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Transport von Ammoniak im Blut?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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28 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » So Jan 08, 2017 14:07

Verwechselst du etwa Ammoniak mit Harnstoff???
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon Manfred » So Jan 08, 2017 14:54

Nein. Du kannst das Spiel aber mit Harnstoff durchspielen. Vorne Harnstoff einfüllen (wie oben schon beschrieben, Stichwort "urea supplementation") und dann schauen was alles passiert, bis wieder Harnstoff raus kommt. Der Harnstoff wird im Pansen von den Mikroben zerlegt. Dabei werden NH2 Gruppen bzw. Ammoniak (NH3) frei. Wenn du genug Harnstoff einfüllst, fängt die Kuh nach einer Weile schwer zu atmen, weil ihr Hämoglobin zugekleistert wird. Nimmst du zu viel, fällt sie etwas später tot um. Sie erstickt, weil ihr Blut nicht mehr genug Sauerstoff und CO2 transportieren kann, um den Kreislauf am Laufen zu halten. Wenn du dann eine Blutprobe nimmst, ist das Blut extrem dunkel, fast schwarz, durch das Methämoglobin.
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon Grimli » Mo Jan 09, 2017 8:50

also ich hab folgendes gefunden.

>16% Rohprotein in TS -> Rohproteinüberschuss

im Blut
NH3 aus Pansen (Ammoniak)
AS -> aufnahme über Dünndarm

-> Verwertung von NH3 und AS aus dem Blut
Körpereiweiß
Milcheiweiß
Erhaltung ,Energie (Kohlenhydratmangel) (AS Überschuss)

Leber (Rohproteinüberschuss)
2x NH3 + C02 => CH4N20

CH42N2O kann über das Blut wieder in den Pansen gelangen oder bei kleiner 13 % RP in der TS vom Rind über das Blut wieder als Harnstoff als Futter XP wiederverwendet werden.


NH3 Ammoniak ist Pfeil vom Blut zur Leber -> giftig, reizend,erstickend, Zellschädigend
bei Energiemangel
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Mo Jan 09, 2017 9:35

Wir in Bayern füttern unserer Kühe mit Mais und Grassilage. Bei normaler Düngung gibs keine Probleme. Wo ist also das Problem? Hast du eine Doktorarbeit verschluckt?
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon Manfred » Mo Jan 09, 2017 10:23

Das ist ja schön, dass ihr in Bayern eure Kühe mit Gras- und Maissilage füttert. :wink:
Wir in Bayern füttern unsere Weiderinder überwiegend mit dem, was auf der Weide wächst.
Und das ist je nach Wachstumsphase und Witterungsbedingungen etc. erheblichen Schwankungen im Eiweißgehalt unterworfen.
Da gibt es dann solche interessanten Effekte wie bei der Weidemast auf Weizengras (jungem Weizen) in den USA, wo die Tiere je nach Vorgeschichte 50 Tage lang zunehmen wie blöd (über 2 bis fast 3 kg am Tag) und danach innerhalb kurzer Zeit in der Leistung einbrechen und gar nicht mehr zunehmen oder sogar abnehmen, was nach heutigem Wissensstand daran liegt, dass die Tiere ihre Pufferkapazität für den Eiweißüberschuss dann ausgeschöpft haben und die einsetzende Methämoglobinbildung den Stoffwechsel abwürgt.
Und diesen Zustand will man als Weidehalter natürlich vermeiden.
Nur wissen anscheinend die meisten Weidehalter in D gar nicht, dass es diesen Effekt gibt, noch wie er zu erkennen ist, noch wie man gegensteuern kann.
Als Milchviehhalter, der seine Ration im Griff hat und den Eiweißüberschuss des Grases mit anderen Komponenten ausgleichen kann, braucht man sich solchen Fragen idR nicht zu stellen, wie vorher in diesem Thread schon geschrieben.
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon LUV » Mo Jan 09, 2017 10:40

Manni, gibt es denn in deinen Augen Beratungsbedarf bei deinen Kollegen? Oder warum postest du ständig deine Vermutungen? Möchtest du eine Beratung in Sachen Grünlandbewirtschaftung aufbauen? :wink:
Melde dich doch hier: http://www.coast.uni-oldenburg.de/55868.html
Denen kannst du evtl. noch Tipss geben? :wink:
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon Manfred » Mo Jan 09, 2017 11:00

