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Organspende...

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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49 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4

Re: Organspende...

Beitragvon MF-133 » So Aug 19, 2012 16:36

Oh, ich bin nicht religiös, in dem Sinn, dass Gott etwas außerhalb meines Denkens wäre. Nach den Erdenjahren wartet nur der leere Himmel. Gott existiert m.E. "objektiv" nicht. Ich bin (so wenig wie irgendein anderer) nur nicht auf das reduzierbar, was das Fußvolk "Vernunft" zu nennen gelernt hat und tatsächlich nur ein bestimmtes für gewöhnlich formal-logisches Denk-Regelwerk darstellt, das familiär oder kulturell bedingt ist (Alles klar...?).

Um auf die Ursprünge der Frage nach der Organspende zurückzukommen: Soll man einem Toten was rausbauen, was der eh nicht mehr braucht? Warum nicht...Macht man beim Traktor ja auch so. Aber wer zahlt...? Und ist der Mensch wirklich ein Traktor...? Bei der Organspendegeschichte wird der Sterbeprozess und dessen Bedeutung weitestgehend ausgeklammert. Man definiert den messbaren Hirntod als Lebensende, weil er nicht mehr umgekehrt werden kann. Das Sterben gehört jedoch dem Sterbenden und sonst niemandem.
Es ist Teil seiner Menschenwürde. Ein Sterbender ist so wenig wie irgendein anderer verantwortlich für das Leid, das jemand wg. irgendeinem Organversagen erleben muss. Seine Organe gehören ihm bis man ihn verscharrt oder verbrennt. MFG
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Re: Organspende...

Beitragvon Djup-i-sverige » So Aug 19, 2012 16:40

Ich kann mich an einen erinnern, ich war ja Hausmeisterzivi, und kam so in jedes Zimmer min. einmal die Woche bei der Getränkeverteilung,
Der ist am ersten Tag meines Dienstes im Bett gelegen der linke Arm in Höhe gestreckt, kein Ausdruck im Gesicht, NULL Reaktion auf Anrede oder Augenkontakt, und bis zum letzten Tag meines Dienstes hat sich daran nicht das Mindeste daran geändert, und weil du von Bewusstsein sprichst, wenn man in dem Zustand bei vollem Bewusstsein wäre, wäre es für mich Folter, nicht Pflege, und ist man nicht mehr da, für was würde der Fleischbrocken(Sorry, so sehe ich das nunmal) noch am Leben erhalten?
Ebenso schwerstbehinderte Menschen, wird immer gesagt es sei sozial sie am Leben (Meiner Meinung nach liegt da wahrer Egoismus der Nichtbehinderten, die sich einbilden, das müsse so sein, weil sie es so wollen) zu erhalten, auch wenn sie nie autark leben könnten, sich nicht artikulieren und nur dahinsiechen.Beide Menschengruppen kann man nicht fragen, ob sie das wollen, oder eben doch nicht.
Da ist der Unterschied zum Transplantierten Menschen, den kann man befragen ob er mit dem Leben klarkommt, nach der Transplantation, und scheinbar funktioniert das.(Ich würd auch eher drauf verzichten mich mein Leben lang mit Medikamenten und evtl. schwersten Nebenwirkungen rumschlagen zu müssen,aber ebenso würd ich nicht (nach Unfall o.ä.) als sabbernder schwerstbehinderter Fleischsack dahinvegetieren wollen, oder im Altersheim gesichtslos die Decke 2-3-4-5 jahre lang anstarren wollen (auch wenn ich vielleicht dann kurz vor dem Tod noch einen lichten Moment hätte) letzteres beides erst recht :!: wenn ich alles noch mitbekommen würde, mich aber weder bewegen noch anders artikulieren könnte ).
Ist jetzt aber nur auf mich bezogen(Da ich mich auch jeglichen religiösen "was wäre wenn dann danach" enthalte..)....
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Organspende...

Beitragvon SHierling » So Aug 19, 2012 17:17

Es ist Teil seiner Menschenwürde. Ein Sterbender ist so wenig wie irgendein anderer verantwortlich für das Leid, das jemand wg. irgendeinem Organversagen erleben muss. Seine Organe gehören ihm bis man ihn verscharrt oder verbrennt.

