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Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterben"

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon marius » Sa Jul 04, 2020 17:07

Was der Gesetzgeber nicht schnell genug schafft übernehmen die Molkereien und LEH.
Ist doch überall zu lesen das Milch aus Anbindehaltung mit Mühe nur noch so abgeholt wird.
Aber wohl sehr bald nicht mehr oder mir Abschlägen getrennt erfasst wird.
Dazu braucht man keine Bundesregierung mit Gesetzen.
Aber es geht weiter. Vollspalten werden bald folgen und ältere Laufställe kommen generell in Bedrängnis.

Fest steht jedenfalls das nach dem Strukturbruch ( Anbindehaltung, bodennahe Gülleausbringung ) der nächsten Jahre die Bundesregierung und LEH ihr Ziel erreicht haben : Drastisch steigende Kontrolldichte.
Sowas nennt sich Kontrollinflation : Immer mehr Beamte treffen auch deutlich weniger Betriebe. Das gilt auch für Finanzämter. Da ist alle 3 Jahre eine Steuerprüfung ein Pflichttermin.
Da wird pro Woche ein Kontrollgang einer Behörde Normalität.

Und wenn so eine unangemeldete Veterinäramtprüfung ansteht hat der Betriebsleiter oder Stellvertreter da zu sein, selbst wenn Silage oder Heu liegt. Sonst gibts schon zur Begrüßung eins auf die Mütze.

Dazu schwebt noch Mercosur. Verrückt : gerade das Hochpreisland Deutschland, bzw deren Politiker will das Mercosur Abkommen mit Billigimporten ohne Standarts vorantreiben. Man sieht also ganz klar wo die Reise hingeht.

Nunja, ein Vorteil hat das Dilemma für Zukunftsbetriebe, die Pachtpreise werden deutlich sinken, aber dennoch werden die deutschen Zukunftsbetriebe um ihr überleben kämpfen müssen.
Auch oder besonders nervlich wird da mancher Betriebsleiter umkippen bei dem was da noch alles ansteht...
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 04, 2020 17:17

T5060 hat geschrieben:
Die Tierzahlen haben sich bei Rindvieh und Pferden seit etwa 1920 bis heute ständig verringert.
Bei Schweinen sind es nicht viel mehr geworden, nur bei Geflügel haben wir Steigerungen.
In GV gerechnet haben wir ein starkes Absinken, auch umgerechnet auf die geschrumpfte landw. Fläche ist der Besatz pro Hektar gesunken.


Die Entwicklung bei Kühen und Pferden in den letzten 100 Jahren, war von sehr unterschiedlichen ldw. Ansprüchen geprägt. Während die Milchkuh wegen ihrer Leistungen im Ernährungsbereich eine entscheidende Rolle spielte, war das Pferd fast ausschließlich als Zugtier von Bedeutung. Seine Ablösung durch den Traktor hatte arbeitswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Gründe. Beide Arten lebten zwar in der Landwirtschaft, hatten aber sonst gar nichts gemein. Während das Pferd bedeutungslos wurde, nahm die Bedeutung der MIlchkuh ständig zu. Das war auch der Tatsache geschuldet, dass kleiner Wiederkäuer als Milchlieferanten ebenfalls bedeutungslos wurden. Wärend die Milchleistung zu Beginn des letzten Jahrhunderts bei 1,5 bis 2,5Tsd. L MIlch/Kuh/Jahr lag, beträgt diese heute locker 9,5 Tsd. L/Kuh/Jahr. Warum sollte man da heute noch die Kuhanzahl von vor 100 Jahren fahren?
Schweine waren vor 100 Jahren noch Haustiere. Viele vegetierten in den sogen. Koben vor sich hin. Ihr Schlachtgewicht lag locker bei 150 bis 200 kg. Wieviele Schweine damals genau gehalten wurden, kann heute nur noch geschätzt werden. Eine Landwirtschaft zu haben, war nicht zwingende Voraussetzung für eine Schweinehaltung. Ihre Funktion lag auch in der Resteverwertung.
Die Kuh von vor 100 Jahren entsprach sicher nicht der heutigen Vorstellung von 1 GV! Somit sind Vergleiche auf dieser Basis ziemlicher Unfung.
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 04, 2020 17:28

marius hat geschrieben:Was der Gesetzgeber nicht schnell genug schafft übernehmen die Molkereien und LEH.
Ist doch überall zu lesen das Milch aus Anbindehaltung mit Mühe nur noch so abgeholt wird.
Aber wohl sehr bald nicht mehr oder mir Abschlägen getrennt erfasst wird.
Dazu braucht man keine Bundesregierung mit Gesetzen.
Aber es geht weiter. Vollspalten werden bald folgen und ältere Laufställe kommen generell in Bedrängnis.

