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Pachtzins: Hessen mitte ost

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon wastl90 » Mi Jul 15, 2020 13:57

714er hat geschrieben:Man darf auch nicht vergessen, dass die Gülle locker für 200 € Nährstoffe auf den Acker bringt. Darüber hinaus ist in den viehstarken Regionen der Getreidepreis höher und wenn man es selbst verfüttert noch einmal mehr weil keine Handel dazwischen ist.

Genau solche Rechnungen sind die Katastrophe für die Landwirtschaft. Um wie viel höher sind die Getreidepreise in viehstarken Regionen? 1 bis max. 2€ dt, dann haben wir aber schon sehr großzügig gerechnet! Das sind bei einem Durchschnittsertrag von 80dt (Beispiel Weizen oder Gerste), gerade einmal 80 bis 160€/ha. Gülle hat zudem noch einen höheren logistischen Aufwand als Mineraldünger, das sollte man zusätzlich kalkulieren! Wer so rechnet wie du, der braucht sich nicht wundern wenn am Schluss vom Jahr nichts über bleibt. Dann hilft es auch nicht bei Facebook, in LSV Gruppen oder sonstigen sozialen Umfeld zu jammern!
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon wastl90 » Mi Jul 15, 2020 14:01

Der Pachtpreis hängt sicher von Boden und örtlichen Gegebenheiten ab. Kalkulieren kann man das doch recht einfach und sollte mind. alle paar Jahre auch mal gemacht werden. Die Erzeugerpreise bei den gängigen Ackerkulturen sind in den letzten Jahren ja ziemlich konstant mit Ausreißern nach unten und oben. Erträge werden sicherlich eher geringer als mehr, zumindest wenn man sich an die aktuellen Düngeverordnungen und Co. hält. Das Wetter kann man nicht beeinflussen, aber in Dürregebieten muss man eben auch mit einem Dürrejahr rechnen, wenn man fair zu sich selbst ist dann eben auch mit zwei hintereinander.
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon egnaz » Mi Jul 15, 2020 14:54

Bei viehstarken Betrieben ist auch zu berücksichtigen, ob sie Entsorgungskosten für die Gülle haben. Zusammen mit den Einsparungen bei den Düngekosten kann das ein ordentlicher Kostenvorteil sein.
Reine Ackerbaubetriebe haben es bei der Kalkulation doch einfach. Sie brauchen doch nur den Jahresgewinn minus Sondereinnahmen plus Pachtzahlungen durch die Fläche teilen. Den Gewinn pro ha kann man dann ja auf Arbeitsentlohnung, Pachtzahlung und Unternehmergewinn aufteilen.
Gruß Eckhard
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon bauer hans » Mi Jul 15, 2020 15:12

wastl90 hat geschrieben:
714er hat geschrieben:Wer so rechnet..., der braucht sich nicht wundern wenn am Schluss vom Jahr nichts über bleibt. Dann hilft es auch nicht bei Facebook, in LSV Gruppen oder sonstigen sozialen Umfeld zu jammern!

wenn ich jetzt aber an der börse 20000 mache,weil mir der acker,die schweine und auch die nachbarin so guttun,dann kann ich wieder ganz anders kalkulieren :mrgreen:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon Kartoffelbluete » Mi Jul 15, 2020 15:32

@ DWEWT, ich meinte, wenn man in einer Region lebt, wo auch real 800€ plus X an Pacht je ha und Jahr
gezahlt werden, da ist der Weg zum Ausstieg bestimmt der bessere, wie krampfhaft über eine Betriebserweiterung
nach zu denken.
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon DWEWT » Mi Jul 15, 2020 15:44

Kartoffelbluete hat geschrieben:@ DWEWT, ich meinte, wenn man in einer Region lebt, wo auch real 800€ plus X an Pacht je ha und Jahr
gezahlt werden, da ist der Weg zum Ausstieg bestimmt der bessere, wie krampfhaft über eine Betriebserweiterung
nach zu denken.


