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Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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54 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon forenkobold » Sa Mai 05, 2012 20:07

Das Geschäftsgebaren Monsantos udn Gentechnik an sich sind zwei paar Stiefel.
Was mir komisch vorkommt:

Wie der Agraranalyst und Beobachter des Verfahrens Daniel Coelho Barbosa berichtet, könne die Forderung bis zu 5 Millionen Farmer in ganz Brasilien begünstigen und für sie die Rückerstattung von ca. 6,2 Milliarden Euro bedeuten


Überall ist zu lesen, dass GVO in Brasilien nur von Großgrundbesitzern angebaut wird. Wir haben dort 25 Mio Hektar Soja .. davon 85% GVO.
Und das wird von 5 Mio Großgrundbesitzern angebaut??

Nächste Ungereimtheit:

Überall ist zu lesen, dass GVO schlechter wäre als normales Saatgut. Wieso bauen dann 5 Mio Bauern GVO an, obwohl es doch auch anderes gibt (sonst wäre man ja bei 100% und nicht bei 85%)
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon Jochens Bruder » Sa Mai 05, 2012 20:43

An der Meldung kann etwas nicht stimmen. 6,8 Mrd. Euro wäre ungefähr ein halber Monsanto-Jahresumsatz. Eine derartige Rückstellung würde vermutlich zur sofortigen Insolvenz führen und sich entsprechend auf den Aktienkurs auswirken. Danach sieht der aber nicht aus:

http://www.onvista.de/aktien/snapshot.h ... OSI=343403

Das mit den 5 Mio. Soja-Bauern glaube ich auch nicht so richtig.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon Jochens Bruder » Sa Mai 05, 2012 21:10

Gemäß dieser Berechnung beträgt die Nachbaugebühr bei Soja ca. 105 €/ha:

https://www.stmelf.bayern.de/idb/sojabohne.html

Da läppert sich bei 25 Mio. Hektar schon was zusammen. Das ist eine echte Gelddruckmaschine. Mal sehen wann die Chinesen da groß einsteigen und was Monsanto plus deren Befehlsempfänger in Washington dazu sagen.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon Biohias » Sa Mai 05, 2012 21:28

In wieweit die zahlen dazu richtig sind oder nicht weiß ich auch nicht.
hab das nur gefunden und wollte es euch nicht vorenthalten :wink:
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon forenkobold » So Mai 06, 2012 10:14

Jochens Bruder hat geschrieben:Gemäß dieser Berechnung beträgt die Nachbaugebühr bei Soja ca. 105 €/ha:

https://www.stmelf.bayern.de/idb/sojabohne.html

Da läppert sich bei 25 Mio. Hektar schon was zusammen. Das ist eine echte Gelddruckmaschine. Mal sehen wann die Chinesen da groß einsteigen und was Monsanto plus deren Befehlsempfänger in Washington dazu sagen.


???????????????

Du erstellst Rechnungen.. die sind hanebüchen.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon Jochens Bruder » So Mai 06, 2012 10:20

forenkobold hat geschrieben:Du erstellst Rechnungen.. die sind hanebüchen.


Mag sein, ist aber zumindestens ein Anhaltspunkt. Auf jeden Fall hilfreicher als dein seltsamer Kommentar. Also, wie hoch sind denn nun die Nachbaugebühren in Brasilien? Ach, du weißt das nicht? Ja nee, is klar.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon forenkobold » So Mai 06, 2012 13:27

Ich kan nicht ersehen, wie du auf nachbaugebühren von 105 euro kommst.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon SHierling » So Mai 06, 2012 13:59

Ich weiß nicht, wie jemand darauf kommt, in Brasilien (oder sonstwo) seien die Leute gezwungen, ihr Saatgut a) bei Monsanto zu kaufen und b) dann auch noch nachzubauen.

5 Millionen Landwirte (und dann auch noch Großgrundbesitzer!) , die so gut organisiert sind, daß sie bei einer Klage ggf alle an einem Strick ziehen können, sollten ja auch anderweitig ausreichend organisiert sein und Marktmacht haben.