Fest steht jedenfalls das nach dem Strukturbruch ( Anbindehaltung, bodennahe Gülleausbringung ) der nächsten Jahre die Bundesregierung und LEH ihr Ziel erreicht haben : Drastisch steigende Kontrolldichte.
Sowas nennt sich Kontrollinflation : Immer mehr Beamte treffen auch deutlich weniger Betriebe. Das gilt auch für Finanzämter. Da ist alle 3 Jahre eine Steuerprüfung ein Pflichttermin.
Da wird pro Woche ein Kontrollgang einer Behörde Normalität.

Und wenn so eine unangemeldete Veterinäramtprüfung ansteht hat der Betriebsleiter oder Stellvertreter da zu sein, selbst wenn Silage oder Heu liegt. Sonst gibts schon zur Begrüßung eins auf die Mütze.

Dazu schwebt noch Mercosur. Verrückt : gerade das Hochpreisland Deutschland, bzw deren Politiker will das Mercosur Abkommen mit Billigimporten ohne Standarts vorantreiben. Man sieht also ganz klar wo die Reise hingeht.

Nunja, ein Vorteil hat das Dilemma für Zukunftsbetriebe, die Pachtpreise werden deutlich sinken, aber dennoch werden die deutschen Zukunftsbetriebe um ihr überleben kämpfen müssen.
Auch oder besonders nervlich wird da mancher Betriebsleiter umkippen bei dem was da noch alles ansteht...


Warum richten wir hier nicht ein Forum für ehemalige aktive Landwirte ein. Die können sich dann ständig selbst beweihräuchern, ihre noch aktiven Kollegen bemitleiden, Poolerfahrungen austauschen, die günstigsten Bezugsmöglichkeiten für Hängematten austauschen und insgesamt ihr nachlandwirtschaftliches Leben, geprägt vom Frust nicht mehr Schlepper fahren zu können, nicht mehr mitreden zu können, nicht mehr teilnehmen zu können am ldw. Jahresgang, bedeutungslos zu sein weil man nicht mehr zu den Volksernährern gehört und sich als Pachtpreistreiber bezeichnen lassen zu müssen, dahingleiten lassen. Sie können sich dann als das begreifen was sie sind, nämlich als gescheiterte ldw. Existenzen oder eben verdiente Ruheständler.
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon T5060 » Sa Jul 04, 2020 20:49

marius hat geschrieben:Was der Gesetzgeber nicht schnell genug schafft übernehmen die Molkereien und LEH.
Ist doch überall zu lesen das Milch aus Anbindehaltung mit Mühe nur noch so abgeholt wird.


Die Anbindeställe eignen sich nicht für eine Kampagne der Aktivisten, den Anbindehalter sind immer Kleinbetriebe und das kommt in den Medien nicht rüber.
Da können wir uns Zeit lassen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon elchtestversagt » So Jul 05, 2020 8:06

Sag niemals nie, DWEWT.
Vor über hundert Jahren kamen wir vom Pferd über die Dampfmaschine zu Elektro und dann zur Verbrenner-Fortbewegung.
Nun soll das ganze ja wieder zurück gehen, Verbrenner, Elektro, Dampf geht nicht, weil "Kohleausstieg", und zurück zum Pferd...
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon DWEWT » So Jul 05, 2020 9:34

Meine beiden "Dicken" sind jederzeit einsatzfähig. Das zumindest hoffe ich. :wink:
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon HL1937 » So Jul 05, 2020 12:07

marius hat geschrieben: die Pachtpreise werden deutlich sinken


Wer macht hier denn den Anfang und sagt den raffgierigen Verpächtern daß weniger bezahlt wird?
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon Obelix » So Jul 05, 2020 12:15

T5060 hat geschrieben: … Die Tierzahlen haben sich bei Rindvieh und Pferden seit etwa 1920 bis heute ständig verringert.
Bei Schweinen sind es nicht viel mehr geworden, nur bei Geflügel haben wir Steigerungen.
In GV gerechnet haben wir ein starkes Absinken …

Das Problem sind die Tierzahlen pro Betrieb und nicht die Gesamttierzahl in Deutschland.

