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Sanfte Drogen freigeben?

Alles was nicht zu anderen Themen passt, hat hier seinen Platz.
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90 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Fassi » So Nov 30, 2014 18:57

man nachher im Kurs die Kerle genau identifizieren konnte, im Gegensatz zu Denen,die am Vortag etwas zuviel Alkohol hatten.


Die Frage ist nur, wie hätten die Kerle vom vorabend am Unterricht teilgenommen, wenn die den Morgen ne halbe Kiste gesoffen hätten? Dein Geschriebenes ist wirklich ein 100%iges Beispiel von Birnen mit Äpfeln. Hätten die Kiffer den Abend vorher gekifft, hättest Du am nächsten nix davon gemerkt. Im Gegensatz zu den Trinkern vom Vorabend.

Das Problem beim Marihuana ist allerdings die Hinterhofhandelei, man weiß nie, was man da bekommt. Hier war es z.B. ne zeitlang Mode, das Zeug mit LSD zu versetzen, um die Wirkung zu erhöhen (deswegen hab ich damals als Teeni da recht schnell wieder die Finger von gelassen, auch wenns weitaus besser verträglich war als Alkohol). Die meisten würden sich übrigens wundern, wer alles so kifft (bzw. Tee trinkt und Plätzchen ißt).

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon borger » So Nov 30, 2014 19:48

Welfenprinz hat geschrieben:
ich bin wie Du Nichtkonsument, aber soweit ich weiss, ist das ein geringes Problem, wenn man darum weiss. Gefährlich sind ja grad die Wildformen, wegen wechselndem Wirkstoffgehalt . Die gute Dosis von gestern, kann morgen zum herzstillstand führen. Ein Problem mit dem sich vor allem diejenigen herumschlagen müssen, die sich Tees aus Engelstrompeten kochen.
Oder so.
Also ein Hoch der Pflanzenzüchtung. Zum Wohl der menschlichen Nichtgefährdung.


Ganz so genial ist die Pflanzenzucht dann doch nicht. Abhängig von Sorte, Wachstumsbedingungen und Erntezeitpunkt schwankt der THC-Gehalt immer noch gewaltig, nur auf höherem Niveau. Das hat nur dazu geführt, dass das früher verbreitete Haschisch (Harz) weitgehend durch Gras (Blüten) verdrängt wurde. Vor allem wegen der produktionstechnischen Vorteile wie deutlich reduziertem Flächenverbrauch.

Ansonsten ist der schwankende Wirkstoffgehalt auch kein großes Problem, der schwankt bei alkoholischen Getränken auch von weniger als 5% bis über 80%. Das kann allenfalls zu einer kurzfristigen Überraschung führen, pendelt sich dann aber über die aufgenommene Gesamtmenge schnell wieder ein.
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Glückskäfer » So Nov 30, 2014 20:16

Ich halte absolut nichts davon! Egal, ob THC, Speed, o.ä. . Beim Alkohol sollten wir es so halten, wie andere Länder 0,0 Promille!

Wenn ich so beruflich mit den Koma-Sauf-Kids zu tun habe, könnte ich..... :evil:
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon automatix » So Nov 30, 2014 20:19

Epxylon hat geschrieben:Vor 2 Wochen lief ein schöner Beitrag im Fernsehen über die Gerichtsmedizin in den USA. Der Arzt/Gerichtsmediziner hat unter anderem dazu beigetragen das die Prohibition wieder aufgehoben wurde. Denn durch das Alkoholverbot sind mehr Leute gestorben als ohne Alkoholverbot.


natürlich. Denn wenn was verboten ist kommts aus dunklen Kanälen, da ist dann jeder Dreck drin.
Die meisten Drogentoten bei uns sterben ja nur deswegen, weil die 'Qualität' des Stoffes so breit streut.
In Russland sterben ja auch 40 000 Leute durch illegal gebrannten Alkohol.

Genau das wäre ja auch ein Argument für die Freigabe der Drogen.

