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Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schaden

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schaden

Beitragvon Neo-LW » Di Okt 09, 2018 16:18

Moin,

am vergangenen Samstag hat der Bediener eines Holmer-Rübenroders zwischen Pattensen und Eldagsen
eine Rechtskurve auf dem Acker etwas zu üppig genommen.

Das Überladeband hat den Eckpfosten eines 110 kV-Tragmastes aus seiner Form gebracht.

Ergebnis:

Neuer Freileitungsmast fällig: 300'000,- EUR

Neues Überladeband am Holmer fällig: 100'000.- EUR


Olli

Pattensen_Rübenroder_110kV_b.jpg


Pattensen_Rübenroder_110kV_a.jpg
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon T5060 » Di Okt 09, 2018 17:00

So da muss ich mal was sagen :

Der Fahrer hat keine Schuld !

Wer weis welchen Umfang heute maschinen und besonders der Holmer hat, den Zeitdruck und die hohen Anforderungen an die Arbeitsqualität in der Branche kennt,
weis wie belastet der Fahrer ist.

Jetzt gibt es auch noch Flächen wo die Leitungsseile soweit durchhängen, dass zwischen Holmer/Häcksler nicht mehr nötige Sicherheitsabstand zwischen Maschine und Seilen gewährleistet ist.
Wenn der Fahrer nachts an eine Fläche kommt kann er nicht überschauen ob dort ein Mast steht. Mäste sind aber auch so katzengrau, dass sie wirklich schwer zu erkennen sind.
Die Situation auf Baustellen ist eine andere wie in der Landwirtschaft, auf Leitungsbaustellen mit Erdarbeiten hat man dem übrigens Rechnung getragen.

Im übrigen können heutige Maschinen auch abrutschen und gegen dem Mast landen, nur ist das dann kein 40 PS mit 4 to Kipper mehr.

Folgerungen für die Praxis :
Der Landwirt möchte dem Fahrer bitte mitteilen, dass auf der Fläche ein Mast steht oder die Leitung niedrig ist
Der Landwirt könnte aber auch ne LED dranhängen oder sonst was
Man könnte den mast auch mit reflektierenden Folien bekleben ( wollen wir das eigentlich ?)
Die Mastanordnungen müssen sich an der heutigen Landwirtschaft und der Geländegestaltung orientieren
Trotz einer aktualisierten Regelung für die Entschädigung von Maststandorten, wurde der Maisanbau, wie auch Großtechnik und DüVO ignoriert
Auch Erdkabel sind keine Lösung, die Probleme sind nur andere.

*grins* Kumpel (Dipl.Ing.TU) und ich haben schon seit 3 Jahren eine funktionierende einfache Lösung, aber wir haben eine praktische Umsetzung noch nicht weiterverfolgt
Zuletzt geändert von T5060 am Di Okt 09, 2018 17:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon countryman » Di Okt 09, 2018 17:09

Naja wenn der Fahrer nicht dafür zuständig ist Feindkontakte zu vermeiden, wer dann?
Dass Landwirt und Fahrer am Feldrand die Arbeit durchsprechen kommt nur noch selten vor, läuft alles über Disponenten und Online-Auftrag.
Der Mast sollte auch bei Nacht nicht zu übersehen sein, der Holmer hat ja nicht nur 2 x 35 Watt Bilux-Birnen. Ist halt der Klassiker, nicht an überstehende Teile gedacht.
Dass die Kiste unübersichtlich ist und sowohl Anforderungen als auch Schadpotential mit der Maschinengröße steigen, darüber sind wir uns einig.
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon Neo-LW » Di Okt 09, 2018 17:11

Moin,

T5060 hat geschrieben:So da muss ich mal was sagen :

Der Fahrer hat keine Schuld !




Ahhh, ja.

Verstanden.
Das ist wie mit den Bäumen an der Straße.
Wenn man dagegen fährt, ist der Baum schuld.

