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Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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70 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Junglandwirt 90 » So Dez 30, 2018 12:33

Hallo Lt Gemeinde,
Ich hoffe ihr seid alle gut über die Weihnachtstage gekommen, konntet etwas runter fahren und etwas mehr zeit mit den Liebsten verbringen.
Ich möchte mich mit einer Frage an euch wenden und hoffe auf Konstruktive Antworten, kein gequatsche und will auch keine schon oft durchgekauten Themen aufwärmen.
Wie alle hier wissen ist der Bodenmarkt zu einem heiß umkämpfen Pflaster geworden, besonders als Junglandwirt ohne großen Hof, Namen und viel Sicherheiten hat man es da nicht einfach. Und auch wo der Kuchen schon aufgeteilt ist.
Nun habe ich von einem Verpächter einer Kleinstfläche ein Angebot erhalten Weiteres Land zu kaufen, aber da in der Praxis keiner ehrlich über Preise spricht, die Statistiken von Ämtern und Organisationen nur ein Durchschnitt sind und meist weit an derRealität vorbei gehen, hoffe ich Ihr könnt mir ein paar Auskünfte geben, auch wo Banken ihre Bewertungen her nehmen.
Im Konkreten geht es um Ackerland, ich weiß es gibt regional große Unterschiede, aber trotzdem muss es ja etwa Werte und Faustzahlen geben.
Bei besagtem Land geht es um knapp 20 Ha, Lößboden, ca 70 BP, Zusammenhängend, mit leichter Neigung und ziemlich Viereckig.
Das gebot liegt bei 3€/m², Meiner Meinung nach dochrecht viel für unsere Gegend, aber wenn man so nachliest im Verhältnis zu anderen auch wiederum nicht.
Was haltet Ihr von Der ganzen Sache und wäre es sinnvoll?
Ich freue mich über Antworten und wünsche schonmal allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viele Grüße
Junglandwirt 90
 
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon xaver1 » So Dez 30, 2018 12:50

Hallo, welche Gegend?

In meiner Gegend Acker 45 bis 50 Bp ca.7 bis 8 Euro, 20 km entfernt ca. 70 Bp ab 15 Euro :| .

mfg
xaver1
 
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon allgaier81 » So Dez 30, 2018 13:05

Hallo,

grundsätzlich ist es glaube ich ein Glücksfall für 3€/m² Land kaufen zu können. Das wird in NDS auch für 30BP gezahlt.
Von daher würde ich bei so einem Boden die Fläche kaufen.

wäre es sinnvoll?


Um die Frage zu beantworten müsste man schon dein Betriebskonzept kennen.

Wenn du gerade 600.000€ auf dem Konto hast und nicht weißt ob es ein Maserati oder Ackerland werden soll dann kauf das Ackerland...
Wenn du es aber nur haben möchstest um darauf Ackerbau zu betreiben dann musst du deinen Bleistift mal gut anspitzen und rechnen wie lange du ackern musst damit das Geld wieder "reinkommt".

Also etwas mehr Infos wären vermutlich notwendig um Tipps zu bekommen, dann könnte es aber auch in "Gequatsche" enden...
Gruß, allgaier
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Junglandwirt 90 » So Dez 30, 2018 19:05

schon mal danke für die Antworten.

Ich komme aus dem Herzen von Sachsen.
Mir ist durchaus bewusst wie die Preise in anderen Regionen liegen, da war es bei und bisher noch relativ human.
Besonders die BVVG ist in meiner region sehr präsent, also für mich als Junglandwirt kein Herankommen an solche Flächen.
Einfach so liegt das Geld bei mir natürlich nicht herum, darum auch die Frage nach welcher Grundlage die Banken bewerten, mal abgesehen vom Bodenrichtwert.
Momentan läuft der Betrieb noch im Nebenerwerb, aber es ist stetig am Wachsen. Neben Ackerbau werden auch sonderkulturen angebaut, Mutterschafe, Weihnachtsgeflügel und Legehennen gehalten. Der Absatz erfolgt zu 95% über Direktvermarktung.
Natürlich ist das Land nicht im Handumdrehen abbezahlt, aber ich sehe es so, das es dann trotzdem Eigentum wäre, Pachtland kann auch schnell mal weg sein und gerade durch meine angebauten Kulturen benötige ich genügend Ackerland um entsprechende Fruchtfolgen und notwendige Anbaupausen einhalten zu können und nicht um jeden Willen noch mehr zu haben und es anderen wegzunehmen.