Na, das ist ja ne tolle Einstellung. Klar, WIR sind an gar nichts Schuld, das macht alles der Liebe (!!!!!) Gott, der läßt die Leute leiden. Und wenn ich für etwas nicht verantwortlich bin, muß ich natürlich auch nicht helfen ????

Bist Du schon mal an einem Verkehrsunfall vorbeigekommen, für den Du "nicht verantwortlich" bist? Und?
Die Leute im Blut liegen lassen ist völlig ok, ist ja nicht Deine Verantwortung ?

Man man man - das einzige, wo ich Dir zustimme, ist, daß meine Organe MIR gehören.
ICH kann sie verschenken, an wen ich will, ohne das jemand anderer da reinzureden hat.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Organspende...

Beitragvon Piet » So Aug 19, 2012 19:28

Ich habe vor ca.8 Jahren einen Ausweis ausgefüllt, weil ich die Idee für gut halte!
Vor 3 Jahren dann, bekam ich eine schwere Lungenfibrose und eine Transplantation wurde wahrscheinlich.
Zum Glück sprach die Behandlung mit Medikamenten so gut an,daß das nicht notwendig wurde, aber ich wäre um einen Spender sehr froh gewesen :!:
Was die Krankheit ausgelöst hat ist nicht bekannt, also weiss auch niemand, wer "verantwortlich" ist.
Sollte man mich deswegen sterben lassen, auch wenn es anders ginge :?:
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Alta, lass uns Baumarkt!
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Re: Organspende...

Beitragvon Moorfee » So Aug 19, 2012 22:36

Schrat hat geschrieben:Trotzdem habe ich keinen solchen Spenderausweis. Und der Grund ist der, da habe ich immer so ein Bild vor den Augen von einem gierigen Banker, der sich in seiner Stellung so schon viel mehr zusammen gerafft hat als ihm zusteht und sich obendrein noch seine Geburtstagsfeier vom Steuerzahler bezahlen lässt, und das sich eben dieser Banker mit seinen ergaunerten Geld eine Vorzugsbehandlung erkauft sobald er auf eine solche Organspende angewiesen wäre. Von schlimmeren Annahmen will ich jetzt gar nicht mal ausgehen. Diesen Leuten werde ich ganz sicher keinen Schein zum Glück ausstellen.
.


Hallo
Ja, na und?
Dann schreibs doch einfach mal mit drauf auf den Ausweis. Wo ist das Problem?

Ob nun zulässig oder nicht....den Arzt will ich sehen, der sich da drauf einlässt, wenn auf dem Ausweis steht:"Mein letzter Wille ist ausdrücklich ...keine Banker....blah, blah, blah....und wurde bei Notar xy oder Familienmitglied yz hinterlegt....."
Und ein Restrisiko, beschissen zu werden, hat man ohnehin immer im Leben.
Außerdem hat man letztlich doch nicht mal bei seinen Kindern Sicherheit, ob die Bauer werden oder Banker, Gandhi oder *Zensur*.Ein Teil von einem lebt weiter und man möchte das natürlich gern beeinflußen, kann man aber nicht wirklich.
Thats life.
Und durchaus möglich ist ja auch ein windiger Banker, der aber von seinen vier Kindern und seiner Frau herzlich geliebt wird und ein toller Papi ist, im Gegensatz zu einem ehrlich und schwer arbeitenden Automechaniker, der seine Frau regelmäßig grün und blau drischt und seine Kinder vergewaltigt...also einem, der vielleicht zufällig dann Deinen Vorgaben entspräche und Dein Organ bekommt, aber den sein ganzes Umfeld herzlich gern lieber losgeworden wäre... :twisted:

Viel besser fänd ich allerdings dann eine ganz normale Spende und einen beigelegten Mecker-Brief, für den Fall, dass ein Banker....denn das könnte bei dem eventuell ja ankommen und sogar aufmerksamer als Anderes gelesen und bedacht werden.... :mrgreen:
Aber das darf natürlich nicht...ist klar...weils ja zu persönlich wär und dann die Heilung eines Patienten erschweren könnte, wenn er sowas bekommt und in Depressionen verfällt.
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Re: Organspende...

