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Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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41 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon estrell » Mo Jan 25, 2010 11:53

Mal als "ähnlich-Betroffene"
Ich habe mich als Landwirtin mit 36 selbstständig gemacht, nachdem ich nach Ansicht der potentiellen Arbeitgeber wohl zu alt für meinen Beruf (Einkäuferin Computerzubehör) und für "minderwertigere Jobs überqualifiziert" geworden war.
Ich komme aus einer Landwirtsfamilie, der Hof wurde aber aufgegeben, bevor ich "Mitentscheidungsrecht" hatte - ich war 12, damals. Mitarbeit war damals selbstverständlich, den Begriff "Kinderarbeit" hob man sich für an Webstühle gekettete Inderkinder auf.
Auch ich habe etwas "anständiges lernen sollen" und auch ich hab das getan. Goßtierveterinärin wäre für mich eine echte Alternative gewesen, was meine Familie damals aber auch zum "Hände über dem Kopf zusammenschlagen" gebracht hat.

Ich habe - einfach weil es 2004 möglich war und ich einen Stall und genug Land bekommen konnte, begonnen, mir Kühe zugelegt und gelernt, gelernt, gelernt. Alle rundum haben nur gelacht.
Es wurden mehr Kühe, es wurde mehr Land, ich habe mehr gelernt - dann habe ich die Ausbildung als Betriebsleiter begonnen, später eine Ausbildung zum Klauenpfleger gemacht, meine Brötchen nebenbei auch als Betriebshelferin verdient und alles wieder in den Betriebsaufbau gesteckt...
Seit letztem Jahr bin ich fest im Sattel, den Betrieb läuft, beginnt wirklich Gewinn abzuwerfen, die Betriebsleiterausbildung werde ich in diesem Jahr abschließen und noch den Tierheilpraktiker anhängen - ich würde es jederzeit genau so wieder machen.

Eins war bei mir aber entschieden anders: Ich habe inzwischen erwachsene Kinder - da musste ich mich nicht mehr kümmern.
Das wäre für mich in deiner Frage der allereinzigste Schwachpunkt: hätte ich nicht teilweise 24 Std am Tag arbeiten können und das auch fest gewollt, hätte ich das alles nicht geschafft! Die eingesetzte Arbeitszeit der letzten Jahre habe ich für mich selbst notiert, einfach um zu wissen, wo ich stehe, aber hätte ich diese Zeit irgendwo gearbeitet, und Geld verdient, hätte ich vermutlich einen hohen finanziellen Gewinn, heute.
Dabei darf man aber eins nicht vergessen - ich habe meinen Betrieb begonnen, weil ich drei Jahre Arbeitslosigkeit mit über 700 Bewerbungen hinter mir hatte - ich war mir also sicher, ohnehin nirgendwo anders einen Job finden zu können. Von daher sehe ICH meine Arbeitsleistung als sehr rentabel an, da ich die nächsten 20-30 Jahre davon werde leben können, wenn ich nicht krank werde.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon liddle_tomtom » Mo Jan 25, 2010 11:59

JueLue hat geschrieben:
liddle_tomtom hat geschrieben:... aber was hast du denn mehr zu bieten als jemand der 25 oder 27 ist und sofort nach seinem Abi angefangen hat zu studieren??
...
liddle_tomtom


Na, zumindest ist die Gefahr deutlich geringer, dass sie kurz nach der Einarbeitung wegen "Babyalarm" für den Arbeitgeber ausfällt.
Wäre für mich als Arbeitgeber schon ein Argument.

JueLue


Das mag vielleicht stimmen.
Gleichzeitig wird sie aber den Arbeitgeber davon überzeugen müssen, dass die Kinderbetreuung nach der Schule, im Krankheitsfall, ... geregelt ist und es da zu keinem Konflikt mit der Arbeit kommen wird. Da sollte man schon einen genauen Plan haben und nicht nur sagen: Meine Mama/Mein Mann kümmern sich drum.

Gruß

liddle_tomtom
Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, dann erzähle ihm von deinen Plänen.
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liddle_tomtom
 
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon kimba1809 » Mo Jan 25, 2010 12:15

liddle_tomtom hat geschrieben:Auch wenn die Frauen dies im Bezug auf die Emanzipation nicht gerne lesen, schreibe ich es trotzdem: 8)
Wenn es irgendwie möglich wäre, dann würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob man es nicht hinbekommt, dass dein Mann sich aufbauend auf seiner Ausbildung fortbildet um wieder einen Job in dem Bereich zu bekommen und nicht immer nur Nachtschicht schieben muss.


