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Strohstriegel - welche Zinkenform

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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45 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon langholzbauer » Mi Mai 27, 2026 20:35

Wenn ich mich richtig erinnere, wurden diese Strohstriegel entwickelt und eingeführt, um ungleiche Häckselstrohverteilung durch breite Theken an Großmähdreschern nachzubessern.
Entsprechend steil sollen da auch die Zinken stehen und durch wenig Bodenkontakt intensiv vibrieren.
Natürlich kann man so ein Gerät mit langen 10 mm dicken Federzinken auch wie eine leichte Ackeregge im Sinne der alten Netzegger , als schweren Striegel bei höherer Einsatzgeschwindigkeit nutzen.
Aber es bringt auch nichts, wenn mann damit eine Staubschicht erzeugt, die schon vom Nachttau verkrustet und darunter die erwünschte Keimung von Ausfallgetreide und lichtbedürftigen Unkrautsamen verhindert.
Ob es die Anschaffung wirklich wert ist, möge jeder selbst für sich entscheiden!
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon 210ponys » Mi Mai 27, 2026 21:12

Sönke Carstens hat geschrieben:


Kommt drauf an was man unter Erfolg versteht.
Wenn man zu viel Geld auf dem Konto hat oder einfach ein bisschen mit dem Traktor auf dem Feld herumfahren möchte kann man einen Strohstriegel durchaus erfolgreich sein.
Den Fuchsschwanz juckt es nicht ob ein bisschen an der Oberfläche kratzt, im Sommer ist es eh zu trocken für ihn. Da regt man also nix zur Keimung an.[/quote]
wen ich die Situation auf manchen den Feldern sehe, und da sind bei manchen sicher inzwischen Resistenzen gegen Zahlreiche Psm mit dabei. Dann sprechen wir von Jahrzehnten bis da wieder was wirkt.
Wird mancher Betrieb das Spritzfass in der Ecke stehen lassen müssen und sich andere Alternativen suchen müssen. Und wen nix zur Keimung angeregt wird auf Grund der Trockenheit, wird halt solange warten müssen bis was aufgelaufen ist.
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon Sönke Carstens » Mi Mai 27, 2026 21:46

Dann ist aber die Frage für was man einen Strohstriegel braucht?
Wenn man Flach kratzen möchte kann man eine Kurzscheibenegge oder Federzinkengrubber nehmen, die Geräte sind aber deutlich universeller einsetzbar.
Wenn Flufenacet weg ist braucht man auf stark AFU belasteten Standorten wohl kein Wintergetreide mehr anbauen, da hilft auch kein Strohstriegel.
Dann gibt's Sommergetreide und da hat man im Herbst genug Zeit um mehrere Wellen AFU zum keimen anzuregen und zu bekämpfen.
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon langholzbauer » Mi Mai 27, 2026 22:03

Der gern zitierte AFU ist, wie auch Windhalm ein Spezialist für lichte Reihen in Winterkulturen im Herbst.
So mancher resistente Anfangsbefall wäre auch mit deutlich höheren Aussatmengen und mechanischer( Ackerstriegel/ Walze) oder gar gekonnter tierischer Reduktion ( Schafweide) in den Griff zu bekommen.
Aber an solchem ehemaligen Basiswissen verdienen weder Forschungsanstalten, noch LT- oder Chemie-Konzerne, die diese mit finanzieren. :wink:
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon Lukas_1376 » Do Mai 28, 2026 20:03

Guten Abend,

bezüglich der Frage von 210ponys kann ich nur Positives über den Strohstriegel berichten.
Habe letztes Jahr einige Hektar damit bearbeitet und bin sehr überrascht gewesen über das Ergebnis. Bei wenig Niederschlag ist schon ein Großteil vom Ausfallgetreide und auch viel AFU aufgelaufen, den man dann nach 1-2 Wochen später mit einem 2. Arbeitsgang beseitigt und neuen zum Keimen angeregt hat.
Das ganze funktioniert auch gut bei nassem Stroh, aber nur wenn es kurz gehäckselt ist.
Probleme gibts bei Wildschaden und Lagergetreide, da zieht man dann Haufen zusammen.
Größter Vorteil mMn ist der geringe Spritverbrauch von 3-4 L/ha und einer Stundenleistung von 8ha/h aufwärts.
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon 210ponys » Do Mai 28, 2026 20:26

@ Lukas_1376
darf man fragen mit was für einem Strohstriegel du gearbeitet hast? Und was für ein Schlepper davor gelaufen ist?
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon Lukas_1376 » Do Mai 28, 2026 21:12

@210ponys

Das waren zwei verschiedene.
Einmal einen Wallner mit 7,20m und einem 250ps JD davor. Der Wallner hat 20mm Zinken mit Hartmetallplättchen an den Enden der Zinken wodurch er deutlich mehr Erde bewegt und auch Ausfallraps ganz gut rausreißt.
Der Andere ist von Saphir mit 6m Breite, den habe ich mit unserem 120ps Fendt gefahren, wobei 150ps aufwärts besser wären. Bergauf waren keine 15-20km/h mehr drin, die man eigentlich auch braucht.
Der Saphir hatte die 16mm Zinken dran, die auch alle anderen Hersteller außer Wallner im Programm haben.
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon County654 » Fr Mai 29, 2026 5:00

