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Roggen Krankheiten

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Mercury Pro?

Beitragvon AgroTom » Fr Mai 03, 2019 15:21

adefrankl hat geschrieben:
bauer hans hat geschrieben:Amistar ist das mittel der wahl.

Eigentlich vom Wirkungsspektrum wäre doch auch Mercury Pro eine Alternative (Effektiv Fertigmischung aus Amistar und Alto 240EC) Eigentlich sollte das doch das Mittel der Wahl sein gegen Braunrost. Bei https://www.schweiger-handel.de/ steht es mit 34 €/l bzw. ha in der Preisliste. Da der Amistaranteil schon 24,5 € kostet, würde das Azol dazu nur noch mit 10 € zu Buche schlagen.
Alerdings habe ich noch Zweifel ob es überhaupt verfügbar ist. Adama bewirbt es nicht auf seiner Hauptseite und bei Myagrar ist es auch nicht zu finden.
Minister ist gleich zusammengesetzt, darf aber nur mit 0,75 l angewendet werden und auch nur bis Ende das Ährenschiebens und nicht wie Mercury Pro bis Ende der Blüte. Nun nicht gerade nachvollziehbar, aber das ist mittlerweile so vieles in diesen Land nicht mehr.


Minister ist zur Braunrostbekämpfung im Roggen auch mit 1 Liter zugelassen, wobei die 200g Azoxystrobin = 0,8l Amistar schon ne Hausnummer sind. Die kosten als Azoxystar bei Myagrar nur 18 Euro. Daneben wirst Du noch etwas Tebuconazol brauchen. Wenn wir mal eine Aufwandmenge von 150g zugrunde legen, dann sind das beim günstigsten Produkt von Myagrar (Tebucur) rd. 7 Euro.

Mit 25 Euro (+ Steuer) pro Hektar kannst Du also Deinen Roggen behandeln und hast durch das Amistar nen guten Langzeitschutz. Nur ein Billig-Folicur oder ein Rubric wäre mir zu wenig.

P.S.: Im Roggen brauchst Du schon etwas mehr Amistar als im Weizen, weil er einfach mehr Blattmasse hat, die es zu schützen gilt. Beim Weizen reichen 0,5l in Kombination mit einem Adexar, Aviator, Seguris, Gigant etc. sicher aus
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Bison » Fr Mai 03, 2019 18:10

Also dann 0,8 azoxystar + 0,6 tebucur als ausreichenden Schutz? Wär von den Kosten völlig okay
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon AgroTom » Fr Mai 03, 2019 21:06

Bison hat geschrieben:Also dann 0,8 azoxystar + 0,6 tebucur als ausreichenden Schutz? Wär von den Kosten völlig okay


Wenn ordentlich was dasteht, ist diese Aufwandmenge auf den mittleren bis besseren Standorten durchaus gerechtfertigt. Du willst ja auch einen Langzeitschutz und Dir nicht nach zwei Wochen wieder Gedanken machen müssen, ob der Schutz noch ausreicht.

In schwächeren Beständen auf Stressstandorten würd ich runtergehen auf 0,6l Azoxystar (reicht allemal aus).
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Bison » Fr Mai 03, 2019 21:44

ok, dann werd ich mal bei my agrar bestellen. kann mir nicht vorstellen das mein dealer vor ort so exotische fungis im schrank stehen hat.und ja, mein roggen steht auf einem 35er sand der mal wieder gerne wasser sehen möchte und mittlerweile relativ dünn steht. hätte vor 3 wochen mal anständig wasser gebraucht, dann hätte der nicht so viele triebe reduziert. für die schlechte ausgangssituation steht der roggen aber doch noch relativ gut. lieber etwas dünner und dafür dickere körner :lol:
da ich mit roggen noch null erfahrung habe tu ich mich auch bissl schwer den bestand einzuschätzen. gehe wenn es hier und da noch mal versehentlich regnen sollte von 55-65 dz /ha aus. aber von der optik gefällt mir der roggen, mal schauen wie das mit dem binnto weiter geht, aufgrunde der trockenheit habe ich keinen wachstumsregler eingesetzt.
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Renji » Mo Mai 06, 2019 18:20

Denkt daran ihr müsst den Roggen auch ernten.
0,8 Azoxystrobin hat einen ordentlichen Greeningeffekt, kommt eine gute N-Nachlieferung und Wasser von oben dazu, ja dann bekommst das Stroh nicht reif.
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Crazy Horse » Mo Mai 27, 2019 11:31

Renji hat geschrieben:Denkt daran ihr müsst den Roggen auch ernten.
0,8 Azoxystrobin hat einen ordentlichen Greeningeffekt, kommt eine gute N-Nachlieferung und Wasser von oben dazu, ja dann bekommst das Stroh nicht reif.