Die Betriebe sind immer größer geworden und jetzt zeichnet sich ein Ende des Wachstums ab.

Die Bevölkerung will kleine, romantische Tierbestände. Die Landwirtschaft kann nicht gegen
den Willen der Bevölkerung nicht erwünschte Haltungsformen aufrecht erhalten, nur um an
Weltmärkten teilnehmen zu können.

In den nächsten Jahren werden viele außerlandwirtschaftliche Arbeitsplätze wegfallen. Ein
Teil aus wirtschaftlichen Gründen (Corona), ein Teil aus Rationalisierung und Einsatz von
künstlicher Intelligenz.
Wo sollen die ganzen Arbeitslosen hin? Der Mensch braucht Arbeit zur Zufriedenheit.

Man wird die Tierzahlen absenken. Es wird zukünftig wieder mehr Landwirte geben müssen.
Also nicht 1 Landwirt mit 500 Kühen, sondern 20 Landwirte mit je 25 Kühen. Das Analog im
Schweine- und Geflügelbereich umgesetzt. Dient alles dem Tierschutz / Tierwohl.
Es entstehen Arbeitsplätze ohne Ende in der Landwirtschaft und damit auch Folgearbeits-
plätze in Industrie und Handwerk. Nur so können wir die Zukunft meistern.

Und nicht mit irgendwelchen Großbetrieben, die in vielen Fällen zu Burnout und psychischen
Problemen führen der Besitzer führen.

Abschließend zum Thema zurück:
Die deutsche Nutztierhaltung wird m.E. nicht aussterben, sondern genau das Gegenteil wird
eintreten: viele neue kleine landwirtschaftliche Betriebe werden entstehen. Aus der Not
heraus, dass wir keine andere Arbeit mehr in Deutschland haben.
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon topigs » So Jul 05, 2020 12:31

Träum weiter
Es wird kein neuer Betrieb aufgemacht.
Die Städter werden sich noch wundern das die landeier sie nicht mehr billig versorgen
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon T5060 » So Jul 05, 2020 12:45

25 Kuh Betrieb sind 1.600 € Lohnansatz und 300 € Sozialkosten pro Kuh bzw. 23 Cent pro kg Milch.
Einigen wir uns auf den 55 Kuh Betrieb, da ist ein Melkroboter ausgelastet, der kostet "nur" 5 Cent pro kg.
Dann liegen wir rd. 14 Cent/kg mit einer Milchkuh/Grünlandprämie (mein EEG-Milch-Konzept) wäre das auch überwiegend an der Ladentheke zu erwirtschaften.
Der nächste Kanzler heisst ja nun SÖDA und von dem kam ja auch die Idee. Der weis ja was er an seinen Bauern (Füracker, Aiwanger) hat
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon 240236 » So Jul 05, 2020 12:52

Obelix hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben: … Die Tierzahlen haben sich bei Rindvieh und Pferden seit etwa 1920 bis heute ständig verringert.
Bei Schweinen sind es nicht viel mehr geworden, nur bei Geflügel haben wir Steigerungen.
In GV gerechnet haben wir ein starkes Absinken …

Das Problem sind die Tierzahlen pro Betrieb und nicht die Gesamttierzahl in Deutschland.

Die Betriebe sind immer größer geworden und jetzt zeichnet sich ein Ende des Wachstums ab.

Die Bevölkerung will kleine, romantische Tierbestände. Die Landwirtschaft kann nicht gegen
den Willen der Bevölkerung nicht erwünschte Haltungsformen aufrecht erhalten, nur um an
Weltmärkten teilnehmen zu können.

In den nächsten Jahren werden viele außerlandwirtschaftliche Arbeitsplätze wegfallen. Ein
Teil aus wirtschaftlichen Gründen (Corona), ein Teil aus Rationalisierung und Einsatz von
künstlicher Intelligenz.
Wo sollen die ganzen Arbeitslosen hin? Der Mensch braucht Arbeit zur Zufriedenheit.

Man wird die Tierzahlen absenken. Es wird zukünftig wieder mehr Landwirte geben müssen.
Also nicht 1 Landwirt mit 500 Kühen, sondern 20 Landwirte mit je 25 Kühen. Das Analog im
Schweine- und Geflügelbereich umgesetzt. Dient alles dem Tierschutz / Tierwohl.
Es entstehen Arbeitsplätze ohne Ende in der Landwirtschaft und damit auch Folgearbeits-
plätze in Industrie und Handwerk. Nur so können wir die Zukunft meistern.

