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Rapswurzel:Frage an Experten

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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53 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Tobi. » Mo Nov 16, 2015 10:27

ClaasXerion hat geschrieben:...ein Umbrechen lohnt jedoch häufig nicht - danach hat sich die Sporenanzahl jedoch explosionsartig erhöht.


Ließe sich durch den rechtzeitigen Umbruch die weitere Vermehrung der Sporen dann noch eindämmen, oder spielt das dann auch keine Rolle mehr?
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Tobi. » Mo Nov 16, 2015 10:32

ClaasXerion hat geschrieben:2. Zwei neue Studien zeigen, dass es viele Flächen in D gibt, die Sporen innerhalb der Bodenkrume besitzen, es aber auf grund der Witteurng und der Bodenart zu keiner Infektion kommt.


Sind die Sporen dann nicht evtl. sogar "überall"? Auch bei der "Erstinfektion" müssten ein paar ja irgendwoher kommen...

Wäre halt auch interessant in Bezug auf die Verschlepppung von einem zum anderen Schlag. Also macht es Sinn die Maschinen vor jedem Wechsel von einem befallenen Schlag zum nächsten entsprechend gründlich/aufwendig zu reinigen?
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Nov 16, 2015 11:20

ClaasXerion hat geschrieben:Hallo mit einander,

MF 4355 hat in allen Punkten recht die er hier geschrieben hat, will es aber mal noch ein bischen ausführlicher machen und auch zu den anderen halb wahrheiten stellung nehmen.

1. Das risiko einer Infektion steigt mit der Rapsanbaudichte, heißt im Umkehrschluss aber nicht, das es eine reine Fruchtfolgeerkrankung ist, es gibt auch ackerflchen auf denen seit 20 Jahren Grünland war und trotzdem ein total Ausfall auftritt.
2. Zwei neue Studien zeigen, dass es viele Flächen in D gibt, die Sporen innerhalb der Bodenkrume besitzen, es aber auf grund der Witteurng und der Bodenart zu keiner Infektion kommt.
3. Branntkalk hilft soooo garnicht gegen Kohlhernie. es tötet weder die Sporen ausreichend ab, noch kann es eine Infektion wirklich verhindern. Einzig wenn der pH wert bei unter 6 liegt, hebt Branntkalk diesen an und mindert so das Risiko. Liegen allerdings perfekte Infektionsbedingungen vor. kann auch bei über 8 noch eine Infektion stattfinden.
4. Carbokalk und Kalkstickstoff helfen besser, sind aber auch kein aller Heilmittel. Vorsicht Kalkstickstoff wirkt sehr toxisch auch gegen den raps ( Der Kalkstickstoff muss aber bereits zur Keimphase da sein, eine spätere Ausbringung ist zwecklos, da die Hauptinfektion im Auflauf liegt.
5. Kohlhernie tritt statitische bei Anbaupausen von 3 Jahren genauso stark auf, wie bei Anbaupausen von 6 Jahren.
6. Die Bodenart und damit der Sauerstoffgehalt/Porengröße und die Feuchtigkeit haben einfluss. Soll heißen, es ist stark davon auszugehen, das nicht so stark rückverfestigte Böden mehr Luft haben, die Luft bildet grob Poren, dieser Boden erwärmt sich wiederum besser. Kommt es zu einem kurzen aber kräftigen Schauer sind die infektionsbedigungen perfekt. Fortbewegungsmedium, genügend platz für die großen Sporen in den mit wasser gefüllten Poren. hohe Temperatur.
7. Aus diesem Grund hat auch die Bodenbearbeitung einfluss, es ist aber absoluter Quatsch zu sagen, wiel man Pflügt habe ich keine Kohlhernie.
8. Unter anderem wegen den Poren und der Temperatur hat auch Stroh Einfluss, hohe Strohmengen verhindern eine Infiltration, das vollgesaugte Stroh ist warm, dient als Fortbewegungsmedium und erhöht deswegen das Risko.
9. Direktsaat in Schweden zeigt aus diesem Grund deutlich geringere Befallsstärke
10. eine Verscheibung des Aussaatzeitpunktes nach hinten reduziert den Befall
11. Ist es zu einem Stark Befall gekommen, sind moderate bis hohe Ertragsausfälle zu erwarten, ein Umbrechen lohnt jedoch häufig nicht - danach hat sich die Sporenanzahl jedoch explosionsartig erhöht.