Das ist schon richtig, was Du schreibst. Du musst allerdings bedenken, dass vergleichsweise viel Blattmasse geschützt werden muss und bei keiner anderen Getreideart ein längeres Zeitfenster vom Ährenschieben bis zur Reife besteht.
Der Roggen schiebt schon kurz nach der Wintergerste die Ähre, reift aber erst mit dem Weizen ab. Da musst Du etwas vorhalten.

In der deutlich schneller abreifenden Wintergerste wären mir 200g Azoxystrobin auch zu viel. Da reichen 150g = 0,6l Azbany/Torero/Azoxystar bzw. 1,8l Amistar Opti vollkommen aus. Und im Weizen werden zur Septoriabekämpfung halt auch noch Carboxamide eingesetzt, die ebenfalls ne ganz ordentliche Dauerwirkung haben. Da gehe ich, wenn ich ein Carboxamid einsetze, mit der Strobimenge auf 0,4l = 100g runter.

Strobis sind bei mir aber gesetzt, weil sie das Blatt gesund halten, die Strohstabilität verbessern und die Pflanzen vor abiotischem Stress schützen. Und wie ich gesehen hab, setzt auch die BASF stark auf ihr F500 (Pyraclostrobin), das bei der großen Blattbehandlung in allen Premium-Produkten und allen Kulturen zum Einsatz kommt. Nur Bayer setzt auf die Doppelbehandlung mit reinen Azol/Carboxamid-Mischungen. Die lohnt sich in unserem Trockengebiet, wo Septoria eine eher untergeordnete Rolle spielt, aber nicht oder nur selten.
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Farmer310 » Di Mai 28, 2019 7:33

Habe den Roggen in BBCH 39 mit 0,75 Tebucur + 0,75 Fandango behandelt.
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Wini » Sa Jun 01, 2019 20:41

Hier hatte im letzten Jahr der Roggen der Biobauern so stark Mutterkorn, dass selbst konventionell
angebauter Weizen in der Feldflur angesteckt wurde und erstmals Mutterkorn im Weizen aufgetreten ist.

Wie verhindert man eigentlich Mutterkorn im Roggenanbau ?
Ist das sortenabhängig bzw. hat das was mit Hybriden zu tun ?

Gruß
Wini
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Botaniker » Sa Jun 01, 2019 21:12

Hallo Wini,
der Weizen wurde sicher nicht vom Roggen mit Mutterkorn angesteckt.
Mutterkorn ist ein Pilz der während der Blüte infiziert. Direkte Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es nicht. Man kann nur für eine gleichmäßige Blüte sorgen durch die Stellung eines gleichmäßigen, homogenen Bestandes.
Das rechtzeitige abmähen/abmulchen der Feldränder wird empfohlen, hat aber nach meiner Erfahrung keinen oder kaum Einfluss, wenn‘s ein Mutterkornjahr ist dann haste halt das Problem und in anderen Jahren halt wieder nicht.
An Weizen hatte ich vor einigen Jahren auch schon mal leichten Befall, war aber kein Problem bei der Vermarktung.
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Bison » Sa Jun 01, 2019 21:15

mutterkorn bei weizen habe ich bis dato noch nicht gesehen. kommt das öfters vor?
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Botaniker » Sa Jun 01, 2019 21:26

Weizen als Selbstbefruchter ist wie auch Gerste oder Hafer kaum davon betroffen. Theoretisch können alle Süßgräser befallen werden.
Es ist in erster Linie ein Thema beim Fremdbefruchter Roggen aber auch in der Triticale kann das durchaus ein Thema sein. Triticale ist ja auch zur hälfte Roggen, praktisch.
Es gibt aber auch gewichtige Sortenunterschiede.
Hybridroggen ist stärker davon betroffen als Populationsroggen.
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Südheidjer » Sa Jun 01, 2019 21:33

Wini hat geschrieben:Wie verhindert man eigentlich Mutterkorn im Roggenanbau ?
Ist das sortenabhängig bzw. hat das was mit Hybriden zu tun ?