- die Drogen kommen in gleichbleibender Qualität auf den Markt
- man entzieht dem organisierten Verbrechen eines seiner größten Geschäfte (welches dann der Staat übernehmen kann - Steuereinnahmen)
Badaboom
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Ferengi » So Nov 30, 2014 21:00

Glückskäfer hat geschrieben:Ich halte absolut nichts davon! Egal, ob THC, Speed, o.ä. .


Ich auch nicht.

Beim Alkohol sollten wir es so halten, wie andere Länder 0,0 Promille!



Halte ich für sehr riskant.
In vielen Lebensmitteln sind geringe Mengen Alk drin.
Die jetzige 0,3 Promille-Grenze halte ich für vollkommen ausreichend. :wink:
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Redriver » So Nov 30, 2014 21:06

Hallo,
wurum werden Alkohol und Rauchen nicht Verboten ? Weil dann ca 75% der Wähler die die jetzige Regierung gewählt haben
dann etwas ilegales tun würden. Ich bin der Meinung das man viel mehr Prevention in Sachen Drogen betreiben müßte und da zähle ich
Alkohol und Rauch auch dazu. In meinem Elternhaus wurde nicht geraucht und Alkohol auch sehr zurückhaltend getrunken.
Ich bin Nichtraucher und trinke sehr wenig Alkohol. Das was wir unseren Kindern vorleben ist das erste wonach sie sich im Regelfall
richten werden.
Was ich auch noch sehe ist das wir alle im Gesundheitssystem, für solche Drogenkonsumenten ob legal oder ilegal, mit bezahlen.
Bier ist zum Beispiel in Bayern ein Nahrungsmittel und kein Genussmittel.
Ich brauche keine legalisierung von irgend Was sondern ich bin der Meinung das legales wie Alkohol und Tabak auf den Prüfstand
gehören.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Guetzli » So Nov 30, 2014 21:34

Ich fasse mich zum Thema kurz .
Wir haben früher (vor 20 oder 25 Jahren )auch mal etwas probiert .

In meinem Fall war es nur Alkohol und Nikotin .
Alkoholiker bin ich nie geworden ,Raucher war ich 25 Jahre .

Nach 5 Anläufen hab ich es geschafft nicht mehr zu rauchen.
Fast zwei Jahre ist das her und es juckt immer noch, mal eine zu Rauchen .

Andere aus meinem Jahrgang haben mit 16 /17 das kiffen probiert .
Für die Hälfte von denen war das richtige Leben mit noch nicht mal 20 schon vorbei .

Der Rest ist schnell erzählt .
Mit 18/19 haben die andere Sachen probiert ,sie waren noch keine 20 da waren sie schon im Knast wegen Beschaffungskriminalität und anderen Delikten .

Beruflich haben die, so jung noch ,gar nichts mehr gebacken bekommen ,gesundheitlich sind die für den Rest des Lebens angeschlagen .
Die holen sich 20 Jahre später noch regelmässig auch eine Dosis vom Arzt auf Rezept ab.
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Guetzli » So Nov 30, 2014 22:05

Hand aufs Herz ,an alle Raucher die ihr mitlest .
Wie lange hats den gedauert bis ihr süchtig wart ?
Bei mir waren es keine drei Wochen ,dann war ich drin, in der Nikotinfalle.
Wieder rauskommen war dann allerdings ein Prozess von Jahren/Jahrzehnten .
Nur von den Zigaretten wegzukommen , das schaffen viele überhaupt Zeit des Lebens nicht mehr .
Sie rauchen ,bis sie in der Kiste liegen .
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon tiger24 » So Nov 30, 2014 22:27

Guetzli hat geschrieben:Ich fasse mich zum Thema kurz .
Wir haben früher (vor 20 oder 25 Jahren )auch mal etwas probiert .

In meinem Fall war es nur Alkohol und Nikotin .
Alkoholiker bin ich nie geworden ,Raucher war ich 25 Jahre .

Nach 5 Anläufen hab ich es geschafft nicht mehr zu rauchen.
Fast zwei Jahre ist das her und es juckt immer noch, mal eine zu Rauchen .

