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Schafe oder Huehner?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Schafe oder Huehner?

Beitragvon skranka » Do Dez 01, 2011 14:17

Hallo,

konnte mich nicht zwischen Huehner und Schafforum entscheiden und hoffe dass ich mit meiner noch sehr allgemeinen Frage ich hier richtig bin.

Oft kaufe ich Fleisch von einem Bekannten der ein Jagdrevier gepachtet hat. Ich muss sagen, das Fleisch schmeckt besser und die Tiere hatten ein wesentlich besseres Leben als die fuer den Supermarkt gezuechteten aus der Massentierhaltung. Seitdem bin ich bestrebt moeglichst viel Fleisch aus anderen Quellen als dem Supermarkt zu bekommen. Das gleiche gilt natuerlich fuer Eier. Nun ueberlege ich mir ob es sinnvoll waere fuer den Eigenbedarf selber zu zuechten.
Ich habe eine eingezaeunte 1000 qm grosse Fallobstwiese mit einem recht guten Rasen zwischen den Baeumen. Das ganze befindet sich ca. 150m ausserhalb der Ortschaft.
Es waere auch im Allgemeinen schoen, wenn etwas Leben auf die Wiese kaeme.

Wie gesagt moechte ich damit kein Geld verdienen, es sollte mich aber auch nicht mehr kosten wie wenn ich gutes Markenfleisch / Eier einkaufe.

Ich habe nicht vor meinen gesamten Eigenbedarf zu decken. Da ich keine Erfahrung mit Nutztieren habe (Hunde und Katzen kann man ja wohl nicht so bezeichnen), wuerde ich erst einmal klein Anfange und sehen ob es mir Spass macht. Daher moechte ich vorerst mit demjenigen Tier anfangen, welches am wenigsten Zeit, Arbeit und Erfahrung erfordert.
Schafe, Ziegen, Huehner, Kaninchen... Was meint ihr ist am besten fuer meine Zwecke?
Einen Stall zu bauen und einmalige Anschaffungskosten waeren kein Problem. Wie gesagt zumindest fuer die erste Tiersorte moechte ich eine bei der der regelmaessige Zeitaufwand moeglichst am niedrigsten ist.
Wenn jede Tierzucht sehr aufwendig ist und nur fuer Menschen mit viel Zeit geeignet ist, waere dass auch gut fuer mich zu wissen. Vielleicht kann mir auch jemand einen groben Anhaltspunkt geben wie viele Stunden ich pro Tag / Pro Woche einkalkulieren muesste.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon SHierling » Do Dez 01, 2011 14:55

skranka hat geschrieben: Nun ueberlege ich mir ob es sinnvoll waere fuer den Eigenbedarf selber zu zuechten.

Ja, natürlich ist sowas ein schönes Hobby, wenn man sich für Tiere und gutes Essen interessiert. Was Du meinst, nennt man aber "Haltung" und "Vermehrung" - "Züchten" beinhaltet noch ein bißchen mehr als "Eigenversorgung" und kommt oft später dazu, aber als Einsteiger reicht es imho erstmal, wenn Eier oder Fleisch dabei herauskommen ...

Ich habe eine eingezaeunte 1000 qm grosse Fallobstwiese mit einem recht guten Rasen zwischen den Baeumen. Das ganze befindet sich ca. 150m ausserhalb der Ortschaft.

Dann fallen Schafe und Ziegen eher aus, die brauchen, wenn Du sie tiergerecht halten willst, vom "Rasen" etwas überbleiben soll und Du nicht das ganze Jahr über dazufüttern willst, mehr Platz.

Wie gesagt moechte ich damit kein Geld verdienen, es sollte mich aber auch nicht mehr kosten wie wenn ich gutes Markenfleisch / Eier einkaufe.
Das wird schwierig. Bei Kaninchen kann das vielleicht halbwegs klappen, wenn Du zB sonst nur Biokaninchen aus Freilandhaltung kaufst - bei Hühnern eher nicht. Aber andere Hobbys kosten auch Geld.