Es gibt in Deutschland keine HS-Freileitungsseile, die tiefer als 5,50 m über Grund durchhängen.
Da passt also IMMER ein 4m-LKW drunterdurch.

Gegen reklektierende Folien an Freileitungsmasten ist ja nichts einzuwenden.
Muß man im Rahmen der Arbeitsvorbereitung nur machen.

Ist übrings die gleiche Gegend, wo vor ziemlich genau 3 Jahren ein gleicher Unfall passiert ist.
Auch dort hat ein Rübenroder mit ausgeklappten Überladeband einen 110 kV-Mast gemeuchelt.
Der war allerdings von der DB, dieser von AVACON.

Olli


Rübenroder_110_KV_Gehrden.jpg
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Risiken werden nicht entsprechend entschädigt

Beitragvon adefrankl » Di Okt 09, 2018 17:36

T5060 hat geschrieben:So da muss ich mal was sagen :

Der Fahrer hat keine Schuld !

......
Die Situation auf Baustellen ist eine andere wie in der Landwirtschaft, auf Leitungsbaustellen mit Erdarbeiten hat man dem übrigens Rechnung getragen.

Im übrigen können heutige Maschinen auch abrutschen und gegen dem Mast landen, nur ist das dann kein 40 PS mit 4 to Kipper mehr.

Folgerungen für die Praxis :
Der Landwirt möchte dem Fahrer bitte mitteilen, dass auf der Fläche ein Mast steht oder die Leitung niedrig ist
Der Landwirt könnte aber auch ne LED dranhängen oder sonst was
Man könnte den mast auch mit reflektierenden Folien bekleben ( wollen wir das eigentlich ?)
Die Mastanordnungen müssen sich an der heutigen Landwirtschaft und der Geländegestaltung orientieren
Trotz einer aktualisierten Regelung für die Entschädigung von Maststandorten, wurde der Maisanbau, wie auch Großtechnik und DüVO ignoriert
......

Ja und diese Risken, wie man hier sieht, werden bei den Enschädigungszahlungen für Leitungen ja auch nicht ansatzweise berücksichtigt. Auch fehlt da für die Mastbetreiber eine ausreichende Verkehrssicherungspflicht. Eben dass in der heutigen Zeit mit Lohnunternehmer und Nachtarbeit die Masten auch ausreichend erknnbar sind. Das mindeste wäre da eigentlich eine auffallende Mastmarkierung im Bodenbereich (bis 4 m).
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon Bauer222 » Di Okt 09, 2018 18:12

Ist nun mal dumm gelaufen, kann jetzt keiner mehr rückgängig machen.
Solange dem Fahrer oder jemand anders was passiert ist, ist das alles nicht so tragisch. Ist bloß schlecht für den Anbauer, wird den Masten noch länger im Weg liegen haben.
Mich würde mal interessieren, wo die Schadenssummen herkommen...... geschätzt, oder handfeste Beweise ?
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon Neo-LW » Di Okt 09, 2018 19:10

Moin,

die Schadensumme beim DB-Mast war 260'000,- EUR.

Der AVACON Mast hat aber zwei Leiterseile mehr.
Daher 300'000,- EUR.

Der Roder wurde innerhalb von 40 cm vom Mast von ca. 20 km/h auf Null heruntergebremst.
Da ist das Überladeband hin, die Mechanik und Hydraulik dahinter ist kaputt,
und die Hydrauliksteuerung oben auf dem Motor ist zerdeppert.
Daher 100'000,- EUR Schaden.

Es mag sein, daß noch 10 % Fehler in den Rechnungen sind.
Das macht den Kohl aber nicht fett.

Es war ein Roder mit Straßenzulassung.
Zahlt da die Kfz-Haftpflicht ?

