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Scheinsaatbett

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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36 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon strokes » Mo Feb 23, 2026 20:19

Oder ein Einebnungswerkzeug direkt am Pflug, Schollencracker. Wobei einebnen tut der auch nicht
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon 210ponys » Di Feb 24, 2026 8:31

wir auf der Alb haben schwere Tönige Böden mit vielen Steinen. Da funktioniert das mit einem Schollencracker nicht, wo alles gleich zerfällt.
Und inzwischen gibt es nur noch einen Pflughersteller wo bei uns wirklich sauber läuft. Vielleicht könnte hier Rabe wieder ein Bein in die Tür bringen. Wen die was Bauen wo hier wirklich funktioniert, die bisherigen Hersteller hatten die Steinauslösung von Rabe.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Hofleben » Di Feb 24, 2026 8:43

Fendt 308 ci hat geschrieben:Kauf dir einen gescheiten Pflug. Im November/Dezember gepflügt liegt der Acker aktuell krümelig und so eben wie ein Gartenbeet da.


Wahrscheinlich reicht da schon ordentlich einstellen. Kann mir nicht vorstelllen das irgend ein Hersteller der letzten 60 Jahre einen Pflug mit mieser Arbeitsqualität auf den Markt gebracht hat.

Vorausgesetzt du darfst überhaupt pflügen.
Im Wasserschutzgebiet hab ich zwingend eine Begrünung stehen die zb zu Mais vor dem 1. März nicht umgebrochen werden darf. Da brauchst mit Scheinsaaatbett oder Frostgare gar nicht anfangen.

Da wo ich drauf durfte und witterungstechnisch konnte, liegt es aber echt gut da.
Nur gab es halt keinen Übergang zwischen gefroren und schlamm da es irgendwie keinen Übergang zwischen Regen - Frost - Regen gab.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Sönke Carstens » Di Feb 24, 2026 8:47

Warum denn pflügen?
Wenn man den Grubber nimmt hat man keine Probleme mit GLÖZ6 und man darf vor dem säen Glyphosat einsetzten.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon 210ponys » Di Feb 24, 2026 8:57

im Wasserschutzgebiet auch ?
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Schwabenjung26 » Di Feb 24, 2026 9:05

Naja so pauschal kann mans nicht sagen.
Glyphosat steht bei uns nicht mehr zur Verfügung.
Ich strebe auch vermehrt pfluglos an, geht aber auch nicht immer. Das ist ein Werkzeug das lass ich mir derzeit nicht nehmen lasse, wäre fahrlässig aus meiner Sicht.

Joa, nen neuen Pflug wäre was. Pflügen bedeutet bei uns auch mal nur 10cm flach bis zum anstehenden Gestein aber trotzdem 40cm+ in der Breite pro Schar.
Aber für bummelig 10-15ha investiere ich nicht in nen Neuen.
Eingestellt ist er durch mich und den Werksmonteuren, zwischenzeitlich 4x seit Auslieferung 2009.....
Das ist auch tatsächlich kein guter Pflug.
Schönes Pflugbild kenne ich hier nur durch Kverneland oder die alten Straubinger....
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon 210ponys » Di Feb 24, 2026 9:12

40 cm Schnittbreite und Flach ackern funktioniert nicht wirklich gut, oder sieht halt nicht schön aus. Hatte einen Widder 4 Schar Beetpflug, der hat 28 cm geschnitten da ist kein anderer dran gekommen von Bild.
Der jetzige Straubinger Schneidet 32 cm das sind bei uns Welten.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon johnny3000 » Di Feb 24, 2026 11:09

Scheinsaatbett ist einer super Sache und wird im Bio-Bereich seit jeher schon viel gemacht.

Wichtig ist aber die Bodenbeschaffenheit und die jeweilige Zeit.

Boden muss fein und mit wenig Bewuchs oder Mulchauflage wie ein Saatbett sein, was mit unter bei Erosion und DüngeVo zu Schwierigkeiten führen kann.

Ganz wichtig ist die Zeit. Im Herbst muss das Ganze zeitig passieren, bevor der Nebel und die kurzen Tage kommen. Nur da keimt Fuchsschwanz und Co. Im November bringts in der Regel nix mehr, da oft nur noch wenig keimt.

Im Frühjahr ist Zeit Geld, d.h. warten bis wirklich die Vegetation in Gang kommt, in der Regel den Acker bis Ende April liegen lassen.

Oft wird hier im Januar/Februar mit Frost ein Saatbett hergerichtet und im März gesäht, was aber oft nur Gewissensberuhigung ist, da in der Zeit wenig Gräser/Kräuter keimen,
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon langholzbauer » Di Feb 24, 2026 11:23

Viele unterschätzen den Effekt, bzw. betrachten dabei nur den grünen Aufwuchs.
Wenn bei Keimtemperatur nur 7-10 Tage zwischen feiner Bearbeitung und Aussaat liegen, werden schon etliche angekeimte Samen im Fädchenstadium geschädigt.
Ähnlich dem Blindstriegeln am 10. Tag nach der Saat.
Davon kann selbst bei flächiger Rückverdichtung weniger wieder anwachsen, als wenn das Keimblatt schon grünt und Wurzen gebildet sind.
Nochmal:
Es ist nur eines von vielen Werkzeugen und passt nicht jedes Jahr auf jedem Boden.