Ich habe nicht vor meinen gesamten Eigenbedarf zu decken. Da ich keine Erfahrung mit Nutztieren habe (Hunde und Katzen kann man ja wohl nicht so bezeichnen), wuerde ich erst einmal klein Anfange und sehen ob es mir Spass macht. Daher moechte ich vorerst mit demjenigen Tier anfangen, welches am wenigsten Zeit, Arbeit und Erfahrung erfordert.
Falls Du das ernst meinst >> NOGO für jede Tierart. Gerade am Anfang brauchst Du im allgemeinen MEHR Zeit und MEHR Arbeit als mit der entsprechenden Erfahrung und Sachkunde, und ein paar "Anfängerfehler" lassen sich auch mit noch so viel Mühe meist nicht vermeiden, kostet also auch mehr Geld.

Einen Stall zu bauen und einmalige Anschaffungskosten waeren kein Problem. Wie gesagt zumindest fuer die erste Tiersorte moechte ich eine bei der der regelmaessige Zeitaufwand moeglichst am niedrigsten ist.

Wie gesagt: es heißt "Art", und dann "Rasse", und man braucht für jede Tierart die entsprechende Sachkunde, womöglich vor der Anschaffung. Tägliche Tierkontrolle ist für jede Tierart vorgeschrieben, ebenso wie die tägliche Versorgung mit Futter und Wasser.

Wenn jede Tierzucht sehr aufwendig ist und nur fuer Menschen mit viel Zeit geeignet ist, waere dass auch gut fuer mich zu wissen. Vielleicht kann mir auch jemand einen groben Anhaltspunkt geben wie viele Stunden ich pro Tag / Pro Woche einkalkulieren muesste.
Zucht ist aufwändig, ja. Haltung und ggf Vermehrung hält sich in Grenzen, kommt auf die Tierart und -zahl an, und auf die Einrichtung Deiner Ställe.

Zum Vergleich: man kann sich einen Top-Hühnerstall einrichten, mit beheizten Vorrats-Tränken, Futterautomaten und automatischem Türöffner und -schliesser, wenn Du dann abends die Eier rausnimmst und dabei die Tiere kontrollierst, bist Du bei sagen wir 5-10 Hühnern auch in maximal 10 Minuten damit durch, dazu kommt die Zeit, den Stall regelmässig sauberzuhalten, halbe Stunde am Wochenende, Futter kaufen machst Du "nebenbei", das wars. Allerdings werden Dir Deine Hühner im ersten Jahr bei der Methode mit ziemlicher SIcherheit ein bis zweimal krank, weil Du irgendetwas übersiehst.

Man kann aber auch jeden morgen den Stall von Hand aufmachen und die Tiere beim rausgehen einzeln beobachten, jeden späten Vormittag die Eler holen, dabei darauf achten, welches Tier gelegt hat (zB mit Fallnestern, wenn man züchten will), am späten Nachmittag das Ergänzungsfutter (ad lib) draussen mit einer Körnergabe ergänzen (und dabei darauf achten, ob auch jeder gut frißt) und dann den Stall sauber machen (dabei gucken, ob es ggf Durchfall gibt), die Tiere jeden abend reinbringen, und wenn sie dann auf der Stange sitzen, die Tierkontrolle machen. Das kostet erheblich mehr Zeit, so bekommst Du aber nach ein paar Wochen einen Blick dafür, wem es gerade wie gut geht oder nicht.
Bei Kaninchen sieht das je nach Haltungsform ähnlich aus, Schafe und Ziegen siehe oben: dafür reichts nicht.

Für ALLE Nutz-Tiere gilt: Du kannst sie nicht mit in den Urlaub nehmen, Du kannst sie nicht "mal ein paar Tage allein lassen", sondern Du brauchst, wenn, dann eine zuverlässige und sachkundige Vertretung.