Andere aus meinem Jahrgang haben mit 16 /17 das kiffen probiert .
Für die Hälfte von denen war das richtige Leben mit noch nicht mal 20 schon vorbei .

Der Rest ist schnell erzählt .
Mit 18/19 haben die andere Sachen probiert ,sie waren noch keine 20 da waren sie schon im Knast wegen Beschaffungskriminalität und anderen Delikten .

Beruflich haben die, so jung noch ,gar nichts mehr gebacken bekommen ,gesundheitlich sind die für den Rest des Lebens angeschlagen .
Die holen sich 20 Jahre später noch regelmässig auch eine Dosis vom Arzt auf Rezept ab.



So seh ichs auch und so wars bei mir auch. Mit 14 hab ich angefangen, zu rauchen, weil der Biologielehrerer gesagt hat, lasst die Finger davon, ihr wachst dann nicht mehr. Wenn man aber einen Kopf größer ist als der Rest der Klasse... von Null auf 20...

Schnell gespürt hab ich, das werd ich so schnell nicht wieder los..

Mein erstes Bier hab ich vielleicht mit 15 getrunken, nach einer sehr anstrengenden Ernte, hab mich unerfahren an der Flasche festgesaugt. Danach gabs öfter Alkohol, schnell hab ich beschlossen, der wird für mich nicht gefährlich, nie, weil eigentlich mag ich seine Wirkung nicht. Ich bin ein sehr selbstkontrollierter Mensch und mag es nicht, wenn mir die Kontrolle abhanden kommt. Außerdem werde ich müde. Alkohol gibts bei mir praktisch täglich, er kann mir trotzdem nicht wirklich etwas anhaben.

Mir nicht, anderen schon, das weiss ich.

Bei Drogen seh ich das anders, ähnlich wie bei Nikotin. Für mich persönlich vermutlich eine große Gefahr. Es könnte mir vielleicht gefallen, dann würde ich natürlich mehr wollen, also umsteigen. Bis zum Kontrollverlust ist es dann nicht mehr weit.

Einmal, am Gymnasium, mußte ich im Gruppenzwang auch mal an so einer Zigarette ziehen, hab vermutlich alles falsch gemacht, jedenfalls nichts gespürt. Danach gab es noch gelegentlich Kontakte aber ich habe jeden verweigert.

Entschieden zu gefährlich...

Nikotin, Alkohol oder Drogen sind schon verschiedene Paar Schuhe. Wenns nach mir gehen würde, keine Freigabe von irgendwelchen Drogen

Ums noch mal klarer zu stellen, Nikotin macht abhängig, ist aber keine Droge.

Alkohol kann auch abhängig machen, muss aber nicht zwangsläufig und ist - für mich - auch noch keine Droge.

Rauschgift, das ist eine Droge mit Ende offen.

Ich finde schon, dass man da trennen muss.
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Fassi » Mo Dez 01, 2014 0:25

Alkohol gibts bei mir praktisch täglich, er kann mir trotzdem nicht wirklich etwas anhaben.


Täglich Alkohol, und keine Sucht? Hört sich dann doch irgendwie so an. Ansonsten könnte man ihn ja auch täglich weglassen, Wasser oder Tee lösen den Durst genauso gut (und ohne dabei ein Nervengift, Alkohol, zu enthalten). Reicht ja, wenn man gelegentlich mal auf Feiern mal was trinkt. Genau das meinte ich übrigens, wer jeden Abend ein Bier braucht, der hat schon ein Problem. Genauso wer derjenige, der jeden Tag nen Joint braucht und nicht nur gelegentlich am WE mal einen raucht.

Tja, und Nikotin. Mit 15 hab ich angefangen zu rauchen, mit 24 hab ichs sein lassen. An Sylvester die letzte Kippe geraucht, seit dem keine mehr angefaßt. Ist jetzt 10 Jahre her und wie gesagt, ohne den kleinsten Rückfall. Und ich steh heute noch regelmässig bei den Rauchern, trotzdem hab ich da kein Verlangen mehr nach. In meinen Augen nur eine reine Willensfrage (wobei ich da durchaus Verständnis für die hab, die nicht gewillt sind :wink: ).