Wie sieht es dein Partner, unterstützt er dich voll und ganz? Ist er zufrieden mit seinem Job in der Nachtschicht? Würde er auch gerne sein Traum verwirklichen? Oder würde er in einen Beruf wechsel der besser bezahlten bzw. einen mit besseren Arbeitszeiten ist?
Ich wollte auch mal was schreiben
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon amwald 51 » Mo Jan 25, 2010 19:29

servus mitanand
... kleine frage / anwort runde
wenn Du als bachelor für agrarwesen wirklich beruflich tätig werden willst (nicht nur um ein studium in Deinem lebenslauf vorzuweisen) solltest Du es so bald als möglich in angriff nehmen, ernsthaftes studium und fortschreitendes lebensalter widerstreben einander.
weiterführendes master studium sehe ich als eher wenig sinnvoll an. die erweiterte qulifikation denke ich, ist eher prädestiniert für beamtenlaufbahnen >> und dafür wirst Du zuviele jüngere konkurenten haben, bzw. altersgrenzen überschreiten.
den regionalen arbeitsmarkt für Dein berufsziel schon mal abgecheckt ??? u.u. bedarf es eines umzuges dorthin, wo entsprechende stellen zu bekommen sind >> kannst Du damit leben.
der einstieg ins bachelor-berufsleben wird u.u. kein zuckerschlecken werden >> nicht mehr jung und
d(yn)amisch (es ist einfach abeshbar, dass sich daran so schnell nichts ändern wird), es könnten mehrere jahre berufliche praktiumsstellen (mit entsprechend geringer entlohnung) als bachelor 'drohen'.
ein wiedereinstieg Deiner "besseren Hälfte" als bauzeichner scheint fast aussichtslos, in zeiten CAD sitzen die ingenieure selbst am computer (vergleichbar zeitungsredakteur und dadurch überflüssiger setzer) >> für den klassischen bauzeichner bleiben da nur noch brosamen übrig, am ehesten vlt. noch in statikbüros
ein einigermaßen auskommen möglich.
grüße vom alpenrand
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon Firlefanz » Mo Jan 25, 2010 20:11

Estrell,

mich würde interessieren ob es Dich nach Belgien "verschlagen" hat, oder ob Du von dort kommst.
Vielleicht bist Du so nett und läßt mich nicht dumm sterben. Danke

Firlefanz
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon estrell » Do Jan 28, 2010 17:20

Gibt es irgend einen Einfluß darauf woher ich komme darüber, was ich mache? Egal ob ursprünglich Deutsch oder ursprünglich Belgier - da tut sich im Kopf nix groß verschiedenes :wink:

:prost:
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon Firlefanz » Do Jan 28, 2010 19:07

Entschuldigung, war eine dumme Frage.
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon hans g » Do Jan 28, 2010 19:48

estrell hat geschrieben:Gibt es irgend einen Einfluß darauf woher ich komme darüber, was ich mache?

DOCH---ich behaupte jetzt mal,dass du nicht das erreicht hättest,wenn du nich von DORT gekommen wärst,wo mal deine kindheit gewesen ist.
hans g
 
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon tiger12 » Do Jan 28, 2010 20:30

@ Estrell

Ne interessante Geschichte. Arbeit scheust du offensichtlich nicht.

Hast du das allein aufgebaut? Gibts keinen Partner?

Dass eine Frau sowas allein auf die Beine stellt, hab ich noch nicht erlebt, gehört.

Respekt.

tiger12
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon Clemens » Fr Jan 29, 2010 7:31

Hallo

[quote="liddle_tomtom"]
Ich sehe es genauso wie hans.
Wenn du dann mit Anfang 40 mit deinem Studium fertig bist, dann bist du auch "nur" Berufseinsteigerin und wirst dich dann im Bewerbungsverfahren gegen Leute, die 10 bis 15 Jahre jünger sind, durchsetzen müssen. Ohne dich nun angreifen zu wollen, aber was hast du denn mehr zu bieten als jemand der 25 oder 27 ist und sofort nach seinem Abi angefangen hat zu studieren??
Im Vorstellungsgespräch würden auf jeden Fall ein Haufen unangenehmer Fragen auf dich zukommen. [quote="liddle_tomtom"]

Eine frisch ausgebildete Frau mit Kindern die bereits "aus dem gröbsten raus sind", hat so einiges zu bieten gegenüber einer Frau die nach dem Abi gleich studiert hat und dann eine Stelle sucht.
Im Normalfall gibts da keine "Ausfallzeiten" wegen Schwangerschaft und kranken Kindern mehr.
Lebenserfahrung, Kriesenmenagement, usw. in der Regel vorhanden.
Wilde Partys sind auch nicht mehr so angesagt.

