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Schafe oder Huehner?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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20 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon stamo » Fr Dez 02, 2011 10:20

skranka hat geschrieben:Oh, ich habe mich verschrieben. Hatte mich schon gewundert warum mein Fallobstwiese fuer Schafe zu klein sein soll. Sie hat nicht 1000 qm sondern zwischen 10.000 und 13.000 qm.

Angenommen ich wuerde sie in zwei Haelften teilen, auf jeder einen Unterstand / Stall genehmigt bekommen und alle 6 Monate die Weide wechseln, koennte ich dann 5 Schafe / Ziegen halten?


Ja, passt und fünf ist ne gute Zahl für den Anfang. Ein Schuppen (Bauwagen) in der Mitte und dann mit Netzten arbeiten.

Wie viel und was muesste ich ungefaehr, prozentual am Gesamtfutter und finanziell pro Tier, hinzufuettern?
Gegen Hunde ist der Maschendrahtzaun ausreichend. Falls ich einen Elektrozaun genehmigt bekomme koennte ich den zusaetzlich aufbauen. Falls nicht, sind Schafe und Ziegen durch Fuechse gefaehrdet?


Winterfutter habe ich so etwas im Bereich von knapp über 20 cent pro Tag ausgerechnet. Dazu Stroh.
Viel teurer ist der Rest: kosten für Schuppen, Weidezaun und Weidezaungerät + Ladegerät. Wurmmittel nur in 100-Euro-Gebinden so weit ich weiß. Der Wassertransport, auch im Winter muss berücksichtigt werden.

Kann man sagen dass Schafe und Ziegen mehr Zeit und Erfahrung voraussetzen als Gefluegel?


Ich würde sagen, auf jeden Fall. Brigitta würde verlangen, für Geflügel auch so viel Zeit aufzuwenden :wink:

Und wo was waren nochmal die Vor- und Nachteile wenn man Gaense mit Enten vergleicht?


Gänse fressen Gras, machen mehr Krach als Warzenenten aka. Flugenten. Gänse sind nichts für den Habicht. Der Fuchs fängt beide. Geht auch für beide ohne viel Wasser. Wenn der Rhein aber so nah ist, können dir die weiblichen Warzenenten vielleicht abhauen?

Bevor ich mich in eine bestimmte Art einlese, kann mir jemand ein gutes Buch empfehlen, dass allgemein und fuer Laien verstaendlich Schafe, Ziegen, Kaninchen, Huehner, Ente und Gaense im Vergleich behandelt?


ein Buch das alles behandelt??? Ich glaub, dass gibts nicht. Du brauchst ne Bücherei, die dir per Fernleihe z.B. die von Christian empfohlenen Bücher besorgt. Das ist nicht teuer und du kannst so einen Überblick erstellen.
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon SHierling » Fr Dez 02, 2011 10:29

Wurmmittel nur in 100-Euro-Gebinden so weit ich weiß. Der Wassertransport, auch im Winter muss berücksichtigt werden.

Kann man sagen dass Schafe und Ziegen mehr Zeit und Erfahrung voraussetzen als Gefluegel?


Ich würde sagen, auf jeden Fall. Brigitta würde verlangen, für Geflügel auch so viel Zeit aufzuwenden :wink:


Also Wurmmittel gibts hier beim Tierarzt in Portionen abgemessen und abgefüllt ins Marmeladeglas, kostet keine 5.-.
Und ja, :) : ich würde sagen, JEDES Tier hat eine vernünftige Sachkunde und eine anständige Tierkontrolle verdient, egal ob es ein Huhn für 7€ ist oder ein Schaf für 70.-€. Gerade Schafe und Hühner nehmen sich da vor allem im ersten Jahr absolut nichts: das sind beides Tierarten, bei denen man zB die Kondition nicht von weitem sieht, sondern die man tatsächlich als EInsteiger jeden Tag alle einzeln anfassen sollte (Tierkontrolle). Ich hab schon sowohl Schafe wie auch Hühner erlebt, die nur noch Haut und Knochen waren und kurz vor dem Verrecken (meist waren dann die ersten schon tot), weil halt beide "von weitem" immer noch sehr lange "gut" aussehen. Bei Ziegen und Kaninchen sieht man schon von weitem, wenn die Knochen rausgucken.