Beitragvon MF-133 » So Aug 19, 2012 23:16

In diesem Meinungswechsel hier gehen ein paar Dinge ziemlich durcheinander, die aus meiner Sicht entwirrt werden sollten. Vllt. konnte ich mich auch nicht deutlich genug ausdrücken.

Ausgangspunkt ist der Mangel an Organen, bzw. spendewilligen Menschen. Es wird rund um die Diskussion des Organspendens etwas ganz Wesentliches nicht deutlich gemacht, nämlich der Zeitpunkt der Organentnahme. Es ist -notwendigerweise- nicht möglich aus komplett toten Leuten Organe zu entnehmen, denn die Organe müssen ja noch tun! Wann ist der Mensch wirklich tot? Es wird der Hirntod definiert als Lebensende, als „Grenzwert“ wie der Grenzwert von Arsen im Trinkwasser. Der überschaubare Aussagewert von Grenzwerten braucht, glaube ich, nicht erläutert zu werden.

Wenn jemand Organe spenden will, muss er sich darüber im Klaren sein, dass er damit einwilligt, seinen eigenen Sterbeprozess unterbrechen zu lassen und zwar gewaltsam.

Wer ein Spendeorgan annimmt, muss sich über die Größe des Eingriffs am Spender im Klaren sein.

Es ist momentan politisch korrekt, Organspenden gut zu finden..

Das ist soviel oder so wenig „vernünftig“ und „selbstlos“ wie es andere gesellschaftlich akzeptierte gute Taten in der Vergangenheit auch waren, unbeschadet ihrer späteren Fraglichkeit.

Und vom „Organgeschachere", ob es nun indische Nieren sind oder was neulich in D aufgeflogen ist, reden wir mal gar nicht.

Ich lehne das ab. Ist das nun egoistisch? Von mir aus.

Als Inhaber eines Organspendeausweises kann ich, wie es den Anschein hat, im übrigen gerade nicht entscheiden, wer meine Teile kriegt. Zumindest siehts im aktuellen Skandal danach aus.

Schon möglich, dass mir mal eine Douglasie auf den Kopf fällt und wenn ich nur ein Spender wäre, ein anderer Familienvater mit meinem Zwerchfell besser lachen könnte als vorher und außerdem noch ein Haus bauen, Kinder zeugen, einen Apfelbaum pflanzen und ein Heilmittel gegen Aids erfinden.
Kann aber auch sein, er haut seine Frau, überfällt ne Bank und zettelt den Dritten Weltkrieg an. Und was ist dann aus meiner guten Tat geworden?
Dieses: „Du bist kein Gutmensch, wenn Du Deine Organe nicht hergibst, denn Du könntest Leid vermeiden“ ist absurd.

Was man über die Wahrnehmung der Zeit bei Sterbenden so weiß, ähnelt einem „luziden“ Traum. Als etwas, was das Gehirn selber erschafft, wird das als realer erlebt, als alles, was von außen über die Sinne in den Kopf kommt. Ich möchte diese letzte Erfahrung eines Tages machen und ich möchte sie niemandem anders vorenthalten wissen, selbst wenn dessen Gallenblase mir vllt. auch passen würde.

Jede Dilemmasituation muss man im Übrigen gesondert betrachten, es gibt keine „Prinzipien“ die widerspruchsfrei immer anwendbar sind oder die man bei anderen zwingend einfordern könnte, ob es nun das Schummeln bei der Steuererklärung ist, das Bergen von Unfallopfern oder der Umgang mit Andersdenkenden zum Thema „Organspende“.
Irgendwelche komischen Links hier zu posten, spar ich mir jetzt. Kann jeder selber googeln.
Mehr fällt mir zu diesem Thema auch nicht mehr ein.
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Re: Organspende...