Wenn ich einen Obstgarten nutzen wollen würde, und die Einrichtung reichlich kosten darf, würde ich Freiland-Kaninchen machen. Schöne, buddelsichere Wechselausläufe, Großraumstall mit ein paar Einzelbuchten in der Mitte, sowas in der Art - aber dazu sollte man dann auch wirklich "überwiegend" zu Hause sein.

Wenn ich Deine Angaben so lese: versuchs mit ein paar Hühnern, vielleicht erwischt Dich ja die Begeisterung noch, ansonsten: such Dir einen guten Hofladen oder kauf weiter bei Leuten ein, die schon genug Erfahrung und Vorliebe für die Tierhaltung haben.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon stamo » Do Dez 01, 2011 16:55

was noch fehlt, ist dass Hühner mit dem Gras nicht besonders viel anfangen können. Du musst also imme reichlich zufüttern.

Gänse sind da zu empfehlen.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon Manfred » Do Dez 01, 2011 17:16

150 m außerhalb ist schon mal schlecht, weil dort selbst ein kleiner Stall für einen Privatmenschen nicht genehmigungsfähig sein wird und auch keine festen Zäune. Wenn du Glück hast und in der richtigen Region wohnst, kümmert das niemanden. Hast du Pecht und genug Kontrolleure, darst du Stall und Zaun am nächsten Tag wieder abbauen.
Für den Einsteig auf so einer Flächen wären m.E. Tiere ideal, die Gras fressen, und wo man problemlos im Frühjahr Jungtiere bekommt und so keiner Elterntiere überwintern muss. Mein Vorschlag wären deshalb Gänse (=überwiegend Grasfresser, evtl. Anfangs das gewohnte Geflüpgelfutter zur Eingewöhnung und etwas Getreide zum Mastende) oder Warzenenten (könnten Gras besser verwerten als andere Enten, müssen aber trotzdem die ganze Zeit zugefüttert werden). Beides wäre auch mit mobilen Geflügelnetzen nachbar, falls du keinen festen Zaun bauen darfst. Einen kleinen, fuchssicheren Stall kann man notfalls auch auf Räder stellen und alle paar Wochen umziehen, damit er nicht zur dauerhaften Einrichtung und damit genehmigungspflichtig wird.
Mein Vorschlag: Einen dauerhaften Drahtgeflechezaun außenrum. Einen kleinen, fuchssicherne Stall holen, und im Frühjahr, wenn die ersten Fröste rum sind, 10 junge Gänse rein. Nach Bedarf (falls das Gras knapp wird) zufüttern und im Spätherbst hast du ein paar lecker Braten. Im nächsten Jahr kannst du dann den Besatz nach oben oder unten (je nachdem, wie das Gras gereicht hat) anpassen oder mit Enten oder Hühnern kombinieren.
Bis zum Frühjahr hast du noch genug Zeit für Zaun- und Stallbau und kannst das eine oder andere gute Buch zum Thema lesen. Der Ulmer Verlag hat dazu reichlich Literatur im Programm.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon skranka » Do Dez 01, 2011 18:38

Hallo,
danke fuer die Antworten die ich bis hierhin bekommen habe. Hat mir schon weitergeholfen, da ich nun Schafe und Ziegen aussschliessen kann.

Ich gehe mal auf alle Antworten zusammen ein:
- ja Unterschied Art / Rasse haette ich eigentlich wissen muessen
- wenn dass so ist, dann meine ich Haltung, nicht Zuechtung
- dass die Tiere im Falle meiner Abwesenheit von jemand anderem fachgerecht versorgt werden ist selbstverstaendlich. Ich fahre selten in den Urlaub und mein Vater der im gleichen Dorf lebt hat auch Spass an sowas, wir wuerden eine Sachkundepruefung (oder wie das bei Tierhaltern heist) zusammen machen und koennten gegenseitig einspringen.