Und nicht mit irgendwelchen Großbetrieben, die in vielen Fällen zu Burnout und psychischen
Problemen führen der Besitzer führen.

Abschließend zum Thema zurück:
Die deutsche Nutztierhaltung wird m.E. nicht aussterben, sondern genau das Gegenteil wird
eintreten: viele neue kleine landwirtschaftliche Betriebe werden entstehen. Aus der Not
heraus, dass wir keine andere Arbeit mehr in Deutschland haben.
Jetzt stehe ich auf der Leitung :oops: .
Möchtest du uns wirklich erklären, daß es viele Leute gibt, die aus dem Nichts einen Betrieb aus dem Ärmel schütteln und das zusätzlich mit Viehaltung? Wie soll das einer wirtschaftlich bewältigen? Erkläre mir, wie das gehen soll, daß man Stall baut und die Tiere dazu, ohne der Knecht der Hausbank zu sein?
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon bauer hans » So Jul 05, 2020 12:54

HL1937 hat geschrieben:
Wer macht hier denn den Anfang und sagt den raffgierigen Verpächtern daß weniger bezahlt wird?

pachtpreisfindung ist durch und durch emotional,hat selten mit wirtschaftlichkeit zu tun,weil wachstum und grösse wohl drogenähnliche wirkungen erzeugen.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon HL1937 » So Jul 05, 2020 13:02

Obelix hat geschrieben:Die deutsche Nutztierhaltung wird m.E. nicht aussterben, sondern genau das Gegenteil wird
eintreten: viele neue kleine landwirtschaftliche Betriebe werden entstehen. Aus der Not
heraus, dass wir keine andere Arbeit mehr in Deutschland haben.


Glaubst Du allen Ernstes daß irgendjemand, der seine Rindviecher rausgeworfen hat, aus welchem Grund auch immer, so blöd ist und wieder welche in den wahrscheinlich zur Vermietung umgebauten Stall stellt?
Das kann nur jemand behaupten, der mit geschlossenen Scheuklappen durch die Gegend zieht und es nicht wahrhaben will, daß sich die Landwirtschaft einer noch nie dagewesenen Krise zubewegen wird.
Ich kann es immer noch nicht glauben, daß viele blödstudierte Bauernsöhne und -töchter sich von den vielen Blinklichtern im Schlepper so beeindrucken lassen, daß dies die Lösung fürs Problem ist.
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon bauer hans » So Jul 05, 2020 13:05

Obelix hat geschrieben:Das Problem sind die Tierzahlen pro Betrieb und nicht die Gesamttierzahl in Deutschland.

Die Betriebe sind immer größer geworden und jetzt zeichnet sich ein Ende des Wachstums ab.

die politik ist durch und durch populistisch und hat die notbremse gezogen,wird aber den umbau der tierhaltung finanziell abfedern.
die tendenz ist weiter richtung grossbetriebe,weil die wirtschaftlicher sind,gerade in der arbeitswirtschaft.
wenn hier und da jemand wieder als bauer anfängt,ist das immer spektakulär,aber irgendwann wird ihn die arbeitswirtschaft einholen.
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Re: Tierärzte: „Die deut. Nutztierhaltung wird bald aussterb

Beitragvon T5060 » So Jul 05, 2020 13:16

HL1937 hat geschrieben:Ich kann es immer noch nicht glauben, daß viele blödstudierte Bauernsöhne und -töchter sich von den vielen Blinklichtern im Schlepper so beeindrucken lassen, daß dies die Lösung fürs Problem ist.


Der "blödstudierte" nicht, aber der der auch wirklich ein Blinklicht am Schlepper montieren kann. Gibt viele so mit Einmann-Handwerksbetrieb, die gelernt haben strukturiert zu arbeiten,
die heute noch ihren Hof machen, die könnten weiter machen oder noch welche neu einsteigen. Gerade Corona könnte wieder viele auf den Hof bringen. Warten wir mal ab.
Ich sehe die Söder-Initiative als gut und überlegt an und unterschätzt bitte nicht die Leistungsfähigkeit der Melkroboter der neuen Generation.

Da trifft jetzt der Automatisierungstechniker vom pleiten Zulieferer auf Schwiegerpapas Hof, der macht dann 50 Kühe und neben seinen Roboter, noch die CNC Technik vom örtlichen Schreiner, der Kläranlage und 5 Roboter seiner Kollegen. Da wäre für mich der "bayr. Weg".
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