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Scheinsaatbett

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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36 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Scheinsaatbett

Beitragvon langholzbauer » Fr Feb 20, 2026 20:43

Aus dem Faden zur Drille heraus möchte ich das hier neu erstellen.

Die Jahreszeit dazu ist optimal.
So mancher Unkrautdruck kann mit leichtester Bearbeitung bei erster schadloser Befahrbarkeit reduziert werden wodurch die Samen zur Keimung angeregt werden .
Hier können wir gern darüber diskutieren ob verwühlen oder rauskämmen mehr aufgelaufene Beinkräuter/-Gräser bekämpft.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass deren Fadenwurzeln besser durch Sonne an der Oberfläche absterben, als durch vergraben mit Rückverdichtung.
Hinzu kommt die Energieeinsparung, wenn da mal schnell ein Striegel drüber weg huscht, statt tief im Boden zu wühlen.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Agrohero » Sa Feb 21, 2026 16:14

Tief und flach ist relativ!
Ansonsten bin ich bei dir , aber beimden nachläufer sollte man schon unterscheiden , so kann eine flachstabwalze ( krümler) MIT KLEINEM DURCHMESSER der Effekt des enterndens und oberflächlichen ablegen unterstützen.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Sönke Carstens » Sa Feb 21, 2026 16:51

Beim Scheinsaatbett muss man aber genug Zeit zwischen der Bodenbearbeitung und der Aussaat haben.
Grad im Frühjahr würde ich vor Sommergetreide nicht im Boden herumwühlen.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon 210ponys » Sa Feb 21, 2026 19:19

naja ein Scheinsaatbett im Frühjahr kann sicher funktionieren, stellt sich nur die Frage was für eine Kultur angebaut werden soll? Bei jedem Sommergetreide wird das nicht funktionieren, oder eben nur wen sehr spät gedrillt wird Mai oder so.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon langholzbauer » Sa Feb 21, 2026 19:21

Der letzte Satz von Sönke ist völlig richtig.
Es geht nicht um das wühlen, sondern die Nutzung der Zeit zwischen 1. Befahrbarkeit und bearbeitungsfähig trockener Krume .
Wenn die Frühjahrssonne die Kämme der Furchen soweit abgetrocknet hat, dass man die mit leichtem Schlepper und Eggenzug einebnet, dann ist damit schon mehr Wasser gespart, als es Kostet. Das Scheinsaatbett ist da Draufgabe.
Auch bei abgefrorener Zwischenfrucht kann die 1. ganz flache Bearbeitung zu schnellerer Erwärmung des Bodens und Zerfall der ZF beitragen, die dann auch weniger Störungen zur Saat verursacht.
Und wenn der Nachbar wartet, bis er mit dem großen Schlepper und der KE- Kombi in einem Aufwasch drillt, hat er neben dem Wasser , welches derweil aus den Frostrissen verdunstet, auch die 1. Möglichkeit mechanischer Unkrautbekämpfung verloren.
So völlig falsch war die Arbeitsweise unserer Vorfahren eben doch nicht, die im Frühjahr mit Ackerschleppe oder leichten Eggen von oben mit der Bodenbearbeitung der Gare folgten. :wink:
@Agrohero
Da bin wiederum ich ganz bei Dir.
Eine (gezahnte) Tandemstab- oder "nur" Drahtwalze, wie sie tausendfach hinter Feingrubber gebaut wurden, hatt auch nichts mehr mit einer Walze der KE zu tun.
Der Effekt der ersteren ist unbestritten in der Enterdung und Einebnung, statt Rückverdichtung einzuordnen.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon motzlarerbauer » Sa Feb 21, 2026 19:55

Scheinsaatbett - toll das sich damit beschäftigt wird.

