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Pachtzins: Hessen mitte ost

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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39 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon böser wolf » Mi Jul 15, 2020 8:13

Über was für eine pachtdauer reden wir hier eigentlich , also kalkulatorisch ?
Wer heute für einen pachtzeitraum von mehr als 2 Jahren ein Angebot abgeben soll der kann keine aktuellen kalkulatorischen Werte mehr für sein Angebot verwenden , denn agrarpolitisch betrachtet,wird es eine Gleichung mit mehr als zwei unbekannten!
böser wolf
 
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon 714er » Mi Jul 15, 2020 8:24

Wie hier schon angemerkt, sehe ich die Maschinen Kosten bei vielen Betrieben je Hektar selbst bei 1000€ Pacht als noch höheren Kostenfaktor.
Da wird mal eben ein neuer Trecker wegen Lenksystem gekauft, allein die höhere Ausstattung für das Lenksystem kostet dann die Hälfte von dem 150er der bei uns seit 5000 Std treu seine Dienste leistet. Dann nehme ich 1000 € in die Hand und auch dieser fährt mit Cerea geradeaus.
Die Spritze muss Einzeldüsenschaltung haben, aber der Fahrer hat keine Zeit oder Lust mal einmal durch den Bestand zu schauen.
Auf 400 € je Hektar kommt man mit Abschreibungskosten bei vielen schon, ohne Erntetechnik wohlgemerkt.
714er
 
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon Homer S » Mi Jul 15, 2020 8:26

Die Kosten werden künftig sowieso steigen durch die politischen Rahmenbedingungen. Das die Erlöse steigen kann ich mir nicht vorstellen.

Die einzig wichtige Kalkulation im Moment ist die Ausstiegs.
Homer S
 
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon Homer S » Mi Jul 15, 2020 8:33

714er hat geschrieben:Wie hier schon angemerkt, sehe ich die Maschinen Kosten bei vielen Betrieben je Hektar selbst bei 1000€ Pacht als noch höheren Kostenfaktor.
Da wird mal eben ein neuer Trecker wegen Lenksystem gekauft, allein die höhere Ausstattung für das Lenksystem kostet dann die Hälfte von dem 150er der bei uns seit 5000 Std treu seine Dienste leistet. Dann nehme ich 1000 € in die Hand und auch dieser fährt mit Cerea geradeaus.
Die Spritze muss Einzeldüsenschaltung haben, aber der Fahrer hat keine Zeit oder Lust mal einmal durch den Bestand zu schauen.
Auf 400 € je Hektar kommt man mit Abschreibungskosten bei vielen schon, ohne Erntetechnik wohlgemerkt.


Als ich im Frühjahr beim Landhändler von meinem 1200€ Lenksystem, auch Cerea, erzählt habe bin ich von 2 Fendt Profi Plus Fahrern ausgelacht worden. Wenn es keine 15000€ kostet kann es ja nix sein.
Homer S
 
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon plattland » Mi Jul 15, 2020 8:38

Also wir sind hier in Niedersachsen Kreisgrenze Diepholz/Vechta schon bei dem dreifachen Pachtzins angekommen, geht mittlerweile erst bei 1500€ los, teilweise bis 1800€. Klar gibt es hier viele Sonderfaktoren, extreme Viehdichte (Stichwort Vermeidung der gewerblichen Mast), viele Biogasanlagen und großflächiger Anbau von Sonderkulturen vor allem Gemüse. Dennoch konkurrieren damit noch kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe und die zahlen auch diese Preise.
plattland
 
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon DWEWT » Mi Jul 15, 2020 8:46

[quote="714er)

sehe ich die Maschinen Kosten bei vielen Betrieben je Hektar selbst bei 1000€ Pacht als noch höheren Kostenfaktor.
[/quote]

Ein sehr interessanter Aspekt. Für das Wirtschaftsjahr 19/20 habe ich ganz aktuell meine Maschinenkosten je ha errechnet. Wertverlust meiner Technik 8.000€. Rep.-Kosten für meine Technik (nur Mat.-Kosten) 6.000€. Fremdleistungen nur Masch.-Kosten 24.000€. Summe 38.000 € oder 126,67€/ha. Der Lohnkostenansatz für die Rep. der eigenen Technik betrug ca. 1.500€ oder 5€/ha.
Zuletzt geändert von DWEWT am Mi Jul 15, 2020 8:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon Kartoffelbluete » Mi Jul 15, 2020 8:48

Und wie funktioniert das? Kann ich mir nicht vorstellen. :roll: Da fällt doch der Ausstieg relativ leicht! :D
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon DWEWT » Mi Jul 15, 2020 8:50

Kartoffelbluete hat geschrieben:Und wie funktioniert das? Kann ich mir nicht vorstellen. :roll: Da fällt doch der Ausstieg relativ leicht! :D


Wen meinst du?
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon Marian » Mi Jul 15, 2020 9:29

Ich kenne das hier nur das Verpächter mit Hilfe der LWK eine Pachterhöhung bei langjährigen Verträgen durchgesetzt haben weil der vereinbarte Pachtzins deutlich unter dem normal üblichen Durchschnitt der Region lag.