Ich habe Zeit und muss nicht dieses Jahr anfangen. Ich werde mich mal in Ruhe Richtung, Huehner, Enten, Kaninchen und Gaensen einlesen. Ich habe wirklich nicht gewusst das Gaense und Enten Gras fressen, ich dachte die wuerden nur bestimmte Pflanzen fressen (z.B. Algen bei Enten). Wie ist das denn mit Kaninchen, fressen die denn teilweise auch Gras? Weil Loewenzahn und Salat in meiner Fallobstwiese nicht vorhanden sind, ich bin davon ausgegangen, dass der groesste Teil gefuettert werden muss. Aber je mehr aus dem Garten gedeckt werden kann desto besser.

Dabei faellt mir auch ein das Huehner ja gerne scharren und ich sie bisher nur auf Sandboden gesehen habe. Ich meine wenn der Rasen teilweise kaputt ginge waere es nicht schlimm, sie werden ohnehin nicht die ganzen 1000 qm bekommen. Aber gaebe das Probleme? Ich meine, brauchen die trockenen Sandboden?

Zu den Enten, brauchen die nicht einen Teich? Oder gibt es Rassen die sich ohne wohlfuehlen?

Ich kann es jetzt zwar auch nicht mehr aendern aber es wuerde mich doch interessieren warum 150m ausserhalb der Ortschaft schlecht sein sollen? Ist das zu nah an der Ortschaft oder zu weit vom Haus entfernt? Und ich nehme an du meinst schlecht fuer eine Genehmigung. Denn ich denke mal vor Fuechsen und Mardern ist ohne entsrechendem Stall / Zaun eh nichts sicher.

Wie ist das mit Gefluegel im Winter generell. Braucht der Stall eine Heizung oder reichen hier Stroh und Koerperwaerme?

Also noch mal mein komplett eingezaeuntes (aber nicht Mardersicheres) Grundstueck hat unzaehlige Obstbaeume verschiedener Art, zwei Walnussbaeume, Brombeerhecken und sehr viel Rasen / Wiese.
Viele Baeume sind schon sehr alt andere Jung also kompett gemischt. Es gibt offene Stellen die fast nur aus Rasen bestehen und schattige die komplett von grossen alten Baeumen und dichten Hecken / Bueschen umstanden sind.
Teilt ihr alle die Meinung, dass Gaense, Enten und Kaninchen besser geeignet sind als Huehner?

Ein Stall waere wahrscheinlich kein Problem. Wollte mal eine Huette bauen und habe erfahren, dass man eigentlich nichts dort bauen darf. Noch nicht einmal einen Wohnwagen aufstellen. Aber gleichzeitig gibt es in unserer Stadt ausnahmen fuer Tiere. Solange der Stall klein ist wird er daher sicherlich genehmigt. Andernfalls ist die o.g. "mobile Variante" auch ausreichen, da ich ja erst mal mit sehr wenigen Tieren anfangen moechte. Dabei wuerde mich nocht interessieren wie was die Mindendest- und Hoechstzahl von Tieren ist bei der sich Ganese, Enten, Kaninchen und Huehner wohlfuehlen.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon SHierling » Do Dez 01, 2011 19:13

Teilt ihr alle die Meinung, dass Gaense, Enten und Kaninchen besser geeignet sind als Huehner?

Ich nicht, oder jedenfalls nur zum Teil. Ich bin der Ansicht, wenn man sich schon so ein lebendes Hobby zulegt, und es sich leisten kann, dann sollte es auch so tiergerecht wie möglich sein, und da brauchen Enten und Gänse ausreichend Wasser. Es geht bei Enten auch ohne (vorgeschrieben ist lediglich so viel, daß sie ihrer Art entsprechende den Kopf untertauchen können und Gefiederpflege betreiben), ich hab aber noch keine Ente gesehen, die nicht grade im Sommer mit Begeisterung gebadet hätte. Bei Gänsen fördert Wasser die Befruchtung - solltest Du also auch selber Vermehren wollen (man ißt ja auch mal was weg ;-), wäre das doppelt anzuraten. Wenn Du das hinbekommen kannst, sind Enten und Gänse zB auch nur über den Sommer sicher gut geeignet, machen allerdings auch ohne zu Scharren mehr kaputt als man so denkt, je nach Bewirtschaftung (Wechselausläufe).