Hier Wini: https://de.wikipedia.org/wiki/Mutterkorn#Vorbeugung
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Wini » Sa Jun 01, 2019 21:49

Hallo Botaniker,
ich muss mich etwas präziser ausdrücken.
Der Bio-Roggen-Anbauer legt aufgrund seiner pfluglosen Bewirtschaftung die Grundlage für die Primärinfektion
meines schönen konventionell erzeugten Pflug-Weizens.

Die Sklerotien des Mutterkorn-Pilzes fallen nämlich im Herbst bei der Ernte gemeinsam mit den Getreidekörnern
zur Erde und überwintern.
Aufgrund des pfluglosen Anbauverfahrens entwickeln sich im folgenden Frühjahr daraus köpfchenartige Fruchtkörper welche Ascosporen produzieren. Zum Zeitpunkt der Getreideblüte werden die Ascosporen freigesetzt und mit dem Wind verbreitet
und dringen als Keimhyphen über die Narben unbefruchteter Blüten in die Fruchtknoten ein.

Diese Art der Infektion wird auch als Primärinfektion bezeichnet.

Darum sind an meinem Weizen auch meistens die Ränder stärker betroffen gewesen.

Das hängt alles mit den Schluderern im Ackerbau zusammen, welche auf den Pflug verzichten, am Saatgut sparen und zu
faul sind, die Feldränder zu mähen.

Wie Südheidjer richtig verweist:

Pflügen vor der Aussaat[10]
Beimischung von Populationsroggen zu Hybrid-Roggen (5 bis 10 %)
Anbau von Sorten mit einer besonders hohen Pollenausschüttung
Aussaatstärke erhöhen und Reihenabstände verringern[9]
Mutterkornfreies Saatgut nutzen[9]
Mähen der Feldränder vor der Gräserblüte[10]

Gerade im Bio-Anbau wird ja auch der Reihenabstand vergrößert, um Hacken im Getreide zu ermöglichen.

Ich möchte den Bio-Roggen mit Mutterkorn jedenfalls nicht geschenkt essen wollen.

Wini
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Fendt 515C » Sa Jun 01, 2019 21:55

Beim Weizen hat Mutterkorn eher mit Nährstoff problemen zu tun, Beim Roggen hab ich es beobachtet das es meistens an der Blüte liegt, 2017 hatt der Roggen nicht "gestaubt" die anderen jahre deutlich. Wenn es schlechte Witterung ist macht es am meisten aus. Mit dem Pflügen ist schwachsinn, ich weiß auch nicht warum du so über Bio und Pfluglos betriebe herrziehst in jedem Beitrag den du schreibst.
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Re: Roggen Krankheiten

Beitragvon Botaniker » So Jun 02, 2019 15:42

Hallo Wini,
ich sehe es durchaus ähnlich wie du, Schludern geht gar nicht egal ob Bio oder Konvi.
Ob es immer der Pflug sein muss? Ich meine, es geht auch ordentlich ohne Pflug.
So wie ich es beobachte liegt es eher am Bauern/Landwirt, weniger an dem eingesetzten Gerät ob was ordentlich wird oder auch nicht.

Hier gilt es, wie man an der Auflistung von Südheidjer sieht, eine ganze Reihe von Maßnahmen zu ergreifen um Mutterkorn zu vermeiden.
Allerdings habe ich immer wieder erlebt, dass es in manchen Jahren Mutterkorn gibt, trotz aller Maßnahmen und in anderen Jahren halt nicht, auch nicht bei den “Schluderern“.

Ich denke die Ursache sind die Wetter-Bedingungen zur Blüte.

Mutterkorn kann man mit modernen Reinigern heraus reinigen. Wenn die Ernte benötigt wird, wird man das auch tun. Gibt es genug, dann wird das Mutterkorn belastete Getreide den Weg in die Biogasanlage finden.
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