Mit freundlichen Grüßen
Mittelhessen und Westerwald
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Nov 16, 2015 11:22

ClaasXerion hat geschrieben:Hallo mit einander,
...
Mit freundlichen Grüßen


Schön mal wieder einen Mann begrüßen zu dürfen der auf den ersten Eindruck Kompetenz mitbringt.
Hast du eine Abschlussarbeit über Kohlhernie geschrieben oder Vergleichbares?

ClaasXerion hat geschrieben:5. Kohlhernie tritt statitische bei Anbaupausen von 3 Jahren genauso stark auf, wie bei Anbaupausen von 6 Jahren.


Wie ist deine Erklärung dafür? Auch ich hege, abgeleitet aus dem wissenschaftlichen Wissenstand, die Vermutung schon etwas länger. Grade im Hinblick darauf, dass die Dauersporen bis zu 30 Jahre im Boden haltbar sind, wird klar, dass es mehr auf (kohlherniefreundlichen) Bedingungen in den Rapsjahren ankommen muss, als auf die Dichte an sich. Sprich: Wenn ich in 20 Jahren zufällig 3 mal Raps in Jahren anbaue, wo die Kohlhernie sich aufgrund der Witterung (...) außerordentlich stark vermehren konnte, dann ist die Gefahr einer starken und flächendeckenden Verseuchung stärker als wenn ich in den Zwischenjahren 6 mal Raps anbauen würde und zufällig jeweils suboptimale Bedingungen aus Sicht der Kohlhernie (in den riskanten Phasen im Herbst) erwischen würde.

ClaasXerion hat geschrieben:6. Die Bodenart und damit der Sauerstoffgehalt/Porengröße und die Feuchtigkeit haben einfluss. Soll heißen, es ist stark davon auszugehen, das nicht so stark rückverfestigte Böden mehr Luft haben, die Luft bildet grob Poren, dieser Boden erwärmt sich wiederum besser. Kommt es zu einem kurzen aber kräftigen Schauer sind die infektionsbedigungen perfekt. Fortbewegungsmedium, genügend platz für die großen Sporen in den mit wasser gefüllten Poren. hohe Temperatur.
7. Aus diesem Grund hat auch die Bodenbearbeitung einfluss, es ist aber absoluter Quatsch zu sagen, wiel man Pflügt habe ich keine Kohlhernie.
8. Unter anderem wegen den Poren und der Temperatur hat auch Stroh Einfluss, hohe Strohmengen verhindern eine Infiltration, das vollgesaugte Stroh ist warm, dient als Fortbewegungsmedium und erhöht deswegen das Risko.
9. Direktsaat in Schweden zeigt aus diesem Grund deutlich geringere Befallsstärke


Gut zusammengefasst und sehr interessant.
Ergänzend hinzufügen möchte ich noch, dass die Bodenart nicht nur aufgrund der schnelleren Erwärmung grobporiger Böden entscheidend ist. Auch das Medium der Zoosporen, nämlich das Wasser, bzw. dessen Beweglichkeit, ändert sich mit zunehmenden Mittelporenanteil entscheidend. Die Leitfähigkeit des Wassers, grade auch über den kapillaren Weg von unten nach oben in trockenen Phasen (Stichwort ungesättigte Wasserleitfähigkeit), ist entscheidend für die Fortbewegung der Sporen. Zoosporen sind zwar begeiselt, können sich aber immer noch nicht aktiv bewegen. Sie sind also auf eine Wasserbewegung angewiesen.