Und bevor das hier zum xten Mal die selbe Diskussion gibt: hatte jetzt schon jemand von den Monsanto-Gegnern herausgefunden, wie man Pflanzenzucht heute alternativ bezahlen soll?
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon Jochens Bruder » So Mai 06, 2012 14:21

forenkobold hat geschrieben:Ich kan nicht ersehen, wie du auf nachbaugebühren von 105 euro kommst.

Wenn man im verlinkten online-Rechner auf das "+" Zeichen neben "Saatgut" klickt geht ein Fenster mit den Details zur Berechnung auf. Die 105 Euro sind demnach die Differenz zu den Kosten bei eigenem Nachbau. So habe ich das jedenfalls verstanden.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon Jochens Bruder » So Mai 06, 2012 14:26

SHierling hat geschrieben:Und bevor das hier zum xten Mal die selbe Diskussion gibt: hatte jetzt schon jemand von den Monsanto-Gegnern herausgefunden, wie man Pflanzenzucht heute alternativ bezahlen soll?


Ja, ich: Die Züchtung sollte durch staatlich finanzierte Forschungsinstitute erfolgen. Beim Reis geht das jedenfalls ganz gut. Hier auf den Philippinen haben die IRRI Sorten einen sehr hohen Marktanteil.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon JohnDeere3040 » So Mai 06, 2012 14:57

Jochens Bruder hat geschrieben:
forenkobold hat geschrieben:Ich kan nicht ersehen, wie du auf nachbaugebühren von 105 euro kommst.

Wenn man im verlinkten online-Rechner auf das "+" Zeichen neben "Saatgut" klickt geht ein Fenster mit den Details zur Berechnung auf. Die 105 Euro sind demnach die Differenz zu den Kosten bei eigenem Nachbau. So habe ich das jedenfalls verstanden.

Z-Saatgut ist immer teuerer als eigenes, es wird schließlich unter kontrollierten Bedingungen gewonnen, und nicht einfach aus dem Drescher entnommen. Zudem kommen Kosten für Logistik, Aufbereitung und Vertrieb dazu. Aus dieser Berechnung kann man keine Aussage über die Nachbaugebühr bekommen.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon forenkobold » So Mai 06, 2012 15:06

Jochens Bruder hat geschrieben:
forenkobold hat geschrieben:Ich kan nicht ersehen, wie du auf nachbaugebühren von 105 euro kommst.

Wenn man im verlinkten online-Rechner auf das "+" Zeichen neben "Saatgut" klickt geht ein Fenster mit den Details zur Berechnung auf. Die 105 Euro sind demnach die Differenz zu den Kosten bei eigenem Nachbau. So habe ich das jedenfalls verstanden.


Das hab ich selbstverständlich angeklickt. Wie kommst du drauf, dass die 105 Euro die Lizenzen sind? Nachbaulizenz ist da mit 0€.. da nicht erlaubt... aufgeführt.
Mach mal das Gleiche Spielchen mit Winterweizen.
Die 105 Euro Mehrkosten resultieren aus hohen Kosten für Basissaatgut, Gewinnmarge des Vermehrers, Kosten für Saatgutanerkennung, Logistik und Gewinnmargen der Handelsstufen. Dass dadurch das saatgut 160 Euro/dt kostet scheint mir zwar auch viel. Aber das als Lizenz zu interpretieren zeugt nicht gerade von Schlauheit.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon forenkobold » So Mai 06, 2012 15:08

Jochens Bruder hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Und bevor das hier zum xten Mal die selbe Diskussion gibt: hatte jetzt schon jemand von den Monsanto-Gegnern herausgefunden, wie man Pflanzenzucht heute alternativ bezahlen soll?


Ja, ich: Die Züchtung sollte durch staatlich finanzierte Forschungsinstitute erfolgen. Beim Reis geht das jedenfalls ganz gut. Hier auf den Philippinen haben die IRRI Sorten einen sehr hohen Marktanteil.