Viele Grüße
Junglandwirt 90
 
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Manfred » So Dez 30, 2018 21:01

Wir reden hier mit Kaufnebenkosten von ca. 650.000 Euro.
Wenn du die zu 2% finanziert bekommst und in 20 Jahren abbezahlt haben willst, musst du jeden Monat ca. 3.300 Euro Kreditrate an die Bank abdrücken. Also 39.600 Euro pro Jahr. 2% Zinsen entsprechen einem Pachtpreis von 650 Euro /ha.
Kann dein Nebenerwerbsbetrieb das leisten?
Und hast du dann auch noch ausreichend Luft für weitere notwendige Investitionen in den Betrieb? Für eine Familiengründung? Einen Hausbau? etc.

In deiner beschriebenen Situation würde ich die Finger davon lassen, außer dein Betrieb fährt weit überdurchschnittliche Gewinne ein und du suchst dafür nach einer langfristigen Anlage.
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Family Guy » So Dez 30, 2018 22:31

Wie Manfred es schreibt, ist es, über den Daumen, richtig gerechnet. Die Verzinsung mag für dich noch tragbar sein, aber die Tilgung wird schwierig und das ist dann eine typische Finanzierungsfalle.
Und nach deiner Beschreibung ist es eine interessante Fläche vom Zuschnitt, den Punkten und zusammenliegend, da werden sich andere finden, so dass 3,--€ wohl die Untergrenze sind.
Eventuell passiert im nächsten Jahr viel auf dem Bodenmarkt, denn viele Betriebe haben zwei schlechte Jahre hinter sich.
Aber das ist Kaffeesatzleserei.

Nachtrag: meine persönliche Einschätzung ist aber leider auch so, dass Landpreise sehr stabil oder zukünftig weiter ansteigen werden, es ist einfach das Kapital durch 100 verschiedene Gründe vorhanden.
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Eliass » Mo Dez 31, 2018 15:41

Für 3 Euro pro Quadratmeter würde ich nicht lange überlegen !
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon egnaz » Mo Dez 31, 2018 15:58

Zu bedenken ist auch, dass sich das Zinsniveau auf historischem Tiefstand befindet. Das wird nicht ewig so bleiben.
Was ist wenn wieder 10% fällig werden?
Dann wird auch der Bodenmarkt weniger interessant.
Bislang haben sich auch alle mit den Zahlungen aus Brüssel eingerichtet. Sie stützen auch die Bewirtschaftung, können aber jederzeit von der Politik gestrichen werden.
Kapitalkosten für 3 €/qm mit normalem Ackerbau zu erwirtschaften halte ich nicht für möglich, da muss man schon aus anderen Bereichen quersubventionieren.
Gruß Eckhard
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Franken-Josef » Mo Dez 31, 2018 16:28

Hallo Jungbauer,
lass dich nicht verunsichern und ins Boxhorn jagen.
Wenn Du die Landwirtschaft magst,
wenn Du die Arbeit magst, auch noch in 10 jahren,
wenn Du dir das Geld zu vernünftigen Bedingungen beschaffen kannst,
wenn Du jetzt schon eine landw. Fläche/Hof hast und mit den 20ha Du dich dann vergrößern kannst,
wenn Du eventuell auch noch Hilfe aus deiner Familie bekommst,

dann schlag zu und kauf die Fläche.
Damit bist Du dann unabhängiger , kannst Dein eigener Herr sein und Du arbeitest für Dich!
Die Alternative wäre doch eine abhängige Beschäftigung, und das im Osten.
Geld aus Brüssel wird es noch sehr lange geben, sonst gibt es doch Zoff in den Mitgliedstaaten und die EU fällt auseinander.

Hab Mut , etwas Risiko musst Du schon bei sowas tragen. So ist nun mal das Leben!
Also viel Erfolg und lass mal hören wie Du dich entscheiden tust.
Tschau und einen guten Rutsch ins Neue Jahr für ALLE hier!!
Franken-Josef
 
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon bauer hans » Mo Dez 31, 2018 16:49

landkauf rechnet sich,wenn man bauland verkauft hat und reinvestieren muss.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Eliass » Mo Dez 31, 2018 17:09

bauer hans hat geschrieben:landkauf rechnet sich,wenn man bauland verkauft hat und reinvestieren muss.