ClaasXerion hat geschrieben:10. eine Verscheibung des Aussaatzeitpunktes nach hinten reduziert den Befall


Das würde ich differenzierter betrachten. Es kommt auch hier mehr auf die zufällige Jahreswitterung an. Wenn der später gesäte Raps in der empfindlichen Phase, ab dem 2-4-Blattstadium, aufgrund eines milden Herbstes zur falschen Zeit das Stadium erreicht (z.B. weil der Oktober warm und feucht ist, der September hingegen jedoch sehr trocken und kalt), die frühe Saat aber schon irgendwo im 8-Blatt-Stadium rumeiert, dann kann auch das Gegenteil der Fall sein.
Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens optimaler Bedingungen für die Kohlhernie steigt jedoch klar mit früherer Saat an, da bin ich bei dir. Deshalb würde ich sagen: Jein. Ein Dogma ist das aber nicht!

ClaasXerion hat geschrieben:ein Umbrechen lohnt jedoch häufig nicht - danach hat sich die Sporenanzahl jedoch explosionsartig erhöht.


Wie erklärst du das?
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon MF4355 » Mo Nov 16, 2015 13:05

Ich denke das ist Wirtschaftlich gemeint. Wenn die Infektion optisch sichtbar wird (September/Oktober) Ist schon Herbizid drauf. Gegebenenfalls noch weitere Fungizide, Vor etc. Meist ist nur eine Teil Fläche betroffen.
Der Rapsertrag ist dann immer noch positiver als bspw ein Weizen 3. Dazu kommt ein weiteres Mal Bodenbearbeitung. Wegen des Herbizids käme nur Pflug infrage. Vorfruchtwirkung das Rapses für den folgenden Weizen kommt dazu. Die Sporen haben sich zu diesem Zeitpunkt aber längst vermehrt! Und du hast ja selbst erklärt, dass die Sporenkonzentration in den Folgejahren nicht den größten Einfluss hat. 14 Tage nach Infektion wird bereits sporuliert.
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Güllepott » Di Nov 17, 2015 20:48

Dafür, dass es auch der Kohlgallenrüssler sein kann sind die "Verbeulungen" zu lang, sehe ich das richtig? Kann man das einfach unterscheiden?
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon ClaasXerion » Di Nov 17, 2015 23:10

Danke erstmal für das Kompliment.

Ja ich hab grad meine Abschlussarbeit dazu geschrieben, praktisch/ theoretisch


Die Erklärung zwischen den nicht vorhandenen Untershciede zwischen 3 und 6 Jahren hast du richtig dargelegt, da würde ich soweit mit gehen.

Die Sporenbewegung stimmt dagegen nicht ganz. ich habe eine Untersuchung vor mir, da gehen die Autoren davon aus. das sich die Zoosporen aktive uaf die Wurzeln zu bewegen, wenn diese Wurzelexudate ausscheiden. Das ist auch der Grund dafür, das die Dauersporen solange überleben, sie springen nur auf, wenn auch Kreuzblütler da sind!

Den Aussaatzeitpunkt nach hinten schieben bringt shcon sehr viel. wenn ich so wiet nach hinten schiebe, das ich eine kritische Bodentemperatur unterschreite, dann erfolgt keine frühe Infektion, ob der Raps den Winter überlebt und auch einen guten Ertrag bringt steht auf einem anderen Blatt Papier.
Ich würde aber immer die Rapsaussaat um eine woche nach hinten verschieben, wenn ich einen risiko schlag haben, es bisher trocken war ist und ein schweres Gewitter kommen soll.

Die Unterscheiduung zum Gallenrüssler ist ganz einfach, Die Wurzel aufschneiden, ist die Wurzel von Gängen durchzoggen ist es der Rüssler. Kohlherniegallen sind nur wässriges Gewebe.

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Raider » Mi Nov 18, 2015 8:36

ClaasXerion hat geschrieben:Danke erstmal für das Kompliment.

Ja ich hab grad meine Abschlussarbeit dazu geschrieben, praktisch/ theoretisch


Die Erklärung zwischen den nicht vorhandenen Untershciede zwischen 3 und 6 Jahren hast du richtig dargelegt, da würde ich soweit mit gehen.

