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Schweinepreis in der kommenden Woche

Alles rund um das Borstenvieh.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Cheffe » Di Sep 15, 2026 7:50

Estomil hat geschrieben:Ich sag mal so. Wer in den goldenen Jahren also 2009-2011 investiert hatte in PV, der hatte das Geld nach 5-8 Jahren wieder.
Danach war jeder Euro Cashflow. Und da trennt sich dann die Spreu vom Weizen.
Es gibt Betriebe die haben das Geld genommen und irgendwie investiert. Also in Ställe, Mietshäuser, Aktien oder wie auch immer.
Die haben nach Ende des EEGs also noch werte die weiterarbeiten.

Es gibt aber auch die andere Sorte. Nämlich die Betriebe die das Geld genommen haben und wo es irgendwo versickert ist. Sprich die negative Eigenkapitalbildung das der Tierhaltung wurde damit ausgeglichen, man hat einfach davon gelebt, man hat teilweise hohe Abfindungen an Weichende erben bezahlt obwohl das in der Höhe garnicht betrieblich machbar war oder man hat verbindlichkeiten abgebaut.

Damit kann man natürlich auch erstmal mit zufrieden sein.
Nur verschleiert das viele Probleme. Und wenn das Ende 2029 mit dem tollen pv Geld endet, dann wird so mancher nachdenklich wo in Zukunft das Geld her kommen soll.

Deswegen stürzen sich auch alle auf die Windkraft weil man das gleiche Prinzip im neuen Gewand sucht.

Am Ende ist das aber auch einer der Gründe warum die Schweinehaltung noch nicht völlig zusammen gebrochen ist. Weil nicht selten solche Einnahmen noch da sind.

Und ja es gibt sogar Betriebe die können solche Preise wie jetzt die nächsten hundert Jahre aushalten. Weil genügend einer Acker da ist, Mietshäuser, sonstige Anlagen oder was auch immer. Die bekommt man einfach nicht kaputt.
Während andere selbst in guten Zeiten nur knapp rund kommen.

Meine Vermutung ist aber aktuell, dass die verbliebenen Betriebe stärker sind als viele hier war haben wollen. Die Bereitschaft komplett mit den Schweinen aufzuhören ist sehr sehr gering.

Die Schweinehalter die ich im Umkreis von zehn km persönlich kenne stehen meiner Meinung nach alle solide da. Die haben alle mehrere Bertriebszweige, pv, biogass, Wind, Mietshäuser, Hähnchen oder was auch immer.

Einen drastischen Bestandsabbau werden wir also vermutlich diesmal nicht erleben.



da ist wohl viel Wahres dran.
Es ist aber auch mit der Schweinehaltung an sich teilweise richtig gutes Geld verdient worden, das gehört zur Wahrheit auch dazu. Gerade die Sauenbetriebe, die früh sehr groß waren sind hier die Betriebe, die jetzt nichts mehr umwirft, mutmaßlich weil sie die entsprechenden Erträge auch in die von dir angesprochenen Kanäle investiert haben. Wenn irgendwo Land oder Wohnimmobilien los kommen, sind die immer dabei. Ich gönn es denen aber.. waren halt fleißig, früh dabei gewesen und nicht zuletzt kaufmännisch fit.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon fleischverkäufer » Di Sep 15, 2026 8:05

Joehännes hat geschrieben:Ja genau Fleischi so ist es! Es hilft nix wir müssen wieder runter. Egal wie tief wir gehen die Zahlen werden scheinbar nicht weniger! Alle Betriebe bleiben jetzt drin so wie es aussieht

Kennst du den Unterschied zwischen uns beide ? Du kannst Schweine anmelden und dann schimpfen. Und wir müssen die Ware dann verkaufen, und bekommen dann die Beschimpfungen. Und das aber von allen Seiten !. Aber hat sich ja jeder selbst ausgesucht. Keiner ist zu irgendwas gezwungen worden.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Joehännes » Di Sep 15, 2026 8:08

da hast du mich diesmal falsch verstanden! Ich schimpfe nicht ich stelle lediglich fest wie es ist. Die Ware Schweinefleisch ist zu viel da und es gibt zu wenig Abnahme um Druck raus zu nehmen! Nur wird es enger und enger auf den Betrieben! Ich rechne dieses Jahr mit Pleiten und Selbstmorden der Herbst ist sehr teuer und die Erlöse sehr sehr niedrig
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon fleischverkäufer » Di Sep 15, 2026 8:20