Hühner würden sich über jedes Gebüsch, Bäume jeder Art und Strauchwerk als natürliche Deckung sehr freuen, und darunter auch ihr Sandbad einrichten, und wenn es nicht zu viele werden, behältst Du so auch Deinen "Rasen", fressen tun sie ihn normalerweise aber nicht. Andererseits sind Hühner als nicht heimische Tiere nicht ganz so winterfest und wenn mans gut machen will, sollte man abgesehen von einem Tränkewärmer im Winter zB auch ein Lichtprogramm haben im Stall (Strom!). Hühner haben halt den Vorteil, daß man mehr Eier hat als bei Enten und Gänsen, und trotzdem ab und an Fleisch.

Bleiben noch Kaninchen: bei "normaler" Haltung und bei Deinen Voraussetzungen wären die am aufwändigsten in der "Einrichtung" und Versorgung - die übliche Kaninchenhaltung ist halt immer noch die Käfighaltung. Freilandkaninchen hat kaum jemand, einige Erfahrungen gibts in der Schweiz und zB bei einer (kleinen) Handvoll Bioland-Betrieben. Abgesehen von der aufwändigen Anlage (Buddelschutz!) sind Freiland-Kaninchen dann aber "relativ pflegeleicht": kein Badeteich, kein Lichtprogramm, ausgesprochen winterfest, fressen Gras (bißchen zufüttern mußt Du trotzdem), vermehren sich relativ problemlos ohne Ende, und schmecken tun sie auch.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon Manfred » Do Dez 01, 2011 19:28

skranka hat geschrieben:Wollte mal eine Huette bauen und habe erfahren, dass man eigentlich nichts dort bauen darf. Noch nicht einmal einen Wohnwagen aufstellen.


Das ist das Problem, wenn man im Außenbereich irgendwas machen will. M.E. schließt dass die für eine Freilandkaninchenhaltung nötigen, untergrabungssicheren Zäune für eine Privatperson aus. Die wären ebenfalls eine genehmigungspflichtige Bebauung. Ansonsten halte ich Kaninchen-Freilandhaltung für ein sehr schönes Hobby.
Neulich hat mir sogar jemand von einem Hobbyhalter erzählt, der seine Karnickel komplett frei hält, auf einem Einzelhof. Der hat nur eine Futterstelle, wo sie sich 2 x am Tag einfinden und wo ab und zu ein paar zum Schlachten eingefangen werden. Den Schwund durch Raubtiere und evtl. Abwanderung nimmt er in Kauf. Sowas kann man wohl auch nur machen, solange Nachbarn und Behörden beide Augen zudrücken. Wobei die Kaninchenhaltung zum Glück noch wenig reglementiert ist. Sonst wären wohl mind. Doppelzäune fällig, wie bei Schweinen.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon SHierling » Do Dez 01, 2011 19:40

Neulich hat mir sogar jemand von einem Hobbyhalter erzählt, der seine Karnickel komplett frei hält, auf einem Einzelhof. Der hat nur eine Futterstelle, wo sie sich 2 x am Tag einfinden und wo ab und zu ein paar zum Schlachten eingefangen werden.