@ Lukas
Waren daas die Harrow scratcher?
Sind die nur in der letzten Reihe montiert?
https://maschinenbau-wallner.de/striegel/
Es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
Aber keiner weiß, ob es gut wird, wenn es anders wird........
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon Lukas_1376 » Fr Mai 29, 2026 7:57

Genau, das sind die.
Bei dem Wallner sind die über alle 5 Zinkenreihen montiert.
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon Bauer Gurke » Fr Mai 29, 2026 8:49

Sönke Carstens hat geschrieben:
Kommt drauf an was man unter Erfolg versteht.
Wenn man zu viel Geld auf dem Konto hat oder einfach ein bisschen mit dem Traktor auf dem Feld herumfahren möchte kann man einen Strohstriegel durchaus erfolgreich sein.
Den Fuchsschwanz juckt es nicht ob ein bisschen an der Oberfläche kratzt, im Sommer ist es eh zu trocken für ihn. Da regt man also nix zur Keimung an.


Das ist doch so nicht korrekt. Untersuchungen unserer LWK Bezirksstelle haben ergeben, dass je weniger Boden bewegt wird, desto mehr vom Lichtkeimer AFU läuft auf. Nochmal positive Effekte haben ausschließlich Walzen und Striegel!
Sobald man mit der Kurzscheibenegge oder Leichtgrubber anfängt, gerät der AFU in die sekundäre Keimruhe und füllt den Bodenvorrat auf, wodurch man sich noch mehr Probleme für die zukünftigen Jahre drauf schafft.
Ich persönlich arbeite seit 2014 mit dem Claydon Strohstriegel und bin angetan von dem Effekt. Ein Alleinlösung ist es selbstverständlich nicht, aber ein Teil.
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon 210ponys » Fr Mai 29, 2026 9:52

also wir halten fest 25Ps für jeden Meter Arbeitsbreite, die Harrow Scatcher sind ja an jeden Striegel montierbar solange der Durchmesser passt.
@ Lukas wie hat sich der Saphir gegen den Wallner geschlagen?
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon Sönke Carstens » Fr Mai 29, 2026 10:17

Bauer Gurke hat geschrieben:Das ist doch so nicht korrekt. Untersuchungen unserer LWK Bezirksstelle haben ergeben, dass je weniger Boden bewegt wird, desto mehr vom Lichtkeimer AFU läuft auf. Nochmal positive Effekte haben ausschließlich Walzen und Striegel!
Sobald man mit der Kurzscheibenegge oder Leichtgrubber anfängt, gerät der AFU in die sekundäre Keimruhe und füllt den Bodenvorrat auf, wodurch man sich noch mehr Probleme für die zukünftigen Jahre drauf schafft.
Ich persönlich arbeite seit 2014 mit dem Claydon Strohstriegel und bin angetan von dem Effekt. Ein Alleinlösung ist es selbstverständlich nicht, aber ein Teil.


Problem ist halt das man auch irgendwann mal das falsche Saatbett herrichten muss, das ist ja das beste Mittel gegen AFU. Da bringt ein Strohstriegel nichts wenn der AFU im August nicht keimt da es viel zu trocken ist und Ende September wird ja schon das Getreide gesät. Das falsche Saatbett sollte mindestes 2 Wochen liegen, besser 3.
Da läuft einem einfach die Zeit davon.
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon Agrohero » Fr Mai 29, 2026 10:50

210ponys hat geschrieben:so ich möchte das Thema wieder aus der Versenkung holen, die Ernte steht vor der Tür. Und noch nie in meinem Leben habe ich soviel Ackerfuchsschwanz gesehen wie dieses Jahr. Da würde mich interessieren wer den schon Erfahrung mit so einem Strohstriegel hat, und ob es erfolge damit gibt?


Auch wenn ich mich wiederhole , wir haben seit fast 20 Jahren so ein Ding auf dem Hof und das ist das Gerät was am überflüssigsten ist !
Kombination mit unserer piclecaim sieht etwas besser aus , aber bei der gräserproblematik nach technischen Lösungen zu suchen ist der falsche Ansatz, klingt etwas altbacken aber ist so !
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon AEgro » Fr Mai 29, 2026 12:04

Was ist eine "piclecaim" ?
Da gibt selbst Google nichts Brauchbares her.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Strohstriegel - welche Zinkenform

Beitragvon 210ponys » Fr Mai 29, 2026 15:22

Sönke Carstens hat geschrieben:
Problem ist halt das man auch irgendwann mal das falsche Saatbett herrichten muss, das ist ja das beste Mittel gegen AFU. Da bringt ein Strohstriegel nichts wenn der AFU im August nicht keimt da es viel zu trocken ist und Ende September wird ja schon das Getreide gesät. Das falsche Saatbett sollte mindestes 2 Wochen liegen, besser 3.
Da läuft einem einfach die Zeit davon.

das mit dem falschen Saatbeet ist ja schon mal ein guter Ansatz, aber wen die AF Problematik groß genug ist. Verzichtest freiwillig auf Winterrungen. Mal davon abgesehen das ende September zu früh ist bei Af Problematik.
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