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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon bauer hans » Di Okt 09, 2018 19:14

da wird der stromnetzbetreiber den landwirt als auftraggeber in die pflicht nehmen und dessen haftpflicht sich an die haftpflicht des lohnunternehmers oder der rodegemeinschaft wenden und dann werden gutachten erstellt.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon Neo-LW » Di Okt 09, 2018 19:17

Moin,

wegen dem Zeitansatz:

Heute hat man begonnen, die Leiterseile abzuspannen, und aufzuschneiden.
Der Schrotthöker hat den Container gebracht.
Ich denke, in einer Woche liegt da nix mehr rum.

In einem halben Jahr steht dort ein neuer Mast.
Dann die Leiterseile wieder hochhängen.
Solange bleibt die Trasse ausgeschaltet.

Fragt man sich, woher man einen Ersatzroder nimmt.
Aber Nordzucker hat ja gestern eine e-mail geschickt,
daß die Rüben zu holzig sind, und die Verarbeitung stockt.
Man möge doch später liefern.


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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon Bauer222 » Di Okt 09, 2018 19:29

Das muss die Bruchversicherung machen, bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen gibt es keine Haftpflicht.
Aber mit deinen Schätzungen liegst du weit unter der Schadenssumme...
Da kursieren ganz andere Summen , die Rede ist von schätzungsweise 2 - 3 Mio € .
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon Neo-LW » Di Okt 09, 2018 19:38

Moin,

um an die Summen heranzukommen,
müsste man den Roder vor Ort verschrotten.

Dafür ist aber der angelieferte Container zu klein.


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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon countryman » Di Okt 09, 2018 20:33

Bauer222 hat geschrieben:Das muss die Bruchversicherung machen, bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen gibt es keine Haftpflicht.

Betriebshaftpflicht des Roder-Betreibers.
Kaskoversicherungen kann man auch für sfA abschließen, müsste allerdings Vollkasko sein oder eine Maschinenbruchversicherung für den Eigenschaden.
Bei der Schadenhöhe hängt viel von den Ausfällen bzw. Aufwendungen für Umleitungen des Netzbetreibers ab.
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon T5060 » Di Okt 09, 2018 20:36

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

T5060 hat geschrieben:So da muss ich mal was sagen :

Der Fahrer hat keine Schuld !




Ahhh, ja.

Verstanden.
Das ist wie mit den Bäumen an der Straße.
Wenn man dagegen fährt, ist der Baum schuld.

Es gibt in Deutschland keine HS-Freileitungsseile, die tiefer als 5,50 m über Grund durchhängen.
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Holmer und Maishäcksler haben immer über 4 m und dann brauchst du mind. 1,5 m Sicherheitsabstand wegen Überschlag.
Die Rodegemeinschaft ist haftpflichtversichert.

Und ein Hindernis ist erst dann ein Hindernis, wenn man nicht mit rechnet und Masten sind bei Nacht so gut erkennbar und man rechnet da unbedingt auf einem fremden Schlag von so 10 ha mit einem Mast.
Bzgl. des Schadens gibt es auch in den Rahmenvereinbarungen zw. Landwirt und EVU eine Regelung, wenn nicht gar u.U. eine Schadensfreistellung und eine Beweislastumkehr.
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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon Neo-LW » Di Okt 09, 2018 20:44

Moin,

T5060 hat geschrieben:
Holmer und Maishäcksler haben immer über 4 m ...



Dann frage ich mich, woher die Straßenzulassung kommt.

Fahzeuge über 4,00 Höhe werden in Deutschland nicht zugelassen.

Das würde immer nur über eine Schwertransport-Ausnahmegenehmigung mit Festlegung der Fahrroute klappen.



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Re: Pattensen - Rübenrodebediener macht 400'000,- EUR Schade

Beitragvon T5060 » Di Okt 09, 2018 20:49

Klar es fahren ja alle mit einem 7 m ausgeklappten Schwader durch die Gegend.
Aber Landwirtschaft ist immer noch ein Lehrberuf.
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