold" angebaut. Ertrag leider sehr unterdurchschnittlich bei allerdings sehr hoher Qualität. Hier die Daten. HL 80,6; FZ 299; Sedi 71,1; Eiw. 16,4; Kleber 36,8; Ertrag 4,1t/ha.
Leider sind die Verarbeiter/Händler noch zu gut mit guter Ware aus dem Vorjahr versorgt. Dazu kommen die neuen Kollegen mit ihrem Getreide. Preisangebote liegen bisher bei 315 bis 355€/t. Im letzten Jahr wurde für gleichwertige Ware 440 bis 470€/t gezahlt.
Für meine Triticale liegt überhaupt noch kein Ankaufsangebot vor.
Wie sieht es bei euch aus?
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon sunnyboy » So Aug 04, 2019 12:14

Servus,

die naturland marktgesellschaft bezahlt zurzeit für triticale 22,00 Euro. Für backroggen bekommt man 30,00 Euro +X, je nach Sortengruppe und ob populationssorte oder hybridsorte. Für reine populationssorten gibt's ein paar Euro mehr. Bei Dinkel zurzeit 43,00 Euro, wenn die kleberwerte höher als 27 sind dementsprechend mehr.

Gruß sunnyboy
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon heico » So Aug 04, 2019 13:04

Wir verkaufen nur direkt an Bäcker für 50 €/dt lose gereinigt für Weizen und Roggen.
Beim Weizen war es Arnold, der jetzt ersetzt wurde durch Tobias. Sind beide früh und haben unterdurchschnittliche Erträge von 4 bis 4,5 t/ha.
Wenn ich den Aufwand für die Reinigung und Einzeltransporte abziehe, sind es nur noch 40 €/dt.
Ich sehe dass viel neue Betriebe Getreide anbauen und der Preis weiter unter Druck kommt.
Hab mich deswegen weitgehende aus der Getreideerzeugung zurückgezogen.
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon DWEWT » So Aug 04, 2019 14:15

heico hat geschrieben:Hab mich deswegen weitgehende aus der Getreideerzeugung zurückgezogen.


Wie nutzt du deine Ackerflächen zukünftig?
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon heico » So Aug 04, 2019 14:17

Arznei-, Gewürzkräuter und Teeplantagen, da die Fläche knapp ist oder die Pacht hoch ist.
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon Biohias » So Aug 04, 2019 15:15

Zur diesjährigen Ernte waren folgende Sorten im Anbau:
WG Hedwig im Schnitt 53dt
WR KWS Binntto ca.55dt, aber sehr unterschiedlich von 35 bis 75
WW Moschus ca. 35dt auf Sand vertrocknet :roll:
HA Max ca. 40dt
Di Zollernspelz ca. 45dt
AB Fanfare und Fuego Steht noch
KE Astronaute und Gambit 15-27 dt
TC Cosinus 40 - 48dt
KM KWS Carolinio und KWinns wird wohl eher Silomais

Qualitäten weiß ich noch nicht, hab noch nix eingeschickt.
Düngung zu Dinkel und Hafer Rindermist, zu WG und WR Rindergülle, zu KM Schweinemist und Rindergülle und zu TC und WW Schweinejauche.
Mit den Erträgen bin ich insgesamt zufrieden, war auch konventionell tlw. nicht mehr. Wo kein Wasser ist hilft alles Düngen und der ''Pflanzenschutz'' nichts....
Futterware gibt's mit den neuen Ökobetrieben genug, brauch ich eh fast alles selbst, WW, Dinkel und Hafer werden als Speiseware verkauft.
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon Farmer79 » Di Aug 06, 2019 8:37

sunnyboy hat geschrieben:naturland marktgesellschaft bezahlt zurzeit für triticale 22,00 Euro


Das ist sehr wenig.
Denke der Markt ist sehr undurchsichtig, zum einen durch relativ viele Umsteller und zum anderen
durch das besch... Wetter, da schwanken die Erträge doch stark.

Ich benötige mein Getreide als Futter komplett selbst. Da ich beim Grundfutter auch immer
sehr knapp bin, müsste ich mal durchrechnen ob ich mehr Kleegras / Luzerne anbaue und
Futtergetreide zukaufe.

MLF müsste ja auch bei der vielen U-Ware und dem günstigen Futtergetreidepreis ja eher günstiger wreden.
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon DWEWT » Di Aug 06, 2019 8:54

Die Ankaufangebote für meine Tritical liegen bei 195 bis 235€/t, netto verladen ab Hof. Preise bereinigt um die Transportkosten.
Die Gründe für diese geringen Preise liegen im höheren Aufkommen an Futtergetreide durch Neubetriebe, den 15 bis 25%igen Restmengen aus der Vorjahresernte, der eher zurückhaltenden Veredlung (vor allem bei den Schweinen) und der besseren Ernte vor allem im Süden der Republik. Viele Vermarkter/Aufnehmer reden schon von einer Bio-Überproduktion.
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon Farmer79 » Di Aug 06, 2019 9:26

DWEWT hat geschrieben:Bio-Überproduktion
-> Vermutlich nur im Bereich "Ackerbau"?