Wir hatten die Diskussion nur aus der Frage heraus angestoßen, ob und wozu eine Anbaudrille gegenüber der Aufbaudrille noch sinnvoll ist.
Da ergibt sich auf einem fertigen Saatbett auch mit der Drille solo eine höhere Schlagkraf als mit der schweren Kombi nur ganz flach gestellt, wenn die Regenfront angemeldet ist.
Ganz besonders in Hanglagen.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Schwabenjung26 » Di Feb 24, 2026 14:40

Haste ja auch recht. Ich hatte die Gründe für einen Solo-Einsatz erfragt.
Andere stellen ja auch Ihre Sichtweise dar und ggf. die Gegebenheiten.
Du sprichst den Striegel an betreffend blindstriegeln.

Striegel hab ich hier einen (rum)stehen in 12m.
Der arbeitet aber immer weniger bei mir.
Und das hat einfache Gründe:
Blinstriegeln bei Getreide bei guten Bedingungen spätestens 4-5 Tage nach der Saat, sonst guckt der Keimling tlw. schon raus. Da sollten auch gute Bedingungen herrschen.
Trocken, Schüttfähig etc.
Dann nochmals striegeln bei Bedarf, ne Woche später wieder weil wieder was kommt und das bis zum Reihenschluss.
Das geht hier nicht, weil wir auch oft noch Frost bis in den Mai und feuchte Bedinungen haben.
Und da sitzt dann bei mir lieber die chemische Bekämpfung zum optimalen Zeitpunkt. Zusätzlich will ich dann das Getreide nicht nochmals stressen.

Wenns wettertechnisch und arbeitstechnisch passt, die Kostenseite sich darstellen lässt ist es ein gutes Werkzeug, auch noch heutzutage.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon langholzbauer » Di Feb 24, 2026 14:57

Wir wollen da jetzt bitte mit dem Striegel kein anderes Thema reinmischen.
Nur soviel, dass es nicht immer Grubber oder Egge benötigt um besonders direkt nach der Ernte ( Schattengare) oder im Frühjahr ( Frostgare) gute Keimbedingungen für die 1. Unkrautwelle zu schaffen und diese dann nach Keimung am Auflaufen zu stören.
Der ( Stroh)Striegel, wenn im Betrieb verfügbar, kann da gut die leichte Egge unserer Vorfahren ersetzen.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Hofleben » Di Feb 24, 2026 17:17

Sönke Carstens hat geschrieben:Warum denn pflügen?
Wenn man den Grubber nimmt hat man keine Probleme mit GLÖZ6 und man darf vor dem säen Glyphosat einsetzten.


Und dann Mulchsaatmais?
Muss man wollen und klappt auch nicht unbedingt super toll wenn keine passende Technik beim Lohnunternehmer vorhanden ist.

Das mit dem Glyphosat ist auch wieder so ein halber Ritt auf der Rasierklinge nach GLÖZ und SchALVO.

Bei der hier üblichen Fruchtfolge mit Gerste - Weizen - Mais und teilweise Raps bist dann alle 3-4 Jahre zu Mais mit dem Pflug auf der Fläche.

Bei anderen Kulturen geh ich da aber mit. Zu Erdbeeren oder Spätkartoffeln mach ich das ganz gern, passt auch super rein.
Da wechsel ich immer zwischen Saatbettkombination oder Federzinkenegge, je nach Flächengröße.

Man muss halt schauen, auf leichten Böden hat man relativ schnell die Struktur pulverisiert.

Für Sommerweizen bin ich da mittlerweile völlig abgestumpft. Da kommt die Fräse vor die Sämaschine und rein in die Olga.
Wühlt auf, mischt ein und sät sogar. Die Walze lass ich da ganz weg, bei den paar Zentimeter tiefgang ist die Rückverfestigung egal. Da regelt ein Regen mehr.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Ackersau » Mi Feb 25, 2026 23:19

Auch wenn es schade ist, bei den Bekämpfungsstrategien z.B. gegen Afu rangiert das Scheinsaatbett mittlerweile irgendwo auf den Plätzen 8-10 (Top Agrar Sonderbeilage mit Erfahrungen aus England)
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon 210ponys » Do Feb 26, 2026 8:52

was ich hier beobachten kann funktioniert das Scheinsaatbeet nach der Getreideernte sehr gut, vorausgesetzt genügend regen kommt. Da ist manch Englischer Rassen ein Witz was zum Teil da für Matten auflaufen, aber mit ein Problem das bei vielen die Wirkstoffe nicht mehr die volle Wirkung haben.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon langholzbauer » Do Feb 26, 2026 9:33

Nach welchen Kriterien ist die Rangfolge angelegt?
Nach Wirksamkeit oder nach Nutzung der verschiedenen Methoden?

Und @Pony
Wenn schon im Vorbeifahren der Acker aussieht, wie ein engl. Rasen, dann ist der beste Zeitpunkt für eine schnelle mech. Bekämpfung längst überschritten.
Zu guten Zeiten wäre da eine Dusche mit dem bösen Totalherbizid angebracht.
Aber damit bekämpft man nur einen Teil der Unkrautsamen.
Einzig bei Verqueckung macht es Sinn solange zu warten.

Das Scheinsaatbett kann man als eine kürzere Form der Schwarzbrache betrachten, die eben beim ersten Ergrünen wieder nur so tief bzw. flach bearbeitet wird, dass diese Keimblätter abbrechen und gleichzeitig absichtlich neue Samen zum Keimen angeregt werden.
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