Die Sporenbewegung stimmt dagegen nicht ganz. ich habe eine Untersuchung vor mir, da gehen die Autoren davon aus. das sich die Zoosporen aktive uaf die Wurzeln zu bewegen, wenn diese Wurzelexudate ausscheiden. Das ist auch der Grund dafür, das die Dauersporen solange überleben, sie springen nur auf, wenn auch Kreuzblütler da sind!

Den Aussaatzeitpunkt nach hinten schieben bringt shcon sehr viel. wenn ich so wiet nach hinten schiebe, das ich eine kritische Bodentemperatur unterschreite, dann erfolgt keine frühe Infektion, ob der Raps den Winter überlebt und auch einen guten Ertrag bringt steht auf einem anderen Blatt Papier.
Ich würde aber immer die Rapsaussaat um eine woche nach hinten verschieben, wenn ich einen risiko schlag haben, es bisher trocken war ist und ein schweres Gewitter kommen soll.

Die Unterscheiduung zum Gallenrüssler ist ganz einfach, Die Wurzel aufschneiden, ist die Wurzel von Gängen durchzoggen ist es der Rüssler. Kohlherniegallen sind nur wässriges Gewebe.

Mit freundlichen Grüßen


Wenn ich das richtig verstehe, dann ist z.B. Senf als ZF aufgrund der frühen Aussaat höchst problematisch, oder? Wir haben bei uns Betriebe mit relativ starkem Maisanteil und ohne Raps die machen alle zwei Jahre Senf-Zwischenfrucht.
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Tobi. » Mi Nov 18, 2015 8:39

Wäre der Befall beim Senf genausogut sichtbar wie beim Raps?
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon valtran121 » Mi Nov 18, 2015 19:59

Hallo , habe mir nochmal ein Pflanze ausgeliehen und aufgeschnitten . Folgendes ist mir aufgefallen: Wässeriges Gewebe , naja feucht aber wässerig? In einer der Ausbeulungen sah ich diese leicht orangefarbene Färbung . Konnte allerdings keine Made entdecken . Im Anhang noch ein paar Bilder. Weitere Kommentare sind willkommen da sie ( wenigstens mich ) voranbringen . Danke . E.......
IMG_0483_600x600_100KB.jpg
aufgeschnittene Beule
IMG_0483_600x600_100KB.jpg (51.53 KiB) 1006-mal betrachtet
IMG_0485_600x600_100KB.jpg
ein wenig groesser
IMG_0485_600x600_100KB.jpg (43.09 KiB) 1006-mal betrachtet
IMG_0486_600x600_100KB.jpg
komische Weisstoene
IMG_0486_600x600_100KB.jpg (40.57 KiB) 1006-mal betrachtet
IMG_0487_600x600_100KB.jpg
IMG_0487_600x600_100KB.jpg (44.67 KiB) 1006-mal betrachtet
Old men are dangerous: it doesn't matter to them what is going to happen to the world.(George Bernard Shaw)
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Grenzwächter » Mi Nov 18, 2015 21:19

Jap das ist Kohlhernie. In richtig wüchsigen Jahren kann die Wurzel richtig dick aufquellen. In Herbst 2011 war das bei mir der Fall, im Frühjahr viel die Wurzel dann in sich zusammen total Ausfall.

Was ich bisher beobachten konnte, die Kohlhernie ist fast immer im Vorgewende zu finden. Ist das zufall?
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon madanf » Do Nov 19, 2015 9:12

Hallo ClaasXerion,

freut mich einen Kohlhernie Experten hier zu haben.
Ich hab mal ein paar Fragen.
Wie denkst du über den Einsatz von Kohlhernieresistenten Sorten?
Ich setzte sie jetzt seit 2011 auf den betroffenen Schlägen mit Erfog ein.