Was wollt ihr denn?

Gruß

Clemens
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon Meini » Fr Jan 29, 2010 7:58

Wenn es dein Traum ist mach es :wink:
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon estrell » Fr Jan 29, 2010 12:14

Hans - du hast recht. Ging nur, weil ich eben ich bin udn das bin ich nur geworden, weil mein Leben halt mal so verlaufen ist, wies ist.

Tja, Tiger, auch wenn das nun was ganz besonderes für dich zu sein scheint - da gabs mal einen Partner, der aber sehr gegen die Landwirtschaft war. Ich habe ihn, obwohl er zunehmend immer kränker und immer missmutiger wurde, auch noch nebenher versorgt - neben dem Betriebsaufbau. Und auch nebenbei noch immer in seinem Betrieb mitgeholfen - respektive seine Ideen umgesetzt.
Aber meinen landwirtschaftlichen Betrieb hab ich mit den sprichwörtlichen zwei Rindern selber aufgebaut und niemals von ihm auch nur eine Hand oder einen Cent bekommen. Alleien die Triaden, wenn er bei den Banken mitunterschreiben musste, wenn ich Geld brauchte würden Bücher füllen. Selbst beim Kauf von Prämienrechten...
Abends, wenn ich so nach 10 reinkam, hundemüde, er schon seit 4 am Nachmittag auf dem Sofa vorm Fernsehen lag, gabs aber eins: "Schatzi, was gibts denn heute zu essen?" Und das, obwohl ich nachweislich eine schlechtere Köchin war als er.
DAS gibts heute nicht mehr - und darüber bin ich heil froh!

Manchmal sind Partner eben ehr Bremse als Hilfe - getreu dem alten Spruch: Hinter jedem erfolgreichem Mann steht eine starke Frau, hinter einer erfolgreichen Frau steht nur ihr eigener Wille.
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon voro » Fr Jan 29, 2010 12:16

estrell hat geschrieben:Manchmal sind Partner eben ehr Bremse als Hilfe - getreu dem alten Spruch: Hinter jedem erfolgreichem Mann steht eine starke Frau, hinter einer erfolgreichen Frau steht nur ihr eigener Wille.


Rettet dem Genitiv. Aber egal - der Spruch ist so oder so Quark. Ich denke, es kommt nicht aufs Geschlecht des Partners an.
Es kommt halt drauf an, obs passt oder nicht.
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon estrell » Fr Jan 29, 2010 12:30

voro, das sehe ich aber schon etwas anders - im Allgemeinen sind Frauen auch mit Doppelbelastung immer noch für den Haushalt zuständig. Machen sie das nicht, wird der Partner nur mit Murren - wenn überhaupt! den Haushaltspart übernehmen.
Mir sagte der Mann an meiner Seite, das das eben meine Arbeit sei und wenn ich das nicht neben meinem Hobby erledigen könne, müsste ich einfach mein Hobby einschränken, dann würds passen. Er meinte mit Hobby meinen Betrieb.

Sieh dir mal einfach erfolgreiche Manager an - da ist die Frau im Hintergrund entscheidend für das Gelingen der Laufbahn. Und wie ist das mit erfolgreichen Frauen? Im Allgemeinen sind die solo, früher oder später.

Ist aber auch egal. Es gibt natürlich auch andere Beispiele - für wie wieder.

Und - ich nehme hiermit offiziell das M zurück und gebe ein N :wink:
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Re: Streit mit Familie wegen Bewerbung als Landwirtsch.Helferin

Beitragvon tiger12 » Fr Jan 29, 2010 16:26

Wollte eigentlich gar nicht so indiskret sein, sondern dir nur Respekt zollen. Die Lebensqualität dürfte allerdings zeitweise beträchtlich eingeschränkt gewesen sein, aber es ist ja die Frage, was der einzelne unter Lebensqualität versteht.

Mit dem N fährst du auch nicht so richtig gut, hätte gerade ein e und zwei s günstig abzugeben, bei Interesse bitte melden

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