Dass die staatliche Beratung den besten Praktikern eine Generation hinterherhinkt ist ja nichts Neues.
Deshalb suche ich die besten Praktiker, um von denen zu lernen. So kommt man am schnellsten vorwärts.
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon LUV » Mo Jan 09, 2017 11:17

Holländer waren schon immer gute Grünlandbewirtschafter......jedenfalls sind sie den Amis weit überlegen, finde ich. :wink:
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon Manfred » Mo Jan 09, 2017 12:00

"Die Niederländer" gibt es bei der Grünlandbewirtschaftung so wenige wie "die Amis" oder "die Deutschen".
Dass die niederländische Agrarpresse aber kompetente Grünland-Fachleute aus Übersee zu Fachreisen und Interviews ins Land holt, von denen die deutsche Agrarpresse offenbar noch nicht mal bemerkt hat, dass es sie gibt, scheint mir deine These aber zu bestätigen.
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon LUV » Mo Jan 09, 2017 12:23

Ich weiß ja nicht, ob Bayern immer noch im eigenen Saft schmort, aber wir haben hier seit Jahrzehnten gute Kontakte nach Holland und zu deren Berater.......
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon Manfred » Mo Jan 09, 2017 13:39

Naja. Evtl. fangen sie einfach früher an zu merken, dass sich etwas ändern muss, weil sie die Extreme des bisherigen bereits weiter ausgereizt haben.
Soweit ich das im Blick habe, bemühen sich die Norddeutschen eher den Niederländern im Extrem nachzueifern, statt vor ihnen die Kurve zu kriegen.
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon LUV » Mo Jan 09, 2017 13:54

Manfred hat geschrieben:Naja. Evtl. fangen sie einfach früher an zu merken, dass sich etwas ändern muss, weil sie die Extreme des bisherigen bereits weiter ausgereizt haben.
Soweit ich das im Blick habe, bemühen sich die Norddeutschen eher den Niederländern im Extrem nachzueifern, statt vor ihnen die Kurve zu kriegen.


Als Bayer zweifelt man nie an sich selbst, das habe ich in meinem Leben schon gelernt. :wink: Allerdings waren die Holländer wirklich immer etwas früher mit allem dran, weil sie nicht dauernd fundamental-ideologische Landesdünkel auszufechten haben und einfach mal was anfangen, um dann auch schnell wieder auszusteigen, falls es nicht klappen sollte. :klug:
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Re: Transport von Ammoniak im Blut?

Beitragvon langholzbauer » Mi Jan 11, 2017 16:45

Manfred hat geschrieben:Das ist ja schön, dass ihr in Bayern eure Kühe mit Gras- und Maissilage füttert. :wink:
Wir in Bayern füttern unsere Weiderinder überwiegend mit dem, was auf der Weide wächst.
Und das ist je nach Wachstumsphase und Witterungsbedingungen etc. erheblichen Schwankungen im Eiweißgehalt unterworfen.
...
Nur wissen anscheinend die meisten Weidehalter in D gar nicht, dass es diesen Effekt gibt, noch wie er zu erkennen ist, noch wie man gegensteuern kann.
Als Milchviehhalter, der seine Ration im Griff hat und den Eiweißüberschuss des Grases mit anderen Komponenten ausgleichen kann, braucht man sich solchen Fragen idR nicht zu stellen, wie vorher in diesem Thread schon geschrieben.


Da wage ich mal zu behaupten, daß ein ambitionierter Weide(tier bzw. rinder :wink: )halter auch durchaus die Möglichkeiten hat, sich über artgerechte Ernährung seiner Tiere zu informieren.
Soll heisen: Ein verantwortungsbewuster Bauer kennt auch annähernd die Ration der Weidetiere und steuert durch geschickte Weideführung und eventuelle Zufütterung von z.B. Stroh, Getreide oder spät geschnittenen Graskonserven die Zusammensetzung. Zumal ein hoher Eiweißüberschuß in der ,meist extensiven, Weidewirtschaft der meisten Mutterkuhhalter nur sehr kurzzeitig auftreten wird. Auch in der Wiedetierhaltung ist das Eiweiß häufig der teuerste Rationsbestandteil, den mann möglichst optimal nutzen möchte.
Die , von Dir erwähnten, "erheblichen Schwankungen im Eiweißgehalt" sind i.d.R. nur kurzzeitig und werden vom Organismus gesunder Weidetiere recht gut,durch die von Dir beschriebenen Mechanismen ausgeglichen.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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