Da bin ich bei dir. Diese Energiekosten werden sich auch noch zusätzlich auf das Verbraucherverhalten auswirken. Die Angebote werden noch mehr in den Focus geraten. Und was ist mit dem Landwirt ? Hat der keine gestiegenen Kosten ? JA hat er,. Tja, schwierig sehr schwierig. Ich denke auch für uns wird 2026 als eines der beschiss.. Jahre in die Geschicht eingehen.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Marian » Di Sep 15, 2026 9:01

2027 wird so schlimm, dass hat noch keiner miterlebt.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon huabermaxl2 » Di Sep 15, 2026 9:48

Marian hat geschrieben:2027 wird so schlimm, dass hat noch keiner miterlebt.


Was bringt dich zu der Annahme?
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Marian » Di Sep 15, 2026 11:13

Die Aussage meines 85 jährigen Nachbarn.
Zimmerer Meister mit eigenem Unternehmen, mittlerweile im Ruhestand.
Der sagte letztes Jahr, 2026 wird ungemütlich, aber es ist noch Arbeit.
2027 würd in allen Branchen schlecht.
Denn bis dahin käme alles was uns unsere Politik eingebrockt hat auch beim letzten an.

Er hat ne hohe Trefferquote mit seiner Einschätzung der Wirtschaft.
Und leider kommen immer mehr Vorboten die erahnen lassen, dass es unbequem wird.
Auf Sicht fahren und alles beieinander halten ist aktuell nicht unbedingt das schlechteste.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon elchtestversagt » Di Sep 15, 2026 11:25

Aber nur für 45% der Bevölkerung.
Den anderen 55% , die vom Staat mittlerweile abhängig sind juckt das nicht wirklich. Siehe Berlin....
Und solange man die 45% der Wirtschaftsleistung-schaffenden noch irgend einen Euro abziehen kann, solange wird das so weiter gehen...
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Estomil » Di Sep 15, 2026 14:10

Je nach Wetter werden wir spätestens im Februar in eine Mangellage rutschen.
Die Gasspeicher werden weitgehend leer sein. Dadurch werden erhebliche teile der Industrie ihre Arbeit einstellen müssen. Allen Vorran die Chemie Industrie und darauf folgend praktisch überall.
Aufgrund des Gasmangels wird auch Strom in Deutschland knapp. Auch da wird man Industriebetriebe von Netz nehmen was zur Folge hat, dass jede Menge Leute in Kurzarbeit geschickt werden. Das wird Natürlich Auswirkungen auf den gesamten Konsum haben. Man kann nur hoffen, dass man die Schlachthöfe weiter laufen lässt. Aber die explodierenden Energiepreise werden irgendwo überall weitergegeben werden.

Noch lässt sich das verhindern wenn jetzt wirklich robust Gas eingekauft wird und insbesondere bei der verstromung wieder auf Kohle ausgewichen wird.

Alles einfach Mathematik. Aber selbst dafür sind wir zu blöd weswegen mann sich durchaus fragen darf was bei Dingen hier im Land passiert wo richtig Gehirn gebraucht wird.....
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon wastl90 » Di Sep 15, 2026 15:02

[quote="Estomil"]Man kann nur hoffen, dass man die Schlachthöfe weiter laufen lässt. Aber die explodierenden Energiepreise werden irgendwo überall weitergegeben werden.

/quote]
Wenn es wirklich zu solch eine Mangel kommt, wird man die Lebensmittelproduktion laufen lassen. Anders geht es doch nicht. Bei einem solchen Szenario wird die Lebensmittelsicherheit höchste Priorität haben, da auch in anderen Ländern die Lage nicht besser ist und dadurch die europaweiten, wenn nicht weltweiten Handelsströme ins Stocken geraten.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon elchtestversagt » Di Sep 15, 2026 15:15

Das glaubt ihr wohl selber nicht...Die Lebensmittelindustrie wird als erstes abgeschaltet, braucht ja keiner.
Hauptsache in den Amtsstuben ist das warm genug, nicht das die alle ausfallen....Das geht überhaupt nicht.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon elchtestversagt » Di Sep 15, 2026 15:25