Und mit dem THC verhielt es sich ähnlich, von 16 bis 18 ab und an mal einen mitgeraucht, dann auf Grund der steigenden Unreinheit des Zeugs die Finger davon gelassen und nie wieder was angerührt noch je das Bedürfnis gehabt, es wieder zu tun. Einen Drang irgendwas härteres zu probieren hatte ich nie. Wieso auch? Erstens ists unästhetisch und zweitens viel teuer für die Wirkung. Alkohol fällt bei mir seit zig Jahren eh flach, weil dieses angeblich so unschädliche Mittel sofort in kleinsten Mengen (zwei bis drei Schnäpse bzw. ein Bier oder ein Glas Wein) sehr starke Gichtanfälle auslößt, übrigens als einzigstes der vermeindlichen Gichtverursacher.

Andere aus meinem Jahrgang haben mit 16 /17 das kiffen probiert .
Für die Hälfte von denen war das richtige Leben mit noch nicht mal 20 schon vorbei .


Der gute, alte urbane Mythos. Tja, von den etwa 40 Kiffern (wie gesagt, das machen mehr wie die meisten denken) die ich dieser Alterspanne konnte, ist exakt einer versackt. Und selbst der ist heute clean und auf ner normalen Bahn. Von dem Rest sind mittlerweile die meisten Meister oder Ingenieure und haben zum Teil eigene Firmen. Von denjenigen, mit denen ich auf Kirmesen gesoffen hab, haben min. 10 ein leichtes Problem mit Alkohol und 3 ein starkes (sprich die können gar nicht mehr ohne). Also genau andersrum, wie Deine Erfahrungen. Wie gesagt, alles ne Frage der individuellen Psyche. Bei den Trinkern z.B. würde ich von ausgehen, die würden vermutlich heute an der Nadel hängen, hätten sie gekifft statt gesoffen.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Djup-i-sverige » Mo Dez 01, 2014 7:25

Bei den Trinkern z.B. würde ich von ausgehen, die würden vermutlich heute an der Nadel hängen, hätten sie gekifft statt gesoffen.


Tja, und wenns legalisiert wird,
Sind eben diese 3 auch sehr leicht in Richtung dieser "Karriere" gefuehrt, und nicht nur sie, sondern viele Andere auch.
Klar gehts nicht um Willensstarke, denen "eh Nix was anhaben kann".
Ich habs auch "krachen lassen" bis vor 15 Jahren, seitdem trink ich halt hin und wieder was,
aber weniger weils Alkohol ist, sondern mehr weil ein Weissbier oder ne Radler einfach "sueffiger" ist, als Anderes.
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Fassi » Mo Dez 01, 2014 8:07

Naja, beim Alkohol ist der gesellschaftliche Druck weitaus stärker. Ich habs z.B. noch nie erlebt, dass man den Hinweis auf Asthmaspray bekommt, wenn einem der Rauch im Hals kratzt. Dafür bekomme ich aber jedes Mal ne Latte Medikamententipps, wenn ich Alkohol auf Grund der Gicht ablehne. Es kann ja nicht sein, dass einer nicht mittrinkt. Schockierend find ich es in dem Zusammenhang immer, wieviele einem dann sagen, dass sie eigentlich auch nichts trinken dürften wegen der Gicht, es aber dank Medikamenten doch machen können. Ist ja auch Standard, dass einen überall und ständig Brüh angeboten wird.