@DWEWT: Bist Du Landwirt?
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon DWEWT » Do Aug 08, 2019 11:14

Farmer79 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Bio-Überproduktion
-> Vermutlich nur im Bereich "Ackerbau"?

@DWEWT: Bist Du Landwirt?


Ja, ich bin praktizierender Landwirt und Berater. Warum fragst du?
Ich war vor einigen Tagen zu Gesprächen über die Rindfleischvermarktung bis zum Jahresende angeladen worden. Die Preise für Ochsen und Färsen (Fleischrind bzw. Fleischrind x FVF-Milch) werden an 01.09.2019 um 15 bis 20€ct nachgeben. Bei den Schweinen ist man sich noch nicht schlüssig. Der bisherige Preis von 3,50€/kg bei 54%MFA, wird aber nicht zu halten sein. Der Preisrückgang kann z.T. über das günstiger werden Futter kompensiert werden. Genau das ist auch der Grund für die Rücknahme des Preises. Es entstand eine hitzige Diskussion über diese Art der Preisgestaltung. Verbandsware ist im Schweinefleischbereich immer noch recht zügig abzusetzen. Vo daher, wäre ein Preisrückgang auch nicht nötig.
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon DWEWT » Do Aug 08, 2019 11:21

Mir liegt jetzt ein Ankaufsangebot für meine Triticale vor. 250€/t, netto, frei verladen ab Hof. Für meinen Weizen "Arnold" werden mir 395€/t, netto, verladen ab Hof geboten. Ich werde wohl zugreifen. Einige Abnehmer nehmen z.Zt. gar kein Futtergetreide mehr an. Die Qualitätsanalyse beim potenziellen Abnehmer ergab für meinen Weizen: HL 80,6; FZ: 321; Eiweiß: 16,7; Sedi: 72,3 und Kleber: 38,8. Normaler Backweizen (ab 12,3 eiweiß) wird derzeit mit ca. 350 €/t bezahlt.
Wie sind die Preise im Süden?
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon heico » Do Aug 08, 2019 11:23

Die Fleischpreise sind von Anfang an (80-er Jahre)viel zu niedrig kaluliert worden.
Das bedingt dann auch, dass das Futter sehr günstig sein muss. Bis jetzt wurden die Getreidepreis durch Importe aus SO Europa niedrig gehalten.
Somit werden die Getreidepreise ab jetzt immer unter Druck bleiben. Bei Milch ist eine Ausnahme, hier sind die Preise ok - oder?
Jetzt könnte die neue Situation dazu führen, dass große Betriebe den Markt übernehmen und die Betriebe, die die Biobranche aufgebaut haben, Auslaufbetriebe werden.
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon DWEWT » Do Aug 08, 2019 11:59

Im nächsten Jahr kommen Agrarvis/Raiffeisen mit ihrer Bioschiene auf den Markt. Die werden dann zwar Scheinepreise bieten aber, Wettbewerb fördert das Geschäft. Vor allem gibt es dann auch die Möglichkeit, Restmengen, ohne überproportionelle Beteiligung an den Transportkosten, zeitnah zur Ernte absetzen zu können. In diesem Jahr werde ich die Sorte "Alessio" aus ihrem Biosegment aussäen.
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon mad ass » Do Aug 08, 2019 14:22

heico hat geschrieben:Arznei-, Gewürzkräuter und Teeplantagen, da die Fläche knapp ist oder die Pacht hoch ist.


Darf man fragen was du an genannten Kulturen so anbaust?
Wie poste ich falsch: Nachdem ich Google und Wikipedia erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen, in den falschen Unterforen, mit kreativem Titel und undeutlichem Text, unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann!!!
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Re: Ökogetreide: Sorten, Qualitäten, Erträge, Vermarktung

Beitragvon heico » Do Aug 08, 2019 19:18

Wir bauen alles an was gebraucht wird. Es gibt Absprache mit Abnehmern. Z.Zt. bauen wir Pfefferminze und Melisse an als Schwerpunkt und einige neue Früchte, die dann evtl die Stellung einnehmen,wenn die erstgenannten nicht mehr gut laufen.
Ein 2. Standbein sind Arznei, Gewürzpflanzen (Kümmel, Fenchel, Petersilie, Koriander, Dill usw) und ein kleiner Teil sind Wildpflanzenvermehrungen. Hier müssen die Körner selber in der Natur gesammelt werden (Sammlergenehmigung erforderlich), vorvermehrt und dann die Produktion für den Verkauf. Da gehen Jahre ins Land bevor Saatgut verkauft werden kann.
Das Risiko bei den oben genannten Pflanzen ist hoch, da die Blattkräuter sehr leicht Pflanzenschutzmittel enthalten aus Abdrift und die zu letzt genannten haben ein hohes Anbaurisiko mit Totalausfällen bis 75%
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