So, die erste Preissenkung ist schon da...
Dauert nicht mehr lange, dann musst du 10 kg Schlachtschwein abgeben für Transport und Erfassung...
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon topigs » Di Sep 15, 2026 15:35

Bla bla. Was glaubt ihr was los ist wenn Lidl 2 Tage dicht hat.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon topigs » Di Sep 15, 2026 15:38

Denke morgen fordern wir mal 2 Euro damit unsere Kosten gedeckt sind haben ja nur 80%Selbstversorgung bei edelteilen
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Estomil » Di Sep 15, 2026 15:58

Die Probleme im Energienetz wird es nicht sofort überall geben. Zunächst wird der Süden Probleme bekommen weil da die Speicher noch leerer sind als im Norden und die Leitungen auch garnicht soviel Richtung Süden liefern können.

Die Speicher können zudem auch nicht unbegrenzt auslagern. Die Menge folgt einer Kennline und ist abhängig vom Füllstand. Wenig Inhalt, geringer Druck, geringere Ausspeicherung.

Innerhalb Europas wird man. Zunächst jede Menge hin und her schieben was ja auch sinnvoll ist. Nur ob das am Ende ausreicht und ob die Italiener oder die Franzosen uns genügend helfen muss man Abwarten.
In Deutschland jedenfalls wird es aber ein Problem geben wenn das wirklich kommt.
Denn Grade in Süden haben wir in Winter oft 20gw strommangel. Den kann man nicht komplett aus dem Norden heranschaffen weil die Leitungen noch nicht fertig sind.
Es kann also durchaus sein, dass in Bayern ausgrund von Gasmangel irgendwann entschieden werden muss ob man Kraftwerke weiter laufen lässt, oder andere Verbraucher abschaltet. Denn ohne Strom funktionieren auch die ganzen Gas Verdichterstationen nicht. Die haben im Regelfall keine eigene Notstromversorgung. Dann wird man nicht nur Gewerbe und Industrie abschalten sondern auch Privatleute. Wobei man sich eh fragen muss wie das laufen soll denn im Regelfall hängen alle am gleichen Netz.

Ich sag ja nicht, dass das alles so kommen muss. Aber ein Jahrhundertwinter oder sagen wir mal ein Winter der nur alle 20 Jahre mal kommt würde hier den Kollaps erzeugen.

Und wenn so ein Risiko bei sagen wir mal zehn Prozent steht, dass grossflächige Gasausfälle auftreten und zusätzlich Blackouts im stromnetz dann ist das ein relevantes Risiko das unsere Regierung in blick haben muss und wo man Vorsorge treffen muss.

Noch könnte man sich vorbereiten indem man den Gaseinkauf hochfährt von lng, bereits jetzt anfängt Gas zu sparen indem man mehr Kohle verstromt, biogass stärker laufen lässt etc.

Aber selbst Alternativen wie Heizöl werden aktuell richtig knapp. Da ist Deutschland ebenfalls unterversorgt.

So und zum Thema kritische Infrastruktur.

Ganz oben steht die Versorgung der Privathaushalte, danach kommen Krankenhäuser, Feuerwehr, Wasserversorgung, Polizei und dann erst irgendwann die Lebensmittelversorgung.

Also Landwirte, Schlachthöfe, Verarbeitung, einzelhandel.

In einer echten Mangellage wird man niemals einzelnen Teilnehmern Energiekontingente zuweisen können weil das netzt so eine Regelung garnicht hergibt.

Der Bundeslastverteiler hat eine relativ lange Liste an Dingen die er per Knopfdruck abschalten kann. Großverbraucher, vielleicht auch Wärmepumpen etc.
Aber das sind vieleicht ein paar hundert tausend Anschlüsse in Deutschland. Wir haben aber 20mio.

Sprich wir kommen dann sehr sehr schnell also innerhalb weniger Tage in einen kriegsähnlichen Zustand wo Gas, Strom, Lebensmittel, Wasser, medizinische Versorgung etc, auf kante genäht ist.
Also kurz die komplette Anarchie hat zur Zeit eine realistische Wahrscheinlichkeit von mehreren Prozent.
Estomil
 
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