LOL...
Ausgerechnet einer, der gegen Subventionen wettert will, dass die Zucht der für den Landwirt gewinnbringenden neuen Sorten verstaatlicht und vom Steuerzahler bezahlt wird. Man erinnere sich an die immensen Zuchtfortschritte im Ostblock und aktuell in Nordkorea.... :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon Jochens Bruder » So Mai 06, 2012 21:19

forenkobold hat geschrieben: LOL...
Ausgerechnet einer, der gegen Subventionen wettert will, dass die Zucht der für den Landwirt gewinnbringenden neuen Sorten verstaatlicht und vom Steuerzahler bezahlt wird. Man erinnere sich an die immensen Zuchtfortschritte im Ostblock und aktuell in Nordkorea.... :lol: :lol: :lol: :lol:

Offenbar merkst du nicht mehr welchen Blödsinn du hier zum Besten gibts. Monsanto forscht nur in Produkte mit denen man hohe Gewinne erzielen kann. Würden die Manager etwas anderes machen werden sie von den Großaktionären gefeuert und finden nicht mal mehr einen Job als Taxifahrer.

Deshalb gibt es keine einzige kommerzielle GVO-Nutzpflanze die einen Mehrwert für die Menschheit hat. 95% vom Nutzen hat der Saatgutkonzern, 5% die Großbauern die dieses Saatgut einsetzen. Bereiche in denen GVO wirklich Sinn machen würde wie z.B. Sorten mit großer Trockenheitstoleranz oder die auf salzigen Böden wachsen sind für die Konzerne uninteressant weil die potenziellen Kunden gerade wegen der schlechten Böden usw. nur über eine geringe Kaufkraft verfügen.

Genau hier liegt die Aufgabe staatlicher Forschungsinstitute. Um deren Etat auch ohne zusätzliche Steuermittel zu erhöhen sollten die sozusagen als zweites Standbein in direkter Konkurrenz zu den Konzernen gehen und auch Saatgut für Großbauern mit Kapital und guten Böden entwickeln und zu Preisen verkaufen die nur minimal unter denen der Konzerne liegen.

Wer die Produktion lebensnotwendiger Güter wie Saatgut ausschließlich in die Hände weniger Monopol-Konzerne und deren Großaktinonäre legen will hat schlichtweg nicht mehr alle Tassen im Schrank.
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Re: Syngenta soll Genmais-Risiken verschwiegen haben

Beitragvon Jochens Bruder » So Mai 06, 2012 21:44

JohnDeere3040 hat geschrieben:Z-Saatgut ist immer teuerer als eigenes, es wird schließlich unter kontrollierten Bedingungen gewonnen, und nicht einfach aus dem Drescher entnommen. Zudem kommen Kosten für Logistik, Aufbereitung und Vertrieb dazu. Aus dieser Berechnung kann man keine Aussage über die Nachbaugebühr bekommen.


Ja, da habe ich wohl etwas durcheinandergebracht. Na ja, aber offenbar kennt auch kein anderer hier im Forum die Höhe der Nachbaugebühr. In dem ursprünglich zitierten Artikel gibt es allerdings einen Hinweis darauf. Monsanto begründet die Preiserhöhung mit den Kostenvorteilen für die Farmer. Das funktioniert in etwa so:

Monsanto analysiert alle denkbaren Optionen die ein Sojafarmer hat, und zwar in Vollkostenrechnung. Aufgrund dieser Daten wird der Preis für das Saatgut und die Nachbaugebühr berechnet, und zwar so dass Monsanto GVO-Saatgut am Ende dem Bauern ein paar Dollar mehr Profit pro Hektar bringt als die Konvi-Methoden oder GVO-Konkurrenzprodukte anderer Konzerne. Wobei da Preisabsprachen natürlich genausowenig vorkommen wie bei den Benzinpreisen.

Diese Problematik betrifft nicht nur GVO-Saatgut sondern auch diverse F1 Züchtungen. Beim Zuckermais z.B. soll es nur noch 6 Firmen auf der Welt geben die F1 herstellen. Mir ist völlig schleierhaft warum manche Landwirte hier im Forum diese Entwicklung so vehement bejubeln.
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