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Rapswurzel:Frage an Experten

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Holmer 91 » Do Nov 19, 2015 22:54

ClaasXerion hat geschrieben: Ich kenne einen Betrieb, der drillt nach Pflug auch seinen Raps, der hat mal die Beobachtung gemacht, das er je nach Sähgeschwindikeit einen unterschiedlcihen Befall hat.


Welche der Spruen war dann schlimmer befallen, die besser oder die schlechter rückverfestigte?

Kenne das Problem hauptsächlich an stellen im Acker an den der Boden zur Staunässe neigt.
Mich wundert darum auch, dass ihr beobachtet, dass bei eher "luftigem" Boden und Stroh dazischen befall auftritt.

mfg, Holmer
"... Kühe sind schon auch ganz cool, aber Schweine sind halt einfach geil."
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon Raider » Fr Nov 20, 2015 8:15

ClaasXerion hat geschrieben:Also mal der reihe nach abarbeiten:

Zu den Bildern: ich denke das es sich dort um Kohlhernie handelt, die orangen Bereiche könnten eventuell afgrund von Kohlfliegen Fraß entstanden sein, sicher bin ich mir aber nicht, aber richtige Wurmgänge sind nicht zu entdecken, deswegen kein Gallen Rüssler.

Die Bodenart hat einen ganz signifkanten Einfluss. Das liegt aber viel weniger am Boden selber sondern an seinen dadurch bedingten physikalischen Eigenschaften , ich denke hier haben porengröße, Luftvolumen und Wärmeleitfähigkeit die größten Einflüsse.

Um auf die Niederschlagssumme einzugehen. Es hat in meinen Augen absolut nichts damit zu tun, ob eine Region 400, 600 oder 800 mm niederschlag im Jahr hat, es hat nur etwas damit zu tun, ob zur Aussaatzeit von raps 100% Wassersätigung im Boden erreicht werden!

Das wiederum muss aber nur für eine sehr kurze Zeit vorhanden sein, deswegen denke ich sind Starkregenereignisse von mehr als 10 mm in kürzster Zeit ausschlaggebend für eine Infektion, wenn alle anderen Parameter eine Infektion ermöglichen.
Und lieber Wini, dein Pflug hat damit schon erstmal an sich garnichts zu tun! Leider wissen wir nur sehr wenig über diese Krankheit, welche Bedingungen und Faktoren das Auftreten fördern. Sollte sich in den nächsten Jahren herraus stellen, das Stroh in den obersten Bodenschichten besonders entscheidend ist, so könnte der Pflug einen Lösungsweg darstellen. Ich bin aber der Meinung, wer einmal Sporen hat, der wird sie mit Pflug nicht gegraben können. Ich kenne einen Betrieb, der drillt nach Pflug auch seinen Raps, der hat mal die Beobachtung gemacht, das er je nach Sähgeschwindikeit einen unterschiedlcihen Befall hat. Einziger logischer Ansatzpunkt: Die Rückverfestigung ist bei langsamer Fahrt höher. Haben es im Betrieb schon erlebt, das sic von einer zu anderen Drillspur der Befall sehr
unterschiedlich ist.



Danke für die ausführliche Antwort. Könntest Du evtl. noch kurz zu meiner Frage etwas sagen:?

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist z.B. Senf als ZF aufgrund der frühen Aussaat höchst problematisch, oder? Wir haben bei uns Betriebe mit relativ starkem Maisanteil und ohne Raps die machen alle zwei Jahre Senf-Zwischenfrucht.
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon ClaasXerion » Fr Nov 20, 2015 14:39

Die schlechter rückverfestigten Spuren waren deutlich stärker befallen.
Naja und das Stroh ist wie gesagt ja noch ganricht untersucht in diesem Zusammenhang, aber es gibt häufig flächen, die besonders schwer geschädigt sind, wo es große Stroh probleme im Jahr davor gab.
Und von der Logik her kann das Stroh große Holräume bilden, erwärmt den Boden, und bildet den idealen Raum um viel Wasser aufzunehmen.
Zu de staunassen Böden, die Frage ist ja immer: ist der Boden dauerhaft nass, das heißt trocknet nie aus und auhc nass im Sommer? dann wird er erstgarnicht die Bedingungen für Kohlhernie schaffen, denn er wird eher zu kalt bleiben. gefährlich sind Böden, die im Sommer austrocknen und dann stark Niedershcläge nicht ableiten können. Deswegen beginnt der Befall sehr häufig in anmorrigen Senken oder flachen Mulden, wo das Wasser nicht weg kann. reine Lehmköpfe sind sehr sehr selten in den ersten Jahren befallen.

