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Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
Thema gesperrt
49 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4

Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon FRED222 » Di Jan 27, 2026 16:16

Kann man bei Minusgraden schweißen (Schutzgas MAG, normaler Baustahl). Ist es wichtig ob es nur leicht minus ist (bis -5) oder deutlich drunter. Ich habe etwas (unwichtiges eher) geschweißt und es war maximal -5 dabei habe ich keine Unterschied bemerkt, bin aber keine fachmann.
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon Manfred » Di Jan 27, 2026 16:29

Ob dein Werkstück 10°C plus oder 5°C Minus hat macht im Vergleich zu 1450 °C Schmelztemperatur keinen großen prozentualen Unterschied. Je größer der Temperaturunterschied von der Schmelze zum restlichen Werkstück, desto mehr Spannung baut sich halt im Werkstück auf.
Daher im Zweifel lieber einmal zu oft Vorheizen, besonders bei kritischen Bauteilen.
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon countryman » Di Jan 27, 2026 17:48

bei kleinen Bruzzeleien mit Baustahl ist es unkritisch.
Große Rahmen die zu Verzug neigen, da merkt man vielleicht einen Unterschied. Vorheizen bei Sondermaterial mal außen vor.
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon Nick » Di Jan 27, 2026 17:49

Das einzige Problem bei deutlichen Minusgraden könnte dein Schutzgas werden. Bei ca -80 Grad wird Kohlendioxid fest und bei ca -180° Argon.
Aber vermutlich hältst du da den Brenner auch nicht mehr gerade. :twisted:
mfg
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon flash » Di Jan 27, 2026 19:21

Hallo,

man sieht hier das lauter Experten hier am Werk sind.
Zum einen wärmt man Bauteile ab einer bestimmten Dicke vor um den Verzug zu minimieren.

Viel wichtiger ist aber das die Bauteile eine Temperatur über dem Taupunkt haben!
Beim Schweißen entsteht sonst Wasser das durch den Lichtbogen zu H2 aufgespalten wird.
Dieser Wasserstoff geht auch in das Schweißgut und kann für Wasserstoffindizierte Risse sorgen.
Diese treten Zeitverzögert auf, erst nach mehreren Tagen / Wochen. Je nach dem wieviel H2 in die Naht eingedrungen ist.

Also Bauteile also immer mindestens auf 15°C bringen. Dann sind wir in der Regel oberhalb vom Taupunkt.

MfG
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon Nick » Di Jan 27, 2026 20:16

Das ist ja vermutlich vor allem dann ein Problem wenn kaltes Material in der warmen Werkstatt verarbeitet wird, oder? Weil der Taupunkt sinkt ja auch mit der Temperatur je nach Luftfeuchte.

mfg
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon Manfred » Di Jan 27, 2026 20:34

Der Taupunkt bzw. Reifpunkt (bei Minustemperaturen) ist von der relativen Luftfeuchtigkeit abhängig.
Bei 100% Luftfeuchtigkeit entspricht er der Lufttemperatur.
Bei weniger als 100% liegt er unter der Lufttemperatur.

Bei -10°C und 80% Luftfeuchtigkeit liegt der Reifpunkt bei ca. -12,5 °C
Bei -10°C und 60% Luftfeuchtigkeit liegt er bei ca. -15,6 °C.

Bei 25°C und 80% Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei 21,3°C.

Eine pauschale 15°C Regel ist also für die Katz...
Sinniger wäre evtl. eine Regel, dass die Materialtemperatur über der Lufttemperatur liegen soll. Dann ist man auch bei hoher Luftfeuchtigkeit bezüglich des Taupunkts auf der sicheren Seite.
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon Milchtrinker » Di Jan 27, 2026 20:59

... ich lege mich jetzt mal richtig weit aus dem Fenster und behaupte ohne irgend welchem Expertenwissen:

!!! Es wird vermutlich halten !!!

weiter behaupte ich mal, das nach dem ersten drei Beiträgen - welche ja offensichtlich von kompletten Laien geschrieben wurden (da sich ja nur auf die wichtigsten Eckdaten beschränkt wurde), nur noch Expertenwissen folgte.

... und jetzt warte ich noch, ob jemand empfiehlt, die Schweißnaht zu Röntgen, da ansonsten keine vernünftige Aussage getätigt werden kann über die Haltbarkeit dergleichen !!!

.. einer Fehlt noch, der dann das "w" im Schweißen vergisst, dann sind alle da !!! :-)

Wundert Ihr euch noch, das nix mehr vorwärts geht ???