Ein Fall war Abschluss für 10 Jahre in 2007 zu 300€/ha.
Mit Hilfe des Amtes auf 425€ in 2014 und auf 500€ in 2016.
Ein laufender und geltender Vertrag des WLV. Da steht aber die Pachtgleitklausel drin die Anpassung in beide Richtungen ermöglicht wenn sich der regional übliche Pachtzins stark vom vereinbarten entfernt.
Aber wenn hier einer kürzen will wird der Vertrag wegen Zerrüttung des zwischenmenschlichen Verhältnisses auf 2 Jahre per Sonderkündigungsrecht aufgekündigt und der erstbeste Biogaser zahlt das doppelte. Was also gut zu überlegen ist.

Grüße.
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon Hosenträger » Mi Jul 15, 2020 11:11

Bei uns sollen ja angeblich auch 800€/ha gezahlt werden! :shock: (ich zweifle doch erheblich daran!) Ich habe heuer ein Feld angeboten bekommen (0,47ha) und haben uns auf einen "Pachtpreis" von 50€ geeinigt. Ist öffentlich ausgeschrieben worden sonst hätte ich nicht Wind davon bekommen. Das Geld vom Fenster herauszuschmeißen, um beschäftigt zu sein, ist nicht mein Ding. Zur Not muß meine Hängematte herhalten! :D
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon motzlarerbauer » Mi Jul 15, 2020 12:09

Ich bin auch wieder mal sehr überrascht, mit welchen Pachtpreisen hier umher geschmissen wird!
Klar ist, in Gegenden mit Gemüse oder SOnderkulturenbau kann ich 4-Stellige Pachtpreise nachvollziehen.

Aber "Hessen Mitte Ost" stufe ich jetzt nicht als ein solches "Sondergebiet" ein.
Wer kann da realistisch(ehrlich nachkalkuliert) es sich leisten 500 oder 700 € Pacht zu zahlen?
Okay, wenn die Gülle irgendwo hin muss, muss man Fläche haben.
Warum müssen den soviele Tiere gehalten werden, dass ich dann Flächen pachten muss, die deutlich überteuert sind?
Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz!

Auch wenn man sagt, gute Flächen können mit entsprechender Düngung auch mehr Ertrag bringen, was ist, wenn der Regen ausbleibt? Dann hilft auch die Düngung nicht.

Vielleicht habe ich auch die Rechnung nicht richtig verstanden, da die Gegebenheiten bei uns anders sind:
Bei uns (Mittelgebirge, Grünlandlastig) liegen die Pachtpreise bei 150-200 €.
Das finde ich auch soweit in Ordnung, vor dem Hintergrund, dass meist auch nur 2 - 3 Schnitte drin sind.

Mir wurden mal Pachtflächen für 350 € angeboten. Nach einer Betriebsinternen Kalkalution, habe ich dankend abgelehnt.
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon lukaß » Mi Jul 15, 2020 12:16

Hier ist jetzt rausgekommen, das ein Verpächter mit einer Zeitungannonce " Biete 600 Euro "
den Markt anheizen wollte. Normal wird hier max. 400 Euro für Acker bezahlt. Er hat nicht mehr erziehlt...
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon motzlarerbauer » Mi Jul 15, 2020 12:20

lukaß hat geschrieben:Hier ist jetzt rausgekommen, das ein Verpächter mit einer Zeitungannonce " Biete 600 Euro "
den Markt anheizen wollte. Normal wird hier max. 400 Euro für Acker bezahlt. Er hat nicht mehr erziehlt...


Das gab es bei uns auch mal letztes Jahr.
Auch hier ist soweit ich weiß nichts rausgkommen
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon 714er » Mi Jul 15, 2020 13:16

Man darf auch nicht vergessen, dass die Gülle locker für 200 € Nährstoffe auf den Acker bringt. Darüber hinaus ist in den viehstarken Regionen der Getreidepreis höher und wenn man es selbst verfüttert noch einmal mehr weil keine Handel dazwischen ist.
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