... und wenn man einfach nur Bargeld übrig hat?
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon T5060 » Mo Dez 31, 2018 18:23

Junglandwirt 90 hat geschrieben:Nun habe ich von einem Verpächter einer Kleinstfläche ein Angebot erhalten .......
Bei besagtem Land geht es um knapp 20 Ha, Lößboden, ca 70 BP


Naja 20 ha als Kleinstfläche zu bezeichnen ist schon peinlich und lässt jedes Gespür für wirtschaftliche Grundkenntnisse vermissen.
Ein unternehmerisch handelnder Landwirt kann auch mit 15 ha Eigenland ein mehr als auskömmliches Einkommen erwirtschaften.
Allerdings braucht man für 15 ha kein 300 PS Schlepper und kann auch sonst keine Show mit machen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Manfred » Mo Dez 31, 2018 18:45

T5060 hat geschrieben:Naja 20 ha als Kleinstfläche zu bezeichnen ist schon peinlich und lässt jedes Gespür für wirtschaftliche Grundkenntnisse vermissen.


Ich hatte das so verstanden, dass er von dem Mann eine Kleinstfläche gepachtet hat und dieser ihm jetzt den Kauf einer andere Parzelle anbietet.
Aber evtl. klärt sich das ja noch.
Wenn der Nebenerwerbsbetrieb eine Dimension hat, wo 20 ha Kleinstflächen sind, sollte der Kauf eh leicht zu stemmen sein.
Wir Armutsbauern müssen halt in kleineren Brötchen denken.
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon Family Guy » Mo Dez 31, 2018 18:49

T5060 hat geschrieben:
Junglandwirt 90 hat geschrieben:Nun habe ich von einem Verpächter einer Kleinstfläche ein Angebot erhalten .......
Bei besagtem Land geht es um knapp 20 Ha, Lößboden, ca 70 BP


Naja 20 ha als Kleinstfläche zu bezeichnen ist schon peinlich und lässt jedes Gespür für wirtschaftliche Grundkenntnisse vermissen.
Ein unternehmerisch handelnder Landwirt kann auch mit 15 ha Eigenland ein mehr als auskömmliches Einkommen erwirtschaften.
Allerdings braucht man für 15 ha kein 300 PS Schlepper und kann auch sonst keine Show mit machen.


Ich bin zwar nicht der Übersetzer, aber der Verpächter hat eine Kleinstfläche an J. verpachtet, bietet ihm aber eine andere Fläche an. So ist die Sachlage.

Bei 200ha Eigentum ist es sinnvoll, die Fläche zu kaufen, bei 0 ha Eigentum ist meiner Meinung nach der Schluck aus der Pulle zu groß.

Franken-Josef hat geschrieben:Damit bist Du dann unabhängiger , kannst Dein eigener Herr sein und Du arbeitest für Dich!


Nein, du arbeitest für die Bank. Du musst eine Wertschöpfung erbringen, die nur mit Sonderkultur möglich ist.
Manfred hat das gut vorgerechnet, du kommst sehr schnell auch bei niedrigen Zinsen in die Liquiditätsfalle, die Tilgung kann nur bedient werden, indem man das Kontokurrent vergrößert.

egnaz hat geschrieben:Zu bedenken ist auch, dass sich das Zinsniveau auf historischem Tiefstand befindet. Das wird nicht ewig so bleiben.
Was ist wenn wieder 10% fällig werden?
Dann wird auch der Bodenmarkt weniger interessant.


Die gesamte Wirtschaft ist von billigem Geld abhängig, ein Zinsniveau von 6 bis 8 % würde zu einer riesigen Wirtschaftkrise führen, hat wohl auch der einfältigste Eurobanker verstanden.
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Re: Tipps zum Landkauf und Bodenpreis

Beitragvon T5060 » Mo Dez 31, 2018 18:54

Also bei dem Angebot, wäre ich schon beim Notar und hätte auch schon 20 km weiter in der Kneipe den Tisch für das Abschlussgespräch reserviert
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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