Gruß
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Hessen-Sibirier » Mo Dez 01, 2014 15:46

Mal ein Beispiel aus dem richtigen Leben:
Wir waren vor einigen Jahren bei Bekannten eingeladen. Großraum Ruhrpott, aber eher ländlich.
Samstag Vormittag spielte deren Junior Fußball, und ich wurde zum Spiel mitgeschleift, obwohl ich mich überhaupt nicht für Fußball interessiere.
Ich kann mich noch genau erinnern, eine Mannschaft spielte in "KEINE MACHT DEN DROGEN"-shirts.
Die Väter der hoffnungsvollen Nachwuchskicker standen jeweils zu viert am Spielfeldrand um eine Kiste Bier und feuerten mit zunehmendem Füllungsgrad ihre Jungs an. Nach dem Spiel gabs dann im Vereinshaus noch mal ne Kiste für die damals so ~14 jährigen Jungs.
Auf meine diskrete Frage wie dieses Verhalten mit der Trikot-Aussage zusammen ginge, kamen total beschränkte Ansagen.
-Ist ja schließlich kein Haschisch- Spassbremse- Das ist halt so bei uns im Pott-
Anschließend fuhren die beseelten Papis mitsamt den Kickern wieder heim zu Muttern.
Solange jedes Wochenende mehrere Hundertschaften Polizei auflaufen müssen, um vollkommen zugesoffene Stullen mit roten Schals dran zu hindern auf ihre Pendants mit den grünen Schals loszugehen, solange müssen wir uns um die vielgepriesene deutsche Leitkultur wohl nicht sorgen.

Anderes Beispiel:
In einem Nachbarort hat vor einigen Jahren ein Öko-Freak einen kleinen Bauernhof gekauft.
Der hat so richtig alle Klischees der Szene ausgefüllt.
Lange Haare, Öko-Klamotten, Selbstversorgung, wechselnde Damenbekanntschaften...
Kurzum ein Dorn im Fleische der ehrbaren Nachbarn.
Irgendwann kam dann mal morgends um 5:30 die geballte Staatsmacht mit Mannschaftswagen und zwei Streifenwagen samt Spürhund und hat die ganze Bude auf den Kopf gestellt.
Ergebnis, wie zu hören und lesen war: 6 Cannabis Pflanzen und mehre Geräte für den Drogenhandel. U.a. ein Folienschweißgerät, eine Feinwaage und UV-Lampen.
Das darauffolgende Gerichtsverfahren endete mit einer geringen Geldstrafe, weil der TLC-Gehalt der sichergestellten Pflanzen sehr gering war.
Fragt man sich doch mal vorsichtig nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel.
Den Mann gibts da übrigens heute noch. Er ist mittlerweile einer von noch zwei Bauern im Dorf und Ortsbeiratsmitglied.
I´m thankful for my country home, it gives me peace of mind.
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Lacy Laplante » Mo Dez 01, 2014 16:25

Hessen-Sibirier hat geschrieben:-Ist ja schließlich kein Haschisch-

jaja, die bösen Haschgiftspritzer :lol:

Und natürlich ist das Heuchelei in seiner extremsten Form. Wenn Kinder in diesen Trikots spielen und die anwesenden Väter(oder Eltern) Alkohol konsumieren.

Ist übrigends einer(von unendlich vielen) der Gründe warum Kinder so wenig "respekt" vor Erwachsenen haben die eben dieses Verhalten an den Tag legen.
Mit Intelligenz kann sich der Mensch von Traditionen abwenden.
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Re: Sanfte Drogen freigeben?

Beitragvon Ferengi » Mo Dez 01, 2014 19:46

Fassi hat geschrieben:
Alkohol gibts bei mir praktisch täglich, er kann mir trotzdem nicht wirklich etwas anhaben.


Täglich Alkohol, und keine Sucht? Hört sich dann doch irgendwie so an. Ansonsten könnte man ihn ja auch täglich weglassen, Wasser oder Tee lösen den Durst genauso gut (und ohne dabei ein Nervengift, Alkohol, zu enthalten).


Eben.

Wer anfängt zu zittern wenn er sein täglich Feierabend-Bier nicht bekommt, der ist Alkohlabhängig.
Wer Endzugerscheinungen bekommt wenn er sein abendliches Glas wein nicht bekommt, der ist abhängig.

Auch wenn sich eine Flasche Bier, oder ein Glas Wein, nicht unbedingt nach Sucht anhören.
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