Wir haben es bis vor ein paar Jahren auch noch mit aufgelöster Technik die Aussaat gemacht.
Ackern, kultivator und Solodrille am leichten Schlepper.
Die Ergebnisse waren nicht ganz optimal aber auch nicht schlecht. Für Bio in Ordnung.
Irgendwann sind wir dann umgestiegen auf KE-Drille Kombi.
Das saatbeet lag schon da, das Getreide schön versteckt.
Der Unkraut Besatz im ersten Jahr KE eine Katastrophe.

Wir sind nun dazu übergegangen meistens mit dem Leichtgrubber vorzuarbeiten und nach ein paar Tagen erst mit der KE-Kombi zu drillen.
Klappt im Frühjahr ziemlich gut, im feuchten Herbst hab ich immer Bedenken, wenn es ins Scheinsaatbett regnet, das zum abtrocknen zu bringen.
Wer Bier trinkt,
unterstützt die Landwirtschaft :prost:
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon langholzbauer » Sa Feb 21, 2026 20:32

Das Thema ist ja nahezu so alt, wie die Bodenbearbeitung an sich.
Im Prinzip schafft auf vielen schüttfähigen Böden schon ein Packer oder Krumenbrecher am Pflug ein gewisses " Scheinsaatbett" .
Eine angehängte einfache Ackeregge oder ursprünglich nur ein Strauch am Beetpflug kam in den letzten 150 Jahren auch immer wiedermal in Mode. :wink:

Die wühlenden Geräte sowieso...

Unsere Generation ist leider von reichlich bezahlbarer Antriebsenergie und ehemals ausreichend verfügbarer Agrarchemie zu sehr verwöhnt, um nach Winter oder nach Ernte die Bodenbearbeitung etappenweise ganz langsam nach unten zu steigern.
Da habe auch ich in den letzten 35 Jahren vieles nach aktueller Lehrmeinung falsch gemacht.
Mit Chemie zum Nachdüngen und dem bösen Totalherbizid vor dem Drusch ließen sich viele Fehler heilen...
Aber erstes rechnet sich nicht mehr und zweites ist nicht mehr zulässig.
Mittlerweile werde ich mit Wiesenschleppe auf dem Acker oder Striegel auf unbestelltem Boden nicht mehr ausgelacht, weil der Erfolg mir Recht gibt.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Öchslemacher » Sa Feb 21, 2026 22:14

Oh je das dauert bei uns noch bis wir aufs Feld können. 2mal über 20cm Schnee und nun sicher 60 Liter Regen obendrauf.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon 210ponys » So Feb 22, 2026 10:23

sag ja wann soll dann die Sommerung gedrillt werden, im Mai. Dann mag das hinhauen...
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Agrohero » So Feb 22, 2026 13:56

Das Wetter muß halt passen, und wenn ich ich an die letzten Jahre denke , dann kann es den Unkrautdruck merklich mindern , aber auch nötiges keimwasser für die Hauptkultur kosten die dann über viel Tage in der Asche liegt oder im schlimmsten Fall ankeimt und die Keimlinge vertrocknen , es,eine Medaille hat halt zwei Seiten, und von der wirtschaftlichen Seite kann es dann ganz schnell eine Nullnummer oder schlimmer werden wenn man auf rein mechanische beikrautregulierung im konventionellen ackerbau setzt .
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon langholzbauer » So Feb 22, 2026 14:24

Dem stimme ich voll zu.
Es ist nur ein Werkzeug, aus dem großen Baukasten, dass man aber nur nutzen kann, wenn man es kennt und in Betracht ziehen will.
Es gibt genug Jahre , in denen dafür das Wetter oder die Zeit nicht passen.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon AEgro » So Feb 22, 2026 15:23

langholzbauer hat geschrieben:Es gibt genug Jahre , in denen dafür das Wetter oder die Zeit nicht passen.