Das hab ich auch schon mal gesehen: einfach nur großes Gelände eingezäunt und die Tiere durch tägliche "Leckerli" jeden Tag ein, zwei mal in einen Auslauf mit "Stall" gelockt, in dem man sie dann bei Bedarf auch einfangen konnte - absolut genial, aber eben: nicht einfach und vor allem nicht überall hinzubekommen.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon Fassi » Do Dez 01, 2011 19:45

Naja, und in dem Fall Bäume, wo sich oben schon mal der Habicht und die Krähen das Lätzchen umbinden können (ist aber bei Hühner auch gegeben). Daneben wäre der Auslauf auch noch Fuchsdicht zu machen, oder die Kaninchen abends in einen Stall treiben (ob das geht, k.A.). Innerorts oder mit entsprechende Volieren mags mit den Freilandkaninchen gehen, aber auf ner Streuobstwiese eher weniger. Dann schon eher zuhause einen Stall bauen und abends das Gras von der Fläche als Futter reinholen. Übrigens zum Thema abwandern, da greifen evtl. viele der Landesjagdgesetze. Auswildern von Kaninchen ist dort verboten. Wäre also ne ziemliche Grauzone.

Bei Gänsen, wenn man sich denn im Frühjahr Küken holt, seh ich da weniger ein Problem. Mobilstall für die Nacht, entsprechende Wasserversorgung (wobei als Teich geht auch ne alte Duschwanne; da aber bei den Gösseln aufpassen) und einen stabilen Zaun aussen rum. Gänse knabern halt überall dran rum, allerdings lassen meine die Sträucher im Auslauf(nicht viel größer als der hier angegebene) in Ruhe und konzentrieren sich mehr aufs Gras. Schadstellen auf der Weide hab ich eher weniger. Zusätzlich kann man ja dazwischen auch Hühner laufen lassen. Warzen und Gänse geht auch, wenn die sich von kleinauf kennen (so zumindest meine Erfahrungen).

Ich würde Dir da mal die "Halten"- Bücher aus dem Ulmer Verlag empfehlen (z.B. http://www.amazon.de/Enten-G%C3%A4nse-h ... 681&sr=8-4 ). Die sind eigentlich für den Anfänger immer recht verständlich geschrieben und auch fachlich ok.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon SHierling » Do Dez 01, 2011 19:54

oder die Kaninchen abends in einen Stall treiben (ob das geht, k.A.).

Das funktioniert genau wie bei Hühnern, muß man nur mit zahmen Tieren anfangen, abends Leckerli im Stall, und dann ganz konsequent durchziehen: zwei, drei mal draußen lassen geht nicht, dann denken die sofort, das sei ihr gutes Recht ;-)
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon H.B. » Do Dez 01, 2011 19:57

Manfred hat geschrieben:
skranka hat geschrieben:Wollte mal eine Huette bauen und habe erfahren, dass man eigentlich nichts dort bauen darf. Noch nicht einmal einen Wohnwagen aufstellen.


Das ist das Problem, wenn man im Außenbereich irgendwas machen will.


Wenn es keine "Dauerhafte Einrichtung" ist, müsste es mit Rädern drunter gehen. Beispielsweise den fahrbaren Hühnerstall mal Zuhause, mal in dem Eck und mal im anderen.
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon skranka » Do Dez 01, 2011 20:21

Ups, an Raubvoegel habe ich jetzt gar nicht gedacht.

Also wie gesagt es ist kein Problem zwei mal am Tag in den Garten zu gehen. Aber dazwischen sind sie schon alleine, denn die Fallobstwiese ist 150m vom Ortsrand und ca. 300m von meinem Haus entfernt.
Raeuber wuerden sich also nicht durch Menschen gestoert fuehlen.
Wenn hin und wieder mal ein einzelnes Tier verschwinden wuerde waere es nicht so schlimm. Und vor den Maschendrahtzaun koennte ich gegen Fuechse noch einen dichteren aufstellen. Aber Strom bekomme ich wahrsch. nicht genehmigt. Zudem gibt es dort gar keine Stromleitungen, keine Ahnung ob eine Batterie fuer einen so grossen Zaun ausreichen wuerde. Abends kaemen sie in den mobilen Stall. Um den mache ich mir keine Gedanken, denn das Grundstueck ist so lang und in dem Bereich durch Baeume nicht einsehbar, dass der mobile Stall noch nicht einmal gesehen wuerde. Nur aufwendige Aparaturen mit Strom etc. sind dann leider nicht moeglich. Nur eins verstehe ich nicht, sind die Raeuber alle nur Nachtaktiv? Oder warum muessen die Tiere Nachts in den Stall?