Beitragvon marcus2602 » So Aug 19, 2012 23:52

Da ich grad vom Kalk streuen komme und um 6 wieder aufstehen muss will ich mich mal kurz fassen....
MF 1. kannst du kein Lebewesen mit einen Trecker vergleichen
2. solltest du mal zB ein Herz brauchen, dann wirst auch du auf den Knien betteln um ein Spenderherz. Das kannst du nicht abstreiten, denn der Instinkt des Menschen ist es um jeden Preis am Leben zu bleiben. Deshalb kennt ja auch jeder Mensch das Gefühl der Angst, die Angst gehört zum Schutz des eigenen Lebens.
3. Ist das totaler quatsch das wenn ein Mensch Hirntot ist das er dann noch "lebt". Wenn eine Maschine den Kreislauf künstlich in "Bewegung" hält, wo ist das denn dann ein Leben? Hallo???? Es können verdammt viele Menschenleben damit gerettet werden!!! Da überlegt man doch nicht oder????
4. Jede Menge Medikamente nehmen wenn man ein Herz transplantiert bekommt??? Das kommt immer auf die Person drauf an, das ist bei jeder Person anders! Bei einen "full house" Transplantat zB. gibt es in den seltesten Fällen Komplikationen...
Meine Freundin zB nimmt am Tag 3mgr Prograf + aus rein Sicherheit gegen Entzündungen 0,5 Kortison ein und das wars!
Ohne Spenderniere wäre sie heut nicht mewhr unter uns REICHT DAS NICHT ALS ARGUMENT FÜR ORGANSPENDE SICH AUSZUSPRECHEN?????? Bei meiner Freundin ist das schlimmste an der Geschichte das sie ihre Nieren im jungen Alter nur wegen eines Ärztefehlers verloren hat. SOll SIE DANN KEIN RECHT MEHR AUF LEBEN HABEN?? Ihre jetzige Niere wäre heut schon Stück Erde oder Nahrung vom Insekten etc. wenn der Spender sie nicht "abgegeben" hätte.
Nur zur Info: meine Freundin hat der Krankenkasse natürlich viel Geld gekostet, ( wobei man bei einen Leben eigentlich nicht auf Geld schauen sollte) aber heute führt sie ein ganz normales Leben, sie hat nach der Transplantation studiert und arbeitet ganz normal. Einzige was anders ist, Sie muss rein vorsorglich ein x im Monat zur Blutabnahme.

Jungs bevor IHR hier son quatsch äussert, geht lieber vorher zu einer Infoveranstaltung über Transplantation dann dürft IHR EUCH äußern!
Ach ja und direkt danach geht bitte ins Krankenhaus auf eine Kinderstation und ruft alle Kinder zusammen die auf einen Spender warten...und denkt drüber nach auch euer Kind oder IHR selber könntet hier auf ein Organ warten!!!!
Ich glaube danach denkt ihr anders!!!!!
Gruß Marcus
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Re: Organspende...

Beitragvon marcus2602 » So Aug 19, 2012 23:54

Ach übrigens am 3. November diesen Jahres feiern wir wieder wie jedes Jahr... denn dann hat meine Freundin ihre Niere 13 Jahre !!!!
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Re: Organspende...

Beitragvon Moorfee » Mo Aug 20, 2012 13:30

marcus2602 hat geschrieben:3. Ist das totaler quatsch das wenn ein Mensch Hirntot ist das er dann noch "lebt". Wenn eine Maschine den Kreislauf künstlich in "Bewegung" hält, wo ist das denn dann ein Leben? Hallo???? Es können verdammt viele Menschenleben damit gerettet werden!!! Da überlegt man doch nicht oder????


Hallo
Also doch, ich persönlich schon. Ich kann mich da auch irgendwie nicht entscheiden.
Dem zu Grunde liegt, dass ich mal Jemanden kennen gelernt habe, den die Ärzte und auch seine Eltern bereits abschalten lassen wollten nach einem schweren Unfall und einer ganzen vergangenen Weile.
Wer es einzig nicht wollte und vehement verhindert hat, war sein Frau.

Und das verrückte ist, er ist wirklich:
a) wieder aufgewacht
b) trotz leichter Ausfälle (etwa wie nach einem Schlaganfall) wieder klar im Kopf
und
c) kann trotz diversem Getrümmere wieder laufen, wobei er noch eine ganze Weile im Rollstuhl saß und von seiner Frau gepflegt wurde.
Als ich dem vorgestellt wurde, kam der grade vom Hofarbeiten rein damals.

Erzählt hat mir das seine Schwester und später auch er selber nochmal, weil ich gefragt hatte, warum er grade etwas humpelt. :D
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Re: Organspende...