Und ob man nun Hühner oder Schafe jeden Tag füttert und das Wasser kontrolliert, macht auch keinen großen Unterschied. (ok, zugegeben, Schafe gehen mehr ins Kreuz, und sitzen sehr viel seltener fertig aufgereiht auf der STange, wenn man sie angucken will ;-) ). Und Gänse und Enten sind auch nur dann "weniger aufwändig", wenn man schon "einen Blick dafür" hat, und am Verhalten ablesen kann, wie es ihnen geht. Das kannst Du aber bei Einsteigern nicht voraussetzen. Und ohne Wasseranschluß auf der Weide würde ich beides im Sommer nicht halten wollen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon Fassi » Fr Dez 02, 2011 12:09

Mit dem Wurmmittel mag bei Dir hinkommen, weil bei Dir allgemein mehr Schafe gehalten werden. Hier mußt Du schon lange suchen, ehe ein Tierarzt einen Drench für Magen- Darm- Würmer im "Marmeladeglas" gibt (sieht bei Cestocur [Bandwürmer] etwas besser aus). Wenn Du ein Mittel für ne Handvoll Tiere haben willst, dann gibts nur die Panacurboli (und dazu brauch ja eigentlich nichts mehr schreiben). Aber die anderen Mittel gibts nur bei Abnahme der ganzen Packung. Aber 100€ ist ein MIttelwert, ich meine das l- Gebinde Cydectin hat um die 70€ gekostet (ok, das neue Zolvix kostet dafür dann auch der l 250€).

Fuchsgefahr hast Du evtl bei kleinen Lämmern, an die alten geht ein Fuchs eigentlich nicht. Und vom Zaun her würde ich Dir zu Elektrozäunen raten. Damit bist Du bei der Weideeinteilung flexibler und die Tiere haben davor auch mehr Respekt (zumindest so meine Erfahrung). Und die Netze haben den Vorteil, dass Du sie von der Hochwassergefährteten Stellen wegnehmen kannst und nach dem Hochwasser wieder hinstellen, die schwimmen Dir also nicht weg :wink: . Kostenmässig gibt sich das bei ner Kleinfläche wenig, mal grob übern Daumen Knotenzaun und Pfähle so um die 700€ liegen (8 rollen Draht a50€/Stück plus 100 Holzpfähle a 3€/Stück) und beim Elektrozaun so in etwa 550€ (4 mal Euronetz Kombi plus 12V Weidezaungerät für ca. 200€ und 3 Erdpfähle; Batterien bekommt von KfZ- Werkstätten). Als Unterstand kann man bei Schafen eine alten Vieh oder Autoanhänger nehmen.

Bei den Schafen und ZIegen solltest Du dann auch noch die Kosten fürs Winterfutter mit einbeziehen (so über Daumen ca. 30 bis 50€ je Tier). Du kannst Dir aber jedes Frühjahr Lämmer kaufen, diese über den Sommer die Wiede abfressen lassen und sie dann im Herbst schlachten. Hat den Vorteil, dass man kein Winterfutter braucht, keinen Scherer, keinen Bock für Nachwuchs, die Wiese ein halbes Jahr Ruhe (auch positiv für den Parasitendruck) und halt ein halbes Jahr lang nicht auf die Tiere Rücksicht nehmen muss (also Zeit für z.B. Urlaub hat). wenn es eh nur ums Fleisch geht, ist das keine schlechte Lösung. Wird leider heute nur noch wenig gemacht (wenn ich mir überlege, dass wir vor gut 10 Jahren noch alle Lämmer im Frühjahr als sog. Gartenlämmer verkauft haben und das heute kaum noch eine Rolle spielt).

Wie meine Vorredner schon gesagt, ein all-in-one- Buch dazu gibt es nicht (zumindest eins, was sich wirklich eignet oder eine gute Grundlage darstellt). Ich würde auch sagen, versuch Dir die Ulmer Bücher zu leihen und dann das zu kaufen, zu welchen Tieren Du Dich entschließt.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon SHierling » Fr Dez 02, 2011 12:19

Mit dem Wurmmittel mag bei Dir hinkommen, weil bei Dir allgemein mehr Schafe gehalten werden.

Und Hühner, und Schweine, und Ziegen ;-) Ich bekomm eigentlich alles, für jede Tierart, nach Gewicht abgewogen und zugemessen, ohne Probleme außer dem, daß ab 700kg (glaub ich) das Ganze als "Großmenge" gilt und etwas umständlicher aufgezeichnet werden muß. Ich hab gar nicht gewußt, daß das so eine "Ausnahme" ist.


Was mir zum Thema Hochwasser noch eingefallen ist: der Rhein ist ja auch nicht gerade ein Trinkwasserbach. Ich würde an Deiner Stelle eine Bodenprobe nehmen, bevor ich Dinge esse, die auf Hochwasserflächen gewachsen sind, gerade wenn Du Wert auf "gesunde Ernährung" legst - sicher ist sicher.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon amwald 51 » Fr Dez 02, 2011 15:37

servus mitanand
skranka hat geschrieben:Ups, an Raubvoegel habe ich jetzt gar nicht gedacht.
Nur eins verstehe ich nicht, sind die Raeuber alle nur Nachtaktiv? Oder warum muessen die Tiere Nachts in den Stall?

... die meisten der zweibeinigen räuber, also habicht und so sind tagsüber unterwegs >> nachts sehen die zu wenig. der schlimmste zweibeinige räuber aber ist vorwiegend nachts aktiv, weil er da nicht so leicht gesehen wird. :roll: :roll: :roll:
grüße vom alpenrand
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