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Rückumstellung Ökologischer Landbau

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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34 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon Agrarrebell41 » Mo Apr 13, 2015 12:05

Hallo zusammen,

ich recherchiere zur Zeit im eigenen Interesse zum Thema "Rückumstellung von Bio-Betrieben" und habe leider noch nichts brauchbares über den Ablauf einer Rückumstellung gefunden.

Hat jemand Erfahrung mit diesem Thema? Gibt es Kündigungsfristen bezüglich der Kontrollverträge oder ist es am Ende gar ganz einfach und ich muss das blos bei der Kontrollstelle melden und somit läuft mein Zertifikat automatisch aus und ich bin kein Biolandwirt mehr?

Wäre toll wenn mir jemand von seinem Wissen / seinen Erfahrungen berichten könnte.

Grüße

AR
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon Hofer_Pörndorf » Mo Apr 13, 2015 12:19

Ich habe von 2011 auf 2012 rückumgestellt, dies war relativ einfach. In meinem Kontrollvertrag war eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Jahresende festgelegt. Die selbe Frist war auch bei der Mitgliedschaft im Bioverband. Somit war ich zum 1.1.2012 konventionell, mehr gabs da nicht. Meine letzte Bio Ernte 2011 habe ich auch alles noch in 2011 vermarktet, damit ich da auf der sicheren Seite war. Im Herbst 2011 habe ich bereits konventionelles Wintergetreide Saatgut ausgesät, jedoch ungebeizt. Dies war problemlos möglich, da diese Sorten in Bio nicht verfügbar waren und somit eine Ausnahmegenehmigung von der Kontrollstelle erteilt wurde (Die Öko-Kontrolle für 2011 war Ende Oktober, da hat die Kontrolleurin nach den Saatkörnern gegraben ob auch wirklich keine Beize drauf war ;-) ).
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon CarpeDiem » Mo Apr 13, 2015 14:45

Man ist immer wieder erstaunt, was es so alles gibt. Dabei dachte ich immer wer diesen Schritt in die Bio(land)wirtschaft bewältigt hat, ist für alle Zeiten im Olymp der Glückseligkeit??? Rückumstellung was für ein hässliches Wort!!
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon Ferengi » Mo Apr 13, 2015 15:17

Wie ist das eigentlich...
Zu Anfang muss man sich ja für 5 Jahre verpflichten.
Wenn die 5 Jahre abgelaufen sind, muss man dann nur den Kontrollvertrag kündigen und beim Prämienantrag keine Bioprämie mehr beantragen?
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon Mad » Mo Apr 13, 2015 17:27

CarpeDiem hat geschrieben:Man ist immer wieder erstaunt, was es so alles gibt. Dabei dachte ich immer wer diesen Schritt in die Bio(land)wirtschaft bewältigt hat, ist für alle Zeiten im Olymp der Glückseligkeit??? Rückumstellung was für ein hässliches Wort!!


Falls er Hesse ist, steht ihm noch das Rückumstellungsverhinderungsgespräch bevor. :D
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon Agrarrebell41 » Mo Apr 13, 2015 17:41

Moin zzusammen,

@ Hofer_Pörndorf: Vielen Dank für die Infos!!

@ Ferengi: Kenn mich da jetzt nur für Ba-Wü aus, aber da kriegst du Öko-Förderung über FAKT-Programm u da musst dich für fast alle Maßnahmen auf 5 Jahre verpflichten.


gruß AR
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon speeder » Mo Apr 13, 2015 18:32

Ferengi hat geschrieben:Wie ist das eigentlich...
Zu Anfang muss man sich ja für 5 Jahre verpflichten.
Wenn die 5 Jahre abgelaufen sind, muss man dann nur den Kontrollvertrag kündigen und beim Prämienantrag keine Bioprämie mehr beantragen?


Exakt so ist es... Allerdings solltest du kurz beim Amt durchrufen, die machen sonst nämlich das Kreuz bei der Bio-Bindung für dich ("hat er wohl vergessen..."). War auf jeden Fall bei mir so.

CarpeDiem hat geschrieben:Man ist immer wieder erstaunt, was es so alles gibt. Dabei dachte ich immer wer diesen Schritt in die Bio(land)wirtschaft bewältigt hat, ist für alle Zeiten im Olymp der Glückseligkeit??? Rückumstellung was für ein hässliches Wort!!