Beitragvon Cairon » Di Aug 21, 2012 11:00

Ich bin um diese Entscheidung gut herum gekommen, da auf Grund meiner Krankheit meine Organe eh nicht zu transplantieren sind. Probleme habe ich nicht mit der Spende an sich, sondern mit der Art wie es abläuft. Würde es wirklich nach Warteliste gehen wäre ja alles ok. Der Skandal um die Organspende hat da doch eine Menge Vertrauen zerstört. Wenn die Positionen in der Warteliste so manipuliert werden können, wer sagt mir dann, dass sich beim Hirntod nicht ein Arzt bei mir bedient und die Organe meistbietend vertickt? Und wenn man es noch weiter treiben will, dann könnte ja da jemand sein, der ein Organ sucht und einem Arzt entsprechendes Geld bietet, wäre es dann nicht vorstellbar dass ein Arzt schwach wird und den Hirntod feststellt oder herbei führt um an das Organ zu kommen?
Organspenden sind eine gute Sache, aber meiner Meinung nach müssen Wege geschaffen werden die für eine faire Verteilung und Verwaltung sorgen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Erreicht den Hof mit Müh und Not,
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Re: Organspende...

Beitragvon Hauke schidt » Di Aug 21, 2012 11:04

Ich spende, damit steigt die Wahrscheinlichkeit, das ich wirklich tot in der Box liege.
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Re: Organspende...

Beitragvon SHierling » Di Aug 21, 2012 11:25

Cairon hat geschrieben: Der Skandal um die Organspende hat da doch eine Menge Vertrauen zerstört. Wenn die Positionen in der Warteliste so manipuliert werden können, wer sagt mir dann, dass sich beim Hirntod nicht ein Arzt bei mir bedient und die Organe meistbietend vertickt? Und wenn man es noch weiter treiben will, dann könnte ja da jemand sein, der ein Organ sucht und einem Arzt entsprechendes Geld bietet, wäre es dann nicht vorstellbar dass ein Arzt schwach wird und den Hirntod feststellt oder herbei führt um an das Organ zu kommen?
Organspenden sind eine gute Sache, aber meiner Meinung nach müssen Wege geschaffen werden die für eine faire Verteilung und Verwaltung sorgen.

Das ist dann ziemlich genau das, was man einen "circulus vitiosus" nennt. Je mehr Menschen voller Angst vor Mißbrauch nicht spenden, desto größer wird der Schwarzmarkt.

Oder andersherum: je mehr Menschen spenden, desto weniger Gelegenheiten gibt es für verbrecherische Machenschaften.
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Re: Organspende...

Beitragvon Hauke schidt » Di Aug 21, 2012 19:18

Also, bei allem was ich weiss, geht es da nicht zu wie beim Fleischer. Es gibt klare Richtlinien in der Organentnahme. Es ist in meinen Augen unmöglich, das ein entnehmender Arzt mit einen implatierenden Arzt mal eben einen Deal macht. Manipuliert werden kann und das ist ja auch vorgekommen, die Dringlichkeit ein Spendeorgan zu bekommen. Als Spender ist das für mich aber unerheblich und ändert nichts an meinen Beschluss, das man mir Organe entnimmt.
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Re: Organspende...

Beitragvon Julz » Mi Aug 22, 2012 11:11

Grundsächlich ist Organspende nach dem Tod kein Problem. Mir würde es nur nicht passen, wenn Leute die ich zu Lebzeiten nicht leiden konnte davon profitieren würden. Aber da sich das nicht steuern lässt muss man denn damit im Jenseits leben. Ich selbst besitze einen Organspendeausweis.
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Re: Organspende...

Beitragvon Neo-LW » Do Jan 16, 2020 12:18

Moin,

der Gestzentwurf der Zwangsspende vom CDU-Gesundheitsminister wurde eben abgelehnt.

Es bleibt bei der Zustimmungsvariante.

Mal sehen, was als nächstes kommt ?

Vielleicht die Ablehnungsvariante im Erbrecht.
Der Staat erbt immer, außer man hat zu Lebzeiten eine Ablehnung formuliert und aktenkundig gemacht ?


Olli
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