Und selbst, wenn´s in seltenen Jahren im Februar soweit getrocknet ist, dass Bearbeitung für Scheinsaatbett möglich ist,
warum dann die Möglichkeit nicht nutzen und gleich säen.
Der Vorteil der frühen Saat wiegt den anvisierten Nutzen der Unkrautbekämpfung weit auf.
Und ich kann mit nicht vorstellen, dass nach Scheinsaat ein chemische Unkrautbekämpfung oder bei Bios mechanische Bekämpfung
unnötig macht.
Dazu kommt, es werden nur wenige Arten Unkraut früher keimen als z. B. Sommergerste oder Hafer.
Die später keimenden wärmeliebenden Arten, kommen erst nach Auflauf der Sommerkultur.
Als Rübenbauer weiß ich, ich kann anstellen was ich will, das erste Unkraut kommt erst mit dem Auflauf der Rüben.
Und die Rüben brauchen ein höherer Keimtemperatur als Sommergetreide.
Dann bliebe nur noch Mais oder Soja, bei denen auf Grund der höheren Wärmeansprüche später gesät wird.
Aber da braucht es oft eine tiefere Bodenbearbeitung einige Zeit vor der Saat, weil entweder Gülle eingearbeitet werden muss
oder wird die tiefere Bearbeitung durchgeführt, um den Boden zu lockern und die Erwärmung zu fördern.
Wenn dann Unkraut keimt, ists recht und wird bei der Bodenbearbeitunng zur Saat abgetötet.
Wenn keine Unkräuter auflaufen, wird kaum jemand der wirtschaftlich denkt, die Saat rauszögern um darauf zu warten.
Denn der Wasserverlust durch Verdunstung tritt je nach Witterung trotz gebrochener Kapilaren ein und gefärdet Auflauf und Ertrag.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon 210ponys » Mo Feb 23, 2026 8:31

also hier ist es so wenn im April die Zwischenfrucht für den Maisacker bearbeitet wird, und der Mais dann im Mai gesteckt wird. Ist kaum was aufgelaufen, das Unkraut kommt dann mit dem Mais. Bei Sommergerste kommt das Unkraut deutlich später, weil der Boden und die Temperaturen einfach noch zu kalt sind.
Also einem Scheinsaatbett im Frühjahr stehe ich sehr Skeptisch gegenüber. Nach der Ernte der Hauptkultur funktioniert das deutlich besser.
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Schwabenjung26 » Mo Feb 23, 2026 11:43

Früher haben hier alle mit Scheinsaatbett gearbeitet. Mittlerweile hat sich durchgesetzt alles gleich kombiniert zu säen.
Mir fehlt die Maschine für ein Scheinsaatbett.
Früher die klassischen Saatbettkombinationen waren nur für diesen einen Zweck da - die 2,5m Maschine wurde extra dafür aufgehoben, die kann auch nichts anders - mittlerweile weg.
Ackeregge dito.
Grubber - aus meiner Sicht zu schwer und braucht trockenen Boden, Furchen eben kratzen is da nicht mal schnell möglich.
Kreiselegge - geringe Flächenleistungen - hängt eh an der Drille so fahr ich auch gleich mit der los.
Das Pflugbild meines Pfluges ist unterirdisch, ich brauch daher noch einen Gang um alles nachher eben zu haben. :cry:
Ich suche daher noch ein Gerät dazu... GFZE hatte ich mal eine, die ist aber auch nicht mehr da weil die auch nur das konnte, Pflugfurche einebnen.

Pflanzenbaulich ist mir dann auch lieber ich bringe die Saat relativ schnell in den Boden. Fertig herrichten und nochmals 2 Wochen warten kann bei uns auch schnell in die Hose gehen, aufgrund Wetter.
Ich hab auch jedes Jahr noch Herbizid gebraucht, auch früher bei den Scheinsaatbetten tendenziell eher mehr. Woran das liegt weiß ich nicht genau, ich kann mir halt vorstellen dass dann bei eher wärmeren Witterungen noch mehr aufläuft.
Älbler, zwecks Überblick
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Re: Scheinsaatbett

Beitragvon Fendt 308 ci » Mo Feb 23, 2026 19:18

Kauf dir einen gescheiten Pflug. Im November/Dezember gepflügt liegt der Acker aktuell krümelig und so eben wie ein Gartenbeet da.
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