Alles klar!
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon motzlarerbauer » Mi Jul 15, 2020 16:16

egnaz hat geschrieben:Bei viehstarken Betrieben ist auch zu berücksichtigen, ob sie Entsorgungskosten für die Gülle haben. Zusammen mit den Einsparungen bei den Düngekosten kann das ein ordentlicher Kostenvorteil sein.


Genau, das sind solche Sachen die mich echt nachdenklich stimmen! Warum haben Betriebe zuviel Gülle für die Fläche?
Ein Betrieb sollte nach meinen Vorstellungen im großen und ganzen so funktionieren, dass fast alles auf den eigenen Flächen erzeugt und verwertet werden kann.
Sollte! Das die Realität anders aussieht ist mir klar.
Wer Bier trinkt,
unterstützt die Landwirtschaft :prost:
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon Isarland » Mi Jul 15, 2020 17:04

wastl90 hat geschrieben:
714er hat geschrieben:Man darf auch nicht vergessen, dass die Gülle locker für 200 € Nährstoffe auf den Acker bringt. Darüber hinaus ist in den viehstarken Regionen der Getreidepreis höher und wenn man es selbst verfüttert noch einmal mehr weil keine Handel dazwischen ist.

Genau solche Rechnungen sind die Katastrophe für die Landwirtschaft. Um wie viel höher sind die Getreidepreise in viehstarken Regionen? 1 bis max. 2€ dt, dann haben wir aber schon sehr großzügig gerechnet! Das sind bei einem Durchschnittsertrag von 80dt (Beispiel Weizen oder Gerste), gerade einmal 80 bis 160€/ha. Gülle hat zudem noch einen höheren logistischen Aufwand als Mineraldünger, das sollte man zusätzlich kalkulieren! Wer so rechnet wie du, der braucht sich nicht wundern wenn am Schluss vom Jahr nichts über bleibt. Dann hilft es auch nicht bei Facebook, in LSV Gruppen oder sonstigen sozialen Umfeld zu jammern!


Bei uns sind die Pachtpreise noch ziemlich moderat, so ~ 300€ ha Ackerland, Wiesen 100-150€. Das haben anscheinend ein paar Baugrundbauern aus dem Nachbarlandkreis mitbekommen, die hier anfangen, die Pachtpreise zu treiben, damit der jun. mit dem neuen 836 er eine Beschäftigung hat.
Unsere Verpächter sind allerdings mit ihren Pächtern recht zufrieden.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Pachtzins: Hessen mitte ost

Beitragvon 714er » Mi Jul 15, 2020 17:50

Ich habe nirgendwo von Gülleentsorgung oder auch Pachten von 1000 € gesprochen, ich habe lediglich gesagt, dass Gülle auch einen Düngewert hat.
Wenn ich für mein Getreide, als Beispiel jetzt die Gerste 16,50 bekomme und die Gülle umsonst auf den Acker, was ist daran verwerflich?
Um es noch einmal zu verdeutlichen, das ist der Vorteil des reinen Ackerbauern, nicht der Viehhalter!
Da ist nichts quersubventioniert ich habe auch nirgendwo geschrieben wie viel Pacht er zahlt, einfach nur, dass man nicht alle Regionen miteinander vergleichen kann.
Noch einmal eine Erklärung dazu, die haben vor ein paar Jahren die Gülle bezahlt, das ist zur Zeit nicht der Fall weil sie aus anderen Regionen reindrückt.
Wenn der Nachbar jetzt meine Gülle bekommt und ich ihn sein Getreide abkaufe, hat er die 160 € und die 200 € in der Tasche. Ich habe mein Getreide günstiger als vom Handel er mehr dafür und gleichzeitig den Dünger gratis. Für mich ist es das was Landwirtschaft ausmacht, bzw. ausgemacht hat, das alle Seiten etwas davon haben und nicht jeder an sich denkt.
Wenn ihr es jetzt besser fändet er würde mir 200 € für die Gülle bezahlen und ich ihm 14 € für die Gerste weil es anderswo so ist dann seht es so.
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