.. mit recht humorvollen Grüßen
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon countryman » Di Jan 27, 2026 21:09

:mrgreen: :prost: :=
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon Manfred » Di Jan 27, 2026 21:38

So funktioniert das heutzutage.
Bei der Bewerbung unter Fähigkeiten etwas dick auftragen, abends schnell im Landtreff nachlesen und dann am nächsten Tag im neuen Job bei Oerlikon Balzers Vakuumkessel schweißen.
:lol:
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon T5060 » Di Jan 27, 2026 22:02

Kommt auf die Größe vom Objekt an, bei 3 mm Blechen wird es egal sein, fette Gasleitungen mit einem Meter Durchmesser werden immer vorgewärmt, zum einen und deshalb auch zum Anderen.
Weil ein großes Teil die Schweißnaht einfach zu schnell auskühlt, auch bei +40°C.
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon Spänemacher58 » Di Jan 27, 2026 22:17

Es kommt auch auf den Stahl an und auf die Größe(Wanddicke) des zu schweißenden Teils an.
Einen Rahmen aus Vierkantrohr 40x40x4 aus St 37 würde ich auch bei -5 grad noch schweißen ohne Bedenken, vorausgesetzt trocken
Ein Maschinenbauteil aus ST52 mit 30-40mm Wandstärke unbedingt vorwärmen und kontrolliert unter Heizung abkühlen lassen da nicht nur Verzug, es kann sich auch aufhärten!
ST52 (S355) ist wegen des höheren Kohlenstoffgehats schon kritischer als St37 (S235)

Fanghaken am Unterlenker anschweißen würde ich bei den Temperaturen nicht!


PS: ich hatte mal alle Schweißer-Pässe für Blech und war geprüfter Schweißer. Lange ist es her und ich habe vieles vergessen! Gearbeitet habe ich bei Thyssen Henschel in Kassel im Panzerbau und Lokomotivbau als Schweißer im Akkord. War 1980 sehr lukrativ aber gesundheitsschädlich.
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon tyr » Di Jan 27, 2026 23:35

FRED222 hat geschrieben:Kann man bei Minusgraden schweißen (Schutzgas MAG, normaler Baustahl). Ist es wichtig ob es nur leicht minus ist (bis -5) oder deutlich drunter. Ich habe etwas (unwichtiges eher) geschweißt und es war maximal -5 dabei habe ich keine Unterschied bemerkt, bin aber keine fachmann.


Kann man. Man kann auch bei minus zehn, minus 20.... solange es dem Schweißerlein gut geht..
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon tyr » Di Jan 27, 2026 23:48

T5060 hat geschrieben:Kommt auf die Größe vom Objekt an, bei 3 mm Blechen wird es egal sein, fette Gasleitungen mit einem Meter Durchmesser werden immer vorgewärmt, zum einen und deshalb auch zum Anderen.
Weil ein großes Teil die Schweißnaht einfach zu schnell auskühlt, auch bei +40°C.


Wenn sie aus Baustahl bestehen, laso aus un- bzw niedrig legierten Stählen, ist es egal wie kalt es ist. Das bezieht sich auf Temperaturen, bei dem der Mensch noch arbeiten kann. Da ist auch die Abkühlungsrate egal. Auf Grund des niedrigen Kohlenstoffgehalts udn fehlenden anderen Legierungselementen kann es zu keiner Aufhärtung oder Spannungen durch zu schnelles Abkühlen kommen. Zumindest in den durch Menshen beherrschbaren Temperaturbereichen.
Bei höherlegierten Stählen ist es unter Umständen anders, kommt auf die Legierung an. 13CrMo45 z.b., ein üblicher einfacher Rohrstahl für Nahtlose Heißwasser, bzw Dampfrohre, muss z.B. erst ab 10mm Wand auf 150 - 250°C vorgewärmt werden. und selbst beim darauf zwingend folgenden Spannungsarmglühen von 650°C ist die Abkühlungsrate einfach mit " UMgebungsluft" angegeben, ohen Temperatureinschränkung. Anwärmgeschwindikeit wäre 9000/s in K/h...Eine Außentemperaturuntergrenze exitiert meines Wissens nicht. Der Rohrdurchmesser spielt bei diesem Thema keinerlei Rolle, immer Wandstärke.
Und falls jemand fragt, wie ich schon mal geschrieben hab, haben ich u.a. eine profunde Ausbildung als Wärmebehandlungstechniker mit mehrjähriger Parxis im Kraftwerks-, Tagebau- udn Chemieanlagenbau
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Re: Schweißen bei Minusgraden Problem (MAG Baustahl)

Beitragvon 240236 » Mi Jan 28, 2026 5:57

Wer hat jetzt Recht von allen :?
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