... muss herrlich sein, so eine Möglichkeit sich mal so richtig aufgeilen zu können... :roll:
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon Hofer_Pörndorf » Di Apr 14, 2015 8:40

Stimmt, das mit dem AUM Öko-Prämie habe ich vergessen, das KULAP A11 ist bei mir Ende 2011 regulär ausgelaufen. Allerdings gibt es (zumindest hier) auch einige Betriebe, die zwar Öko sind, jedoch die Ökoprämie im Rahmen von AUM nicht beantragen aus diversen Gründen. Die können natürlich jedes Jahr aufhören.
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon CarpeDiem » Di Apr 14, 2015 9:53

speeder hat geschrieben:... muss herrlich sein, so eine Möglichkeit sich mal so richtig aufgeilen zu können... :roll:
Das siehst du leider völlig falsch. Wenn man wie ich, in RLP wohnt, mit günem Ministerium und ständig die Segnungen der ökologischen Lw gepriesen bekommt, dann sind doch Zweifel angebracht wenn hier von "Rückumstellern" die Rede ist, oder vlt. nicht????
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon Farmer79 » Di Apr 14, 2015 10:23

Das finde ich Quatsch - oder hast Du Zweifel an der Milchviehhaltung wenn einer aufhört mit melken?
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon marius » Di Apr 14, 2015 10:58

CarpeDiem hat geschrieben:Man ist immer wieder erstaunt, was es so alles gibt. Dabei dachte ich immer wer diesen Schritt in die Bio(land)wirtschaft bewältigt hat, ist für alle Zeiten im Olymp der Glückseligkeit??? Rückumstellung was für ein hässliches Wort!!


Das hat vor allem mit den knappen Pachtflächen zu tun. Anno dazumal hat man als Bio einfach mehr gepachtet um den geringeren Ertrag auszugleichen. Die eingestrichene Prämie / ha war deutlich höher als der bezahlte Pachtzins und somit war das damals kein Problem.
Auch die Veredler bekommen langsam Probleme. Die Bio Milchviehhalter welche Flächen abgeben mußten werden bei gleicher Viehzahl wohl zu Konventionell wechseln müßen.
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon speeder » Di Apr 14, 2015 11:07

CarpeDiem hat geschrieben:
speeder hat geschrieben:... muss herrlich sein, so eine Möglichkeit sich mal so richtig aufgeilen zu können... :roll:
Das siehst du leider völlig falsch. Wenn man wie ich, in RLP wohnt, mit günem Ministerium und ständig die Segnungen der ökologischen Lw gepriesen bekommt, dann sind doch Zweifel angebracht wenn hier von "Rückumstellern" die Rede ist, oder vlt. nicht????


... ach komm. Dann lass deinen Frust da ab, wo er hin gehört: An die Wahlurne und gegebenenfalls in eigenes politisches oder Ehrenamtliches Verbandsengagement. Aber hier einem Rückumsteller schadenfroh verbal eins in die Fre**e zu geben zeugt von verdammt wenig Souveränität!
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon H.B. » Di Apr 14, 2015 11:53

marius hat geschrieben:
CarpeDiem hat geschrieben:Man ist immer wieder erstaunt, was es so alles gibt. Dabei dachte ich immer wer diesen Schritt in die Bio(land)wirtschaft bewältigt hat, ist für alle Zeiten im Olymp der Glückseligkeit??? Rückumstellung was für ein hässliches Wort!!


Das hat vor allem mit den knappen Pachtflächen zu tun. Anno dazumal hat man als Bio einfach mehr gepachtet um den geringeren Ertrag auszugleichen. Die eingestrichene Prämie / ha war deutlich höher als der bezahlte Pachtzins und somit war das damals kein Problem.
Auch die Veredler bekommen langsam Probleme. Die Bio Milchviehhalter welche Flächen abgeben mußten werden bei gleicher Viehzahl wohl zu Konventionell wechseln müßen.


Ungefähr so ist es bei allen Rückumstellern gelaufen, wo ich davon erfahren habe. Und dann gibts noch einige, die Flächen von Fürsten, oder Stiftungen bewirtschaften - die können nicht anders, als weitermachen, weil das im Pachtvertrag so vereinbart ist.
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon speeder » Di Apr 14, 2015 12:15

H.B. hat geschrieben:
Ungefähr so ist es bei allen Rückumstellern gelaufen, wo ich davon erfahren habe. Und dann gibts noch einige, die Flächen von Fürsten, oder Stiftungen bewirtschaften - die können nicht anders, als weitermachen, weil das im Pachtvertrag so vereinbart ist.


... ja, das stimmt wohl. Wobei sich das Mitleid hier in der Gegend in Grenzen hält. Siehe http://www.gut-wulksfelde.de/ ... Mittlerweile so etwa 150 Angestellte?! Bei 400 ha Acker vor den Toren Hamburgs, gepachtet auf 30 Jahre für 100,- EUR pro ha und vorgeschriebener Bio-Bewirtschaftung dürfte das einzige Problem die Wartezeit bei Fendt sein... :lol:
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Re: Rückumstellung Ökologischer Landbau

Beitragvon Bauer Hinnerk » Di Apr 14, 2015 18:32

Moin!

Auch wenn es nicht unmittelbar zur Frage des TE beiträgt, aber zum Thema Rückumstellung wurde schon einiges geforscht, z.B:

http://literatur.ti.bund.de/digbib_extern/dn053205.pdf
http://literatur.ti.bund.de/digbib_extern/dn051877.pdf

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