Wenn die oben genannten Vorkehrungen (angenommen ohne Strom) als Schutz nicht ausreichen und mir die Habichte / Fuechse alles wegklauen, dann kann ich es direkt sein lassen.

Nochmal was die Wiese betrifft. Das Grundstueck liegt Luftlinie 200m vom Rhein entfernt. Bei Hochwasser steht ein Teil, jedoch hoechstens ¼ des laenglichen Grundstueckes unter Wasser. Von daher kann das Grundwasser nicht tief sein und ich hatte schon mal daran gedacht einen Brunnen zu graben. Den muesste ich genehmigt bekommen. Die Frage ist ob das auch ausreichen wuerde um einen Teich zu bauen oder ob das Wasser dann doch wieder versickern wuerde.
Das weitere Problem, wie gross muss ein Teich sein, dass er sich selber reinigen kann und nicht in kurzer Zeit von den Enten / Gaensen komplett verseucht wird?

Also, wenn schon die Profis Kaninchen in Staellen halten, dann sollte ich als Anfaenger wohl besser keine Kaninchen-Freilandhaltung versuchen.
Somit bleiben Huehner oder Gaense / Enten.
Wie gesagt will ich erst mal nur mit wenigen Tieren anfangen und muss somit eh fuer mich selber "hinzufuettern" :wink: somit ist es egal ob ich Eier und etwas Fleisch oder mehr Fleisch und keine Eier bekomme.
Wichtiger ist mir dass ich Tiere halte, die gut zu meiner Umgebung passen. Schliesslich will ich eben nicht nur die Mindestanforderungen erfuellen, sondern wenn ich so etwas anfange dann soll es den Viechern auch richtig gut gehen bevor sie in den Kochtopf landen :D

Da ich mich nicht zwischen Huehnern und Gaensen / Enten entscheiden kann lasse ich erst mal die Huehner aussen vor und wuerde euch gerne fragen: Was sind die Vor- und Nachteile wenn ich Gaense mit Enten vergleiche?

(So und dass war dann erst mal die letzte Frage bevor ich hier noch anfange zu nerven.)
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon H.B. » Do Dez 01, 2011 20:43

Du nervst doch nicht. Du interessierst für alles und bist nicht besserwisserisch - sehr selten bei Neueinsteigern - du hast also die besten Voraussetzungen.

Elektrozaun ist nicht das Problem, dazu brauchst du keinen Stromanschluss.

http://www.agrarfachcenter.de/Weidezaun ... 35158.html
http://www.agrarfachcenter.de/Elektrone ... 21172.html
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon skranka » Fr Dez 02, 2011 9:52

Oh, ich habe mich verschrieben. Hatte mich schon gewundert warum mein Fallobstwiese fuer Schafe zu klein sein soll. Sie hat nicht 1000 qm sondern zwischen 10.000 und 13.000 qm.

Angenommen ich wuerde sie in zwei Haelften teilen, auf jeder einen Unterstand / Stall genehmigt bekommen und alle 6 Monate die Weide wechseln, koennte ich dann 5 Schafe / Ziegen halten?

Wie viel und was muesste ich ungefaehr, prozentual am Gesamtfutter und finanziell pro Tier, hinzufuettern?
Gegen Hunde ist der Maschendrahtzaun ausreichend. Falls ich einen Elektrozaun genehmigt bekomme koennte ich den zusaetzlich aufbauen. Falls nicht, sind Schafe und Ziegen durch Fuechse gefaehrdet?