Ist das Verschleppen durch Bodenanhaftung an Arbeitsgeräten möglich oder sind
die Bodenbeschaffenheit (PH, Feuchte) der springende Punkt für eine Infektion?
Ich mache mir jedes Jahr einen Haufen Arbeit um die Geräte zu reinigen nachdem
ich infizierte Schläge bearbeitet habe.

Ich habe letztes Jahr auf einem betroffenen kleinen 1,5ha Schlag mal experimentiert und eine
Raps Hybride ( Visby ) am 20.09. gesäht. Vorher Kalkstickstoff eingearbeitet.
Der Raps ist was geworden, ohne Probleme :shock:

Gruß
Frank
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Wini » Do Nov 19, 2015 12:56

Du sollest vielleicht auch auf den Einfluss der Niederschlagshöhe eingehen.
In Franken scheint aufgrund der geringeren Bodenfeuchte dies Krankheit auch bei intensiver Rapsfruchtfolge keine Rolle zu spielen.

Und bei Pflugwirtschaft schon gar nicht.

Gruß
Wini
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Mad » Do Nov 19, 2015 18:34

Wini hat geschrieben:Du sollest vielleicht auch auf den Einfluss der Niederschlagshöhe eingehen.
In Franken scheint aufgrund der geringeren Bodenfeuchte dies Krankheit auch bei intensiver Rapsfruchtfolge keine Rolle zu spielen.


Ich hab den ideologischen Teil deines Beitrages mal weggelassen.

Aber mit dem was du da sagst, hast du schon recht.

Dazu kommt es auf die Bodenart an. Ein Boden, der zu Verdichtungen und/oder Staunässe neigt, ist natürlich gefährdeter als ein flachgründiger Boden, bei dem die Niederschläge quasi so wie sie kommen nach unten wegfließen.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon ClaasXerion » Do Nov 19, 2015 21:34

Also mal der reihe nach abarbeiten:

Zu den Bildern: ich denke das es sich dort um Kohlhernie handelt, die orangen Bereiche könnten eventuell afgrund von Kohlfliegen Fraß entstanden sein, sicher bin ich mir aber nicht, aber richtige Wurmgänge sind nicht zu entdecken, deswegen kein Gallen Rüssler.

Die Bodenart hat einen ganz signifkanten Einfluss. Das liegt aber viel weniger am Boden selber sondern an seinen dadurch bedingten physikalischen Eigenschaften , ich denke hier haben porengröße, Luftvolumen und Wärmeleitfähigkeit die größten Einflüsse.

Um auf die Niederschlagssumme einzugehen. Es hat in meinen Augen absolut nichts damit zu tun, ob eine Region 400, 600 oder 800 mm niederschlag im Jahr hat, es hat nur etwas damit zu tun, ob zur Aussaatzeit von raps 100% Wassersätigung im Boden erreicht werden!

Das wiederum muss aber nur für eine sehr kurze Zeit vorhanden sein, deswegen denke ich sind Starkregenereignisse von mehr als 10 mm in kürzster Zeit ausschlaggebend für eine Infektion, wenn alle anderen Parameter eine Infektion ermöglichen.
Und lieber Wini, dein Pflug hat damit schon erstmal an sich garnichts zu tun! Leider wissen wir nur sehr wenig über diese Krankheit, welche Bedingungen und Faktoren das Auftreten fördern. Sollte sich in den nächsten Jahren herraus stellen, das Stroh in den obersten Bodenschichten besonders entscheidend ist, so könnte der Pflug einen Lösungsweg darstellen. Ich bin aber der Meinung, wer einmal Sporen hat, der wird sie mit Pflug nicht gegraben können. Ich kenne einen Betrieb, der drillt nach Pflug auch seinen Raps, der hat mal die Beobachtung gemacht, das er je nach Sähgeschwindikeit einen unterschiedlcihen Befall hat. Einziger logischer Ansatzpunkt: Die Rückverfestigung ist bei langsamer Fahrt höher. Haben es im Betrieb schon erlebt, das sic von einer zu anderen Drillspur der Befall sehr
unterschiedlich ist.
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