Die Frage mit dem Senf ist nicht gerade einfach. Unter den Kreuzblütlern gibt es unterschiedliche Empfindlichkeiten gegenüber den Sporen. Das heißt sie werden nicht ale gleich stark befallen ( hier könnten auch in Raps Sortenunterschiede da sein) Z.B: reagieren die meisten Kohlgemüse sehr viel stärker. Senf reagiert meines wissens nicht ganz so stark. wird aber definitive befallen. In Fruchtfolgen mit keinem Raps und nicht zu häufigen anbau sollte aber nicht so viel passieren, wenn doch ist Send als Zwischenfrucht tabu.

Es gab da noch eine Frage zum Anbau von Mendel

Bisher beruhen alle Sorten die Kohlhernie resistent sind auf nur einem Gen! Neue gene sind in der Forschung entdeckt, konnten bisher aber nicht erfolgreich in hochertragssorten eingekreuzt werden. In meinen Augen spielt man mit dem Feuer wenn man trotz Kohlhernie noch alle 2 oder 3 Jahre Raps anbaut und sonst keine Vorkehrungen trifft. Es gibt auch Flächen die nach einem einmaligen Befall keine weitere starke Schädigung zeigten! Im Raum um Greifswald ist allerdings ein rießiges problem aufgetreten, sort gibt es befallsflächen, die beim 3x Mendel Anbau beriets einen starken Befall zeigten. Ob es sich dort um eine zu hohe Sporendichte oder um einen Bruch der Resistenz handelt ist nicht klar.
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon valtran121 » Fr Nov 20, 2015 22:12

An ClaasXerion , vielen Dank und wahrscheinlich noch viele Fragen die Klaerung verlangen . Un grand Merci.
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon angusy » Sa Nov 21, 2015 8:15

valtran121 hat geschrieben:An ClaasXerion , vielen Dank und wahrscheinlich noch viele Fragen die Klaerung verlangen . Un grand Merci.


Ebenso !
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon ClaasXerion » Fr Nov 27, 2015 12:14

Ich würde mal gerne an dieser Stellle alle Leser aufrufen, ihre genauen Beobachtungen zu schildern: ich würde gerne eine Untersuchung starten wollen zu folgendem Hintergund: Gibt es einen Unterschied im Befall ( räumlich) je nach der vorherigen Bodenbearbeitung.

Das heißt alle Betriebe die mehr als ein System einsetzten sind hier natürlich an erster Stelle zu sehen, aber auch Anmerkungen, wie diese:
ich habe die Tage einen Betrieb besichtigt, der eine Kohlhernieinfektin nur im Überlappungsbereich zwischen Vorgewende und Stück hatte. Ich habe noch nicht genügend Zeit gefunden den ganzen Acker abzugehen, sah aber sehr intressant aus!

Also eure Beobachtungen bitte, je genauer sie Beschrieben sind desto besser!
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon countryman » So Nov 29, 2015 15:43

ich tippe mal die Infektion hängt diffizil von vielen Faktoren ab:
pH <-> Bodenstruktur <-> Feuchte/Sauerstoffverteilung, alles in Verbindung mit vorhandenem Inokulum und Saatzeit in Relation zu Niederschlägen...

Habe ja leider diesjährig auch in einem Schlag Hernie :-(
Der Schlag wurde durch Zupacht vergrößert. Au dem "neuen" Teil stand vor 3 Jahren nicht Raps sondern Ackerbohnen. Ansonsten hat der frühere Nachbar sehr ähnlich gewirtschaftet: Pfluglos, hoher Rapsanteil.
Also auf der Zupacht ist wenig bis kein Befall. Auf der "Altfläche" ist flächig Befall, außer:
1. leicht erhöhte "Bodenwelle", Höhendifferenz ca. 15 cm -> Wasserführung?
2. Ein Randstreifen der vor 3 Jahren dazu genommen wurde, vorher Brache -> fehlende Belastung durch Rapsfolge (Inokulum)
Sieht interessant aus :-(
Ab welchem Schadensgrad muss man an Umbruch denken?
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Re: Rapswurzel:Frage an Experten

Beitragvon MF4355 » So Nov 29, 2015 17:18

Umbruch ist angeraten, wenn weniger als 5-10 gesunde Pflanzen im Schnitt dort stehen, Vor dem 1. bis 20. April 2016 würde ich das wohl nicht entscheiden, dann ist immernoch genug Zeit für Mais. Dann weiß man auch mehr bezüglich Wasserversorgung. Bei einer sich abzeichnenden Frühjahrstrockenheit würde ich tendenziell früher die Reißleine ziehen als bei normaler Witterung.
Allerdings hatte der Mais den ich hier gesehen habe immer durch die Herbizide zu leiden, selbst wenn der Pflug zum Einsatz kam.
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