Kann man sagen dass Schafe und Ziegen mehr Zeit und Erfahrung voraussetzen als Gefluegel?

Und wo was waren nochmal die Vor- und Nachteile wenn man Gaense mit Enten vergleicht?

Bevor ich mich in eine bestimmte Art einlese, kann mir jemand ein gutes Buch empfehlen, dass allgemein und fuer Laien verstaendlich Schafe, Ziegen, Kaninchen, Huehner, Ente und Gaense im Vergleich behandelt?
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Re: Schafe oder Huehner?

Beitragvon SHierling » Fr Dez 02, 2011 10:20

Oh, ich habe mich verschrieben. Hatte mich schon gewundert warum mein Fallobstwiese fuer Schafe zu klein sein soll. Sie hat nicht 1000 qm sondern zwischen 10.000 und 13.000 qm.

Ah sooooo ...

Angenommen ich wuerde sie in zwei Haelften teilen, auf jeder einen Unterstand / Stall genehmigt bekommen und alle 6 Monate die Weide wechseln, koennte ich dann 5 Schafe / Ziegen halten?


Jein :) Also: Ja, auf dieser Fläche kannst Du locker 5-7 Schafe oder Ziegen halten.
Nein: "alle 6 Monate wechseln" ist nicht sinnvoll: Du mußt ja berücksichtigen, daß das Gras nicht das ganze Jahr über gleichmässig wächst (im Frühjahr mehr, zum Herbst weniger und im WInter gar nicht). Die Fläche reicht aber für einen Winterauslauf und zB drei "Sommerabteile", und die mußt Du auch nicht dauerhaft einzäunen. Wenn ein Zaun drumrum ist, kannst Du die einzelnen Portionen je nach Bedarf mit Schaf-Netzen einteilen.

Für Schafe brauchst Du auch keine zwei oder mehr Ställe, da reicht auch ein (ggf versetzbarer) Unterstand, für Ziegen sollte es schon ein fester Stall (oder eben zB ein Bauwagen) sein. Schafe kommen je nach Rasse mit Gras und Heu zurecht, Ziegen brauchen Laub und Zweige - die sie bei Dir ja hätten, allerdings mußt Du bei beiden Tierarten Jungbäume gegen Verbiß schützen.

Gänse und Enten nehmen sich nich sooo viel - Gänse sind halt Pflanzenfresser, Enten sind Allesfresser, damit sind Gänse etwas günstiger im Futter, wenn mans selber macht, für Enten solltest Du schon einen angemessenen Teil Eiweiß (als Alleinfutter) dazukaufen. Enten legen je nach Rasse mehr Eier, Gänse sind lauter und können auch schon mal agressiv werden: mit einer Ente wird man fertig, mit einer ausgewachsenen Gans ist das nicht mehr jedermanns Sache.

Noch was ganz Allgemeines: JEDE Haltung von Nutztieren (außer Kaninchen) mußt Du beim Vetamt melden.

Ein Buch für alle Tierarten , das ich auch guten Gewissens weiterempfehlen könnnte, kenn ich nicht, da landet man dann schnell bei Büchern Marke "Blinde helfen Blinden", wo irgendein/e Hobbyhalter/in unter "Meine Tiere und Ich" eine Handvoll (zT sogar illegale) Trial&Error-Tierversuche auflistet, sowas ist im allgemeinen eher schädlich als nützlich und auf dem Niveau von JohnSeymour-Bilderbüchern oder Kosmos-"Landleben"-Zeug: schön zum angucken, nett zu lesen, aber nichts zum Nachmachen. DIe Sachen vom Ulmer-Verlag sind schon ganz ok, weniger sollte es wirklich nicht sein, die haben auch so einen "Rundumschlag" im Angebot, den hab ich aber nicht gelesen, kann ich nix zu sagen.
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